SC Wiener Neustadt

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SC Wiener Neustadt
Vereinswappen des SC Wiener Neustadt
Voller Name Sportclub Wiener Neustadt
Gegründet 19. Mai 2008
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Wiener Neustädter Stadion
Plätze 7.700
Präsident Manfred Rottensteiner
Trainer Heimo Pfeifenberger
Homepage www.scwn.at
Liga Bundesliga
2013/14 8. Platz
Heim
Auswärts
Die Spieler feiern den Erstliga-Meistertitel

Der SC Wiener Neustadt ist ein österreichischer Fußballverein aus Wiener Neustadt im südlichen Niederösterreich. Der Verein spielt seit der Saison 2009/10 in der österreichischen Bundesliga und trägt seine Heimspiele im Wiener Neustädter Stadion aus.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 19. Mai 2008 beschloss der in finanziellen Schwierigkeiten steckende Erstligist SC Schwanenstadt in einer Generalversammlung in Oberwaltersdorf die Verlegung seines Vereinssitzes nach Niederösterreich und damit einhergehend seine Umbenennung in FC Magna Wiener Neustadt. Frank Stronach wurde dabei einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt. Zunächst hatte die Schwanenstädter Vereinsführung am 22. Jänner 2008 angekündigt, den Vereinssitz nach Wien zu verlegen, wo eine Kooperation mit dem von Magna unterstützten SV Wienerberg angedacht war. Da eine Aufnahme in den Wiener Fußball-Verband scheiterte, beantragte man die Aufnahme in den Niederösterreichischen Fußball-Verband, die am 11. März 2008[1] angenommen wurde.

Ernst Neumann, der zuletzt die Interessen seines Magna-Chefs in der Führungsetage der Wiener Austria vertreten hatte, und Peter Svetits, früher Sportdirektor des GAK und der Austria, wurden als geschäftsführende Vizepräsidenten – Neumann für den finanziellen, Svetits für den sportlichen Bereich – eingesetzt.[2] Zum Teammanager wurde Christoph Ungerböck bestellt. Im sportlichen Bereich wurde Helmut Kraft als Trainer vom Bundesliga-Absteiger FC Wacker Innsbruck verpflichtet sowie rund um sechs ehemalige Schwanenstadt-Spieler eine neue Mannschaft zusammengestellt.

Nachdem der SC Schwanenstadt in der Saison 2007/08 in der Ersten Liga den siebten Platz belegte, konnte der FC Magna Wiener Neustadt auch in der Saison 2008/09 an der Ersten Liga teilnehmen. Das erste Spiel des Klubs am 12. Juli 2008 endet mit einer enttäuschenden 0:3-Heimniederlage gegen den FC Wacker Innsbruck, dennoch wurden die Wiener Neustädter Herbstmeister.

Ende 2008 wurde beschlossen, dass nach Ablauf der Saison 2008/09 der FC Magna Wiener Neustadt die Mannschaften des 1. Wiener Neustädter SC übernehmen sollte. Der 1908 gegründete Traditionsverein, der in der Saison 1966/67 letztmals in der höchsten österreichischen Spielklasse vertreten war, spielte seit der Saison 2004/05 nur mehr in der fünftklassigen 2. Niederösterreichischen Landesliga.

Im Frühjahrsdurchgang lieferte sich der inzwischen in SC Magna Wiener Neustadt umbenannte Verein lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Admira Wacker Mödling. Schließlich konnte er sich bereits eine Runde vor Schluss mit einem 4:1-Sieg über St. Pölten den Meistertitel und somit den Aufstieg in die Bundesliga sichern. Außerdem wurde Václav Koloušek von der Bundesliga zum besten Spieler und Sašo Fornezzi zum besten Torhüter der Ersten Liga in der Saison 2008/09 gewählt. Im ÖFB-Cup 2008/09 war erst im Halbfinale nach einer 0:1-Heimniederlage gegen die Wiener Austria schluss.

Im Sommer 2009 wurde Peter Svetits von Manfred Rottensteiner, der auch Bürgermeister von Weikersdorf ist, abgelöst. Damit wurde auch die Aufgaben im Verein neu verteilt. Der ebenfalls im Sommer 2009 ausgeschiedene Klubmanager Roland Arminger, der noch vom SC Schwanenstadt übernommen wurde, wurde durch Alexander Gruber ersetzt.

Seine erste Bundesligasaison 2009/10 beendete der SC Wiener Neustadt auf dem fünften Tabellenplatz und mit einer 0:1-Niederlage im Finale des ÖFB-Cups gegen den SK Sturm Graz. Trainer Kraft war zuvor im Dezember 2009 nach Ende der Hinrunde durch Peter Schöttel ersetzt worden.

Am 4. September 2010 gab Vizepräsident Neumann seinen Rücktritt bekannt; einen Tag später bestätigte der Verein die Trennung, gab jedoch an, dass Neumann gekündigt worden war.[3] Einen Monat später wurde Peter Peninger, mit seinem Unternehmen Peninger-Pipelines zweitgrößter Sponsor des Klubs, neuer zweiter Vizepräsident.[4] Am 7. September 2010 wurde bekannt, dass Magna nach Ende der Saison 2010/11 als Vereinssponsor aussteigen wird; Frank Stronach gab an, auch danach den Klub als Privatsponsor weiter finanziell unterstützen zu wollen. Am 21. Februar 2011 zog sich Stronach aus allen Funktionen im Verein zurück; ihm folgte der bisherige Vize Manfred Rottensteiner als Präsident nach.[5] Die Saison 2010/11 beendeten die Wiener Neustädter mit 50 Punkten und Platz 7 im gesicherten Mittelfeld. Zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat Nummer eins genannt, gelang es Trainer Peter Stöger im Spieljahr 2011/12, den Klassenerhalt zu wahren: Die Niederösterreicher distanzierten Absteiger Kapfenberg mit einem Vorsprung von zehn Punkten.

Nachwuchs- und Amateurmannschaften[Bearbeiten]

Unmittelbar nach der Übersiedelung von Ober- nach Niederösterreich ging der Verein im Jugendbereich eine Kooperation mit dem 1. Wiener Neustädter SC (WNSC) ein; die Nachwuchsmannschaften der beiden Klubs traten als Spielgemeinschaft an.

Nachdem der WNSC bei seiner Generalversammlung Ende 2008 keinen Vereinsvorstand mehr aufstellen konnte, übernahm der Vorstand des damaligen FC Magna die Vereinsführung und änderte in Anerkennung der traditionsreichen Geschichte des WNSC seinen Vereinsnamen auf SC Magna Wiener Neustadt. Mit Beginn der Saison 2009/10 übernahm der neue SC Wiener Neustadt auch die in der 2. Landesliga Ost spielende Kampfmannschaft des WNSC, die seitdem als 2. Mannschaft des Bundesligaklubs fungiert; der WNSC wurde im April 2010 aufgelöst.

Stadion[Bearbeiten]

Der SC Wiener Neustadt trägt seit der Übersiedelung aus Schwanenstadt seine Heimspiele im Wiener Neustädter Stadion aus, das dazu im Sommer 2008 umgebaut wurde. Vom Umbau betroffen waren der Trainingsplatz, das Hauptspielfeld, die Tribünen, das Flutlicht sowie der Kantinen- und Kabinentrakt. Auch der VIP-Bereich wurde neu gestaltet. Darüber hinaus wurde im Sommer 2008 die städtischen Sportanlage Neuklosterwiese in Wiener Neustadt als Trainings- und Spielstätte für die Jugendmannschaften adaptiert.[6]

Im April 2009 wurde anlässlich des Semifinalspiels im österreichischen Fußballcup gegen die Wiener Austria und in Erwartung des Aufstiegs in die Bundesliga mit einer Zusatztribüne ausgestattet und das Fassungsvermögen des Stadions dadurch auf 7700 Zuschauer erhöht. Das Vorhaben, im Sommer 2009 vor dem Kabinentrakt eine zweite Zusatztribüne zu errichten, wurde wegen der bevorstehenden Errichtung eines neuen Stadions nahe der südlichen Stadtgrenze wieder verworfen. Wie die Besucherzahlen der Herbstmeisterschaft 2009 zeigten, wäre diese auch nicht erforderlich gewesen.

Das Stadion beherbergt seit Februar 2009 auch die zuvor in der Sportschule Lindabrunn eingerichtete Geschäftsstelle des Vereins.

Die Pläne für einen Stadionneubau neben der Wechsel-Bundesstraße (B 54), nahe der Abfahrt Wiener Neustadt Süd der Mattersburger Schnellstraße, samt einigen zusätzlichen Trainingsplätzen zerschlugen sich mit der Ankündigung Magnas, nach der Saison 2010/11 als Sponsor beim Verein auszusteigen.[7]

Trainingszentrum[Bearbeiten]

In der Saison 2008/09 war die Sportschule des Niederösterreichischen Fußballverbandes in Lindabrunn – sechs Rasenspielfeldern, einem Kunstrasenplatz, einer Sporthalle, einem Allwetterplatz und ein Kraftkammer Sauna, Saunarium, Dampfbad, Solarium, zwei Whirlpools, Unterwassermassagebecken und Massageräume[8] – Trainingszentrum des Vereins. Seit Juni 2009 wickelt der Verein im Sportzentrum „VIVA“ in Steinbrunn, das vom Ex-Nationalspieler Bernd Dallos geleitet wird, den Trainingsbetrieb der Profimannschaft ab.

Die Amateurmannschaft verblieb weiter im Wiener Neustädter Stadion, die Nachwuchsmannschaften auf der Neuklosterwiese.

Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Trainer seit Sommer 2012: Heimo Pfeifenberger
Wurde vom Tormanntrainer zu Sportdirektor befördert: Günter Kreissl.
Torhüter Jörg Siebenhandl

Sportliche Leitung[Bearbeiten]

Stand: 24. Juli 2013[9]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Sportdirektor Günter Kreissl 15.05.1974 Österreicher 07/2008 FK Austria Wien
Trainer Heimo Pfeifenberger 29.12.1966 Österreicher 05/2012 SV Grödig
Tormanntrainer Martin Dedek 29.03.1970 Österreicher 10/2012 SV Wienerberg
Konditionstrainer Thomas Jerey 24.02.1976 Österreicher  ? keine

Trainerhistorie[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Stand: 25. Oktober 2013[11]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Tor
01 Thomas Vollnhofer 02.09.1984 OsterreichÖsterreich 2012 SKN St. Pölten
21 Markus Glänzer 18.09.1987 OsterreichÖsterreich 2012 SG Drautal
27 Jörg Siebenhandl 18.01.1990 OsterreichÖsterreich 2009 1. Wiener Neustädter SC
Verteidigung
06 Dennis Mimm 18.03.1983 OsterreichÖsterreich 2012 FC Lustenau
15 Manuel Wallner 25.10.1988 OsterreichÖsterreich 2012 FK Austria Wien
16 Manfred Rottensteiner 09.01.1993 OsterreichÖsterreich 01/2013 SV Mattersburg II
18 Michael Berger 01.12.1990 OsterreichÖsterreich 2012 Grazer AK
22 Christoph Martschinko 13.02.1994 OsterreichÖsterreich 2012 FC Red Bull Salzburg
23 Stefan Stangl 20.10.1991 OsterreichÖsterreich 07/2013 SK Sturm Graz
24 Remo Mally 24.03.1991 Österreicher 07/2013 FK Austria Wien
26 Mario Pollhammer 04.05.1985 OsterreichÖsterreich 2011 Grazer AK
32 Mattias Sereinig 17.11.1984 OsterreichÖsterreich 07/2013 SC Rheindorf Altach
Mittelfeld
05 Peter Hlinka 05.12.1978 SlowakeiSlowakei 2012 FK Austria Wien
07 Daniel Wolf 04.05.1985 OsterreichÖsterreich 2011 FC Admira Wacker Mödling
08 Matthias Koch 01.04.1988 OsterreichÖsterreich 07/2013 SK Sturm Graz
10 Jürgen Säumel 08.09.1984 OsterreichÖsterreich 10/2013 vereinslos
12 Stefan Rakowitz 30.04.1990 OsterreichÖsterreich 2012 TSV Hartberg
13 Daniel Schöpf 09.01.1990 OsterreichÖsterreich 07/2013 SC Rheindorf Altach
14 Arvedin Terzic 02.04.1989 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 05/2013 FC Lustenau
25 Christoph Freitag 21.01.1990 OsterreichÖsterreich 2012 FC Lustenau
26 Mario Pollhammer 20.06.1989 OsterreichÖsterreich 2011 Grazer AK
28 Marco Angeler 28.01.1989 OsterreichÖsterreich 07/2013 1. SC Sollenau
30 Kristijan Dobras 09.10.1992 OsterreichÖsterreich 07/2013 SK Rapid Wien
Angriff
11 Thomas Pichlmann 24.04.1981 OsterreichÖsterreich 07/2013 Spezia Calcio
17 David Witteveen 05.05.1985 OsterreichÖsterreich 07/2013 SV Grödig
19 Daniel Maderner 12.10.1995 OsterreichÖsterreich 07/2013 AKA St. Pölten
20 Herbert Rauter 27.01.1982 OsterreichÖsterreich 11/2012 vereinslos
33 Thomas Fröschl 20.09.1988 OsterreichÖsterreich 2012 SKN St. Pölten

Transfers[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sommer 2013
Herbst 2013

Galerie[Bearbeiten]

Die Meistermannschaft des SC Magna Wiener Neustadt der Saison 2008/09 in der Ersten Liga: vordere Reihe (jeweils von links nach rechts): Harun Erbek, Taner Ari, Tomas Šimkovič, Udo Siebenhandl, Sašo Fornezzi, Manfred Razenböck, Michael Stanislaw, Václav Koloušek, Alexander Hauser – mittlere Reihe: Sebastián Martínez, Mirnel Sadović, Michael Götz (Masseur), Klaus Schmidt (Co-Trainer), Johannes Gasselseder (Konditionstrainer), Manfred Schmid (Co-Trainer), Helmut Kraft (Trainer), Günter Kreissl (Tormann-Trainer), Christoph Hallbrucker (Masseur), Sanel Kuljic, Rene Felix – hintere Reihe: Daniel Dunst, Mensur Kurtisi, Guido Burgstaller, Alexander Grünwald, Mario Reiter, Petr Johana, Johannes Aigner, Tomislav Micanovic, Partick Wolf, Yüksel Sariyar und Wolfgang Klapf – fehlend: Georg Margreitter.


Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. oe24.at: FC Magna wird niederösterreichischer Verein (abgerufen am 22. Februar 2009)
  2. orf.at: Stronach zum Präsidenten des FC Magna gewählt (abgerufen am 22. Februar 2009)
  3. Kurier: "Stronach bricht sein Schweigen" (Version vom 7. September 2010 im Internet Archive)
  4. Peninger neuer Vize beim SC Neustadt. Abgerufen am 6. März 2014.
  5. Offiziell: Stronach nicht mehr Neustadt-Präsident! Abgerufen am 6. März 2014.
  6. Stadtgemeinde Wiener Neustadt: 1. Wiener Neustädter SC und FC Magna einigen sich! Adaptierung und Sanierung des Stadions kann beginnen (abgerufen am 22. Februar 2009)
  7. Wr. Neustadt verliert Sponsor Magna. In: orf.at. 7. September 2010, archiviert vom Original am 7. September 2010, abgerufen am 7. September 2010: „Während die sportliche Zukunft offen bleibt, ist der Stadionneubau an der B54 endgültig gestorben. ‚Es gibt keinen Stadionneubau, die Mannschaft bleibt im alten Stadion‘ “
  8. Niederösterreichischer Fußballverband: Sportschule Lindabrunn (abgerufen am 28. Juli 2008)
  9. SC Magna Wiener Neustadt: Betreuerstab (abgerufen am 24. Juli 2013)
  10. SC Wiener Neustadt » Trainerhistorie. Abgerufen am 6. März 2014.
  11. SC Wiener Neustadt: Kampfmannschaft (abgerufen am 25. Oktober 2013)