SBB Bem 550

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bem 550
SBB Bem 550 Russin.jpg
Nummerierung: 000–004
Baujahr(e): 1994/95
Ausmusterung: September 2014
Achsformel: B’2’B’
Länge über Kupplung: 30'000 mm
Dienstmasse: 42,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Stundenleistung: 600 kW
Stromsystem: 1,5 kV =
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 2 + 1 Diesel-Hilfsmotor
Sitzplätze: 79

Die Bem 550 waren Normalspur-Elektrotriebwagen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) für die Strecke Genf – La Plaine, die für das französischen Stromsystem und das französische Signalsystem ausgerüstet waren. Die nach dem Vorbild der Triebwagen der Métro Lausanne (m1) gebauten Triebwagen wurden 1994 in Betrieb genommen und stammen wie diese aus dem Werk der Vevey technologies (Ateliers de construction Mechaniques de Vevey (ACMV)) in Villeneuve. Für die elektrische Ausrüstung der Fahrzeuge war ABB zuständig. Auf Grund der Umstellung der Stromversorgung des Streckenabschnitt Genf – La Plaine von 1,5 kV= auf 25kV~50 Hz im Juli/August 2014 wurden die Fahrzeuge am 15. Juli 2014 ausrangiert und mangels Käufer im März 2015 verschrottet.

Aufbau[Bearbeiten]

Der Bem 550 bestand aus zwei Wagenkästen mit einer und zwei Einstiegsplattformen mit Aussenschwingtüren. An den beiden Enden befanden sich jeweils ein Führerstand mit grossen Front- und Seitenfenstern, sowie breite Rammbalken auf Pufferhöhe. Der Lokführer sitzt in Fahrtrichtung rechts.

Technik[Bearbeiten]

Der Bem 550 war auf Einhandbedienung ausgerichtet, der Lokführer bremst und fährt den Triebwagen über einen sogenannten Sollwertgeber. Der Bem 550 bezog den Strom über einen Einholm-Stromabnehmer. Ausserdem besaß er einen kleinen 88-kW-starken Verbrennungshilfsmotor.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hans-Bernhard Schönborn: Schweizer Triebfahrzeuge. GeraMond, 2004, ISBN 3-7654-7176-3, S. 158/159.