Styx (Mond)

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(134340) Pluto V (Styx)
Moons of Pluto.png
Entdeckungsfoto von Styx
Vorläufige oder systematische Bezeichnung S/2012 (134340) 1
Zentralkörper Pluto
Eigenschaften des Orbits
Große Halbachse (42.000 ± 2.000) km
Periapsis km
Apoapsis km
Exzentrizität ≈ 0
Bahnneigung ≈ 0°
Umlaufzeit (20,2 ± 0,1) Tage
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 10 bis 25 km
Entdeckung
Entdecker

Mark R. Showalter et al.

Datum der Entdeckung 11. Juli 2012

Styx, vorläufige Bezeichnung S/2012 (134340) 1, ist der fünfte und kleinste bekannte Mond des Zwergplaneten Pluto.

Entdeckung und Benennung[Bearbeiten]

Am 11. Juli 2012 gab die NASA die Entdeckung eines fünften Plutomondes bekannt, ungefähr ein Jahr nach der Entdeckung des vierten Mondes Kerberos. Der Trabant wurde bei der Suche nach eventuell vorhandenen Planetenringen in neun zwischen dem 26. Juni und 9. Juli 2012 aufgezeichneten Bilderserien der Wide Field Camera 3 des Hubble-Weltraumteleskops entdeckt. Die Entdeckung gelang einem Team von Astronomen um Mark R. Showalter vom SETI-Institut.

Am 2. Juli 2013 gab die IAU bekannt, dass der Mond offiziell als fünfter Mond des Pluto anerkannt wurde und bestätigte den auf Basis einer Internetabstimmung eingereichten Namensvorschlag von Mark Showalter, Styx, nach dem Fluss in der griechischen Mythologie.[1]

Bahneigenschaften[Bearbeiten]

Die mittlere Distanz zu Pluto beträgt 42.000 ± 2.000 km, so dass die Umlaufbahn zwischen den bereits bekannten Monden Charon und Nix liegt. Styx befindet sich dabei nahe einer 1:3-Resonanz mit Charon. Die bisher gemessenen Bewegungsdaten deuten auf eine nahezu kreisförmige, äquatoriale Umlaufbahn hin. Für eine genauere Bestimmung der Bahndaten sind weitere Beobachtungen notwendig.

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten]

Der Durchmesser des Mondes wird auf 10 bis 25 km geschätzt.

Auf Grund der geringen Größe wird Styx eine unregelmäßige Form aufweisen, analog zu anderen kleinen Monden dieser Größenordnung.

Erforschung[Bearbeiten]

Bisher erscheint der Mond nur auf einigen Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops, durch die der Mond nachgewiesen werden konnte. Oberflächendetails sind darauf jedoch nicht zu erkennen.

Eine genauere Untersuchung wird möglich sein, wenn die Raumsonde New Horizons am 14. Juli 2015 das System des Pluto und seiner Monde durchquert. Danach soll das James Webb Space Telescope für weitere Beobachtungen und Messungen der Oberflächenchemie genutzt werden.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IAU1303 News Release: Names for New Pluto Moons Accepted by the IAU After Public Vote, vom 2. Juli 2013
  2. P5 ruft die Erde, Artikel in die tageszeitung vom 13. Juli 2012