S.Oliver Baskets

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s.Oliver Baskets Würzburg
S.Oliver Baskets.jpg
Gegründet 2007
Halle s.Oliver Arena
(3140 Plätze)
Homepage www.soliver-baskets.de
Geschäftsführer Steffen Liebler
Trainer Doug Spradley
Liga ProA Herren

Beko BBL 2013/14: 17. Platz

  JBBL U 16
Farben Rot / Weiß
Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts
Olli, das Maskottchen der S.Oliver Baskets
Lee Jeka
Michael Fleischmann

Die s.Oliver Baskets sind eine Basketball-Mannschaft aus der Stadt Würzburg. Das Team spielte ab der Saison 2011/2012 in der höchsten deutschen Spielklasse Basketball-Bundesliga. Die Saison 2013/14 beendeten die Würzburger als 17. auf einem Abstiegsplatz und treten in der Folge in der ProA an.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgänger

1998 stieg der führende Basketballverein der Stadt, die DJK Würzburg, mit seiner ersten Herrenmannschaft erstmals in die höchste deutsche Spielklasse auf. In den Reihen der Mannschaft stand damals die größte deutsche Nachwuchshoffnung Dirk Nowitzki, der nach dem Ende des Lockouts bereits zu Beginn des Jahres 1999 in die am höchsten dotierte US-amerikanische Profiliga NBA wechselte und dort eine für einen europäischen Basketballspieler beispiellose Karriere begann.

Trotz des Verlustes von Nowitzki konnte der Verein in den folgenden Jahren eine gute Rolle in der ersten Liga spielen, da man mit Demond Greene, Robert Garrett und Marvin Willoughby weitere deutsche Nationalspieler hervorbrachte. In der Spielzeit 2000/01 gelang unter Trainer Gordon Herbert die vorerst letzte Play-off-Teilnahme um die deutsche Meisterschaft.

Anschließend wurde 2001 die "X-Rays Sport-Marketing GmbH" als Träger der Mannschaft gegründet und die Profimannschaft aus dem Verein DJK Würzburg ausgegliedert, um eine weitere Professionalisierung voranzutreiben und die DJK vor Risiken aus der Geschäftstätigkeit der Basketballer zu schützen. Die sportliche als auch die wirtschaftliche Entwicklung gestaltete sich jedoch immer schwieriger; 2005 stieg der Verein schließlich aus der Bundesliga ab und musste Insolvenz anmelden.

Unter dem Namen "Mainfranken Baskets" versuchte Holger Geschwindner mit einigen Mitstreitern einen Neustart in der 2. Liga Süd, dabei setzte man gezielt auf deutsche Spieler. Dies scheiterte jedoch und es folgte der erneute Abstieg, nachdem man in der gesamten Saison nur ein Spiel gewinnen konnte. Die Lizenz wurde daraufhin auf den SC Heuchelhof übertragen, der damit in der Regionalliga startete.

Würzburg Baskets / s.Oliver Baskets

2007 wurden von Geschäftsmann Jochen Bähr und dem kaufmännischen Leiter des Würzburger Mainfranken Theaters, Klaus Heuberger, die Würzburg Baskets ins Leben gerufen und die "Sport- und Event Würzburg Baskets GmbH" gegründet. Ihr Ziel war die mittelfristige Rückkehr Würzburgs in die 2. Liga ProA.

Die Würzburg Baskets erwarben die Regionalliga-Lizenz und starteten in der Saison 2007/2008 in Kooperation mit dem SC Heuchelhof als "SCH Würzburg Baskets" in der Regionalliga Südost. Erster Trainer war der Kroate Ivo Nakic, der früher für die DJK s.Oliver Würzburg auf Korbjagd ging. Im Verlauf der ersten Saison wurde Nakic entlassen. Der Basketball-Abteilungsleiter des SC Heuchelhof, Harald Borst, übernahm die Mannschaft und führte sie auf den dritten Platz.

In der Saison 2008/2009 holten die Würzburg Baskets mit 24 Siegen in 24 Spielen unter Trainer Berthold Bisselik die Meisterschaft in der Regionalliga Südost und damit den Aufstieg in die ProB, die untere Staffel der seit 2007 zweigeteilten 2. Bundesliga. In der darauf folgenden Saison 2009/2010 belegten die Würzburg Baskets den dritten Platz und verpassten damit nur knapp den sportlichen Aufstieg. Am 27. Mai 2010 wurde allerdings bekannt, dass die für den Aufstieg in die ProA sportlich qualifizierten Hertener Löwen das nötige Mindest-Budget nicht nachweisen konnten und die Würzburger somit doch noch in die ProA nachrücken.

Am 2. Juni 2010 erhielt die Sport- und Event Würzburg Baskets GmbH das Teilnahmerecht für die ProA in der Saison 2010/11 und konnte als Sponsor wie zu früheren Erstligazeiten der X-Rays die Firma s.Oliver gewinnen, die zum Namenssponsor der Profimannschaft wurde.

Hinter dem finanzkräftigen, vom damaligen deutschen Bundestrainer Dirk Bauermann trainierten FC Bayern München belegte man unter Trainer Marcel Schröder den zweiten Aufstiegsplatz. Dem aktuellen Verein gelang damit der Aufstieg in die Beko Basketball Bundesliga, damit tritt er in die Fußstapfen der DJK s.Oliver Würzburg bzw. der X-Rays.

Zur Erstligaspielzeit 2011/12 wurde der zweimalige Basketball-Bundesliga-Trainer des Jahres John Patrick neuer Trainer, der für die neue Klasse eine Reihe von Spielern verpflichtete, mit denen er zuvor bei der BG 74 Göttingen Erfolge feierte, wie z. B. den Gewinn der EuroChallenge 2010. Die reguläre Saison konnte das Team auf Platz 6 der Tabelle abschließen - so zog es gleich in seinem ersten Bundesliga-Jahr in die Playoffs ein.

Im Viertelfinale trafen die s.Oliver Baskets auf Alba Berlin. Die Best-of-Five Serie konnten die Würzburger in 4 Spielen mit 3:1 Siegen gewinnen und zogen ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein. Dort unterlagen die s.Oliver Baskets gegen Ratiopharm Ulm in der Serie mit 0:3 und schieden im Halbfinale aus. Einige Tage später trennten sich die s.Oliver Baskets aus bisher unbekannten Gründen von Headcoach John Patrick. Am 15. Juni 2012 stellten die s.Oliver Baskets den bisherigen Assistenz-Trainer und früheren Headcoach Marcel Schröder als neuen Cheftrainer mit Vertrag bis 2014 vor.

In der Saison 2012/2013 treten die s.Oliver Baskets erstmals im ULEB Eurocup an. Die Premiere im Eurocup fand am 6. November 2012 vor heimischem Publikum statt. Hier konnten die Baskets gegen den ukrainischen Vizemeister und Favoriten BT Azovmash Mariupol mit 81:77 gewinnen. Sportlich endete die Saison 2012/2013 auf Platz 9 der Tabelle. Am letzten Spieltag verpassten die Baskets durch eine Niederlage gegen Meister Brose Baskets den Einzug in die Play Offs.

Nach einem schwachen Start in die Saison 2013/2014 wurde Headcoach Marcel Schröder am 11. November 2013 von seinen Aufgaben entbunden. Als Interimstrainer übernahm der bisherige Assistant Coach Michael Meeks. Die Mannschaft rangierte zum Zeitpunkt des Trainerwechsels mit einem Sieg und 7 Niederlagen auf Rang 17 der Tabelle. Als Nachfolger präsentieren die Baskets Ende November 2013 den ehemaligen Headcoach der Artland Dragons Stefan Koch. Neben den sportlichen Sorgen, mussten die Baskets ebenfalls bekannt geben, dass den Club wirtschaftliche Sorgen plagen. Dies führte im November zu einer Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch die Liga. Zwar wurde den Baskets bescheinigt, dass der Club stabil genug ist um die Saison zu beenden, aber trotzdem wurden dem Club zwei Wertungspunkte in der Tabelle abgezogen. Als Grund gab die Liga "Verstöße gegen die Mitteilungspflicht" an. Sportlich konnte auch Stefan Koch keine Wendung mehr herbei führen und so stand nach dem letzten Spieltag der sportliche Abstieg aus der Beko BBL fest. Nach dem Abstieg gaben die Baskets die Trennung von Headcoach Stefan Koch bekannt.

Neuer Trainer zur Saison 2014/2015 wurde der Amerikaner Doug Spradley, der zuvor bereits die Paderborn Baskets und die Eisbären Bremerhaven in Deutschland trainierte. Er erhielt einen Vertrag bis 2016.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Gewinn des Basketball Bayernpokals (2008/2009)
  • Meisterschaft in der Basketball Regionalliga Südost (2008/2009)
  • Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga - ProB (2009)
  • Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga - ProA (2010)
  • Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga - Basketball-Bundesliga (2011)
  • Playoff Halbfinalteilnahme / Platz vier in der 1. Basketball-Bundesliga und Qualifikation für den ULEB Eurocup - Basketball-Bundesliga (2012)

Zuschauerzahlen[Bearbeiten]

Die s.Oliver Baskets lockten in der Saison 2009/10 die meisten Zuschauer in der 2. Basketball Bundesliga (ProA und ProB). Im Schnitt kamen 2.475 Zuschauer pro Spiel. Insgesamt kamen 34.650 Zuschauer in die Würzburger s.Oliver Arena. Zur Saison 2011/12 wurde die Kapazität von 3.029 auf 3.140 Plätze erhöht. Alle 20 Heimspiele der s.Oliver Baskets in der Hauptrunde (17) und den Playoffs der Beko Basketball Bundesliga waren restlos ausverkauft (62.800 Zuschauer).

ProA - Kader[Bearbeiten]

Kader der s.Oliver Baskets Würzburg in der Saison 2014/2015
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
DeutschlandDeutschland Ole Wendt 05.10.1992 1,90 m Phoenix Hagen
DeutschlandDeutschland Christian Hoffmann 12.03.1987 1,85 m Artland Dragons
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stefon Jackson 07.05.1985 1,96 m PG Eisbären Bremerhaven
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carlos Medlock 22.04.1987 1,83 m PG Crailsheim Merlins
Forwards (SF, PF)
DeutschlandDeutschland/Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeremy Dunbar 1,95 m SF BG Göttingen
8 DeutschlandDeutschland Sebastian Betz 12.06.1985 1,97 m SF Ratiopharm Ulm
6 DeutschlandDeutschland Max Ugrai 28.07.1995 2,01 m PF/SF Take Off Würzburg
7 DeutschlandDeutschland Ruben Spoden 21.04.1989 2,02 m PF Walter Tigers Tübingen
Center (C)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Darren Fenn 17.02.1980 2,08 m BC Timisoara (ROM)
Trainer
Nat. Name Position
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Doug Spradley Headcoach
DeutschlandDeutschland Stephan Völkel Co-Trainer
Legende
Abk. Bedeutung
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: Mai 2014


Wechsel zur Saison 2014/2015

Zugänge: Douglas Spradley (Trainer/Eisbären Bremerhaven), Stephan Völkel (Co-Trainer/Oettinger Rockets Gotha), Carlos Medlock (Crailsheim Merlins), Darren Fenn (BC Timisoara/ROM), Stefon Jackson (Eisbären Bremerhaven), Christian Hoffmann (Artland Dragons), Jeremy Dunbar (BG Göttingen), Ole Wendt (Phoenix Hagen)

Abgänge: Stefan Koch (Trainer/Ziel unbekannt), Michael Meeks (Co-Trainer/Ziel unbekannt), Ralf Rehberger (Co-Trainer/BG Karlsruhe), Christopher McNaughton (MHP Riesen Ludwigsburg), Maurice Stuckey (EWE Baskets Oldenburg), Ben Jacobson (Ziel unbekannt), Demond Carter (Ziel unbekannt), Maximilian Kleber (Obradoiro CAB/ESP), Jason Gregory Boone (Konya Selcuk/TUR)

Ehemalige[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

X-Rays

Würzburg Baskets / s.Oliver Baskets

Ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Jahre Trainer
1998–2000 DeutschlandDeutschland Klaus Pernecker / Pit Stahl
2000/2001 KanadaKanada Gordon Herbert
2001 DeutschlandDeutschland Pit Stahl
2001/2002 LitauenLitauen Mindaugas Lukošius
2002/2003 DeutschlandDeutschland Keith Gray
2003–2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Aaron McCarthy
...
2007–2008 KroatienKroatien Ivo Nakic
2008 DeutschlandDeutschland Harald Borst
2008–2010 DeutschlandDeutschland Berthold Bisselik
2010–2011 DeutschlandDeutschland Marcel Schröder
2011–2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Patrick
2012–2013 DeutschlandDeutschland Marcel Schröder
2013 KanadaKanada Michael Meeks
2013–2014 DeutschlandDeutschland Stefan Koch
2014– Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Douglas Spradley

Nachwuchs[Bearbeiten]

In den Altersklassen U14, U16 und U19 spielen die männlichen Nachwuchsteams der s.Oliver Baskets Akademie seit 2009 in der jeweils höchsten Spielklasse Jugend-Basketball-Bundesliga (U16) und - mit einjähriger Unterbrechung - Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (U19). Alle Nachwuchsspieler spielen auch in den Mannschaften des Kooperations-Vereins TG Würzburg. Die TGW holte in der Saison 2011/2012 mit Baskets-Nachwuchsspielern die Meisterschaft in der 2. Regionalliga und tritt in der Saison 2012/2013 in der Regionalliga Südost an. Mittelfristiges Ziel ist der Aufstieg in die 2. Liga ProB.

Die s.Oliver Baskets bzw. die s.Oliver Baskets Akademie haben (Stand: Sommer 2012) mit Maximilian Kleber (U20), Maximilian Ugrai (U18) und Constantin Ebert (U16) drei Jugend-Nationalspieler hervorgebracht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]