Akademie der Naturwissenschaften Schweiz

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Akademien der Wissenschaften
Schweiz
(Verbund)

Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) (franz. Académie suisse des sciences naturelles, ital. Accademia svizzera di scienze naturali, engl. Swiss Academy of Sciences) ist die Schweizer Wissenschaftsakademie für Naturwissenschaften.

Sie wurde als Schweizerische Naturforschende Gesellschaft (SNG) 1815 in Mornex bei Genf auf Einladung von Henri-Albert Gosse gegründet. Der Name wurde 1988 in Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (SANW) sowie 2004 in den heutigen Namen geändert.

Die SCNAT unterstützt und vernetzt die Naturwissenschaft regional, national und international. Mit Foren und Plattformen geht die Akademie Themen interdisziplinär an oder stärkt das disziplinäre nationale und internationale Netzwerk. Die Akademie koordiniert die Naturwissenschaft auch innerhalb der Hochschullandschaft Schweiz oder arbeitet mit Forschungsförderungsinstitutionen wie beispielsweise dem Schweizerischen Nationalfonds oder den Akademien der Wissenschaften zusammen. Auch auf regionaler Ebene werden naturwissenschaftliche Themen einer breiten Bevölkerung nähergebracht. Diese Aufgabe übernehmen die kantonalen und regionalen Gesellschaften, welche durch die Akademie unterstützte Publikationen herausgeben und Vortragsreihen für die Öffentlichkeit veranstalten.

Schwerpunkte der Akademie[Bearbeiten]

  • Früherkennung von wichtigen gesellschaftlichen Themen
  • Ethik in der Wissenschaft
  • Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Früherkennung[Bearbeiten]

Je früher, desto besser. Dies gilt besonders dann, wenn es darum geht, Themen zu erkennen, die eine Bedeutung für die Zukunft der Gesellschaft und ihrer Umwelt haben. Die Akademie macht das beispielsweise, indem sie naturwissenschaftliche Monitoringsysteme (Gletscher, Permos et cetera) und Plattformen für gesellschaftlich relevante Themen (Foren) unterhält. Aber auch die Entwicklung neuer Technologien, wie zum Beispiel Nano- und Biotechnologie, Synthetic Biology stellen Herausforderungen für die Naturwissenschaft dar. Hier gilt es, die Konsequenzen auf wissenschaftlicher Basis zu erkennen, um die Chancen und Risiken abwägen zu können. Da die Akademie den Austausch innerhalb und zwischen den Wissenschaften fördert, ergibt sich daraus ein breit abgestütztes Fundament für die Früherkennung.

Ethik[Bearbeiten]

Zu wissen, dass Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft ethische Regeln einhalten, fördert das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft. Und erst das ermöglicht eine zukunftsgerichtete Forschung. Deshalb ist es wichtig, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ethische Anliegen ernst nehmen, denn Forschung hat immer auch eine ethische Dimension. Dies kann den Forschenden und der Gesellschaft bewusst gemacht werden, indem nach ethischen Richtlinien gehandelt wird. Solche erstellt die Akademie in Zusammenarbeit mit Forschenden.

Dialog zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaft[Bearbeiten]

Naturwissenschaften begegnen uns in ihrer Anwendung oft im Alltag. Häufig möchten wir mehr darüber wissen, aber oft verhindert die Fachsprache den echten Dialog. Deshalb ist es wichtig, dass wissenschaftliche Themen verständlich in die Gesellschaft hinein getragen werden. Genau so wichtig ist aber, dass die Wissenschaft Bedürfnisse der Gesellschaft erfragt und aufnimmt. Sei es, dass sie auf Fragen und Anliegen der Politik reagiert oder den Medien Auskunft gibt. Der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft soll eine offene kritische Kommunikation von beiden Seiten zulassen. Die Akademie fördert diesen Dialog beispielsweise mit Informationen und Veranstaltungen zu neuen Forschungsgebieten, mit der Unterstützung von regionalen Projekten oder mit der Vergabe von Preisen für gute Wissenschaftskommunikation oder naturwissenschaftliche Ausstellungen.

Weblinks[Bearbeiten]