SC Fortuna Köln

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SC Fortuna Köln
Vereinswappen des SC Fortuna Köln
Voller Name Sportclub Fortuna Köln e. V. (Hauptverein)
Fortuna Köln Spielbetriebsges. mbH (Spielbetrieb Fußball)
Ort Köln, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 21. Februar 1948
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Kölner Südstadion
Plätze 12.000
Vorstand Klaus Ulonska
Trainer Uwe Koschinat
Homepage www.fortunakoeln.de
Liga 3. Liga
2013/14 1. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts

Der Sportclub Fortuna Köln e. V. ist ein Fußball- und Handballverein. Er ist nach dem 1. FC Köln der erfolgreichste Fußballverein der Rheinmetropole. Die Fortuna war nach einer einzelnen Saison in der Fußballbundesliga 1973/74 bis 2000 26 Jahre Zweitligist. Nach Aufstieg und Regionalligameisterschaft 2013/14 spielt der Verein zur Saison 2014/15 in der 3. Liga.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und Aufstieg in die Bundesliga (1948−1974)[Bearbeiten]

Der SC Fortuna Köln wurde am 21. Februar 1948 durch Fusion der Vereine Bayenthaler SV, Sparkassen-Verein 1927 Köln und SV Victoria Köln gegründet. Alle drei Vereine waren vor dem Zweiten Weltkrieg nicht allzu erfolgreich. Lediglich der SV Victoria 1911 kam 1943 ins Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft. 1976 erfolgte noch die Eingliederung des FC Alter Markt Köln.

Die Gründung des SC Fortuna Köln acht Tage nach der des 1. FC Köln war ein weiterer Versuch, aus mehreren Stadtteilmannschaften eine erfolgreiche Gesamt-Kölner Mannschaft zu bilden. In den 1950er und 1960er Jahren gelang es dem Verein im Gegensatz zum 1. FC Köln jedoch nicht, erstklassig zu spielen. Dies änderte sich ab 1967 durch das vor allem auch finanzielle Engagement des damaligen Präsidenten Jean Löring. 1973 gelang schließlich der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Ende der Saison 1973/74 war man jedoch wieder abgestiegen, und zwar in die neu gegründete 2. Bundesliga.

Eintrittskarte der Saison 1997/98

26 Jahre 2. Bundesliga (1974–2000)[Bearbeiten]

In der 2. Bundesliga sollte der SC Fortuna Köln in den folgenden Jahrzehnten förmlich kleben bleiben. Mehrmals wurde aus einer recht aussichtsreichen Position der Aufstieg vergeben. Im Frühsommer 1986 hätte der Verein beinahe den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga erreicht. In der Relegation setzte sich jedoch Borussia Dortmund im Entscheidungsspiel mit 8:0 durch. Das Spiel war notwendig geworden, nachdem die vorgesehenen zwei Spiele aus Sicht der Fortuna 2:0 in Köln und 1:3 in Dortmund ausgegangen waren. Dort musste der SC Fortuna Köln erst in der letzten Minute das 1:3 hinnehmen, das zum Torgleichstand führte.[1] Die aus Europapokalspielen bekannte Regel, nach der diejenige Mannschaft siegt, die mehr Tore auf dem gegnerischen Platz erzielt hat („Auswärtstorregel“), galt für Relegationsspiele damals noch nicht.

Andererseits konnte der SC Fortuna Köln aus teilweise hoffnungsloser Lage noch die Klasse halten. So war der Verein am Ende der Saison der deutschen Wiedervereinigung 1991/92 zwar sportlich abgestiegen, konnte aber nach dem Lizenzentzug von Blau-Weiß 90 Berlin doch noch in die Relegation einziehen und diese klar für sich entscheiden.

Der SC Fortuna Köln fand in all den Jahren als Südstadtverein über die Stadtgrenzen hinaus nur mäßige Resonanz bei wenigen, dafür aber äußerst treuen Zuschauern. Die in der Stadt dominierende Stellung des 1. FC Köln konnte niemals ernsthaft gefährdet werden. Einige der größten Momente in der Vereinsgeschichte resultierten aber gerade aus den wenigen Lokalderbys mit dem großen Rivalen. In insgesamt nur zehn Pflichtspielen in über fünfzig Jahren gab es lediglich vier Begegnungen bei Pokalspielen und sechs in der 1. oder 2. Bundesliga. 1983 unterlag eine spielerisch und kämpferisch bessere Mannschaft des SC Fortuna Köln im DFB-Pokalfinale in Müngersdorf gegen einen schwachen 1. FC Köln mit 0:1, das Publikum feierte jedoch die unglücklichen Verlierer. In der Saison 1998/99 bot sich erneut die Chance einer Änderung der Verhältnisse, als der 1. FC Köln in die 2. Bundesliga abstieg. In beiden Lokalderbys dieser Saison wurden die Geißböcke im jeweils ausverkauften Müngersdorfer Stadion mit 4:2 und 3:0 klar besiegt. In der Endabrechnung gelang der Wachwechsel jedoch nicht: Obwohl die Fortuna war nach dem letzten Hinrundenspieltag noch drei Plätze vor dem großen Stadtrivalen lag, beendete sie die Saison vier Plätze hinter ihm; der Erfolg gegen den 1. FC Köln war dabei der einzige Sieg in der gesamten Rückrunde. Dieser stieg in der Saison 1999/2000 wieder in die 1. Bundesliga auf, und die Südstädter mussten trotz eines erneuten Siegs (4:1) gegen die Geißböcke aus der 2. Bundesliga absteigen.

Absturz und drohende Insolvenz (2000–2005)[Bearbeiten]

Nach dem Abstieg zeigte sich mehr denn je, dass der Verein finanziell fast ausschließlich von seinem Vorsitzenden und Mäzen Jean Löring abhing. Hinzu kam, dass die Südstädter in der einzigen Erstligasaison 1973/74 finanzielles Pech hatten: Das Müngersdorfer Stadion wurde neu gebaut und deshalb mussten die Heimspiele des SC Fortuna Köln und des 1. FC Köln in der viel kleineren Radrennbahn stattfinden, was sich auf der Einnahmenseite beider Vereine deutlich bemerkbar machte.

Oberligamannschaft 2003 – alle Spieler und Trainer werben mit dem Slogan „Einem nackten Mann greift man nicht in die Tasche – aber unter die Arme“ für Spenden und den Erlass der Gläubigerforderungen

26 Jahre lang war es Jean Löring gelungen, den kleinen Verein in der 2. Bundesliga zu halten. 2001 musste er jedoch Insolvenz anmelden. Er erkrankte bald darauf schwer an Krebs und starb im März 2005. Ohne seinen Mäzen ging es mit dem Verein steil bergab.

2003 stand der SC Fortuna Köln vor der drohenden Insolvenz. Fans starteten einen Spendenmarathon und baten als Ideengeber den Künstler Cornel Wachter hinzu. Dessen erste Aktion zusammen mit dem Graphiker Marc Tölle war die Berufung von Schirmherren. Dies wurden der Philosoph und Fußballfan Walter Jens sowie der Olympiasieger Dieter Baumann, der passend zur Situation des Vereins selbst während seiner sportlichen Karriere hingefallen und wieder aufgestanden war. Es folgte Wachters Pressefoto mit der nackten Oberligamannschaft samt Trainer Ralf Aussem und Co-Trainer Dieter Epstein, das um die Welt ging und die Spendenbereitschaft von halb Köln wecken konnte.

Wachter ließ ungewöhnliche Aktionen folgen, um auf den angeschlagenen Verein mit der seinerzeit größten Jugendabteilung im DFB aufmerksam zu machen: Die Sammelaktion bei Prostituierten des Bordells Pascha mit dem Schauspieler Ralf Richter, dem Fan Andreas Palanci und dem Südstadtpfarrer Hans Mörtter oder – mit Unterstützung des Rennfahrers Michael Schumacher und dessen Vater Rolf – den Fortuna-Kart-Cup auf Schumachers Indoorkartbahn in Kerpen für die Mitarbeiter der hilfreichen Kölner Presse.

Der SC Fortuna Köln stürzte bis in die viertklassige Oberliga ab und musste dort im Laufe der Saison 2004/05 den Spielbetrieb aus finanziellen Gründen einstellen, nachdem die Mannschaft in der gesamten Hinrunde nur drei Punkte auf ihr Konto gebracht hatte. Der vorerst letzte Auftritt in der Oberliga, ehe sich der Verein im Januar 2005 vom Spielbetrieb zurückzog, war eine 0:5-Niederlage bei der U23-Mannschaft von Alemannia Aachen.

In einem Fax an den Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband teilte der Vorstand der Südstädter den sofortigen Rückzug der ersten Mannschaft vom Spielbetrieb der Oberliga Nordrhein mit. Der Spielbetrieb anderer Mannschaften wie der Jugendabteilung, der zweiten und dritten Mannschaft, der Damenmannschaft und der Handballabteilung war davon nicht betroffen. Der anfängliche Insolvenzplan fand keine Mehrheit in der Gläubigerversammlung. Erst eine große Spendenaktion und ein Benefizspiel gegen den 1. FC Köln (10:0 für die Geißböcke vor 6350 Zuschauern) brachten die zunächst ausreichende Summe von 35.000 € zusammen. Der Spielbetrieb des SC Fortuna Köln, seiner Jugendabteilung – die mit 500 Spielern, 25 Mannschaften und 90 Trainern sowie Betreuern eine der größten Jugendfußballabteilungen in ganz Deutschland darstellt – unter der Führung des damaligen Vorsitzenden Egbert Bischoff war vorerst gerettet.

Felix Bably, NRW-Liga 2008/09 (Foto: Sebastian Flügel)
Kevin Kruth, NRW-Liga 2008/09 (Foto: Sebastian Flügel)

Konsolidierung (2005–2014)[Bearbeiten]

Ab der Saison 2005/06 spielte die erste Mannschaft in der Verbandsliga Mittelrhein und hatte mit im Schnitt 400 verkauften Karten mehr Zuschauer als so mancher Regionalligist. Mit einem siebten Platz zum Saisonende 2005/06 konnte der freie Fall der letzten Jahre gestoppt werden. Am 16. Oktober 2006 wählte die Mitgliederversammlung Klaus Ulonska zum neuen Vorsitzenden des SC Fortuna Köln, nachdem Egbert Bischoff einige Wochen zuvor sein Amt niedergelegt hatte.

Am letzten Spieltag der Saison 2007/08 verpasste der SC Fortuna Köln gegen den VfL Leverkusen durch ein Unentschieden (1:1) knapp die Meisterschaft in der Verbandsliga Mittelrhein. Die Südstädter hätten einen Sieg gegen Leverkusen, das vor diesem „Finale“ mit einem Punkt die Tabelle anführte, benötigt. Ausgetragen wurde dieses Spiel aufgrund des erwartet starken Andrangs nicht in Leverkusen, sondern – auf Anraten der Polizei – im neutralen Sportpark Höhenberg, der Spielstätte des FC Viktoria Köln, sodass sich eine für diese Spielklasse bemerkenswerte Kulisse von 7000 Zuschauern einfand. Doch dann wurde dem VfL Leverkusen wegen verspätet eingereichter Unterlagen zum Lizenzierungsverfahren durch das Sportgericht des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes am 10. Juli 2008 der Aufstieg verweigert. Der SC Fortuna Köln spielte daher ab der Saison 2008/09 in der neu gegründeten fünftklassigen NRW-Liga. Für den Verein war es der erste Aufstieg seit 35 Jahren.

Im Mai 2009 wurde bekannt, dass sich der SC Fortuna Köln verschuldet hatte, um die Kosten der Hinrunde 2008/09 zu decken.[2] Die erste Saison in der neuen NRW-Liga beendete die Mannschaft nach einer durchwachsenen Rückrunde mit einem Torverhältnis von 60:55 auf dem neunten Tabellenplatz. Kevin Kruth wurde mit 21 Treffern Zweiter in der Torschützenliste.[3] Die Saison 2009/10, für die als Ziel Platz sechs ausgegeben worden war, schloss die Mannschaft auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz ab, nur die Tordifferenz trennte sie von einem Abstiegsrang. In der Saison 2010/11 wurde der Aufstieg in die Regionalliga West mit dem dritten Tabellenplatz sportlich zwar knapp verfehlt, durch den Rückzug des eigentlichen Aufsteigers Germania Windeck am 6. Juni 2011 aber dann doch glücklich erreicht.[4] Am 15. Juni 2011 erteilte der Deutsche Fußballbund der Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft mbH endgültig die Lizenz für die Regionalliga-Saison 2011/12.[5] Die erste Spielzeit beendete die Mannschaft überraschend auf dem siebten Tabellenplatz – mit einem Kader, der wegen der lange herrschenden Unklarheit über den Aufstieg größtenteils für die NRW-Liga konzipiert war.

Aufsehen erregte der SC Fortuna Köln, als er die Hinrunde der Saison 2012/13 als Tabellenerster der Regionalliga West beendete und im Dezember 2012 dann die Verpflichtung des ehemaligen Fußballprofis Matthias Scherz, der seine aktive Karriere beim 1. FC Köln im Sommer 2009 eigentlich schon beendet hatte, bekanntgab. Die Chancen auf den Aufstieg in die 2008 geschaffene 3. Liga verspielten die Südstädter jedoch in der Rückrunde. Die Mannschaft beendete die Saison mit sieben Punkten Rückstand auf Lotte auf dem zweiten Tabellenplatz. In der Saison (2013/14) qualifizierte man sich als Meister der Regionalliga West schließlich für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga. Dort setzte sich Fortuna Köln nach einem 1:0-Heimsieg und einer 1:2-Auswärtsniederlage aufgrund der Auswärtstorregel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München durch.

Rückkehr in den Profifußball[Bearbeiten]

In der Saison 2014/2015 spielt Fortuna Köln nach langer Zeit wieder im Profibereich – in der Dritten Liga.

Erfolge[Bearbeiten]

Der SC Fortuna Köln spielte 26 Jahre lang in der 2. Bundesliga. Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren zum einen die Saison in der 1. Bundesliga (1973/74), als man nur wegen des schlechteren Torverhältnisses wieder absteigen musste, und zum anderen das DFB-Pokalfinale 1983 am 11. Juni 1983 gegen den 1. FC Köln, das die Fortuna sehr unglücklich mit 0:1 verlor. Wichtigste Spieler des Pokalfinalisten waren die Stürmer Dieter Schatzschneider und Dieter Lemke, Torhüter Bernd Helmschrot, die Verteidiger Florian Hinterberger und Jürgen Beier sowie der „Mittelfeldmotor“ Hannes Linßen. Im Halbfinale hatte man den Traditionsverein Borussia Dortmund mit 5:0 besiegt, im Viertelfinale und im Achtelfinale bereits gegen die beiden Erstligisten Borussia Mönchengladbach (Wiederholungsspiel nach einem 2:2 n. V.) und Eintracht Braunschweig jeweils mit 2:1 gewonnen.

Am 29. Mai 2013 besiegte die Mannschaft des SC Fortuna Köln Alemannia Aachen im Bonner Sportpark Nord im Finale um den Mittelrheinpokal mit 2:1 und qualifizierte sich für den DFB-Pokal 2013/14. Zu Gast im Südstadion in der ersten Hauptrunde war der FSV Mainz 05.[6] Die Mannschaft der Fortuna, die gegen den Bundesligisten zwar in Führung gehen konnte, nach einem spannenden Spiel allerdings mit 1:2 ausschied, wurde im Südstadion dennoch ausgiebig von ihren Fans gefeiert.

Am 1. Juni 2014 gelang dem SC Fortuna Köln in einer dramatischen Rückspiel-Partie bei Bayern München II der Wiederaufstieg in den Profifußball (3. Liga). Nachdem man das Hinspiel im Kölner Südstadion am 28. Mai mit 1:0 gewonnen hatte, lag man im Rückspiel an der Grünwalder Straße zur Pause mit 0:1 zurück und kassierte in der Schlussviertelstunde auch noch eine gelb-rote Karte, womit man dezimiert war. Das scheinbare Aus folgte dann mit dem 0:2 kurz vor Schluss der regulären Spielzeit. Aber das "Aufstiegswunder" für die Fortuna gelang doch noch mit dem entscheidenden 1:2 Anschlusstreffer durch Laux in der allerletzten Minute der Nachspielzeit und einem nach dem folgenden Schlusspfiff nie erlebten Siegestaumel der Spieler, Trainer und mitgereisten Fans.

Titel[Bearbeiten]

Platzierungen[Bearbeiten]

In der Ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga belegt der SC Fortuna Köln den 47. Platz von 52 Mannschaften. In der Ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga sind die Südstädter Zweiter. Als einzige Mannschaft neben Alemannia Aachen absolvierte der Verein 26 Spielzeiten in der 2. Bundesliga.

Stand ewige Tabelle:
1. Liga: Platz 47 (von 51) – 1 Spielzeit
2. Liga: Platz 2 (von 119) – 26 Spielzeiten
3. Liga: Platz 109 (von 153) – 2 Spielzeiten

  • 1963/64 – 8. Platz Landesliga Mittelrhein
  • 1964/65 – 1. Platz Landesliga Mittelrhein
  • 1965/66 – 8. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 1966/67 – 2. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 1967/68 – 16. Platz Regionalliga West
  • 1968/69 – 13. Platz Regionalliga West
  • 1969/70 – 14. Platz Regionalliga West
  • 1970/71 – 4. Platz Regionalliga West
  • 1971/72 – 3. Platz Regionalliga West
  • 1972/73 – 2. Platz Regionalliga West
  • 1973/74 – 17. Platz Bundesliga
  • 1974/75 – 5. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1975/76 – 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1976/77 – 12. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1977/78 – 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1978/79 – 4. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1979/80 – 6. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1980/81 – 9. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1981/82 – 10. Platz 2. Bundesliga
  • 1982/83 – 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1983/84 – 9. Platz 2. Bundesliga
  • 1984/85 – 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1985/86 – 3. Platz 2. Bundesliga (in den Relegationsspielen um den Aufstieg an Borussia Dortmund gescheitert)
  • 1986/87 – 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1987/88 – 12. Platz 2. Bundesliga
  • 1988/89 – 4. Platz 2. Bundesliga
  • 1989/90 – 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1990/91 – 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1991/92 – 12. Platz 2. Bundesliga Nord
  • 1992/93 – 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1993/94 – 15. Platz 2. Bundesliga
  • 1994/95 – 8. Platz 2. Bundesliga
  • 1995/96 – 8. Platz 2. Bundesliga
  • 1996/97 – 11. Platz 2. Bundesliga
  • 1997/98 – 6. Platz 2. Bundesliga
  • 1998/99 – 14. Platz 2. Bundesliga
  • 1999/00 – 16. Platz 2. Bundesliga
  • 2000/01 – 4. Platz Regionalliga Nord
  • 2001/02 – 18. Platz Regionalliga Nord
  • 2002/03 – 10. Platz Oberliga Nordrhein
  • 2003/04 – 8. Platz Oberliga Nordrhein
  • 2004/05 – 18. Platz Oberliga Nordrhein (Rückzug nach der Hinrunde)
  • 2005/06 – 7. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 2006/07 – 9. Platz Verbandsliga Mittelrhein
  • 2007/08 – 2. Platz Verbandsliga Mittelrhein (Aufstieg, da Meister VfL Leverkusen keine Lizenz erhielt)
  • 2008/09 – 9. Platz NRW-Liga
  • 2009/10 – 14. Platz NRW-Liga (U23 von RW Essen erhielt keine Lizenz und wurde auf den 19. Tabellenplatz zurückgesetzt)
  • 2010/11 – 3. Platz NRW-Liga (Aufstieg in die Regionalliga, da Vizemeister Germania Windeck keine Lizenz beantragte)
  • 2011/12 – 7. Platz Regionalliga West
  • 2012/13 – 2. Platz Regionalliga West
  • 2013/14 – 1. Platz Regionalliga West
  • 2014/15 – 3. Liga

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jean Löring, langjähriger Mäzen und Präsident des SC Fortuna Köln
  • Klaus Ulonska, ehemaliger deutscher Leichtathlet, derzeit Vorsitzender des SC Fortuna Köln

Bekannte ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Haupteingang zum Südstadion

Der SC Fortuna Köln trägt seine Heimspiele im Kölner Südstadion im Stadtteil Zollstock aus.

Von 1967 bis 1978 fanden die Heimspiele des Vereins im Müngersdorfer Stadion statt. Die Heimspiele der gemeinsamen Bundesliga-Saison 1973/74 mussten der 1. FC Köln und der SC Fortuna Köln in der benachbarten Müngersdorfer Radrennbahn austragen.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung kann seit der Gründung 2003 einen steilen Aufstieg verzeichnen. Gleich in der ersten Saison wurde die im Schnitt 17 Jahre alte Mannschaft Kreismeister mit einem Torverhältnis von 192:7 Toren. Auf Anhieb schaffte sie dann den Durchmarsch in die Verbandsliga. Dort lieferte sich das Team einen Zweikampf mit dem Regionalligaabsteiger Rot-Weiß Merl. Mit einem Punkt Rückstand reichte es nur zur Vizemeisterschaft. Ein Jahr später wurde der Aufstieg in die Regionalliga West mit 16 Punkten Vorsprung unter Dach und Fach gebracht. Dort konnte sich das Team aber nicht lange halten und stieg 2009/10 wieder in die Verbandsliga ab. In der Saison 2010/11 wurde der drohende Abstieg aus der Verbandsliga verhindert. 2011/12 gelang dann der Wiederaufstieg in die Regionalliga West, dem 2013 der erneute Abstieg in die Mittelrheinliga folgte.

Die Fortunen konnten bisher fünfmal den Kreispokal gewinnen – zuletzt 2011. Den Mittelrheinpokal gewannen sie 2007 und 2008. 2008 gewannen die Mädchen und Frauen der SC Fortuna die Endspiele des FVM-Pokals der C-Juniorinnen, der B-Juniorinnen und der Frauen. Seitdem ist es nur noch den C-Juniorinnen gelungen, sich in die Siegerlisten einzutragen (2009). In der Saison 2011/12 kamen die Fortuna-Frauen als Verbandsligistinnen nach einem Halbfinalsieg gegen den klassenhöheren VFL Kommern ins Endspiel um den Mittelrheinpokal. Dort unterlagen sie den Mitkonkurrentinnen um den Aufstieg von SF Uevekoven knapp mit 1:2.

Die B-Juniorinnen gehörten bis zur Saison 2010/11 der Regionalliga West an, zu deren Gründungsmitgliedern sie 2008/09 gehörten. Davor gewannen sie mehrere Verbandsmeisterschaften und Pokalendspiele und waren die bis dahin erfolgreichste Mädchen-Abteilung im Verband Mittelrhein. Erst als sich Bayer 04 Leverkusen und der 1. FC Köln in diesem Bereich engagierten, wurde die Erfolgskurve vor allem durch den Abgang zahlreicher Talente zu den großen Vereinen in der Nachbarschaft flacher.

Bekannte Spielerinnen[Bearbeiten]

Nachwuchsfußball[Bearbeiten]

Die Nachwuchsabteilung des Vereins galt jahrelang als größte Nachwuchsabteilung Deutschlands, der zeitweise 27 Mannschaften angehörten. In der Saison 2006/07 spielten bei den B-Mädchen gleich drei Nationalspielerinnen: Isabelle Linden, Sara Doorsoun-Khajec (beide Deutschland U-17) und Arzu Karabulut (Türkei).

Der männliche Nachwuchs war jahrelang jeweils in der für ihn höchstmöglichen Spielklasse vertreten. Als dann im Jugendfußball die Regionalligen (jetzt: Junioren-Bundesliga) eingeführt wurden, spielten die Mannschaften immerhin noch in der zweithöchsten Klasse. Zum Bruch kam es erst in der Saison 2004/05, als die U19 aus der Verbandsliga (jetzt: Mittelrheinliga) abstieg; seit der Saison 2012/2013 spielt sie in der Bundesliga-West. Die U15 spielt seit Jahren mit um die Meisterschaft in der Bezirksliga und die U13 hat mehrfach hintereinander den Titel des Kreisbesten des Fußballkreises Köln gewonnen.

Die zweite Mannschaft [Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft wird vom ehemaligen Profi Günter Hutwelker trainiert und spielt in der Kreisliga Köln B2, Staffel 3.

deinfussballclub.de[Bearbeiten]

Ab dem 3. April 2008 räumte der Verein nach dem Vorbild von Ebbsfleet United bei seiner ersten Fußballherrenmannschaft externen Personen ein eingeschränktes Mitspracherecht ein. Die neu gegründete deinfussballclub.de DFC GmbH versuchte anfangs unter der Schirmherrschaft von Filmregisseur Sönke Wortmann innerhalb eines Jahres 30.000 Mitglieder zu akquirieren. Für einen Jahresbeitrag von 39,95 Euro hatten diese Mitglieder ein Mitspracherecht bei Transfers, Abschlüssen von Freundschaftsspielen, Trikotfarben, dem Merchandising und anderen vereinsinternen Belangen. Auch bei der Mannschaftsaufstellung sollte die Meinung der Mitglieder gehört werden, allerdings behielt der Trainer das letzte Wort.

Am 6. Dezember 2008 beschloss die Mitgliederversammlung des SC Fortuna Köln, bei wenigen Enthaltungen, schon vor Erreichen der 30.000 Mitglieder von deinfussballclub.de zum Jahresbeginn 2009 die erste Fußball-Herrenmannschaft aus dem Hauptverein auszugliedern und in die Fortuna Köln Spielbetriebsgesellschaft mbH mit der DFC GmbH einzubringen. Die Ausgliederung wurde zum 1. Februar 2009 vollzogen. Bis Ende Oktober 2009 hatten sich etwas mehr als 10.500 Personen bei deinfussballclub.de registriert, im Mai 2011 waren nach Angaben der Betreiber noch rund 7.300 zahlende Mitglieder dabei. Demzufolge flossen über die Spielbetriebsgesellschaft nach Abzug der Verwaltungskosten und der Mehrwertsteuer aus DFC-Mitteln mehr als 180.000 Euro pro Jahr in die erste Mannschaft des SC Fortuna Köln.

Das Projekt deinfussballclub.de wurde im Januar 2012 eingestellt.[7] Die Anteile übernahm ein Investor, die DFC-Mitgliedschaften wurden bei unverändertem Beitragssatz in eine so genannte „Premium-Mitgliedschaft“ überführt. Über die Zahl der Mitglieder gibt der Betreiber keine Auskunft mehr.

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nummer Spieler Nationalität im Verein seit letzter Verein

Torhüter

1 André Poggenborg Deutscher 2012 Eintracht Trier
12 Alexander Monath Deutscher 2012 Bonner SC U19
21 Pascal Wichmann Deutscher 2012 eigene U19

Abwehr

2 Tobias Fink Deutscher 2013 FC Ingolstadt 04
3 Daniel Flottmann Deutscher 2012 Wuppertaler SV Borussia
23 Jan-André Sievers Deutscher 2012 SV Sandhausen
24 Sebastian Zinke Deutscher – 4 U20-Länderspiele 2012 Sportfreunde Lotte
4 Boné Uaferro Deutscher Mosambikaner 2014 FC Schalke 04 U23
25 Leon Heine Deutscher 2014 Bayer 04 Leverkusen U19
17 Dennis Engelman Deutscher Leihgabe Bayer 04 Leverkusen

Mittelfeld

5 Markus Pazurek Deutscher 2013 1. FC Saarbrücken
6 Oliver Laux Deutscher 2011 TuS Koblenz
7 Michael Kessel Deutscher 2011 TSV Germania Windeck
16 Kusi Kwame Ghanaer Deutscher 2013 VfR Neumünster
19 Ozan Yılmaz Türke – 3 U20-Länderspiele Deutscher 2011 Schwarz-Weiß Essen
22 Florian Hörnig Deutscher 2013 Chemnitzer FC
30 Hamdi Dahmani Deutscher TunesienTunesien 2014 FC Viktoria Köln
31 Thomas Kraus Deutscher 2012 Eintracht Trier
34 Kristoffer Andersen Belgier Däne 2013 Alemannia Aachen
8 Dino Bišanović Bosniake 2014 FK Sarajevo
11 Sascha Marquet Deutscher 2014 Alemannia Aachen
13 Johannes Rahn Deutscher 2014 Arminia Bielefeld
28 Lars Bender Deutscher 2014 Eintracht Trier
?? Cauly Oliveira Souza Brasilianer 2014 1. FC Köln U21

Angriff

10 Thiemo-Jérôme Kialka Deutscher Ghanaer 2013 SSV Jahn Regensburg
15 Marko Stojanović Serbe – U17-Nationalspieler 2010 eigene U19
9 Ercan Aydoğmuş Türke Deutscher 2013 FC Viktoria Köln
14 Marco Ban Kroate Deutscher 2014 1. FC Köln U21

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Relegation 1986
  2. „Beim Chat mit Klaus Ulonska blieben keine Fragen offen!“ deinfussballclub.de-Chat mit dem 1. Vorsitzenden Klaus Ulonska, 11. Mai 2009
  3. Aktuelle Torschützenliste
  4. Windeck zieht zurück, Fortuna Köln steigt auf auf kicker.de
  5. Fortuna ist nach 3368 Tagen zurück in der Regionalliga
  6. „Fortuna Köln hofft auf die sportliche Renaissance“ Philip Sagioglou: Sie sind wieder hier
  7. Das Ende der Fußball-Demokratie Die Zeit

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SC Fortuna Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien