SAK Klagenfurt

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Slovenski atletski klub
Logo des Vereins
Voller Name Slowenischer AK
Ort Klagenfurt am Wörthersee, Österreich
Gegründet 1970
Vereinsfarben blau-weiß-rot
Stadion SAK Sportpark Welzenegg und
Stadion SAK - Reichenberger Straße
Plätze 2.000
Präsident Franz Wieser
Vorstand Marko Wieser, Silvo Kumer, Katharina Goritschnig, Mirko Isopp, August Zablatnik, Milan Blažej,
Trainer Alois Jagodič
Homepage www.sak.at
Liga Regionalliga Mitte
2012/13 3. Platz

Der Slovenski atletski klub oder Slowenischer AK ist ein österreichischer Fußballverein. Er gilt als Visitenkarte bzw. Identifikationspunkt der Kärntner Slowenen[1]. 2011/12 spielt er in der Regionalliga Mitte.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Klub wurde 1970 als Studentischer Fußballverein gegründet. Sämtliche Spieler waren Schüler des BG/BRG für Slowenen in Klagenfurt. Vor dem Gründungsjahr wurde die Gründungsmannschaft österreichischer Fußballmeister der DSG (Diözesansportgemeinschaft), unter der Federführung des späteren Leichtathletiktrainers Josef Müller aus Maria Elend. Im Gründungsjahr war des SAK ohne Trainer, die Spieler organisierten sich selbst. Erster SAK Trainer des SAK war eine Saison später der sportliche Gründer des SAK Joško Wrolich, der Vater von Radstar Paco Wrolich. Administrativ haben bei der Vereinsgründung und beim Start Miha Zablatnik (Schriftführer = de facto erster Geschäftsführer), Valentin Inzko (Obmann in den ersten beiden Saisonen), der heutige Bleiburger Stadtpfarrer Ivan Olip und ab der zweiten Saison Matevž Wieser geholfen. Olip war auch erster Tormann des SAK.

Ziel[Bearbeiten]

Vereinsziel des SAK war bei der Gründung 1970 die besten slowenisch sprachigen Fußballer in Kärnten in einem Verein zu sammeln und in die I. Division aufzusteigen. Heute ist der SAK zwar nach wie vor der Elitesportverein der slowenischen Volksgruppe, hat aber in seinen Reihen auch eine große Zahl von einsprachigen Fußballern, die die sprachliche und kulturelle Vielfalt des SAK schätzen. Der SAK hat derzeit 230 aktive Fußballer, die Zahl ist steigend.

Spielstättenprobleme[Bearbeiten]

Vom Tag der Gründung an zieht sich die Sportplatzfrage als großes Problem durch die Vereinsgeschichte. Der SAK war von 1970 bis 2003 auf Herbergsuche und hatte praktisch nie einen eigenen Sportplatz. Im Gründungsjahr war keine einzige Gemeinde bereit dem SAK die Standortgenehmigung zu erteilen, auch Klagenfurt nicht. Diese erhielt der SAK dann vom Bürgermeister der damaligen selbständigen Gemeinde Radsberg / Radiše Ludwig Ogris. Diese einstmals selbstständige, zweisprachige Gemeinde wurde im Jahr 1977 nach Ebental / Žrelec eingemeindet. Daher nannte sich der SAK im ersten Jahr auch SAK Radsberg. Die Sportplatz Odyssee des SAK begann auf einer Wiese am Radsberg. Da nach einem starken Regen die Wiese nicht bespielbar war, bekam der SAK vom KFV keine Spielgenehmigung und musste seine ersten Spiele in Ebental austragen und wechselte schon nach 2 Monaten auf den Koschatplatz nach Klagenfurt. 1976 musste die Mannschaft nach Hörtendorf umziehen, kehrte 1998 wieder auf den Koschatplatz zurück und spielte ein halbes Jahr auch auf dem ehemaligen Polizeisportplatz. 1986 zog der SAK vom Koschatplatz nach Annabichl und blieb dort fast 15 Jahre als Untermieter. Erst 2002 ergab sich auf Initiative von Dr. Ivan Ramsak die Möglichkeit auf dem Sportplatz des BG/BRG für Slowenen eine eigene Sportanlage zu errichten. Im Jahr 1992 errichtete der SAK in Wiederndorf/Vidra vas auf Eigeninitiative von Silvo Kumer ein Trainingszentrum mit 2 Rasenplätzen. Am 1. Juni 2013 übersiedelt der SAK dauerhaft in den SAK Sportpark nach Welzenegg in Klagenfurt, wo in Zukunft der offizielle Sitz des SAK sein wird. Der SAK spielt mit seinen 230 Aktiven seit 1. Juli 2013 auf folgenden Sportlanlagen: SAK Sportpark Welzenegg (1 Rasenplatz, 1 Kunstrasenplatz = zentrale Sportanlage des Vereines), SAK Stadion beim BRG für Slowenen in der Reichenbergerstraße (1 Rasenplatz), Wiederndorf/Vidra vas (2 Rasenplätze) und Hörtendorf (1 Trainingsplatz).

Sportliches[Bearbeiten]

Die Gymnasiastenmannschaft beendete die ersten 5 Saisonen viermal als zweiter, 1975/76 gelang der Aufstieg in die 1. Klasse. Die größten Gegner des SAK waren in dieser Zeit des Ortstafelsturms deutschnational gesinnte Schiedsrichter und die Zuschauer. Viele Spiele ähnelten damals eher politischen Veranstaltungen für oder gegen die Rechte der slowenischen Volksgruppe als Fußballspielen.

1978/79 gelang der Aufstieg in die Unterliga. Ein schöner Erfolg war auch der der Einzug in das ÖFB-Cup Viertelfinale mit einem Sieg gegen den LASK vor 2000 Zuschauern in der Saison 1986/87.

1992 stellte der SAK seine Nachwuchsarbeit auf neue Fundamente und gründete drei Nachwuchszentren in Bleiburg, Klagenfurt und St. Primus. Heute zählt der SAK auch beim Nachwuchs zu den top 6 Vereinen in Kärnten. In der Saison 1994/95 spielte der SAK in der neu gegründeten Regionalliga-Mitte und stieg als erster Meister der Regionalliga sogar in die II. Division auf. Das Gastspiel in der zweithöchsten Spielklasse dauerte nur ein Jahr (Saison 95/96).

Derzeit spielt der SAK in der Regionalliga Mitte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zgodovina/Geschichte. SAK, abgerufen am 24. Januar 2012: „[...] Ziel war es die besten slowenischsprachigen Fußballer in Kärnten in einem Team spielen zu lassen, mit dem SAK sportliche Erfolge zu feiern und so ganz Österreich auf die slowenische Volksgruppe aufmerksam zu machen.“

Weblinks[Bearbeiten]