Südstadt-Bult
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Stadtbezirk | Südstadt-Bult (7) |
| Fläche | 7,18 km² |
| Einwohner | 41.575 |
| Bevölkerungsdichte | 5.790 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 30169, 30171, 30173 |
| Stadtteile |
|
| Webpräsenz | hannover.de |
| Politik | |
| Bezirksbürgermeister | Lothar Pollähne (SPD) |
| Stadtbezirksrat (21 Sitze) |
SPD: 7, Grüne: 6, CDU: 5, Piraten: 1, FDP: 1, Linke: 1 |
Südstadt-Bult ist der 7. Stadtbezirk in Hannover. Er hat 41.575 Einwohner und besteht aus den Stadtteilen Südstadt (38.600 Ew.) und Bult (2.975 Ew.) (Stand 2011).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Südstadt
Die Südstadt wird begrenzt im Westen durch die Leine, Willy-Brandt-Allee und Berliner Allee, im Norden durch Arthur-Menge-Ufer, Friedrichswall, Aegidientorplatz und Marienstraße, im Osten durch die Eisenbahnstrecke Hannover–Göttingen und im Süden durch die südliche Grenze des Stadtfriedhofs Engesohde und die nördliche Grenze der Eilenriede. Der Maschsee liegt im Stadtteil. Ebenfalls befinden sich hier das Sprengel-Museum, die Stadtbibliothek, das NDR-Landesfunkhaus, das Landesstudio des ZDF, die Gilde Brauerei und das Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Bedeutende Kirchen sind die katholische St.-Heinrich-Kirche und die evangelischen Kirchengemeinden Nazareth, Bugenhagen, Athanasius und Paulus. Die drei Gemeinden Paulus, Athanasius und Nazareth sind seit dem 1. Januar 2009 zu einer Gemeinde vereinigt.Im Stadtteil liegt die Bischofskanzlei, der Amtssitz des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
An der Marienstraße befindet sich das Krankenhaus Henriettenstift. In der Bismarckstraße befand sich bis 2004 ein Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Hannover, das eine der größten Ausbildungsstätten für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer in Niedersachsen war. 2004 erfolgte die Verlegung der Grund-, Haupt- und Realschullehrerausbildung nach Hildesheim. Mit Ende des Sommersemesters 2007 wurde die verbliebene Sonderpädagogenausbildung so gut wie ganz eingestellt. Derzeit versucht das Land Niedersachsen das historische Gebäude zu vermarkten.
In der Südstadt gibt es die meisten Schulen Hannovers, darunter allein fünf Gymnasien: Elsa-Brändström-Schule, Bismarckschule, Tellkampfschule, St.-Ursula-Schule und Wilhelm-Raabe-Schule; außerdem eine Freie Waldorfschule und die folgende Realschulen (teilweise mit angegliederten Grund- oder Hauptschulen): Gustav-Stresemann-Realschule, Heinrich-Heine-Schule, Peter-Petersen-Schule, Ludwig-Windthorst-Schule, außerdem mehrere Berufsschulen.
Die Südstadt gilt traditionell als bürgerliches Viertel und in der Nachkriegszeit als Beamtenviertel. In den 1980er Jahren überalterte der Stadtteil und wurde teilweise zum Beamten-Witwen-Viertel. Durch die wieder zunehmende Attraktivität innenstadtnaher Stadtteile zogen seitdem jedoch wieder verstärkt junge Leute und auch Familien aus bürgerlichen Schichten in die Südstadt, so dass der Anteil der jüngeren Bevölkerung etwas angestiegen ist. Die Südstadt ist zwar auch um 2010 einer der kinderärmsten Stadtteile Hannovers, doch auch der Anteil der älteren Bevölkerung liegt mittlerweile unter dem Durchschnittswert der Stadt Hannover. Ein Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche findet sich im Haus der Jugend.
In der Südstadt liegt zwischen der "Alten Döhrener Straße" und dem Maschsee der Engesohder Friedhof (1861), auf dem viele Honorationen der Stadt ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Name erinnert an das aufgegebende Dorf (Wüstung) Engesohde.
In der Südstadt liegt der von der S-Bahn bediente Bahnhof Hannover-Bismarckstraße. Unter der die Südstadt nach Norden begrenzenden Marienstraße und unter der Hildesheimer Straße verkehren mehrere Stadtbahnlinien, die während großer Messen um weitere Linien verstärkt werden.
Die wichtigsten Straßen für den Autoverkehr sind die Hildesheimer Straße (in Nord-Süd-Richtung) und der Altenbekener Damm (Ost-West), die den Stadtbezirk mittig durchteilen. Hildesheimer Straße, Sallstraße und Marienstraße sind zugleich bedeutende Einkaufs- und Geschäftsstraßen der Stadt Hannover.
In der Maschstraße an der Grenze der Südstadt zur Innenstadt befindet sich Hannovers traditionell größter Sportverein, der TK Hannover, der auch heute noch mit ca. 4500 Aktiven, darunter zahlreichen Leistungssportlern, in ca. 50 Sportarten in Hannover führend ist. Der RSV Hannover, traditionell ein Eisenbahner-Sportverein, ist ein weiterer der sehr großen und traditionsreichen Sportvereine der Stadt, er hat seine vereinseigenen Hallen an der Straße „Am Südbahnhof“. Der große Fußballverein der Südstadt ist der SV Eintracht Hannover, der ausgedehnte Sportplätze an der Hildesheimer Straße hat. Der HTTC Hannover ist ein reiner Tischtennisverein, der in der Gustav-Stresemann-Realschule an der Stresemannallee zuhause ist.
[Bearbeiten] Bult
Im Osten des Stadtbezirks befindet sich der Stadtteil Bult, abgeleitet von dem niederdeutschen Wort "Bulte", ein Begriff für einen Hügel. Er grenzt an die Eilenriede. In diesem Stadtteil befindet sich die Tierärztliche Hochschule Hannover, mehrere gutbürgerliche, ruhigere Reihenhaussiedlungen und das Stadion Bischofshol, jetzt Rudolf-Kalweit-Stadion, des SV Arminia Hannover. Von 1906 bis 1970 befand sich hier die Galopprennbahn „Große Bult", die wegen einer geplanten Gewerbeansiedlung nach Langenhagen verlegt wurde (Neue Bult). Auf dem Gelände steht heute u. a. das Kinderkrankenhaus auf der Bult. Im Nordwesten befindet sich der Braunschweiger Platz.
[Bearbeiten] Bezirksrat
Bei der Kommunalwahl vom 11. September 2011 wurde die SPD mit 36,3 % der Stimmen wieder die stärkste Partei im Stadtbezirk und stellt mit Lothar Pollähne den Bezirksbürgermeister. Die Grünen wurden mit 27,2 % erstmals vor der CDU (25,7 %) zweitstärkste Partei und stellen mit Ekkehard Meese den stellvertretenden Bezirksbürgermeister.[1] Der Bezirksrat Südstadt-Bult tagt etwa neunmal im Jahr öffentlich in der Athanasiuskirche.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Helmut Jacob: Die Südstadt in Hannover – Ein Beitrag zur Geschichte und Entwicklung eines Stadtteiles aus der Sicht eines Südstädters Hannover: Selbstverlag 1993
[Bearbeiten] Weblinks
- Stadtbezirksportal Südstadt-Bult der Stadt Hannover
- Auf der Bult in Hannover Bilder und Links
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Die Ergebnisse der Stadtbezirksräte im Überblick, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12. September 2011, abgerufen am 29. November 2011
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52.3541666666679.7744444444444Koordinaten: 52° 21′ N, 9° 46′ O