SC Freiburg

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SC Freiburg
Logo des SC Freiburg
Voller Name Sport-Club Freiburg e. V.
Ort Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
Gegründet 30. Mai 1904
Vereinsfarben Rot-Weiß
Stadion Mage Solar Stadion
Plätze 24.000
Präsident Fritz Keller
Trainer Christian Streich
Homepage www.scfreiburg.com
Liga Bundesliga
2012/13 5. Platz
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Heim
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Auswärts

Der Sport-Club Freiburg e. V. (kurz SC Freiburg oder SCF) ist ein Fußballverein aus Freiburg im Breisgau, der am 30. Mai 1904 gegründet wurde. Die Herrenmannschaft des SC spielt in der Bundesliga, der höchsten Spielklasse Deutschlands. Die Frauenmannschaft spielt ebenfalls erstklassig in der Frauen-Bundesliga.

Die Vereinsfarben sind rot und weiß. Das Wappen beinhaltet auf der linken Seite einen Greif und auf der rechten Hälfte das Kürzel SCF. 2012 zählte der Verein 4885 Mitglieder.[1]

Inhaltsverzeichnis

Vereinsgeschichte [Bearbeiten]

Die ältesten Vorgängervereine des SC waren der im März 1904 gegründete Freiburger FV 04 sowie der zwei Monate jüngere FC Schwalbe Freiburg. 1912 fusionierten der mittlerweile zu SV 04 umbenannte FV 04 und der erst zu FC Mars, dann zu FC Union umbenannte FC Schwalbe erstmals zum SC Freiburg.

Am 13. Dezember 1919 schloss sich der Verein der Freiburger Turnerschaft von 1844 (früher: Freiburger TV 1844) an. Im Zuge des Streits zwischen Turn- und Sportverbänden traten die Fußballer 1924 wieder aus, um wieder den SC Freiburg zu bilden. In der reichsweiten Neuordnung des organisierten Sports wurden die beiden Vereine erneut zusammengeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand als erster Nachfolgeverein der Turnerschaft der VfL Freiburg, der 1949 den alten Namen zurückbekam. 1952 traten die Fußballer erneut aus und bildeten den heute bestehenden SC Freiburg. Hubert Pfaff war damals der erste Vorsitzende in der Vereinsgeschichte.

Wichtigster Präsident des SC Freiburg war Achim Stocker, der von 1972 an bis zu seinem Tod am 1. November 2009 der Führungsriege des Vereins angehörte. Er war dafür bekannt, sich die Spiele seines Teams nie live anzusehen, um seinen Kreislauf nicht zu belasten.

Historisches Logo des SCF (1952 bis 58)

Geschichte [Bearbeiten]

Ligaplatzierungen des SC Freiburg seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga (ab Saison 1978/79)

Der SC Freiburg stand lange im Schatten des Spitzenvereins Freiburger FC. Vor der Einführung der Gauligen spielte der SC überregional keine Rolle. Zur Saison 1933/34 qualifizierte sich der SC für die neue Gauliga Baden, stieg aber als abgeschlagener Tabellenletzter umgehend ab. Vier Meisterschaften in der Bezirksklasse Oberbaden von 1934 bis 1937 brachten den SC vier Mal in die Aufstiegsrunde, in der sie den Aufstieg jedes Mal verpassten. Erst während des Zweiten Weltkriegs schafften die Freiburger mehrmals den Sprung in die immer weiter zersplitternde Gauliga, ohne jedoch bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Nach dem Krieg war der Verein fünf Jahre lang in der obersten Spielklasse, der Zonenliga Süd vertreten. Von 1950 bis 1978 spielten sie in der drittklassigen Amateurliga Südbaden. 1965 und 1968 hatte der SC die Möglichkeit, in die Regionalliga Süd aufzusteigen, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde.

Der Aufstieg des SC und der Niedergang des FFC begannen mit einer Fehleinschätzung, die 1972 dem FC-Vorstand unterlief: Der Leiter der Freiburger Oberfinanzdirektion, Achim Stocker, bot dem FFC dank seiner guten Beziehungen zu potenten Geldgebern finanzielle Unterstützung an, die der Vorstand jedoch ausschlug. Stocker ging stattdessen zum SC Freiburg, wo er bis zu seinem Tod am 1. November 2009 Präsident war.

1974 stieg der FC in die Amateurliga ab. Bereits im ersten gemeinsamen Jahr landete der Vizemeister SC vor dem großen Nachbarn, der die Liga jedoch 1977 wieder nach oben verließ. 1978 stieg auch der SC in die 2. Bundesliga auf, wo er durchgehend höhere Tabellenplätze erreichte als der FFC. Jener stieg 1982 ab, der SC blieb im Mittelfeld der Zweitligatabelle und ist seither der tonangebende Freiburger Fußballverein.

Im Januar 2001 löste der SC auch bezüglich des Stadions den FFC ab, indem er das Möslestadion erwarb, um dort die Freiburger Fußballschule zur Nachwuchsförderung einzurichten.

Die Ära Finke (1991−2007) [Bearbeiten]

Volker Finke, Trainer des SC Freiburg von 1991 bis 2007
Saison Liga Platz Tore Punkte
1991/92 2. Bundesliga Süd 1 41:25 28:16
1992/93 2. Bundesliga 1 102:57 65:27
1993/94 Bundesliga 15 54:57 28:40
1994/95 Bundesliga 3 66:44 46:22
1995/96 Bundesliga 11 30:41 42
1996/97 Bundesliga 17 43:67 29
1997/98 2. Bundesliga 2 57:36 61
1998/99 Bundesliga 12 36:44 39
1999/00 Bundesliga 12 45:50 40
2000/01 Bundesliga 6 54:37 55
2001/02 Bundesliga 16 37:64 30
2002/03 2. Bundesliga 1 58:32 67
2003/04 Bundesliga 13 42:67 38
2004/05 Bundesliga 18 30:75 18
2005/06 2. Bundesliga 4 41:33 56
2006/07 2. Bundesliga 4 55:39 60
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
orange unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga

1991 wurde Volker Finke als Trainer verpflichtet, der vom 1. SC Norderstedt kam, nachdem er zuvor 1990 den TSV Havelse bis in die 2. Bundesliga geführt hatte. Mit Stefan Beneking, Jens Todt und Thomas Vogel brachte dieser noch drei Spieler aus Havelse mit. Co-Trainer wurde Achim Sarstedt. Zur ersten gesamtdeutschen Saison wurde die 2. Bundesliga in die Staffeln Nord und Süd mit je zwölf Mannschaften aufgeteilt, deren Tabellenerste in die Bundesliga aufstiegen. Nachdem der SC Freiburg zunächst Platz eins belegt hatte, zog im Laufe der Aufstiegsrunde der 1. FC Saarbrücken an ihm vorbei, womit der Aufstieg zunächst knapp verpasst wurde. In der folgenden, langen Saison 1992/93 mit insgesamt 24 Mannschaften und 46 Spieltagen belegten die Freiburger ab dem siebten Spieltag Platz eins und stiegen erstmals in die Bundesliga auf.

Die erste Bundesligasaison war vom Kampf gegen den Abstieg geprägt. Der SC Freiburg konnte die letzten drei Spiele gewinnen und somit noch in der Tabelle am 1. FC Nürnberg vorbeiziehen, der punktgleich aufgrund der schlechteren Tordifferenz absteigen musste.

Dem knappen Klassenverbleib im ersten Jahr folgte 1994/95 die große Überraschung. Besonders hervorzuheben ist der 5:1-Sieg des SC über die von Giovanni Trapattoni trainierten Bayern am 2. Spieltag. Freiburg blieb die gesamte Saison über stark, feierte 20 Siege und belohnte sich mit dem dritten Tabellenplatz. Damit erreichte man erstmals die Qualifikation für den UEFA-Pokal 1995/96, aus dem die Freiburger in der ersten Runde gegen Slavia Prag ausschieden. In der Spitzengruppe der Liga konnte der SC sich nicht halten. Vor allem der Weggang des Spielmachers Rodolfo Cardoso konnte nicht kompensiert werden. 1997 stiegen die Freiburger erstmals ab, kamen aber nach einem Jahr wieder in die Bundesliga zurück und erreichten 2001 wieder den UEFA-Pokal. Nach Erfolgen gegen den slowakischen Vertreter Matador Púchov und den FC St. Gallen unterlagen sie im Dezember 2001 knapp dem späteren UEFA-Pokal-Sieger Feyenoord Rotterdam.

In der Liga rutschten die Freiburger derweil in die untere Tabellenhälfte. Am Ende der Saison stiegen sie ab. 2003 gelang der Wiederaufstieg, aber 2005 erfolgte der dritte Abstieg. Nur drei Siege und 18 Punkte konnten während der Saison geholt werden, womit der Verein abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Dies war die schlechteste Saisonbilanz eines Bundesligisten seit Einführung der Dreipunkteregel. 2006 schaffte der SC den direkten Wiederaufstieg erstmals nicht.

Die Saison 2006/07 begann mit einer schwachen Hinrunde. Nach der 0:4-Niederlage gegen den Karlsruher SC am 16. Spieltag hatte der SC nur 16 Punkte geholt und stand auf Tabellenplatz 14. Die Vereinsführung gab bekannt, dass in beiderseitigem Einvernehmen ein Trainerwechsel zum Saisonende 2007 beschlossen wurde. Zuvor sollte Coach Volker Finke jedoch den Abstieg verhindern.[2]

Es folgte eine Serie von 13 Spielen ohne Niederlage (11 Siege, 2 Unentschieden). Der SC war inzwischen auf Rang 4 geklettert, der Aufstieg wieder in greifbarer Nähe. Doch die 1:3-Niederlage am Spieltag danach gegen Jena war ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf. Die Freiburger waren nun auf Schwächen bei der Konkurrenz angewiesen. Am 32. Spieltag verlor der Sportclub 0:1 zuhause gegen Paderborn durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Der Aufstiegstraum schien geplatzt. Doch die direkten Konkurrenten Duisburg, Rostock und Fürth patzten ebenfalls, so änderte sich an der Tabellenkonstellation erstmal nichts. Die letzten beiden Spiele gewann der SC souverän, Rostock und Duisburg ebenfalls, sodass es wegen der schlechteren Tordifferenz wie im Vorjahr nur für Rang 4 reichte und der Aufstieg erneut knapp verpasst wurde.[2]

Die starke Rückrunde (mit 41 Punkten die beste Rückrunde, die je ein Verein in der zweiten Bundesliga hingelegt hat) gab einigen Fans den Anlass, die Initiative "Wir sind Finke" zu gründen. Sie hatten das Ziel, eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu initiieren, auf der die Trainerfrage diskutiert werden sollte, um Finke doch noch in Freiburg zu halten.[3] Dieses Anliegen scheiterte jedoch, da die erforderlichen 25% der Vereinsmitglieder, die den Antrag auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung stellen sollten, nicht erreicht wurden.

Die 16-jährige Amtszeit von Trainer Volker Finke ist die bislang längste im deutschen Profifußball. Mit ihm verließ auch Co-Trainer Achim Sarstedt nach 16 Jahren den Sport-Club. Andreas Bornemann beendete seine Tätigkeit als SC-Manager. Auch einige langjährige Stammspieler verließen den SC, darunter Aleksandre Iaschwili, Boubacar Diarra, Soumaila Coulibaly, Ibrahim Tanko, Sascha Riether und Roda Antar. Unter Finke hatte der SC Freiburg seine bislang erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte.

Entwicklung unter Robin Dutt (2007−2011) [Bearbeiten]

Robin Dutt, Trainer des SC Freiburg von 2007 bis 2011
Saison Liga Platz Tore Punkte
2007/08 2. Bundesliga 5 49:44 55
2008/09 2. Bundesliga 1 60:36 68
2009/10 Bundesliga 14 35:59 35
2010/11 Bundesliga 9 41:50 44
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga

Neuer Cheftrainer wurde Robin Dutt, Dirk Dufner neuer Sportdirektor. Auch in der ersten Saison unter dem neuen Trainer spielte der Verein um den Aufstieg mit, erreichte jedoch aufgrund einer Schwächephase zu Beginn der Rückrunde nur den fünften Platz.

2008 erlebte der SC Freiburg einen relativ guten Saisonstart; aus den ersten sieben Spielen konnten fünf Siege und nur eine Niederlage verzeichnet werden, so dass am Ende der Hinrunde Platz drei belegt werden konnte. Nachdem die Mannschaft zum Rückrundenauftakt sechs Siege in Serie verzeichnen konnte, übernahm der SC Freiburg die Tabellenspitze. Am 31. Spieltag wurden der vierte Aufstieg in die Bundesliga und zugleich auch die Zweitliga-Meisterschaft durch einen 5:2-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz perfekt gemacht. Der SC Freiburg war damit die erste Mannschaft, welche die neu eingeführte Meisterschale der 2. Bundesliga in Empfang nehmen durfte.

In der Saison 2009/2010 konnte sich der SC Freiburg durch ein 2:2 beim 1. FC Köln am 33. Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt sichern und belegte mit 35 Punkten Rang 14 in der Abschlusstabelle. Die Saison 2010/11 verlief für den SC recht erfolgreich und wurde mit 44 Punkten auf Rang 9 beendet.

Entwicklung unter Marcus Sorg (2011) [Bearbeiten]

Bereits vor Saisonende hatte Robin Dutt bekanntgegeben, dass er zu Beginn der kommenden Saison als Nachfolger von Jupp Heynckes Trainer bei Bayer 04 Leverkusen werden würde. Als Nachfolger wurden Marcus Sorg und Christian Streich vorgestellt. Am 10. September 2011 kassierte der SC Freiburg unter Trainer Marcus Sorg die höchste Bundesliganiederlage der Vereinsgeschichte; die Freiburger verloren auswärts beim FC Bayern München mit 0:7. Aufgrund der nicht zufriedenstellenden Situation in der Winterpause (18. Platz) gab der Sportclub bekannt, fünf Spielern zum Vereinswechsel geraten zu haben, da Marcus Sorg die Rückrunde ohne sie plane. Betroffen waren: Maximilian Nicu, Manuel Salz, Felix Bastians, Kishō Yano sowie der langjährige Kapitän Heiko Butscher. Wenig später gab der SC Freiburg bekannt, Marcus Sorg mit sofortiger Wirkung von allen seinen Ämtern zu entbinden. Erstmals in seiner Bundesligazeit trennte sich der SCF von einem Cheftrainer.[4]

Entwicklung unter Christian Streich (seit 29. Dezember 2011) [Bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte
2011/12 Bundesliga 12 45:61 40
2012/13 Bundesliga 5 45:40 51

Als Nachfolger für Marcus Sorg wurde der bisherige Co-Trainer Christian Streich vorgestellt. In der Winterpause trennte sich der Sportclub von Papiss Demba Cissé, der zu Newcastle United wechselte.[5] Mit Christian Streich konnte sich Freiburg stark verbessern, so dass schon am 32. Spieltag durch ein 0:0 gegen Hannover der Klassenerhalt gesichert werden konnte.[6] In der Rückrunde 2012 holten die Freiburger 27 Punkte, verloren kein Heimspiel und blieben 10 Spiele in Folge unbesiegt.[7]

Auch in der Saison 2012/13 hielt der Erfolg an, eine ordentliche Hinrunde konnte mit zwei Siegen in Folge beendet werden, was einen überraschenden 5. Platz in der Winterpause bedeutete. Dies war der Auslöser für eine Rückrunde frei von Abstiegssorgen, in der sich die Freiburger durchgehend in der oberen Tabellenhälfte halten konnten. Auch im DFB-Pokal waren die Freiburger erfolgreich, durch Auswärtssiege gegen Braunschweig, Karlsruhe und Mainz wurde erstmals in der Vereinsgeschichte das Pokal-Halbfinale erreicht[8], in dem der SC Freiburg allerdings durch eine 1:2-Auswärtsniederlage beim VfB Stuttgart unterlag.

Am 22. April erfolgte nach fast 6 Jahren die Trennung von Sportdirektor Dirk Dufner. Der laufende Vertrag wurde einvernehmlich von beiden Seiten aufgelöst. Nachfolger Dufners wurden Jochen Saier und Klemens Hartenbach von der Freiburger Fußballschule.[9] Am 10. Mai verlängerte Christian Streich seinen bis 2014 laufenden Vertrag beim SC Freiburg "langfristig".[10]

Am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 verlor der Verein sein Heimspiel gegen Schalke 04 und verpasste so den Einzug in die Qualifikation zur Champions League. Trotzdem erreichte die Mannschaft zum Ende der Saison den fünften Tabellenplatz, und qualifizierte sich daher direkt zur Play-Off-Runde der UEFA Europa League 2013/14.

Stadion [Bearbeiten]

Nordtribüne (li.) und Gegengerade des Stadions (2005)
Freiburger Fankurve im Norden

Das Heimstadion des SC ist seit 1954 das Mage Solar Stadion (bis 2012 badenova-Stadion, bis 2004 Dreisamstadion) mit 24.000 Plätzen, davon 14.000 Sitzplätze. Lediglich in der ersten Zweitligasaison wichen die Freiburger ins Möslestadion des Freiburger FC aus. Das Heimstadion des Sportclubs liegt im östlichen Freiburger Stadtteil Waldsee an der Schwarzwaldstraße.

In den ersten Jahren nach der Gründung verfügte der Verein über keinen eigenen Sportplatz. 1907 wurde der Antrag des Vorgängervereins FV 04 auf einen eigenen Platz vom Stadtrat abgewiesen. Als sich der Sport-Club der Turnerschaft anschloss, spielte er auf dem westlichen Teil des Messplatzes. 1926 spielte der Verein auf dem Gelände des PSV Freiburg, dem Exerzierplatz.[11]

Die erste eigene Spielstätte des SC war das 1928 eingeweihte Winterer-Stadion, das gemeinsam mit dem Polizeisportverein auf dem Gelände des heutigen Freiburger Flugplatzes gebaut wurde. 1936 musste der SC das Stadion verlassen, 1937 wurde es abgerissen, da das Gelände für die Luftwaffe als Flugplatz benötigt wurde. Bis 1954 nutzte der Verein erneut die Anlage der Turnerschaft auf dem Messplatz. In der Saison 1954/55 wurde die Platzanlage im Dreisamstadion eingeweiht, wo der Klub bis heute seine Begegnungen austrägt.[11]

Da das Stadion kaum noch den Anforderungen an ein modernes Stadion entspricht, wurde seit einiger Zeit über einen Umbau des Stadions bzw. einen Neubau diskutiert. Um die Wirtschaftlichkeit einer Umbau-Lösung zu prüfen, gab der SC eine Studie beim Unternehmen Freyler in Auftrag, nach der ein Umbau elf Jahre dauern und nur unwesentlich weniger als ein Neubau kosten würde. Die Gemeinderäte der Stadt Freiburg orderten im Frühjahr 2012 zudem ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die eine Umbauzeit von maximal drei Jahren, jedoch auch deutlich höhere Kosten errechnete. Demnach wäre keine "zukunftsfähige Lösung" am alten Standort möglich, sodass nun Standorte geprüft und miteinander verglichen werden.[12]

Am 11. Dezember 2012 stimmte der Freiburger Gemeinderat für den Bau eines neuen Stadions und bestätigte die Prüfung von drei möglichen Standorten.[13]

Die gemeinsame Arbeitsgruppe von SC und Stadt einigte sich auf den Standort "Wolfswinkel" am Flugplatz. Vorteile sind die gute ÖPNV-Anbindung und die Möglichkeit, Trainingsplätze auf dem Areal anzulegen. Bis auf 200m2, die sich im Besitz der Universität befinden, gehört das Gelände der Stadt. Zudem soll der Flugbetrieb weiterhin möglich sein. Die Kleingartenanlage "Hettlinger" nahe der Messe im Freiburger Westen bietet nur Platz für das Stadion ohne Trainingsgelände, bleibt jedoch als Ersatzstandort im Rennen. Das Gewann "Hirschmatten" am Autobahnzubringer Mitte wird nicht weiter verfolgt, da es dort zu viele verschiedene Grundstückseigentümer gibt. Die neue Arena soll Platz für 35.000 Zuschauer bieten. Baubeginn könnte 2016 sein.[14]

Zuschauer und Fans [Bearbeiten]

Große Teile der Fanszene des SC Freiburg sind im Dachverband der Fanclubs, der "fg" (Fangemeinschaft), und in der "Supporters Crew Freiburg" organisiert. Die Supporters Crew verteilt zu den Heimspielen den Flyer "Fanblock", der über die Fanszene in Freiburg und Deutschland und über Veranstaltungen informiert.

Vereinsmitgliederentwicklung [Bearbeiten]

Die Liste zeigt die Mitgliederentwicklung im Verein.

Datum Vereinsmitglieder
1925 über 1000[11]
2003 2200[15]
2009 2644[16]
27. September 2010 3044[16]
28. September 2011 4040[17]
17. September 2012 4885[1]

Fanfreundschaften und Rivalitäten [Bearbeiten]

In den 1990er Jahren gab es eine Fanfreundschaft zwischen SC- und BVB-Fans, die jedoch nicht länger gepflegt wurde.[18] Am 34. Spieltag der Saison 2011/12 wurde sie aufgefrischt, als Freiburger und Dortmunder gemeinsam die Dortmunder Meisterschaft sowie den Freiburger Klassenerhalt feierten.[19] Auf Facebook wird sie als BV Borussia Dortmund 09 & Sport-Club Freiburg Fanfreundschaft weiterhin gepflegt.

Auch Fans des FC St. Pauli pflegen eine Freundschaft mit SC-Anhängern.[20] Des Weiteren besteht eine Freundschaft zwischen den Fanclubs Aachen Ultras (Alemannia Aachen) und Wilde Jungs Freiburg.[21][22]

Zwischen den Anhängern des in früheren Zeiten erfolgreicheren Ortskonkurrenten Freiburger FC und denen des SC bestand lange eine Rivalität. Der FFC war der Club der konservativen gehobenen Schichten der Universitätsstadt, der SC stand dagegen für die alte Arbeiterschicht und später für das links-liberale Studententum. Mit dem Abstieg des Freiburger FC aus der 2. Bundesliga und dem steten Aufstieg des SC Freiburg bis in die 1. Bundesliga verlor diese Rivalität an Bedeutung.

Begegnungen zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg werden häufig als badisches Derby bezeichnet. Die sich beinahe abwechselnden Auf- und Abstiege beider Vereine seit Ende der 1990er Jahre sorgten jedoch dafür, dass seit der letzten Begegnung in der Bundesliga am 31. Mai 1997 nur sechs Begegnungen in der 2. Bundesliga stattgefunden haben (zuletzt am 13. Mai 2007, der SC gewann 3:0 in Karlsruhe)[23]. So kamen häufig positive Gefühle des Wiedersehens auf, eine echte Rivalität bildete sich nie. In diesem Zusammenhang wurde auch von "badischer Verbundenheit" gesprochen.[24] Hingegen besteht zur TSG 1899 Hoffenheim eine deutliche Rivalität.

Die mit Abstand größte Rivalität besteht jedoch zu den Anhängern des VfB Stuttgart. Diese Situation kann vor allem auf die jahrhundertelangen Spannungen zwischen Baden und Württemberg zurückgeführt werden. Zudem nimmt der SC Freiburg für viele den Platz des KSC im Baden-Württemberg-Derby ein, nachdem dieser in der Saison 1997/98 abgestiegen ist und kaum noch in der Bundesliga präsent war. Diese Spiele werden von vielen Anhängern als die entscheidenden Derbys der Saison gesehen.

Vereinslieder [Bearbeiten]

Vor den Heimspielen des SC singen die Fans traditionell das Badnerlied, wie es auch bei anderen badischen Fußballvereinen üblich ist.

Die wahrscheinlich bekanntesten Vereinslieder sind:

  • Red Button - Für uns immer vorn (1997)
  • Blister - Was auch geschieht (Gewinner des SC-Fansong Wettbewerbs 2006)
  • Fisherman's Fall - SC Freiburg vor! (2008, aktueller Fansong, wird vor jedem Heimspiel gesungen)

Namen und Zahlen [Bearbeiten]

Profimannschaft [Bearbeiten]

Die Profimannschaft des SC Freiburg spielt in der Bundesliga. Die 2. Mannschaft (U-23) spielt in der Regionalliga Süd. Daneben gibt es Nachwuchsteams von der U-12 bis zur U-19. Zentrum der Nachwuchsarbeit ist die Freiburger Fußballschule.

Größte Erfolge [Bearbeiten]

Erfolge in der Liga

Erfolge im Pokal

Internationale Erfolge

1 Sollte der VfB Stuttgart das Pokalfinale gegen den FC Bayern München verlieren, so müsste der VfB in der 3. Qualifikationsrunde starten, während der SC als Fünftplatzierter in die Gruppenphase aufrücken würde.

Aktueller Kader 2012/13 [Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Oliver Baumann DeutscherDeutscher
19 Daniel Batz DeutscherDeutscher
36 Alexander Schwolow DeutscherDeutscher
02 Pavel Krmaš TschecheTscheche
03 Fallou Diagné SenegaleseSenegalese FranzoseFranzose
06 Vegar Eggen Hedenstad NorwegerNorweger
24 Mensur Mujdža BosnierBosnier KroateKroate
25 Oliver Sorg DeutscherDeutscher
28 Matthias Ginter DeutscherDeutscher
30 Christian Günter DeutscherDeutscher
41 Immanuel Höhn DeutscherDeutscher
07 Cedric Makiadi KongoleseKongolese DeutscherDeutscher
08 Jan Rosenthal DeutscherDeutscher
11 Hendrick Zuck DeutscherDeutscher
17 Jonathan Schmid FranzoseFranzose
18 Johannes Flum DeutscherDeutscher
20 Max Kruse DeutscherDeutscher
22 Marco Terrazzino DeutscherDeutscher ItalienerItaliener
23 Julian Schuster (C)Kapitän der Mannschaft DeutscherDeutscher
31 Karim Guédé SlowakeiSlowakei
32 Marc Lais DeutscherDeutscher
33 Mounir Bouziane AlgerierAlgerier
40 Daniel Caligiuri DeutscherDeutscher ItalienerItaliener
09 Ivan Santini KroateKroate
21 Ezequiel Calvente SpanierSpanier
26 Erik Jendrišek SlowakeSlowake
35 Sebastian Freis DeutscherDeutscher
Trainer Betreuer
Cheftrainer
Christian Streich
Co-Trainer
Lars Voßler
Patrick Baier
Torwarttrainer
Andreas Kronenberg
Athletiktrainer
Simon Ickert
Mannschaftsarzt
Dr. Andreas Aust
Physiotherapeuten
Markus Behrens
Uwe Vetter
Torge Schwarz
Busfahrer
Stefan Spohn

Transfers zur Saison 2012/13 [Bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2012

Winter 2013

Abgänge

Sommer 2012

Winter 2013

Ehemalige Spieler (Auswahl) [Bearbeiten]

Innenansicht des Badenova-Stadions

Für eine komplette Auflistung aller Spieler des SC Freiburg seit dem Zweitligaaufstieg 1978, siehe Liste der Spieler des SC Freiburg.

Trainer [Bearbeiten]

Christian Streich seit dem 29. Dezember 2011
Marcus Sorg 1. Juli 2011 bis 29. Dezember 2011
Robin Dutt 1. Juli 2007 bis 30. Juni 2011
Volker Finke 1. Juli 1991 bis 30. Juni 2007
Eckhard Krautzun 1. Juli 1990 bis 30. Juni 1991
Bernd Hoss 1. Dezember 1989 bis 30. Juni 1990
Uwe Ehret 27. August 1989 bis 26. November 1989
Lorenz-Günther Köstner 1. Juli 1989 bis 26. August 1989
Uwe Ehret 9. April 1989 bis 30. Juni 1989
Fritz Fuchs 1. Januar 1989 bis 8. April 1989
Jörg Berger 1. Juli 1986 bis 17. Dezember 1988
Horst Zick 23. März 1986 bis 30. Juni 1986
Jupp Becker 25. Januar 1986 bis 22. März 1986
Anton Rudinski 1. Juli 1984 bis 1. Januar 1986
Fritz Fuchs 1. Juli 1983 bis 30. Juni 1984
Werner Olk 1. Juli 1982 bis 30. Juni 1983
Lutz Hangartner 1. Juli 1981 bis 30. Juni 1982
Horst Zick 25. Januar 1981 bis 30. Juni 1981
Norbert Wagner 1. Juli 1980 bis 24. Januar 1981
Jupp Becker 1. Juli 1979 bis 30. Juni 1980
Heinz Baas 30. September 1978 bis 30. Juni 1979
Manfred Brief 1. Juli 1972 bis 30. September 1978
Edgar Heilbrunner 69/70–71/72
Hans Diehl 64/65–68/69
Hanns Faber 63/64–63/64
Hans Roggow 60/61–62/63
Kurt Mannschott 56/57–57/58
Willi Hornung 53/54–54/55
Andreas Munkert 50/51–52/53
Arthur Mattes 49/50–49/50
Andreas Munkert 46/47–48/49
Zuvor übernahmen meist altgediente Spieler das Training.

Ehrenspielführer [Bearbeiten]

Der SC Freiburg hat insgesamt sechs Ehrenspielführer ernannt. Folgend eine Auflistung, das Jahr der Ernennung in Klammer:

Frauenfußball [Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung des SC Freiburg besteht seit 1975. In der Saison 2010/11 besteht die Abteilung aus zwei Frauen- und zwei Mädchenmannschaften. Die erste Mannschaft stieg im Jahre 2010 aus der Bundesliga ab, schaffte aber in der laufenden Saison in der 2. Bundesliga Süd den direkten Wiederaufstieg. Nach 1998 und 2001 war es bereits der dritte Aufstieg in die höchste Spielklasse. Heimspielstätte ist das Möslestadion.

Bekannteste Spielerin des SC Freiburg ist die Nationalspielerin Melanie Behringer, die zwischen 2003 und 2008 für den Verein auflief und 2007 Weltmeisterin wurde. Aktuell stellt der SC Freiburg mit Marisa Brunner eine Schweizer und mit Essi Sainio eine finnische Nationalspielerin.

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b http://www.scfreiburg.com/teams/profis/meldungen/sc-mitgliederversammlung-2012
  2. a b  René Kübler: Zwischen Lust und Frust In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  3.  René Kübler: Die Woche der Wahrheit In: Badische Zeitung. 22. Mai 2007.
  4. SC Freiburg: Sorg muss gehen. fr-online.de, 29. Dezember 2012, abgerufen am 22. Juni 2012.
  5. Papiss Demba Cissé wechselt zu Newcastle. Internetauftritt SC Freiburg, 17. Januar 2012, abgerufen am 18. Januar 2012.
  6. http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2011-12/32/1143570/spielanalyse_hannover-96-58_sc-freiburg-7.html
  7. Bundesliga - Die offizielle Webseite. bundesliga.de, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  8. http://www.focus.de/sport/fussball/dfbpokal/dfb-pokal-caliguiri-schiesst-freiburg-erstmals-ins-halbfinale_aid_928113.html
  9. Badische Zeitung: SC Freiburg und Manager Dirk Dufner trennen sich, 22. April 2013
  10. Michael Dörfler: Pladoyer für die Zukunft In: Badische Zeitung, 10. Mai 2013.
  11. a b c Historie | SC Freiburg
  12. Joachim Röderer: Umbau des SC-Stadions vom Tisch – Standortsuche für neue Arena beginnt. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 14. November 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012.
  13. Joachim Röderer: Klare Ratsmehrheit stimmt für Neubau des SC-Stadions. Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 11. Dezember 2012, abgerufen am 15. April 2013.
  14. Joachim Röderer: Offiziell: Stadt und SC setzen auf den "Wolfswinkel". Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 22. April 2013, abgerufen am 22. April 2013.
  15.  Alfred Draxler: 40 Jahre Bundesliga. 1 Auflage. Ullstein Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-548-42085-0, S. 197.
  16. a b http://www.badische-zeitung.de/sport/scfreiburg/sc-freiburg-fritz-keller-ist-nun-offiziell-vorsitzender.html
  17. http://www.scfreiburg.com/teams/profis/meldungen/sc-jahreshauptversammlung-2011
  18. "Ein, zwei, drei, die Freundschaft ist vorbei!" schwatzgelb.de, 13. März 2001, abgerufen am 14. April 2013.
  19. Rapport aus dem Pott: Borussia Dortmund vs. SC Freiburg. Online Verlag GmbH Freiburg, 18. März 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  20. Matthias Eisele: St.-Pauli-Fans: "Die Freiburger sind locker". Badischer Verlag GmbH & Co. KG, 21. August 2010, abgerufen am 20. April 2013.
  21. http://www.ultras.ws/fanfreundschaften-kontakte---uebersicht-t7169.html
  22. https://www.facebook.com/pages/SC-Freiburg-Alemannia-Aachen-Fanfreundschaft/451846154841295
  23. Vereinsvergleich - Bundesliga - Die offizielle Webseite. bundesliga.de, abgerufen am 20. April 2013.
  24. http://www.transfermarkt.de/de/1899-hoffenheim--sc-freiburg-1-1/topic/ansicht_25_65393_seite9.html

Literatur [Bearbeiten]

  • Gilles Mebes: Der SC Freiburg und der Ernst des Lebens, Freiburg 1999 (ISBN 3-933483-18-2).
  • Toni Nachbar und Otto Schnekenburger: SC Freiburg - Der lange Weg zum kurzen Pass, Göttingen 2002 (ISBN 3-89533-335-2).
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): Hundert Jahre 90 Minuten: Die Geschichte des SC Freiburg von 1904–2004, Dokumentation: Peter Martin, Freiburg 2004.
  • Sport-Club Freiburg (Hrsg.): 25 Jahre Sport-Club Freiburg 1904–29, Festschrift, Freiburg 1929.
  • Robert Kauer (Hrsg.): Phänomen Freiburg 1 - Der Aufstieg, Freiburg 1993; Phänomen Freiburg 2 - Eine unendliche Geschichte, Freiburg 1994; Phänomen Freiburg 3 - Mitten in Europa, Freiburg 1995.

Filmdokumentation [Bearbeiten]

  • Mit langem Anlauf – 100 Jahre SC Freiburg; DVD, 37 min., hrsg. vom SC Freiburg

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: SC Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.989097.89164Koordinaten: 47° 59′ 21″ N, 7° 53′ 30″ O