SAP Solution Manager

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SAP Solution Manager
Entwickler SAP AG
Aktuelle Version 7.1
Kategorie Systems Management Software
Deutschsprachig ja
www.sap.com

Bei dem SAP Solution Manager handelt es sich um eine kostenlose Sammlung von Werkzeugen, Inhalten und Services [1] [2] die von der SAP AG zur Unterstützung der Einführung und des späteren Betriebs ihrer Unternehmensapplikationen angeboten wird.

SAP Solution Manager:[3][4]

  • Werkzeuge: sie unterstützen den Endanwender bei der Betreuung von Lösungen zum Beispiel bei der Verwaltung von Änderungen, beim zentralen Monitoring oder das Service Desk.
  • Inhalte: sie enthalten Beispiele bzw. von guten Lösungen und Methoden zur Vorlage für die Unternehmen. Zum Beispiel: Roadmaps für Implementierungs- und Upgrade-Projekte, Vorlagen für den Ablauf von Geschäftsprozessen oder Beschreibung des Vorgehens bei Aufgaben der IT-Organisation.
  • Services: es werden von SAP Solution Manager viele Services angeboten. Beispielsweise stellt Service Business Process Management einen reibungslosen Ablauf eines unternehmenskritischen Geschäftsprozesses sicher.

Überblick[Bearbeiten]

Die Software ist für SAP-Kunden in den meisten Fällen lizenzkostenfrei, erfordert aber einen externen Beratungsaufwand für die Installation und Einführung. Mit Hilfe dieser Werkzeuge werden Projektinformationen, Monitoring-Daten, Probleme, Ereignisse und Änderungen verwaltet. Darüber hinaus dient der Solution Manager als Gateway in die Kundeninfrastruktur (insbesondere in den SAP NetWeaver), damit das Support Desk der SAP AG Tickets und weitere Daten mit der Kundeninfrastruktur austauschen kann. Diese Werkzeuge sind in die bei den meisten Kunden vorhandene SAP-Infrastruktur integriert.

Die Funktionen der Werkzeugsammlung können überwiegend den Software-Lebenszyklusphasen (ITIL Application LifeCyle Management Standard[5]) Einführung und Betrieb der SAP-Software-Produkte beim Endkunden zugeordnet werden.[6][7]

Einführungsunterstützung[Bearbeiten]

Hierfür bietet der Solution Manager vordefinierte Roadmaps für verschiedene Projekttypen an. Diese beinhalten im Wesentlichen einen Meilensteinplan (typischerweise Projektvorbereitung, Business Blue-Print, Realisierung, Abschlussarbeiten mit Going-Live und After-Life Support), der für verschiedene Einführungsvorhaben angepasst werden kann. Darüber hinaus existieren Dokumentationsfeatures für Anforderungen, Spezifikationen und Testfälle sowie Unterstützungen bei der Erstellung von Endbenutzerschulungen für die kundenspezifischen Geschäftsprozesse.

Betriebsunterstützung[Bearbeiten]

Für die Flankierung des operativen Betriebs der SAP-Software bei den SAP-Endkunden liefert der Solution Manager Monitoring- und Verwaltungsfunktionen auf Infrastrukturebene. Hierfür bietet der Solution Manager zwei Drill-down-Möglichkeiten:

  • System-Monitoring über die einzelnen Infrastrukturkomponenten (wie z. B. SAP Systeme), oder
  • Business-Process-Monitoring mit den einzelnen Geschäftsprozessschritten als Einstiegspunkte.

Bei beiden Möglichkeiten werden dieselben Überwachungsobjekte (z. B. ALE-Verbindungen oder Stapelverarbeitungen) verwendet.

Eine weitere Unterstützung des Betriebs erfolgt durch eine Verwaltung der fachlichen Änderungsanträge. Solche Feature-Requests fallen im laufenden Betrieb bei SAP-Endkunden ständig an, da sich die Umwelt einer Standardsoftware wie SAP ständig ändert und weiterentwickelt. Dieses muss sich selbstverständlich in einem fortlaufenden Tailoring der SAP-Anwendungen durch die Endkunden-IT-Abteilungen niederschlagen und erfolgt vorzugsweise durch Tabellenparametrisierung (im SAP-Jargon „Customizing“ genannt) aber auch durch umfangreiche ABAP-Entwicklungen im Kundennamensraum. Die Verwaltung dieser auch Change-Requests genannten Änderungsanträge ist im Solution-Manager durch einen fix vordefinierten, in engen Grenzen anpassbaren, IT-Workflow möglich. Dieser Workflow hat eine Schnittstelle zur Softwareverteilung über das SAP-Change- und Transport-Management-System (SAP TMS), die in einfachen SAP-Systemumgebungen eine Distribution des Taylorings in die Test- und Produktivräume unterstützt.

Darüber hinaus erleichtert der Solution Manager die Bestellung von zum Teil standardisierten SAP-Services wie z. B. Remote-Diagnose oder Vor-Ort-Beratung.

Technische Informationen[Bearbeiten]

Der SAP Solution Manager steht auf allen von SAP freigegebenen Plattformen (Betriebssysteme und Datenbanken) als Dual-Stack Installation zur Verfügung.

Er basiert auf dem SAP NetWeaver Application Server ABAP und JAVA.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aysel Öztürk: Seminararbeit: "Zentrales Monitoring und SAP Solution Manager", Wien, Kapitel: "Einführung", 2009/2010
  2. Vgl. Marc O. Schäfer/Matthias Melich: SAP Solution Manager, SAP Press, Bonn, 2.Auflage (2009), S. 49 ff.
  3. Aysel Öztürk: Seminararbeit: "Zentrales Monitoring und SAP Solution Manager", Kapitel: "Einführung", 2009/2010
  4. Vgl. Marc O. Schäfer/Matthias Melich: SAP Solution Manager, SAP Press, Bonn, 2.Auflage (2009), S. 50 f.
  5. Marc O. Schäfer/Matthias Melich: "SAP Solution Manager", SAP Press, Bonn, 2.Auflage(2009), S. 53
  6. M. Friedrich, T. Sternberg: Change Request Management mit dem SAP Solution Manager. Galileo Press 2009, S. 21ff.
  7. C. Weidmann, L. Teuber: Konzeption und Einrichtung des Systemmonitorings mit dem SAP Solution Manager. Galileo Press 2009, S. 17 ff.

Weblinks[Bearbeiten]