SC Rasta Vechta

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SC Rasta Vechta
Logo von Rasta Vechta
Gegründet 1979
Halle Rasta-Dome
(3140 Plätze)
Homepage www.rasta-vechta.de
Vorsitzender Stefan Niemeyer
Trainer Stephen Arigbabu (seit 2014)
Liga ProA
Farben Orange-Weiß

Der SC Rasta Vechta (Eigenschreibweise bisweilen auch in Versalien als RASTA Vechta) ist ein deutscher Basketballverein aus dem niedersächsischen Vechta, dessen 1. Herrenmannschaft in der Saison 2013/2014 in der Beko Basketball Bundesliga spielt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 26. Juni 1979 gegründet und entstand aus einer Basketball-AG des Gymnasium Antonianums.[2] Der ungewöhnliche Name „Rasta“ ist als Hommage an die Reggae-Musik, insbesondere an Rastaman Vibration von Bob Marley zu verstehen. Nachdem sich der Verein sportlich sowie die Mitgliedsanzahl betreffend stetig weiterentwickelt hatte, stieg man in der Saison 2004/2005 als Meister der 2. Regionalliga Nord/West in die Regionalliga Nord (RLN) auf. In der darauffolgenden Spielzeit stieg die Mannschaft zum ersten (und bis zum heutigen Zeitpunkt einzigen) Mal ab.

Im Jahr 2007 wurde mit dem NBV-Pokalsieg der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert und schon in der darauffolgenden Saison erzielte man mit der abermaligen Meisterschaft den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga. Dieses Mal konnte sich die von Malte Scheper trainierte Mannschaft allerdings behaupten und schaffte in der Saison 2008/2009 in der Abschlusstabelle Platz 3.

Aufgrund des Verzichts der Köln 99ers auf ihren Basketball-Bundesliga-Startplatz konnten die Eisbären Bremerhaven und der USC Freiburg jeweils um eine Liga nach oben in die ProA beziehungsweise Basketball-Bundesliga aufrücken. Den freigewordenden Platz in der ProB konnte daraufhin der SC RASTA aus Vechta wahrnehmen. Den Einzug ins Finale, in welchen Vechta den Gotha Rockets unterlegen war, bedeutete den sportlichen Aufstieg in die ProA, in der der SC Rasta in der darauffolgenden Saison spielte. Mit einem Etat von rund 500 000 Euro stand man in der Saison 2012/2013 in dieser Kategorie nicht an der Spitze der ProA. Die Aufstiegsmannschaft aus der ProA blieb weitgehend zusammen, Neuzugänge kamen vor allem aus der ProB (insbesondere das Duo des ProB Finalgegners UBC Hannover Richard Williams und Jacob Doerksen). Nach drei verlorenen Spielen zu Saisonbeginn ging es stetig bergauf u.a. startete man eine Serie von 10 Siegen in Serie, sodass Rasta am Ende der regulären Saison an der Tabellenspitze stand. In der ersten Playoffrunde besiegte man den Vorrunden Achten Ehingen mit 3:0 Siegen. In der zweiten Runde traf man auf die BG Karlsruhe, hier gab es für beide Mannschaften aus den ersten vier Spielen keinen Heimsieg und das entscheidende Spiel 5 fand in Vechta statt. Dieses konnte man mit 86:74 für sich entscheiden, damit war der Aufstieg in die Beko-BBL zur Saison 2013/2014 geschafft. Im sportlich eher bedeutungslosen Finale gegen Düsseldorf, konnte man sich mit 2:0 Siegen auch noch den ProA Meistertitel sichern.

In Folge des Aufstiegs ist es verpflichtend Mannschaften in den Nachwuchsligen JBBL und NBBL starten zu lassen. Aus diesem Grunde wurde am 2. April 2013 die Basket-Akademie RASTA Vechta gegründet. Es trainieren Spieler aus folgenden Vereinen in der Akademie: OSC Osnabrück, TuS Bad Essen, RASTA Vechta, VfL Löningen, TuS Bramsche, Eintracht Nordhorn, TSV Quakenbrück.[3]

Der erste BBL-Sieg der Vereinsgeschichte gelang direkt am ersten Spieltag der Saison 2013/2014 am 3. Oktober 2013 mit einem 87:84 über die TBB Trier. Dirk Mädrich wurde als erster Spieler in der Geschichte von RASTA Vechta zum All-Star gewählt. Für das Team „National“ wurde er von Coach Thorsten Leibenath für das Allstar-Spiel 2013/2014 nominiert. Sportlich endete die Saison 2013/2014 mit dem sportlichen Abstieg aus der Beko BBL. Bereits zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison stand der Abstieg nach einer Heimniederlage gegen die Fraport Skyliners fest.

Mit Ende der Spielzeit 2013/2014 gab Trainer Patrick Elzie seinen Rückzug vom Posten des Headcoach bekannt. Er übernahm damit die Verantwortung für den sportlichen Abstieg. Sein Nachfolger wurde der ehemalige deutsche Nationalspieler Stephen Arigbabu. Arigbabu erhielt zunächst einen Vertrag bis 2015. Elzie wurde aber weiterhin in den Verein eingebunden, und soll die bestehenden Strukturen im Nachwuchsbereich weiter ausbauen.

Spielstätte[Bearbeiten]

Passend zur Spielzeit 2012/13 wurde die neue Spielstätte, der Rasta-Dome, nach einem Jahr Bauzeit eröffnet. Die Premierensaison in der ProA absolvierte Rasta als Hauptrundenerster und es gelang auch, in der Aufstiegsrunde den Meistertitel zu erringen.[4] Das hatte wiederum zur Folge, dass die weniger als ein Jahr alte Spielstätte bereits ausgebaut werden musste, um den Anforderungen der Basketball Bundesliga (BBL) zu genügen. Der neue Rasta-Dome wurde pünktlich zur Beko-BBL Saison 2013/2014 im Oktober 2013 fertiggestellt und bietet 3140 Zuschauern Platz. Die 17 Heimspiele der Saison 2013/2014 besuchten insgesamt 53.380 Zuschauer (3140 pro Spiel/ 100% Auslastung).

Neben dem Rasta Dome soll für 1,2 bis 1,4 Millionen Euro eine Trainingshalle entstehen.[5]

Wirtschaftszahlen[Bearbeiten]

Rasta Vechta hat einen Etat von etwa 1,6 Millionen Euro, der größtenteils vom Hauptsponsor Miavit, einem Tierfutterhersteller, stammt.[6] Damit liegt Rasta Vechta im unteren Mittelfeld der Liga.[5][7]

Maskottchen und Fans[Bearbeiten]

Seit der Saison 2013/2014 besitzt RASTA Vechta ein Maskottchen namens Bob, abgeleitet vom Reggae-Sänger Bob Marley. Die Cheerleader des SC RASTA Vechta heißen entsprechend Die Marleys.

Fanclub des SC RASTA Vechta, insbesondere der 1. Herrenmannschaft ist der Klettverschluss. Er wurde 2004 gegründet mit der Intention die Mannschaft bei Heim- und Auswärtsspielen zu unterstützen.[8] Der Fanshop im Rasta-Dome, das sogenannte „Fan-Eck“, wird vom Klettverschluss betreut.

Saisonrekorde 2013/2014[Bearbeiten]

Meiste Spiele Punkte Rebounds Assists Blocks Steals
33 Richie Williams 477 Richie Williams 157 Richie Williams 142 Richie Williams 20 Isaac Butts 61 Richie Williams
14,45 Richie Williams 6,18 Brandon Bowman 5,42 Will Conroy 0,65 Isaac Butts 1,85 Richie Williams

Kader Saison 2014/2015[Bearbeiten]

Name Jahrgang Größe Nationalität
Chase Griffin 1983 188 cm Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Isaac Butts. 1989 208 cm Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Axel Jarchow 1989 191 cm DeutschlandDeutschland
Oliver Mackeldanz 1990 211 cm DeutschlandDeutschland
Donald Lawson 1988 208 cm Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Rashad Bishop 1988 198 cm Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
William James „Will“ Conroy 1982 188 cm Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Max Weber 1985 201 cm DeutschlandDeutschland
Blanchard Obiango 1988 202 cm DeutschlandDeutschland
Kevin Smit 1991 183 cm DeutschlandDeutschland
Philipp Friedel 1987 185 cm DeutschlandDeutschland
Fabian Franke 1988 198 cm DeutschlandDeutschland
Trainerstab
  • Trainer: Stephen Arigbabu
  • Co-Trainer:
  • Athletikcoach: Josef Nieberding
Präsident
  • Stefan Niemeyer

Wechsel zur Saison 2014/2015[Bearbeiten]

Zugänge
Abgänge

Erfolge (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SC Rasta Vechta steigt in die Bundesliga auf. In: Radio Bremen. 29. April 2013, abgerufen am 10. November 2013: „Die Basketballer des SC Rasta Vechta steigen erstmals in die Basketball-Bundesliga auf. Das Überraschungsteam machte im fünften und letzten Playoff-Final-Spiel mit einem 86:74-Sieg gegen Karlsruhe den größten Erfolg in seiner Geschichte perfekt.“
  2. Tim Maurer: Von der Schul-AG zum Basketball-Bundesligisten. In: T-Online. 9. Oktober 2013, abgerufen am 10. November 2013.
  3. Basket-Akademie RASTA Vechta; Mitteilung auf der Internetseite von RASTA Vechta; abgerufen am 3. Mai 2014.
  4. ProA: Dem Aufstieg folgt das Meisterstück; Artikel auf diejungeliga.de vom 6. Mai 2013
  5. a b Jonas Schützeneder: BBL-Aufsteiger Rasta Vechta : Mit der Lässigkeit von Bob Marley; Artikel auf spox.com vom 1. November 2013.
  6. Thomas Klemm: Unsere Mannschaft des Jahres: Rasta-Zamba im Oldenburger Land; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. Dezember 2013; auf faz.net am 16. Dezember 2013.
    Eberhard Spaeth: Mit Bob Marley in die Bundesliga; Nordbayerischer Kurier, 30. April / 1. Mai 2013; S. 37 (pdf; 163 kB).
  7. Michael Brake: Basketball-Bundesligist Rasta Vechta: Der Reggaeclub aus dem Güllegürtel; Artikel auf taz.de vom 3. Oktober 2013.
  8. der Klettverschluss – wie alles anfing …; Beitrag auf der Internetseite von RASTA Vechta; abgerufen am 3. Mai 2014.