Słupsk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stolp ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch: Stolp (Begriffsklärung).
Słupsk
Wappen von Słupsk
Słupsk (Polen)
Słupsk
Słupsk
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 43,15 km²
Geographische Lage: 54° 28′ N, 17° 2′ O54.46666666666717.033333333333Koordinaten: 54° 28′ 0″ N, 17° 2′ 0″ O
Einwohner: 93.936
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 76-200 - 76-210, 76-215, 76-216, 76-218, 76-280
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 6 (E 28) DanzigStettin
DK 21Trzebielino-Miastko
DW 210 UstkaDębnica Kaszubska-Unichowo
Schienenweg: Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk
405 UstkaPiła
Nächster int. Flughafen: Danzig
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 43,15 km²
Einwohner: 93.936
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2177 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2263011
Verwaltung (Stand: 2012)
Stadtpräsident: Maciej Kobyliński
Adresse: pl. Zwycięstwa 3
76-200 Słupsk
Webpräsenz: www.slupsk.pl

Słupsk [ˈswupsk] (deutsch Stolp) ist eine Stadt in der polnischen Wojewodschaft Pommern. Sie ist Kreisstadt des Powiats Słupski.

Geographische Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Słupsk liegt am Ufer des Flusses Słupia (Stolpe), 18 Kilometer von der Ostseeküste entfernt in Hinterpommern. Es handelt sich um die drittgrößte Stadt der polnischen Woiwodschaft Pommern, in deren Nordwesten sie liegt – am Kreuzungspunkt der Landesstraße 6 (ehemalige deutsche Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28) mit der Landesstraße 21 (Reichsstraße 125) und den Woiwodschaftsstraßen 210 und 213. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 43,15 Quadratkilometern. Durch die Stadt führen die Landesstraße 6 (ehemalige deutsche Reichsstraße 2, heute auch Europastraße 28) und die Bahnstrecke von Stargard Szczeciński nach Danzig. Die Stadt ist außerdem Bahnknotenpunkt der beiden Staatsbahnlinien 202 und 405 – der Bahnstrecke Stargard Szczeciński–Gdańsk (Danzig–Stargard in Pommern) und der Bahnstrecke Piła–Ustka (Schneidemühl–Stolpmünde). Die Nachbarstädte Koszalin (Köslin) und Lębork (Lauenburg) sind 70 bzw. 50 Kilometer entfernt.

Stadt Słupsk (Stolp)[Bearbeiten]

Stadtteile[Bearbeiten]

  • Nadrzecze
  • Ryczewo (Ritzow)
  • Śródmieście (Innenstadt)
  • SSSE – Słupska Specjalna Strefa Ekonomiczna
  • Westerplatte
  • Zatorze

Geschichte[Bearbeiten]

Stolp südöstlich von Stolpmünde an der Ostsee (linke Bildhälfte, durch Anklicken vergrößerbar) und nordöstlich von Schlawe auf einer Landkarte von 1910.

Aus vorgeschichtlicher Zeit stammt der Stolper Bär, eine Bernsteinfigur, die vor 1887 in der Nähe von Stolp gefunden wurde. Sie ist heute in Stettin ausgestellt.

Im 9. Jahrhundert entstand am Ostufer des Flusses Stolpe, an einer flachen Furt, eine kaschubische Siedlung und bald darauf die Burg Stolp. In alten Urkunden wird Stolp Ztulp, Slup, Slupz, Ztulpz, Schlupitzk und Schlupz geschrieben.[2] Ein Dorf Slup wurde bereits 1013 urkundlich erwähnt.[3] Möglicherweise leitet sich der Name vom altslawischen Wort stlŭpŭ für Säule oder Ständer ab – also vom Fischständer im Fluss, einer Vorrichtung zum Fischfang.[4] Zur Burg gehörte die Kastellanei Stolp, der auch Land Stolp[5] genannte Burgsbezirk. Durch die Furt bei Stolp führte der Handelsweg von Danzig nach Stargard. Ab dem 12. Jahrhundert war die Siedlung Teil des Herzogtums Pommern, das ab 1121 unter polnischem, ab 1181 deutschem und 1186–1227 unter dänischem Einfluss stand. Pommern wurde durch das Adelsgeschlecht der Greifen beherrscht.

1227, nach dem Aussterben einer Seitenlinie der Greifen durch den Tod von Herzog Ratibor II. und dem Zusammenbruch der dänischen Vorherrschaft über Pommern, kam das Stolper Land mit der Burg Stolp in den Besitz der Herzöge von Pommerellen aus dem Herrscherhaus der Samboriden und blieb dies bis zu dessen Aussterben im Mannesstamm 1294. Das Herzogtum der Samboriden hatte, nach dem Mordanschlag an Herzog Leszek I.,[6] 1227, unter Swantopolk II. die vollständige Unabhängigkeit von Krakau erlangt.[7][8] 1240 wird Stolp als Ausstellungsort einer Urkunde Swantopolks II. erwähnt, in der er seinem Kaplan Hermann das Dorf Ritzow im Stolper Land (lateinisch in dyocesi Zlupensi) für zwei Pferde eintauscht. Herzog Swantopolk II. von Pommerellen verlieh der Ortschaft 1265 das Stadtrecht nach Lübischem Recht. 1276 gründeten deutsche Kaufleute und Handwerker aus Westfalen und Holstein am Westufer des Flusses eine neue Siedlung. Zwei Jahre später folgte die Gründung eines Dominikanerklosters. Nachdem Herzog Mestwin II. 1294 verstarb, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen, kam es zum Pommerellischen Erbfolgestreit. Zwar hatte Pommerellen 1227 die Oberherrschaft der Krakauer Herzöge abgeschüttelt, doch Mestwin II. hatte 1282 in Kempen ohne Absprache mit den pommerschen Greifen-Herzögen und ohne Rücksichtnahme auf früher abgeschlossenen Verträge mit Przemysław II., seinerzeit Herzog von Großpolen, einen Erbfolgevertrag abgeschlossen. Dies führte dazu, dass nach Mestwins II. Tod polnische und böhmische Herrscher versuchten, in Pommerellen die Herrschaftsnachfolge anzutreten, und zwar nacheinander Przemysław II. (1294–1296), Władysław I. Ellenlang (1296−1299 und 1306–1308), sowie Wenzel II. (1299–1305). Wenzel III., der Nachfolger Wenzels II. und polnischer Titularkönig, sprach die Lande Schlawe und Stolp den brandenburgischen Askaniern zu, im Tausch gegen die Mark Lausitz und eine Allianz gegen Władysław I. Ellenlang. Die Brandenburger hatten bereits 1277 die Pfandrechte an diesen Ländern von Wizlaw II., Fürst von Rügen, aufgekauft.[9] Nach dem tödlichen Anschlag auf Wenzel III., 1306, setzte sich Władysław I. Ellenlang im selben Jahr erneut als Landesherr von Pommerellen durch. Mit der Verwaltung Pommerellens wurden zuvor die Swenzonen, hohe pommerellische Verwaltungsbeamte, durch die böhmischstämmigen Könige Polens beauftragt. Diese überwarfen sich mit Władysław I. und erklärten sich 1307 zu brandenburgischen Vasallen. 1308 marschierten die brandenburgischen Markgrafen im Namen der Swenzonen in Pommerellen ein und versuchten ihre zuvor erworbenen Rechte militärisch durchzusetzen. Sie wurden aber noch im gleichen Jahr aus Danzig und den östlichen Teilen Pommerellens durch die Deutschordensritter verdrängt. Doch im Lande Stolp konnten sie sich behaupten. Mit der Verwaltung des Landes betraute Markgraf Waldemar das Geschlecht der Swenzonen.

Die Stadtpfarrkirche St. Marien

1309 wurde das polnische Herzogtum Pommerellen im Vertrag von Soldin faktisch zwischen zwei deutschen Feudalstaaten geteilt. Der westliche Teil mit den Ländern Stolp, Schlawe, Rügenwalde und Bütow ging an die Brandenburger, der größere Rest mit der Hauptfeste Danzig an den Deutschordensstaat. Am 9. September 1310 wurde Stolp das der Stadt 1265 gewährte Lübische Recht durch Markgraf Waldemar erweitert und 1313 erneut bestätigt.

1317 erwarb der pommersche Greifen-Herzog Wartislaw IV. den brandenburgischen Besitzstand an Pommerellen, darunter die Stadt und Land Stolp und band sie enger an das Greifengeschlecht an. Nachdem Stolp zu Wohlstand gekommen war, erwarben die Bürger 1337 den Hafen Stolpmünde und das Dorf Arnshagen. Zwischen 1329 bis 1388 wurde die Stadt von den pommerschen Herzögen Bogislaw V., Barnim IV. und Wartislaw V., die wegen zahlreicher Kriege in Geldnot geraten waren, dreimal an den Deutschen Orden verpfändet. Weil die Herzöge die Stadt nicht auslösen konnten, die Einwohner aber nicht unter der Herrschaft des Ordens leben wollten, brachten die Bürger selbst die Ablösesumme von 6.766 Silbermark nach lübisch Gewicht auf. Das war für damalige Verhältnisse eine ungeheure Summe. 1365 wurde Stolp Mitglied der Hanse. Stolp erhielt 1368 das Münzrecht zum Prägen von Finkenaugen.

Schloss der pommerschen Herzöge in Stolp, heute (2008) Sitz des Mittelpommerschen Museums

In verheerenden Feuersbrünsten von 1395 und 1477 brannte die Stadt bis auf das Rathaus, Reste der Stadtbefestigung mit einigen Tortürmen, die Kirchen und wenige Häuser nieder. 1478 wütete die Pest in der Stadt. 1497 richtete ein Hochwasser großen Schaden an. Stolp beteiligte sich 1481 an einem Landfriedensbündnis der hinterpommerschen und stiftischen Städte. 1507 ließ Herzog Bogislaw X. das Stolper Schloss erbauen. Die Stadt wurde zwischen 1544 und 1589 immer wieder von Feuersbrünsten und Epidemien heimgesucht. Rund 2.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Ein jahrelanger Streit mit den Herzögen ließ die Stadt verarmen und zwang sie dazu, aus der Hanse auszutreten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Stolp 1630 von Schweden erobert. Wallensteins Truppen besetzten die Stadt 1637. Schwedische Truppen unter General Banner vertrieben sie und ruinierten Stolp vollständig. Nach Beendigung des Krieges 1648 fiel Stolp im Westfälischen Frieden wie ganz Hinterpommern an Brandenburg. 1655 wurde die Stadt erneut von einer Feuersbrunst heimgesucht. Im 17. und 18. Jahrhundert fanden in Stolp grausame Hexenprozesse statt.[10] Im Winter 1708/09 herrschte in Hinterpommern sehr starker Frost; im Februar 1709 führte die Stolpe nach starken Regenfällen Hochwasser, und das Gebiet von der Stadtmauer bis hin zur Altstadt wurde überschwemmt.[11]

Königl. Kadettenhaus zu Stolp um 1793.

1769 wurde in Stolp von Friedrich dem Großen auf Empfehlung seines Oberfinanz-, Kriegs- und Domänenenrats Franz Balthasar Schönberg von Brenkenhoff eine Kadettenanstalt für den pommerschen Adel gestiftet.[12][13] Die Anstalt, die an der Ecke der langen Straße in der Nähe des Schlosses stand, war anfangs nur für 48 Kadetten ausgelegt, die kostenlos unterrichtet, beherbergt und verpflegt wurden. 1777 erhielt das Kadettenhaus Anbauten; für diesen Zweck wurden zwei nebenstehende Bürgerhäuser aufgekauft und abgerissen. Die Anzahl der Kadetten wurde darauf im Jahr 1778 bis auf 96 erhöht; in dem dreistöckigen Kadettenhaus wurde in sechs Klassen unterrichtet.[12] Im Jahr 1793 wurden dort 96 Kadetten ausgebildet.[14] Einer der Lehrer an der Schule war der bekannte Topograph und Sachbuchautor Christian Friedrich Wutstrack.[15] Königlich-preußische Kadettenschulen gab es außerdem noch in Berlin, Potsdam, Kulm und seit 1793 auch in Kalisch. 1788 gründete Wutstrack in Stolp eine öffentliche Bibliothek, die mehrere tausend Bände umfasste. Die Wutstrack-Bibliothek wurde später zum Teil der Kadettenschule einverleibt.[16]

Während des Preußisch-Französischen Kriegs von 1806/07 gelang aus Aufständischen formierten polnischen Truppen, die nach Pommern eingedrungen waren, am 19. Februar für eine Woche die Besetzung von Stolp.

In Stolp befand sich ab 1807 wegen des Verlustes der Kadettenvoranstalten in Kulm und Kalisch und der Schließung der Kadettenvoranstalt im Potsdamer Militärwaisenhaus die einzige derartige Anstalt in Preußen. Sie wurde daher 1811 in das zentralere Potsdam verlegt; das Gebäude in Stolp nutzte die Stadt fortan als Invalidenheim.[17][13]

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte Stolp seit 1816 zum gleichnamigen Kreis im Regierungsbezirk Köslin in der preußischen Provinz Pommern und wurde Sitz des Landratsamtes. Im Jahr 1848 verfügten die Stolper Reeder über 25 Handelsschiffe.[18] 1857 erhielt Stolp ein Gymnasium.[19] 1862 wurde in Stolp ein Gaswerk in Betrieb genommen.[20] 1869 wurde die Eisenbahnstrecke Köslin–Stolp, ein Jahr später die Verlängerung dieser nach Zoppot und 1878 die Strecke Stolp–Stolpmünde eröffnet. 1894 wurde mit dem Bau der Kreisbahn nach Rathsdamnitz begonnen. Am 1. April 1898 schied Stolp aus dem Kreis aus und bildete mit rund 26.000 Einwohnern einen eigenen Stadtkreis. 1899 begann der Bau des neuen Rathauses, der mit der Einweihung am 4. Juli 1901 beendet wurde. 1910 wurde das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Rathausvorplatz in Anwesenheit der Kaiserfamilie eingeweiht. 1910 bekam Stolp ein Straßenbahnnetz mit vier Linien in Meterspur, 1926 einen Flugplatz.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war Stolp Garnisonsstandort und eine gewerbereiche Stadt mit einer bedeutenden Möbelindustrie, Bernsteinindustrie, Maschinenfabriken und Stickereien. Über die pommerschen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Stolp unter anderem auch durch den dort seit dem 21. August 1921 in der Käserei des süddeutschen Fabrikanten Heinrich Reimund hergestellten Camembert-Käse ‚Stolper Jungchen‘. Dieser Weichkäse wird heute wieder produziert: in dem 25 km von Słupsk entfernten Ort Zielin (Sellin).

Um das Jahr 1930 hatte die Gemarkung der Stadt Stolp eine Flächengröße von 41,9 km², und im Stadtgebiet standen zusammen 2.271 Wohnhäuser an elf verschiedenen Wohnorten:[21]

  1. Abdeckerei
  2. Am Dornbrink
  3. Ausbau bei Gumbin
  4. Chausseehaus bei Neumühl
  5. Hildebrandtshof
  6. Lohmühle
  7. Sankt Georg
  8. Schützenheim
  9. Stolp
  10. Waldkater
  11. Walkmühle

Im Jahr 1925 wurden in Stolp 41.605 Einwohner gezählt, die auf 10.921 Haushaltungen verteilt waren.[21]

Im Jahr 1938 wurde der Rundfunksender Stolp errichtet.

Blücherplatz um 1900

Frauenstift[Bearbeiten]

1288 wurde in Stolp ein Prämonstratenser-Nonnenkloster gegründet, das dem Abt des Klosters Belbuck unterstand. Nach der Reformation in Pommern zog Herzog Barnim II. im Jahr 1669 die Güter des Frauenklosters ein und wies dafür den Klosterfrauen bestimmte Einkünfte zu. Dadurch konnte diese kirchliche Einrichtung als Frauenstift weiterbestehen.[22][23]

Parteien und Wahlen bis 1945[Bearbeiten]

Politisch galt Stolp bis zum Ersten Weltkrieg als Hochburg der Liberalen. Die Fortschrittliche Volkspartei errang bei der Reichstagswahl 1912 43,3 % der Wählerstimmen, die SPD 30,9 %. In der Weimarer Republik wandelte sich das Bild: Bei der Reichstagswahl 1924 gaben 44,3 % der Einwohner der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) ihre Stimme. Ein Grund hierfür war das Gefühl der Unsicherheit, das entstand nachdem Stolp durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages und die daraus resultierende Abtrennung des Polnischen Korridors plötzlich in einer Grenzregion lag – die neue polnische Grenze verlief nur ca. 50 km entfernt.

Das Stadtparlament von Stolp mit 37 Sitzen setzte sich vor der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933 wie folgt zusammen: 17 Bürgerliche Einheitsliste, 15 SPD, 2 NSDAP, 1 DDP, 2 sonstige. Bei der letzten freien Reichstagswahl am 6. November 1932 stimmten in Stolp für die NSDAP 36,1%, für die SPD 24,4%, die DNVP 23,0 % und die KPD 7,8%. Nach der Machtübernahme war eine freie Meinungsbildung nicht mehr gesichert. Dennoch konnte die NSDAP am 12. März 1933 mit 16 Sitzen nicht die Mehrheit im Stadtparlament erringen, die SPD und die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot erlangten jeweils 10 Sitze. Auch bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erhielten die Nationalsozialisten keine Mehrheit der Stimmen aus Stolp. Es wählten 49,5 % die NSDAP. Mit Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes vom 15. Dezember 1933 sowie der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wurde zum 1. April 1935 das „Führerprinzip“ auf Gemeindeebene durchgesetzt.

Die Vertreibung und die Zeit nach 1945[Bearbeiten]

Rathaus (Sommer 2007)
Am Neuen Tor
Panorama an der Schlossmühle, mit dem Turm des Herzogsschlosses im Hintergrund rechts.
Straßenbahn in Stolp

Am 8. März 1945 wurde Stolp von der Roten Armee besetzt und die Innenstadt in Brand gesetzt. Im Juli 1945 wurde die Stadt der polnischen Verwaltung übergeben, in Słupsk umbenannt, und es begann die Ansiedlung von Polen und Ukrainern, die vorwiegend aus Gebieten östlich der Curzon-Linie stammten, wo sie von den sowjetischen Behörden vor die Alternative gestellt worden waren, entweder eine neue Staatsangehörigkeit zu akzeptieren oder aussiedeln zu müssen. Soweit sie nicht bereits vor Kriegsende vor der näherrückenden Roten Armee geflohen war, wurde die verbliebene deutsche Zivilbevölkerung in den folgenden Monaten aufgrund der so genannten Bierut-Dekrete aus der Stadt vertrieben. Von 1945 bis 1950 gehörte Słupsk zur Wojewodschaft Stettin, dann bis 1975 zur Woiwodschaft Koszalin. Während der Existenz der Woiwodschaft Słupsk (1975–1998) war es deren Hauptstadt.

Gegenwart[Bearbeiten]

Słupsk ist heute ein industrielles Zentrum der Region; in der Stadt werden Landmaschinen, Schiffszubehör, Möbel, Süßwaren, Schuhe, Haushaltswaren und Kosmetik hergestellt. In der Peripherie entstanden große Einkaufszentren. Die Słupsker Wirtschaftszone im Norden der Stadt bietet seit 1997 ansiedlungswilligen Firmen Steuervergünstigungen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Słupsk beherbergt viele Bildungseinrichtungen. Es gibt ein Lehrerkolleg, ein Marketing- und Management-College, verschiedene Oberschulen und technische Fachschulen. Kulturell lockt Stolp mit vielen historischen Gebäuden, dem Mittelpommerschen Museum, dem städtischen Orchester, einem Theater, einem Puppentheater, Galerien, Bibliotheken und Kinos. Wegen ihrer Nähe zur Ostsee und zum Seebad Ustka ist die Stadt im Sommer auch ein Touristenzentrum. Seit 2000 befindet sich in der Nähe von Słupsk die Umspannstation der HGÜ Swepol. 2014 wurde die Stadt mit dem Europapreis für ihre herausragenden Bemühungen um den europäischen Einigungsgedanken ausgezeichnet[24].

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahlen
1600 ca. 3.800[13]
1650 2.200[13]
1740 2.599[25]
1782 3.744, davon 40 Juden.[25]
1794 4.335, davon 39 Juden.[25]
1812 5.083, davon 55 Katholiken und 63 Juden.[25]
1816 5.236, davon 58 Katholiken und 135 Juden.[25]
1831 6.581, davon 36 Katholiken und 239 Juden.[25]
1843 8.540, davon 58 Katholiken und 391 Juden.[25]
1852 10.714, davon 50 Katholiken und 599 Juden.[25]
1861 12.691, davon 45 Katholiken, 757 Juden, ein Mennonit und 46 Deutschkatholiken.[25]
1875 18.328[26]
1880 21.591[26]
1885 22.442[26]
1890 23.862, davon 669 Katholiken und 832 Juden[26]
1900 27.293, davon 25.628 Evangelische und 769 Katholiken[26]
1905 31.154 (einschließlich der Garnison), davon 951 Katholiken und 548 Juden.[27]
1910 33.762, davon 31.728 Evangelische und 1.100 Katholiken[26]
1925 41.602, davon 39.678 Evangelische, 1.200 Katholiken, 18 sonstige Christen und 469 Juden[26]
1933 45.299, davon 43.220 Evangelische, 1.275 Katholiken, drei sonstige Christen und 389 Juden[26]
1939 48.060, davon 44.628 Evangelische, 1.460 Katholiken, 698 sonstige Christen und 209 Juden[26]
Einwohnerdiagramm

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schloss Herzog Bogislaws X. aus dem Greifengeschlecht: Es wurde im Jahr 1507 errichtet, in den Jahren 1580–1587 im Renaissance-Stil umgebaut. Nachdem es 1821 durch einen Brand zerstört worden war, diente es lange Zeit als Getreidelager (bis 1945). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es nach seinem Aussehen im 16. Jahrhundert restauriert. Es beherbergt heute u.a das Mittelpommersche Museum.
  • Die Stadttore. Das Neue Tor, schräg gegenüber dem Rathausvorplatz, ist ein um 1500 errichteter spätgotischer Backsteinbau. Die gewölbeartige Torunterführung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Ladenlokal ausgebaut.
Seitenansicht der ‚Hexenbastei‘ bei der Schlossmühle
  • Schlossmühle: die im Fachwerkstil erbaute Schlossmühle, gehört zum Schlosskomplex.
  • Pfarrkirche St. Marien: Eine um die Wende des 14. Jahrhunderts errichtete große gotische Backsteinbasilika mit mächtigem Westturm, der stark geneigt und mit einem Barockhelm aus dem 18. Jahrhundert gekrönt ist.
  • St. Georgskapelle: ein 1492 errichteter kleiner achteckiger spätgotischer Backsteinbau. Ursprünglich eine Spitalkapelle in der Hospitalstraße, 1912 an den neuen Standort versetzt.
  • Frühere Kirche des Prämonstratenser-Klosters: ein spätgotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert, der zur Zeit Friedrichs des Großen zu einer Schule umgebaut wurde.
  • Rathaus: erbaut 1900 bis 1901 im neugotischen Backsteinstil, mit 59 m hohem Turm. Die Innenräume sind mit Bleiglasfenstern und Gemälden geschmückt. Im Festsaal befindet sich ein Glasgemälde mit den Wappen der pommerschen Adelsgeschlechter.
Ehemaliges Hotel Zum Franziskaner von 1897 – heutiges Hotel Piast (2008).
  • Hexenbastei: ursprünglich ein von 1411 bis 1415 entstandenen Teil der mit der Stadtmauer verbundenen Wehranlage. Im 17. Jahrhundert wurde der Bau in ein Gefängnis für vermeintliche Hexen umgewandelt, das bis 1714 benutzt wurde. Der erste Hexenprozess fand in Stolp im Jahr 1651 statt. Archivalen Quellen zufolge wurden von den gefangengehaltenen Frauen insgesamt 18 Frauen hingerichtet (auf dem Scheiterhaufen verbrannt), darunter auch eine Hofdame der Fürstin Anna von Croy.[28] Im 19. Jahrhundert diente der Bau u. a. als Lager. Heute (2008) finden dort Kunstausstellungen statt.
  • Das Alte Postamt: ein Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert.
  • Metzgerei-Ladenlokal: mit sehr gut erhaltener Jugendstil-Innenarchitektur und gekachelten Innenwänden, in dem noch heute eine Metzgerei untergebracht ist.
  • Großbürgerliche Bauten: In der Stadt sind einige repräsentative großbürgerliche Bauten der Wilhelminischen Zeit erhalten geblieben, wie etwa das Hotel Zum Franiskaner von 1897 – das heutige (2008) Hotel Piast.

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Gedenktafel an der 1. Gemeindeschule zur Erinnerung an die Deportation der Juden, eingeweiht 2008. Die Inschrift lautet in deutscher und polnischer Sprache: „Zur Erinnerung an die Deportierung der Juden aus Stolp und dem östlichen Teil Pommerns im Juli 1942. Dieses Gebäude diente damals als Sammellager. Keiner der Transportteilnehmer kehrte zurück.“[29]

Sport[Bearbeiten]

In Słupsk ist die Basketballprofimannschaft Czarni Słupsk beheimatat, sie spielt in der höchsten polnischen Liga.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Carl Schrader sen., Buchhändler und Stadtrat, sorgte für die Schaffung von Grünanlagen in Stolp[30]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Joachim von Podewils, bekleidete 1530 die Stelle des Landvogts zu Stolp, wurde fürstlicher Landrat (war Vater des Felix von Podewils auf Demmin und Krangen).[31]
  • Erdmuthe von Brandenburg (1561–1623), lebte seit 1600 als Witwe auf dem Stolper Schloss (seit 1608 Zweitwohnsitz im Schloss Schmolsin).
  • Georg Daniel Coschwitz (1644–1694), Mediziner, Landphysikus der Kreise Stolp, Schlawe und Rummelsburg, Leibarzt des Herzogs von Croy.
  • Barthold Holtzfus (1659–1717), Philosoph und evangelischer Theologe, war 1686–1696 Hofprediger in Stolp.
  • Ernst Bogislav von Kameke (1674–1726), Beamter, wurde 1707 Amtshauptmann von Stolp und Schmolsin.
  • Georg Daniel C. Coschwitz, auch: Georg Daniel Coschwitz junior (1679–1729), Mediziner und Apotheker, wurde in Stolp erzogen.
  • Christian Schiffert (1689–1765), Schulmann, war seit 1717 Konrektor und seit 1722 Rektor an der Lateinschule von Stolp.
  • Franz Albert Schultz (1692–1763), evangelischer Theologe, war 1729–1731 Propst in Stolp
  • Johann von Buddenbrock (1707–1781), Militär, unter seiner Leitung entstand die Preußische Kadettenanstalt von Stolp.
  • Wilhelm Sebastian von Belling (1719–1779), Husarengeneral in der Garnison Stolp, Reitergeneral Friedrichs des Großen
  • Christian Wilhelm Haken (1723–1791), ab 1771 Pfarrer an der Marienkirche, schrieb über die Geschichte Pommerns.
  • Johann Cunde, Schulmann, besuchte in seiner frühen Jugend die Lateinschule in Stolp.
  • Christian Friedrich Wutstrack (* ca. 1764), Lehrer an der Stolper Kadettenanstalt, Topograph und Schriftsteller
  • Karl Christian von Brockhausen (1766–1829), besuchte Kadettenschule in Stolp, Diplomat
  • Friedrich Schleiermacher (1768–1834), evangelischer Theologe, amtierte 1802–1804 als Hofprediger in Stolp
  • Leopold Friedrich von Kleist (1780–1837), ab 1811 Postmeister in Stolp, Bruder Heinrich von Kleists
  • Karl Friedrich von Steinmetz (1796–1877), Militär, wurde in den Kadettenanstalten von Kulm, Stolp und Berlin erzogen
  • Reinhard Moritz Horstig (1814–1865), deutscher Philologe und Gymnasiallehrer, wirkte ab 1847 in Stolp
  • Theodor Kock (1820–1901), Klassischer Philologe, war Gymnasialdirektor in Stolp
  • Adolf Brieger (1832–1913), Pädagoge und Schriftsteller, 1860–1863 Lehrer am Stolper Gymnasium
  • Friedrich Gravenhorst (1835–1915), Straßenbautechniker, arbeitete vorübergehend bei der Grundsteuerregulierung in Köslin und Stolp
  • Joseph Scheurenberg (1846–1914), Kunstmaler, malte Fresken im Rathaus von Stolp
  • Hans Hoffmann (1848–1909), Schriftsteller, war Lehrer am Stolper Gymnasium
  • Fritz Siemens (1849–1935), Psychiater und Hochschullehrer, verstarb in Stolp
  • August von Mackensen (1849–1945), preußischer Generalfeldmarschall, war seit 1936 Chef des Kavallerie-Regiments Nr. 5 der Stolper Garnison
  • Carl Alexander Raida (1852–1923), Komponist, seit 1874 Theaterkapellmeister in Stolp
  • Max Gabriel (1861–1942), Komponist und Kapellmeister
  • Ernst Baeker (1866–1944), deutscher Komponist, lebte nach dem Ersten Weltkrieg in Stolp
  • Karl Dunkmann (1868–1932), evangelischer Theologe, Soziologe, war 1894–1905 Pfarrer in Stolp
  • Edwin Renatus Hasenjaeger (1888–1972), Oberbürgermeister von Stolp von 1925 bis 1933
  • George Grosz (1893–1959), Maler, Graphiker und Schriftsteller, wuchs in Stolp und Berlin auf
  • Erich Weidner (1898–1973), war 1928–1931 Spielleiter und Dramaturg an den Stadttheatern von Stolp und Danzig
  • Erich Mix (1898–1971), deutscher Politiker (NSDAP, FDP), 2. Bürgermeister von Stolp von 1931 bis 1933
  • Richard Langeheine (1900–1995), Jurist, Politiker, war Oberbürgermeister von Stolp

Landgemeinde Słupsk[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Słupsk stellt eine eigene Verwaltungseinheit dar. Sie hat ihren Amtssitz in der kreisfreien Stadt Słupsk (ul. Sportowa 34, 76-200 Słupsk), ohne dass das Stadtgebiet jedoch zum Gebiet der Landgemeinde gehört.

Die Gmina Słupsk gehört zum Powiat Słupski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998: Woiwodschaft Słupsk). Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 16.317 (31. Dezember 2013), und die Gemeindefläche umfasst bei 260,58 km² etwa 11 Prozent der Fläche des gesamten Landkreises.

Im Ortsteil Redzikowo (deutsch Reitz) liegt ein früherer Flugplatz der deutschen Luftwaffe:

siehe Hauptartikel: Flughafen Słupsk-Redzikowo

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden der Gmina Słupsk sind: Damnica (deutscher Name: Hebrondamnitz), Dębnica Kaszubska (Rathsdamnitz), Główczyce (Glowitz), Kobylnica (Kublitz), Postomino (Pustamin), Słupsk (Miasto) (Stolp/Stadt), Smołdzino (Schmolsin) und Ustka (Stolpmünde).

Das Umland von Stolp zählt zum sogenannten ‚karierten Land‘ des ehemaligen Regierungsbezirks Köslin, in dem Fachwerk-Bauernhäuser mit schwarz geteerten Holzbalken und weiß getünchten Lehmwänden das Landschaftsbild prägen.[32] Repräsentativ ist diesbezüglich insbesondere das Dorf Schwolow 15 km westlich von Stolp, das, nachdem es mit europäischen Fördermitteln aufwendig für den Tourismus restauriert worden war, zum Europäischen Kulturerbe erklärt wurde.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zur Landgemeinde Słupsk gehören 29 Ortsteile (sołectwa) und drei Siedlungen (osiedla):

und die Siedlungen

Diese Ortsteile untergliedern sich in mehrere Ortschaften:

Verweise[Bearbeiten]

Quellen und ältere Chroniken[Bearbeiten]

  • Ludwig Wilhelm Brüggemann (Hrsg.): Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Band 2, Stettin 1784, S. 899–930. (Volltext)
  • Otto Borck, Rudolf Bonin: Die Hospitäler der Stadt Stolp: ihre Entwicklung und Verwaltung 1311–1911. 1911.
  • Rudolf Bonin: Geschichte der Stadt Stolp. Band 1: Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. 1910.
  • Walther Bartholdy: O Stolpa, du bist ehrenreich ...: Kulturgeschichtlicher Beitrag zur Kirchen- und Stadtgeschichte von Stolp. Zum 600jährigen Jubelfeste der Stadt und der Marienkirche. 1910, OCLC 179137513.
  • Werner Reinhold: Chronik der Stadt Stolp. Stolp 1861. (Volltext)
  • Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern – Abriss ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865, S. 413–433. (Volltext)
  • Christian Wilhelm Haken: Drei Beiträge zur Erläuterung der Stadtgeschichte von Stolp. neu herausgegeben von F. G. Feige. Stolp 1866. (Volltext)
  • Johann Ernst Benno: Die Stadt Stolpe. Versuch einer geschichtlichen Darstellung ihrer Schicksale bis auf die neueste Zeit. Mit einer Ansicht von Stolpe. Verlag C. G. Hendeß, Köslin 1831.
  • Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Teil I, Band 4, Leipzig 1793, S. 591–598. (Volltext)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Słupsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 10. Juli 2014.
  2. Werner Reinhold: Chronik der Stadt Stolp. Stolp 1861, S. 2, (online).
  3. Christian Wilhelm Haken: Vom Jungfernkloster. In: Drei Beiträge zur Erläuterung der Stadtgeschichte von Stolp (neu herausgegeben von F. W. Feige). Stolp 1866, S. 7, (online).
  4. Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 46 (1881), S. 138.
  5. Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern – Ein Abriß ihrer Geschichte zumeist nach Urkunden. Sändig, Vaduz 1996 (unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1865), ISBN 3-253-02734-1, S. 413–493, (online).
  6. Leszek I., Herzog von Krakau, war der letzte Seniorherzog Polens, der den Anspruch auf die Oberhoheit über alle polnischen Herzogtümer erhob, darunter auch das Herzogtum Pommerellen der Samboriden.
  7. James Minahan: One Europe, Many Nations: A Historical Dictionary of European National Groups. Greenwood Publishing Group, 2000, ISBN 0-313-30984-1, S. 375.
  8. Oskar Eggert: Geschichte Pommerns. Hamburg 1974, ISBN 3-980003-6 (formal falsche ISBN), S. 107.
  9. Ebenso hatten die Brandenburger Markgrafen im Vertrag an der Dragebrücke 1273 Anwartschaftsrechte für die Lande Schlawe-Stolp von Herzog Mestwin II. erworben.
  10. Hexenprozesse in Pommern. Harter Winter von 1709. Fragment. In: Pommersches Archiv der Wissenschaften und des guten Geschmacks. herausgegeben von J. Ph. A. Hahn und G. F. Pauli, Zweiter Band, Stettin und Anklam 1784, S. 117–121, (online).
  11. Hexenprozesse in Pommern. Harter Winter von 1709. Fragment. In: Pommersches Archiv der Wissenschaften und des guten Geschmacks. herausgegeben von J. Ph. A. Hahn und G. F. Pauli, Zweiter Band, Stettin und Anklam 1784, S. 117–121, insbesondere S. 122–123, (online).
  12. a b Christian Friedrich Wutstrack: Kurze historisch-geographisch-statistische Beschreibung von dem königlich-preussischen Herzogthume Vor- und Hinterpommern. Stettin 1793, S. 691–692.
  13. a b c d Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 12: Mecklenburg - Pommern, Kröner, Stuttgart 1996, S. 289–290.
  14. Gottfried Traugott Gallus: Geschichte der Mark Brandenburg für Freunde historischer Kunde. Band 6, Züllich und Freistadt 1805, S. 274..
  15. Neue deutsche allgemeine Bibliothek. Band 23, Kiel 1796, S. 499..
  16. Nachtrag zu der Kurzen historisch-geographisch-statistischen Beschreibung des königlich-preussischen Herzogthums Vor- und Hinter- Pommern. Stettin 1795, S. 253..
  17. Zur Umorganisation des Kadettenwesens nach dem Frieden von Tilsit siehe Curt Jany: Geschichte der Preussischen Armee vom 15. Jahrhundert bis zum Jahre 1914. Band 4: Die königlich preussische Armee und das deutsche Reichsheer 1807–1914. 2., erg. Auflage. hrsg. von Eberhard Jany. Biblio, Osnabrück 1967, ISBN 3-7648-1475-6, S. 38.
  18. Übersicht der Preußischen Handelsmarine (E. Wendt & Co., Hrsg.), Berlin 1848, S. 22–23..
  19. Das höhere Schulwesen in Preußen – Historisch-statistische Darstellung (L. Wiese, Hrsg.), Wiegandt und Grieben, Berlin 1864, S. 153 und S. 709, (online).
  20. N. H. Schilling: Statistische Mittheilungen über die Gas-Anstalten in Deutschland, der Schweiz und einige Gas-Anstalten anderer Länder. 2. Auflage. München 1868, S. 323, (online).
  21. a b Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Stadt Stolp im ehemaligen Stadt Stolp in Pommern (2011).
  22. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preußisches Adelslexikon. Erster Band: A – D. Leipzig 1836, S. 56.
  23. Christian Wilhelm Haken: Drei Beiträge zur Erläuterung der Stadtgeschichte von Stolp. neu herausgegeben von F. G. Feige. Stolp 1866, S. 7–17.
  24. Słupsk in Poland is the winner of the 2014 Europe Prize. In: Webseite der parlamentarischen Versammlung des Europarates. 10. April 2014, archiviert vom Original am 23. Juni 2014, abgerufen am 23. Juni 2014 (HTML, englisch).
  25. a b c d e f g h i Kratz (1865), S. 430.
  26. a b c d e f g h i Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Pommern - Kreis Stolp (1906)
  27. Meyers Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 19, Leipzig und Wien 1909, S. 60.
  28. Das Geschlecht der pommerschen Herzöge, das mit dem Tod Bogislaw XIV. ganz ausgestorben war, hatte zuletzt stets unter Nachwuchssorgen gelitten. Die Schuld am Ausbleiben von Thronfolgern wurde nicht selten vermeintlichen ‚Hexen‘ zugeschoben, die angeblich am Hofe in unmittelbarer Nähe des betroffenen Herzogspaars ihr Unwesen trieben.
  29. Die Pommersche Zeitung. Nr. 34/2008, S. 8.
  30. Meta Lublow: Stolper Buchhandlungen, ein Stück Stadtgeschichte. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. Heft 2/2013, ISSN 0032-4167, S. 38–41.
  31. Archiv für Geschichte und Altertumskunde von Oberfranken (E. C. von Hagen, Hrsg.). Band 9, Zweites Heft, Bayreuth 1864, S. 178–179..
  32. Emil Goertz: Das Bauernhaus im Landkreis Köslin, Stuttgart 1931 (Forschungen zur deutschen Landes- und Volkskunde, 28. Band, Heft 3, S. 243–269).