SC Paderborn 07

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SC Paderborn 07
SC Paderborn 07 Logo.svg
Voller Name SC Paderborn 07 e. V.
Ort Paderborn, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 1907 (erster Vorgängerverein) / 1985 (durch Fusion)
Vereinsfarben blau-schwarz
Stadion Benteler-Arena
Plätze 15.000
Präsident DeutschlandDeutschland Wilfried Finke
Trainer DeutschlandDeutschland André Breitenreiter
Homepage www.scpaderborn07.de
Liga Bundesliga
2013/14 2. Platz (2. Bundesliga)
Heim
Auswärts

Der SC Paderborn 07, auch SC Paderborn oder SCP, ist ein Sportverein in Paderborn und nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga zur Saison 2014/15 der derzeit hochklassigste Fußballverein in Ostwestfalen-Lippe. Die Vereinsfarben sind Blau und Schwarz.

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige SC Paderborn 07 entstand 1985 unter dem Namen TuS Paderborn-Neuhaus durch eine Fusion des TuS Schloß Neuhaus und des 1. FC Paderborn. Beide Vereine kamen ihrerseits durch Fusionen zustande.

Vorgängervereine[Bearbeiten]

20 Fußballfreunde gründeten am 14. August 1907 den Fußballverein Arminia Neuhaus als ersten Fußballverein im Kreis Paderborn. Er bildet einen der vier Grundsteine des heutigen SC Paderborn 07 e. V. Die drei Urvereine, aus denen der heutige SC 07 entstanden ist, waren der FC Preußen Paderborn von 1908, der ein Jahr ältere SV 07 Neuhaus und der TuS Sennelager von 1910.

Vom FC Preußen zum 1. FC Paderborn[Bearbeiten]

Der FC Preußen Paderborn wurde am 1. Dezember 1908 gegründet. 1913 spaltete sich der SV 1913 Paderborn ab; der Rest des FC Preußen hieß von nun an VfB Paderborn, ab 1920 VfJ 08 Paderborn.

Der SV 1913 spielte in der Nachkriegszeit keine nennenswerte Rolle. Lediglich in der Saison 1955/56 tauchte er ein Jahr lang in der Amateurliga Westfalen auf, stieg aber als Tabellendreizehnter umgehend ab. Nur unwesentlich bedeutender war der VfJ 08, der 1948/49 sowie von 1952 bis 1956 in dieser dritthöchsten Spielklasse vertreten war und 1952 sogar die Ligameisterschaft gewann.

Altes Logo des 1. FC Paderborn

1968 vereinigten sich die beiden Vereine wieder zum 1. FC Paderborn. Dieser war ab 1970 dauerhaft in der Amateurliga Westfalen vertreten. Die beste Platzierung bis 1977 war der vierte Rang, die schlechteste Platz 13 (von 16). In der letzten Amateurliga-Saison 1977/78 gewann der 1. FC die Meisterschaft in seiner Staffel, scheiterte aber sowohl in den Endspielen um die Westfalenmeisterschaft gegen den DSC Wanne-Eickel als auch in der Qualifikation zur Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga gegen Holstein Kiel.

In der Saison 1980/81 wurden die Paderborner Erster der 1978 gegründeten Amateur-Oberliga Westfalen. Aufgrund der Reduzierung der 2. Bundesliga von zwei Staffeln auf eine war der Aufstieg in jenem Sommer ausgesetzt und die Meisterschaft wertlos. In den folgenden Jahren spielte der 1. FC wiederholt gegen den Abstieg, ehe er 1985 mit dem TuS Schloß Neuhaus fusionierte.

Fusion von SV 07 Neuhaus und TuS Sennelager zum TuS Schloß Neuhaus[Bearbeiten]

Altes Logo des TuS Schloß Neuhaus

Der SV 07 aus dem Paderborner Stadtteil Schloß Neuhaus wurde 1907 gegründet. 1944/45 war er als einziger Vorgängerverein des SCP in der Gauliga vertreten, die allerdings schon nach dem ersten Spiel (0:5 gegen die Spfr. Rot-Weiß Paderborn) den Spielbetrieb kriegsbedingt einstellte. Bis 1973 spielte der SV 07 unterhalb der Amateurliga, in die der 1910 gegründete TuS aus dem nördlich von Paderborn gelegenen und vier Jahre zuvor eingemeindeten Sennelager 1971 erstmals aufgestiegen war. 1973 vereinigten sich beide Vereine zum TuS Schloß Neuhaus, der ähnlich wie der TuS Sennelager in den unteren Tabellenregionen rangierte, 1976 ab- und 1977 direkt wieder aufstieg. Nach einem zweiten, einem fünften und einem dritten Platz in der 1978 gebildeten Amateur-Oberliga stieg der TuS 1982 als Westfalenmeister in die 2. Bundesliga auf, 1983 als Tabellenletzter wieder ab. Nach zwei fünften Plätzen fusionierte der TuS mit dem 1. FC Paderborn zum TuS Paderborn-Neuhaus.

TuS Paderborn-Neuhaus/SC Paderborn 07[Bearbeiten]

Altes Logo des TuS Paderborn-Neuhaus

Die Zusammenlegung der Kräfte ab 1985 brachte erst 20 Jahre später den (Wieder-)Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zuvor spielte der TuS bis zur Auflösung jener Liga 1994 in der Amateur-Oberliga Westfalen, meistens in der oberen Tabellenhälfte. Die angestrebte Meisterschaft gelang erst 1994, in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga scheiterten die Paderborner an Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf, qualifizierten sich aber für die neu gegründete Regionalliga. Aufgrund der Staffel-Reduzierung der Regionalliga zur Saison 2000/01 stieg der 1997 zu SC Paderborn 07 umbenannte Verein in die Oberliga ab, die er nach einem Jahr wieder als Meister verließ. 2005 stiegen die Paderborner schließlich in die 2. Bundesliga auf.

Kurz vor dem Aufstieg gerieten die Paderborner in die Hoyzer-Affäre: Das DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV (4:2 nach 0:2-Rückstand) war von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert worden (durch zwei Elfmeter (1:2 und 4:2) für Paderborn und eine Rote Karte (Schiedsrichterbeleidigung) für den Hamburger Emile Mpenza). Da der Wettbewerb zum Zeitpunkt der Überführung Hoyzers bereits zu weit fortgeschritten war, wurde das Ergebnis nicht annulliert.

In der 2. Bundesliga konnte sich der SC Paderborn in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 problemlos halten, allerdings konnte er in der Saison 2007/08 auch wegen der finanziellen Belastungen durch den Baustopp des Stadionneubaus nicht an die Leistungen der vorangegangenen Spielzeiten anknüpfen. Der Verein belegte den 17. Tabellenplatz und stieg damit in die zur Saison 2008/09 neugebildete 3. Liga ab.

Die Hinrunde der 3. Liga beendete der SC Paderborn mit 41 Punkten und 38:21 Toren als Herbstmeister vor dem 1. FC Union Berlin und Kickers Emden. Bis zum Abschluss der Saison fiel er mit 68 Punkten und 68:38 Toren jedoch auf Platz 3 zurück und nahm an den beiden Relegationsspielen zur 2. Bundesliga teil. Gegner war der Tabellensechzehnte der 2. Liga, der VfL Osnabrück, gegen den Paderborn in beiden Spielen jeweils 1:0 gewann. Damit stieg der SCP nach nur einem Jahr wieder in die 2. Bundesliga auf.

Nach einer guten Saison 2009/10, die der SCP mit 51 Punkten auf Rang 5 beendete, erreichte man 2010/11 nur Rang 12. Der Klassenerhalt war dabei nie in Gefahr. Die Saison 2011/12 war mit 61 Punkten und Rang 5 die bis dahin erfolgreichste Spielzeit in der über 100-jährigen Geschichte des Vereins, wobei lange Zeit der Aufstieg in die 1. Bundesliga möglich schien. Die Saison 2012/13 beendete der SC Paderborn mit 42 Punkten erneut auf dem 12. Tabellenplatz, wobei der Klassenerhalt auch diesmal nie in Gefahr war.

Mit 62 Punkten und einem damit erreichten zweiten Tabellenplatz in der Zweitligaspielzeit 2013/14 schaffte der SC Paderborn schließlich zur Saison 2014/15 erstmals den Aufstieg in die Bundesliga.

Trainer und Funktionäre[Bearbeiten]

Präsident des SC Paderborn 07 war von April 1997 bis April 2009 Wilfried Finke, der mit seinem Möbel-Einrichtungshaus früher schon langjähriger Trikotsponsor war und nun den Verein als Hauptsponsor unterstützt. Als Finkes Nachfolger wurde vom Aufsichtsrat der bisherige Vizepräsident (seit 2008) Peter Evers bestimmt, nach sechswöchiger Amtszeit wurde Finke auf Beschluss des Aufsichtsrats jedoch erneut als Präsident eingesetzt. Evers amtierte bis zu seinem Rücktritt im Dezember 2009 wieder als Vizepräsident. Aktuelle Vizepräsidenten sind Josef Ellebracht (seit 1997) und Martin Hornberger (seit 2002), der auch Hauptgeschäftsführer des Vereins ist. Trikotsponsor war bis zum Ende der Saison 2005/06 das Möbel-Einrichtungshaus Finke, danach die Warsteiner Brauerei. Zur Saison 2008/09 übernahm die Finke-Unternehmensgruppe erneut die Trikotwerbung. Zur Saison 2013/14 wurde KFZteile24 neuer Trikotsponsor des Vereins, nachdem Wilfried Finke angekündigt hatte, als Trikotsponsor auszusteigen. Er konzentrierte sich mit seinem Sponsoring mehr auf den Jugendbereich.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Jos Luhukay zwei Tage vor Beginn der Saison 2006/07 übernahm kurzzeitig der Co-Trainer Markus Gellhaus den Trainerposten. Luhukay hatte das Amt im Sommer 2005 von Pawel Dotschew übernommen und war mit dem Club überraschend Tabellenneunter in der zweiten Liga geworden. Luhukay begründete seinen Rücktritt mit einem gestörten Verhältnis zum Vorstand. Auch der sportliche Leiter Günther Rybarczyk stellte seinen Posten mit sofortiger Wirkung zur Verfügung. Nachdem am 5. September 2006 Roland Seitz das Amt des Cheftrainers übernommen hatte, gab auch Gellhaus seinen Abschied aus Paderborn bekannt. In der Winterpause wurde Seitz nach einer Serie von acht Spielen ohne Sieg wieder entlassen.

Am 3. Januar 2007 übernahm Holger Fach das Traineramt. Ein Jahr später, am 8. Februar 2008, wurde Fach wegen anhaltender Erfolglosigkeit beurlaubt. Paderborn befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga, mit einem Rückstand von neun Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Neben Fach trennte sich der Verein auch von Geschäftsführer Michael Born. Als Nachfolger von Holger Fach wurde Pawel Dotschew als Cheftrainer verpflichtet, der den Verein bereits von 2003 bis 2005 trainiert und in den bezahlten Fußball geführt hatte. Als Manager wurde Christian Schreier verpflichtet, der im April 2009 freigestellt wurde. Neuer sportlicher Leiter wurde André Schubert. Nachdem auch Dotschew beurlaubt worden war, übernahm Schubert am 13. Mai 2009 vorübergehend dessen Amt zusätzlich. Am 4. Juni 2009 wurde beschlossen, dass Schubert die Doppelfunktion beibehielt.

Der bis zum 30. Juni 2012 laufende Vertrag mit Trainer André Schubert wurde bereits zum Saisonende 2010/11 aufgelöst.[1] Roger Schmidt wurde als Trainer ab der Saison 2011/12 verpflichtet. Dieser war zuletzt bei Preußen Münster tätig gewesen. Zum neuen Sportlichen Leiter wurde Michael Born ernannt, der bereits in den Jahren 1996-2008 für den SC Paderborn in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet hatte.[2] Nach dem Wechsel von Roger Schmidt zum FC Red Bull Salzburg verpflichtete der SC als neuen Cheftrainer für zwei Jahre Stephan Schmidt, der zuvor die U-19 des VfL Wolfsburg trainiert hatte.[3] Zwei Spieltage vor Saisonende trennte sich der Verein am 5. Mai 2013 nach einer Negativserie von Stephan Schmidt. Als Interimstrainer übernahm der ehemalige SCP-Spieler René Müller die Mannschaft.[4] Neuer Trainer wurde André Breitenreiter, der zuvor beim TSV Havelse als Trainer gearbeitet hatte. Breitenreiter stieg mit der Mannschaft in der Saison 2013/14 in die Fußball-Bundesliga auf.

Fans[Bearbeiten]

Der SCP hat in den letzten Jahren einen immer größeren Stamm an Fans gewinnen können. Verfolgten in der Saison 2001/2002 noch ca. 1.500 Fans im Schnitt die Spiele, waren es in der Saison 2011/2012 bereits über 10.000. Die Saison 2013/2014 endete mit einem Schnitt von 10.996 Zuschauern.

Derzeit gibt es ca. 40 offizielle Fanklubs, die hauptsächlich in der Region Paderborn organisiert sind. Der am weitesten entfernte Klub ist in Darwin/Australien zu finden. Der älteste offizielle Fanclub ist der „Fanclub ohne Namen“. Besondere Aufmerksamkeit genießen der „Kids Club“ und der integrative Fanklub „Hand in Hand“, bei dem gezielt Menschen mit Behinderung eine Teilnahme an den Spielen ermöglicht wird.

Fanclub-Dachverband „Fontes Baderae“[Bearbeiten]

Der lateinische Name für Paderborn Fontes Baderae ist zugleich der Name des Fan-Dachverbands, der sich um Auswärtsfahrten und Choreographien kümmert und sich sozial (z. B. durch Spendenaktionen) engagiert.

Fanbeirat[Bearbeiten]

Der Fanbeirat wurde ursprünglich auf Initiative der Fanclubs anstelle eines Dachverbands gegründet. In zweijährigem Abstand wird dieser neu von den Fanclubs gewählt. Hierbei sollen die Fans und ihre Interessen vertreten werden. Dazu trifft man sich regelmäßig mit den vom Verein bestellten Fanbeauftragten oder diskutiert im direkten Kontakt mit der Geschäftsführung. Auch bei Fragen der Sicherheit im Fußball (Lokaler Runder Tisch) und ähnlichen Angelegenheiten bringt sich der Beirat ein. Wichtigste Funktion des Fanbeirats ist der Kontakt zu den Fans und Zuschauern, deren Anliegen und Anregungen dem Verein vorgetragen werden.

Fanrivalitäten[Bearbeiten]

Rivalitäten bestehen hauptsächlich zu den in der Nachbarschaft gelegenen Vereinen Arminia Bielefeld, Rot Weiss Ahlen und VfL Osnabrück. Zudem gewann der SCP gegen den VfL die beiden Relegationsspiele beim Wiederaufstieg in die 2. Liga. Nachdem auch der VfL den direkten Aufstieg in die 2. Liga geschafft hatte, konnte der SCP gegen Osnabrück in der Saison 2010/2011 den Klassenerhalt sichern, wohingegen die Lila-Weißen erneut in die 3. Liga mussten.

Spielzeiten seit 1985[Bearbeiten]

Liga 0 Spielklasse 0 Saison 0 Platz/von 0 00Tore00 Punkte
Oberliga Westfalen 3. Liga 1985/86 2 (17) 69:51 43-21
Oberliga Westfalen 3. Liga 1986/87 6 (16) 39:34 32-28
Oberliga Westfalen 3. Liga 1987/88 8 (16) 52:55 29-31
Oberliga Westfalen 3. Liga 1988/89 9 (16) 53:60 28-32
Oberliga Westfalen 3. Liga 1989/90 2 (16) 58:27 43-17
Oberliga Westfalen 3. Liga 1990/91 8 (16) 47:40 31-29
Oberliga Westfalen 3. Liga 1991/92 5 (16) 46:31 37-23
Oberliga Westfalen 3. Liga 1992/93 5 (18) 46:40 39-29
Oberliga Westfalen 3. Liga 1993/94 1 (16) 73:27 50-10
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1994/95 9 (18) 61:53 35-33
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1995/96 5 (19) 68:47 62
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1996/97 10 (18)0 40:46 43
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1997/98 9 (18) 61:37 48
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1998/99 7 (17) 51:39 53
Regionalliga West/Südwest 3. Liga 1999/00 13 (20)0 47:47 48
Oberliga Westfalen 4. Liga 2000/01 1 (19) 85:29 86
Regionalliga Nord 3. Liga 2001/02 14 (18)0 51:60 40
Regionalliga Nord 3. Liga 2002/03 8 (18) 58:49 47
Regionalliga Nord 3. Liga 2003/04 3 (18) 56:40 62
Regionalliga Nord 3. Liga 2004/05 2 (19) 63:40 70
2. Bundesliga 2. Liga 2005/06 9 (18) 46:40 46
2. Bundesliga 2. Liga 2006/07 11 (18)0 32:41 42
2. Bundesliga 2. Liga 2007/08 17 (18)0 33:54 31
3. Liga 3. Liga 2008/09 3 (20) 68:38 68
2. Bundesliga 2. Liga 2009/10 5 (18) 49:49 51
2. Bundesliga 2. Liga 2010/11 12 (18)0 32:47 39
2. Bundesliga 2. Liga 2011/12 5 (18) 51:42 61
2. Bundesliga 2. Liga 2012/13 12 (18) 45:45 42
2. Bundesliga 2. Liga 2013/14 2 (18) 63:48 62
Bundesliga 1. Liga 2014/15  :
Aufstieg
Abstieg

Stadien[Bearbeiten]

Paderkampfbahn[Bearbeiten]

Die Paderkampfbahn war bis 1985 das Stadion des Vorgängervereins 1.FC Paderborn in der Oberliga Westfalen. Seitdem dient es bis zur Fertigstellung des SCP-Trainingszentrums am Ahorn-Sportpark als Trainingsgelände. Durch die unmittelbare Nähe der Paderkampfbahn zum Sportzentrum Maspernplatz mit Kabinen, Kraftraum, Sporthalle, Schwimmbad und einem Großparkplatz werden hier viele Synergien genutzt.

In den letzten Jahren wurden zu Gunsten größerer Rasenflächen die Aschenbahn und die einzige Tribüne zurückgebaut.

Hermann-Löns-Stadion[Bearbeiten]

Spielstätte bis Ende der Saison 2007/08 war das Hermann-Löns-Stadion (offizielles Fassungsvermögen: 12.000 Zuschauer) im Stadtteil Schloß Neuhaus. Das Stadion ist nach dem Schriftsteller Hermann Löns benannt.

Das Stadion wurde mehrfach um- und ausgebaut. So wurde aus einem Sportplatz zunächst mit der Haupttribüne ein Stadion. Für die Zweitligasaison 1982/1983 wurden die Stehplätze ausgebaut, ein fahrbarer Spielertunnel und Zäune sowie Blocktrennungen installiert. Später wurden nach und nach die Kurve hinter dem nördlichen Tor zu Gunsten eines Vorplatzes beseitigt, eine einzigartige Spielerbrücke installiert, neue Kassenhäuser aufgestellt, Wellenbrecher eingebaut, eine Stahlrohr - Zusatztribüne errichtet und Flutlichtmasten gebaut.

Das Markenzeichen des "HLS" waren allerdings die direkt über ihm verlaufenden Hochspannungsleitungen.

Nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga im Jahre 2005 erteilte der DFB eine Genehmigung zur vorläufigen Weiternutzung nur unter der Auflage, in näherer Zukunft in ein zweitligafähiges Stadion umzuziehen.

Benteler-Arena[Bearbeiten]

Die Benteler-Arena in Paderborn 2014
Die Benteler-Arena in Paderborn 2014
Erstes Spiel gegen Galatasaray Istanbul im Juli 2008

Nach einer Machbarkeitsstudie zu Kosten-Nutzen-Kalkulationen entschied man sich gegen Alternativ-Standorte wie dem Umbau der Sportanlagen an der Universität Paderborn, dem Ahorn-Sportpark, dem Inselbadstadion oder dem bisher genutzten Hermann-Löns-Stadion für einen Neubau in unmittelbarer Nähe zur A33 und B1.

Der SCP zog zum Beginn der Saison 2008/09 in die paragon arena (15.000 überdachte Plätze) um, die an der Alme-Aue entstanden ist. Die Kosten für das komplett überdachte Stadion werden mit 12,5 Millionen € veranschlagt. Nach Klagen von Anwohnern und einem entsprechenden Gerichtsurteil des OVG Münster wurde die Baugenehmigung aufgrund fehlender Parkplätze und mangelhafter Verkehrsanbindung in zweiter Instanz zunächst entzogen.

Am 1. Mai 2006 wurden die Verhandlungen zwischen der Stadt Paderborn und den drei Klägern von Seiten der Stadt aufgrund einer Ratsentscheidung abgebrochen. Alle Zugeständnisse, die zwischen November 2005 und April 2006 zwischen der Stadt und den Klägern vereinbart worden waren, galten nicht mehr. Die Stadt Paderborn beabsichtigte nun, den Bau nach dem "Masterplan", gegen den Klagen keine Chance mehr haben sollten, fortzuführen. Im Masterplan sind drei Parkhäuser, eine Multifunktionshalle und eine neue Abfahrt direkt von der B1 vorgesehen (Neukosten nach dem Baustopp: ca. 25 Mio. €).

Nach zweijährigem Stillstand wurde die neue Baugenehmigung seitens der Stadt Paderborn am 23. November 2007 erteilt, und die Bauarbeiten wurden unverzüglich wieder aufgenommen. Die Fertigstellung der paragon arena erfolgte im Juli 2008; im Eröffnungsspiel am 20. Juli 2008 unterlag der SC Paderborn 07 vor 15.000 Zuschauern dem Bundesligisten Borussia Dortmund mit 1:2. Das erste Pflichtspiel in der Arena wurde am 2. August gegen die SpVgg Unterhaching (1:1) vor 7.806 Zuschauern ausgetragen.

Zum ersten Mal war die paragon arena in einem Pflichtspiel am 29. Mai 2009 beim Hinspiel um die Zweitligarelegation gegen den VfL Osnabrück (1:0) ausverkauft.

Zur Saison 2009/10 wurde das Stadion in Energieteam Arena umbenannt. Der Vertrag mit dem neuen Namensgeber hatte nach Paderborner Angaben ursprünglich eine Laufzeit bis 30. Juni 2019. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Vertrag aber schon 2011 zum Saisonende 2011/12 gekündigt. Der SC Paderborn war seitdem auf der Suche nach einem neuen Namenssponsor für das Stadion. Seit der Saison 2012/13 trägt das Stadion den Namen Benteler-Arena. Die Benteler AG hat die Namensrechte bis 2017.

Größte Erfolge[Bearbeiten]

  • Aufstieg in die Bundesliga 2014
  • Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale (Gegner: SC Freiburg) im Jahr 2004 durch Siege über den Hamburger SV (4:2) und den MSV Duisburg (2:1). Das Spiel gegen den Hamburger SV war allerdings im Zuge des Fußball-Wettskandals manipuliert worden. Da der Wettbewerb jedoch zu weit fortgeschritten war, wurde auf eine Wiederholung der Partie verzichtet und der HSV vom DFB finanziell entschädigt.
  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 1982 (als TuS Schloß Neuhaus), 2005 und 2009
  • Westfalenmeister 1981 (es gab wegen der Einführung der Eingleisigkeit der 2. Bundesliga keinen Aufsteiger), 1982 → Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1994 (Aufstiegsspiele gegen Fortuna Düsseldorf, Eintracht Braunschweig und FC Augsburg), 2001 → Aufstieg in die Regionalliga Nord
  • Westfalenpokalsieger 1985, 1994, 1996, 2000, 2001, 2002, 2004

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

(Stand: 31. August 2014)

Nr. Spieler Nation Geboren am Im Verein seit
Torhüter
1 Lukas Kruse DeutschlandDeutschland 09. Juli 1983 2010
12 Alexander Nübel DeutschlandDeutschland 30. Sep. 1996 2013
19 Nico Burchert DeutschlandDeutschland 24. Juni 1987 2008
33 Daniel Lück DeutschlandDeutschland 18. Mai  1991 2012
Abwehr
2 Uwe Hünemeier DeutschlandDeutschland 09. Jan. 1986 2013
5 Patrick Ziegler DeutschlandDeutschland 09. Feb. 1990 2012
7 Jens Wemmer DeutschlandDeutschland 31. Okt. 1985 2008
13 Christian Strohdiek DeutschlandDeutschland 22. Jan. 1988 2000
14 Thomas Bertels DeutschlandDeutschland 05. Nov. 1986 2011
22 Michael Heinloth DeutschlandDeutschland 09. Feb. 1992 2013
26 Florian Hartherz DeutschlandDeutschland 29. Mai  1993 2013
28 Tim Welker DeutschlandDeutschland 08. Sep. 1993 2006
Mittelfeld
3 Rafa SpanienSpanien 09. Apr. 1985 2014
4 Lukas Rupp DeutschlandDeutschland 08. Jan. 1991 2014
6 Marvin Bakalorz DeutschlandDeutschland 13. Sep. 1989 2014
8 Mario Vrančić Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina DeutschlandDeutschland 23. Mai  1989 2012
11 Moritz Stoppelkamp DeutschlandDeutschland 11. Dez. 1986 2014
17 Alban Meha AlbanienAlbanien 26. Apr. 1986 2011
20 Marc Vucinovic DeutschlandDeutschland 19. Sep. 1988 2013
21 Daniel Brückner DeutschlandDeutschland 14. Feb. 1981 2009
23 Mirnes Pepić MontenegroMontenegro DeutschlandDeutschland 19. Dez. 1995 2013
27 Idir Ouali FrankreichFrankreich AlgerienAlgerien 21. Mai  1988 2014
30 Süleyman Koç DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 09. Juni 1989 2014
Sturm
9 Stefan Kutschke DeutschlandDeutschland 03. Nov. 1988 2014
10 Mahir Sağlık DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 18. Jan. 1983 2013
15 Elias Kachunga DeutschlandDeutschland Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo 22. Apr. 1992 2013
24 Viktor Maier DeutschlandDeutschland 26. Aug. 1989 2014
34 Marvin Ducksch DeutschlandDeutschland 07. Mär. 1994 2014

Zu- und Abgänge zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Marvin Bakalorz (Eintracht Frankfurt)
Marvin Ducksch (Borussia Dortmund)1
Elias Kachunga (Borussia Mönchengladbach)
Stefan Kutschke (VfL Wolfsburg)
Viktor Maier (SV Lippstadt 08)
Alexander Nübel (SC Paderborn 07 U 19)
Idir Ouali (Dynamo Dresden)
Rafa (FC Getafe)
Lukas Rupp (Borussia Mönchengladbach)
Markus Krösche (Karriereende)
Markus Palionis (unbekannt)
Saliou Sané (Holstein Kiel)1
Fabian Scheffer (1. FC Kaiserslautern II)
Sebastian Schonlau (SC Verl)1
Rick ten Voorde (FC Dordrecht) 1
Johannes Wurtz (Werder Bremen)2
Manuel Zeitz (FC Energie Cottbus)
1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Trainer Saison 2014/15[Bearbeiten]

Funktion Name
Chef-Trainer André Breitenreiter
Co-Trainer Asif Saric
Co-Trainer Volkan Bulut
Athletiktrainer Tobias Stock
Torwarttrainer Simon Henzler

Betreuer Saison 2014/15[Bearbeiten]

Funktion Name
Manager Sport Michael Born
Physiotherapeut Henrik Lange
Physiotherapeut Jörg Liebeck
Mannschaftsbetreuer Michael Heppner

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Enis Alushi DeutschlandDeutschland
Markus Bollmann DeutschlandDeutschland
Roel Brouwers NiederlandeNiederlande
Sören Brandy DeutschlandDeutschland
Albert Bunjaku SchweizSchweiz
Diego Demme DeutschlandDeutschland ItalienItalien
Antonio Di Salvo ItalienItalien
Hüzeyfe Doğan DeutschlandDeutschland
Georgi Donkow BulgarienBulgarien
Pawel Dotschew DeutschlandDeutschland
Martin Driller DeutschlandDeutschland
Uwe Erkenbrecher DeutschlandDeutschland
Andreas Fischer DeutschlandDeutschland
Wesselin Petkow Gerow BulgarienBulgarien
Sören Gonther DeutschlandDeutschland
Rolf-Christel Guié-Mien Kongo RepublikRepublik Kongo
Garry De Graef BelgienBelgien
Dieter Hecking DeutschlandDeutschland
Thomas von Heesen DeutschlandDeutschland
Michael Henke DeutschlandDeutschland
Peter Hobday DeutschlandDeutschland
Thomas Kläsener DeutschlandDeutschland
Markus Krösche DeutschlandDeutschland
Nebojša Krupniković SerbienSerbien
Günter Kutowski DeutschlandDeutschland
Michael Lameck DeutschlandDeutschland
Alexander Löbe DeutschlandDeutschland
Frank Löning DeutschlandDeutschland
Stephan Loboué DeutschlandDeutschland
Daniel Masuch DeutschlandDeutschland
René Müller DeutschlandDeutschland
Florian Mohr DeutschlandDeutschland
Deniz Naki DeutschlandDeutschland
Marcel Ndjeng DeutschlandDeutschland
Patrick Owomoyela DeutschlandDeutschland
Massimilian Porcello ItalienItalien
Zsolt Petry UngarnUngarn
Nick Proschwitz DeutschlandDeutschland
Gerd Roggensack DeutschlandDeutschland
Günther Rybarczyk DeutschlandDeutschland
Sebastian Schachten DeutschlandDeutschland
Roger Schmidt DeutschlandDeutschland
Christian Schreier DeutschlandDeutschland
Jürgen Sobieray DeutschlandDeutschland
Tom Starke DeutschlandDeutschland

Jahrhundertelf (Vereinsjubiläum 2007)[Bearbeiten]

Tor[Bearbeiten]

Stephan Loboué

Abwehr[Bearbeiten]

Markus Krösche | Friedhelm Lüning | Markus Bollmann | Günter Kutowski

Mittelfeld[Bearbeiten]

Peter Hobday | Thomas von Heesen | Christian Schreier

Sturm[Bearbeiten]

Antonio Di Salvo | René Müller | Dieter Hecking

Trainer[Bearbeiten]

Pawel Dotschew

Organigramm[Bearbeiten]

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan.

Funktion Name
Aufsichtsrat
Vorsitzender Elmar Volkmann
stell. Vorsitzender Dr. Rüdiger Völkel
Aufsichtsrat Elmar Meier
Aufsichtsrat Michael Neitemeier
Aufsichtsrat Ralph-Jörg Wezorke
Präsidium
Präsident Wilfried Finke
Geschäftsführender Vizepräsident Martin Hornberger
Vizepräsident Josef Ellebracht
Vizepräsident Dr. Rudolf Christa
Management
Geschäftsführer Sport Michael Born
Trainerstab
Trainer André Breitenreiter
Co-Trainer Asif Sarić
Co-Trainer Volkan Bulut
Torwarttrainer Simon Henzler

Es beraten sowohl der Ehrenrat mit den Mitgliedern Dieter Cramer, Erhard Harlinghausen, Walter Schäfers, Wolfgang Schmitz, als auch der Wirtschaftsrat mit Prof. Dr. Oliver Pott, Dr. Carsten Linnemann, Norbert Bergs, Claus Butterwegge, Dr. Hans-Joachim Herbermann.

Quellen:[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SC Paderborn 07 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SCP und Andre Schubert – Wege trennen sich zum Saisonende. Website des SC Paderborn 07, abgerufen am 27. Juni 2011
  2. Neue sportliche Führung – Schmidt und Born sind wieder da. Website des SC Paderborn 07, abgerufen am 27. Juni 2011
  3. focus.de: SC Paderborn: Schmidt folgt auf Schmidt Artikel vom 10. Juli 2012
  4. nw-news.de: SC Paderborn entlässt Trainer Schmidt Artikel vom 5. Mai 2013
  5. Pressemitteilung des Vereins

51.7313888888898.7108333333333Koordinaten: 51° 43′ 53″ N, 8° 42′ 39″ O