Sünching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sünching
Sünching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sünching hervorgehoben
48.87972222222212.354444444444341Koordinaten: 48° 53′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Sünching
Höhe: 341 m ü. NHN
Fläche: 19,41 km²
Einwohner: 2002 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93104
Vorwahl: 09480
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 201
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 26
93104 Sünching
Webpräsenz: www.suenching.de
Bürgermeister: Robert Spindler (FUW)
Lage der Gemeinde Sünching im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild
Schloss Sünching
Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Sünching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Sünching.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Sünching liegt in Bayern, im Regierungsbezirk Oberpfalz an der Großen Laber.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Sünching hat 3 amtlich benannte Ortsteile (Einwohnerstand 28. August 2002)[2]:

Des Weiteren gibt es den Ort Ziegelstadel (8), der jedoch kein amtlich benannter Ortsteil ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Sünching wird 773 erstmals urkundlich erwähnt. Das Adelsgeschlecht der Sünchinger ist von Mitte des 12. bis Mitte des 14. Jahrhunderts nachweisbar. Die Freiherrn, dann Grafen von Seinsheim residierten von 1573 bis 1958 auf dem Schloss Sünching. Das Schloss ist ein Oktogon mit achteckigem, unregelmäßigen Innenhof, die Baugeschichte ist außergewöhnlich gut dokumentiert, es handelt sich um eine der schönsten Rokokoanlagen Süddeutschlands. Es wurde ununterbrochen von der Bauherrenfamilie bewohnt.Durch Erbschaft ging der Besitz von der letzten Seinsheim 1958 an den jetzigen Hausherrn, den Enkel Johann Carl Freiherrn von Hoenning O´Carroll über. Bei diesen O´Carroll handelt es sich um irische Kleinkönige aus Elly, Mittelirland. Über Nordamerika und Weimar gelangten diese nach Ungarn.

Eine gefürstete Seitenlinie der Seinsheimer blüht unter dem Namen Schwarzenberg noch fort.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Haidenkofen eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber unter einem obergezinnten blauen Sparren ein aus dem unteren Schildrand wachsender blauer Eberrumpf. Das Wappen wird seit 1969 geführt.

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Schloss Sünching: Das erste Schloss wurde wohl im 12./13. Jahrhundert vom Geschlecht der Sünchinger erbaut, erstmals erwähnt wurde es 1395. Joseph Franz von Seinsheim ließ 1758 vom damaligen Münchner Hofbaumeister Francois de Cuvilliés dem Älteren die heutige oktogonale Wasserburg erbauen. Nach dem Tod der letzten Gräfin Seinsheim kam es in den Besitz ihres Enkels, des Freiherrn von Hoenning O`Carroll. Das Schloss wird seitdem von ihm und seiner Familie bewohnt.
  • Pfarrkirche Sünching: Die heutige Kirche St. Johannes Baptist stammt von 1700, der 58 Meter hohe Turm mit Helmdach ist 200 Jahre älter und stammt von einem der Vorgängerbauten. Ein Stifterwappen am Turm weist Joachim von Stauf Freiherr zu Ehrenfels als Stifter des 1502 vollendeten Vorgängerbaus aus. Aber auch schon 1148 wird eine Sünchinger Kirche als Nebenkirche des Klosters Niederalteich erwähnt. Chor mit Kreuzjoch und dreiseitigen Kappenschluss. Das Langhaus besitzt eine Spiegeldecke. Der im 20. Jahrhundert geplante Neubau wurde durch das Patronat verhindert. Die Kapellen zeigen Stuckaturen vom Anfang des 18. Jahrhunderts Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Seinsheimer.
  • Liste der Baudenkmäler in Sünching

Verkehr[Bearbeiten]

  • Bahnhof Sünching an der Bahnlinie Regensburg–Passau

Schulen[Bearbeiten]

  • Grund- und Teilhauptschule Sünching
  • Montessorigrundschule Sünching

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Josef Fendl: 1200 Jahre Sünching. Beiträge zur Geschichte einer Gäubodengemeinde. Sünching 1977.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111216/000840&attr=OBJ&val=1034
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sünching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien