SEW-Eurodrive

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SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 13. Juni 1931
Sitz Bruchsal

Leitung

  • Jürgen Blickle (Vorsitzender)
  • Johann Soder
  • Hans Sondermann
  • Jürgen Zanghellini
Mitarbeiter über 15.000 (2012)
Umsatz rund 2,5 Mrd. EUR (2012)
Branche Antriebsautomatisierung
Website www.sew-eurodrive.de

Die SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG ist ein seit den 1930er Jahren bestehendes deutsches Unternehmen in der Antriebstechnik. Der Hauptsitz befindet sich im badischen Bruchsal. SEW-Eurodrive ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BV Beteiligung GmbH & Co KG in Bruchsal.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 13. Juni 1931 gründete der badische Bankkaufmann Christian Pähr die Süddeutsche-Elektromotoren-Werke. Hauptprodukt war der Vorgelegemotor, der durch den Konstrukteur Albert Obermoser im Jahr 1928 entwickelt worden war. Christian Pähr erwarb die Rechte an diesem Motor aus der Konkursmasse von Obermosers Firma. Nach dem Tode Christian Pährs im Jahre 1935 führte seine Witwe Kunigunde den Betrieb weiter.

Im Jahr 1945 wurde die Geschäftsführung von Ernst Wilhelm Blickle, Pährs Schwiegersohn, übernommen. Im Jahr 1965 wurde ein Baukastensystem für Getriebemotoren entwickelt, mit dem aus relativ wenigen Teilen ein stark den spezifischen Kundenanforderungen angepasstes Produkt realisiert werden kann. Die Gründung eines Joint-Ventures mit Brose, um Lösungen für Elektromobilität zu entwickeln, erfolgte im Februar 2011.[1]

Nach dem Tod von Ernst Blickle wurden seine Söhne Rainer und Jürgen im Jahr 1987 bzw. 1989 geschäftsführende Gesellschafter der SEW-Eurodrive-Gruppe.

2012 hatte das Unternehmen 15 Fertigungswerke in Deutschland, Frankreich, Brasilien, China, Finnland und den USA, 75 DriveTechnologyCenter (Montagewerke) in 45 Ländern, über 15.000 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro.

Produktportfolio[Bearbeiten]

Stiftung[Bearbeiten]

Am 30. November 1989 wurde von Edeltraud Blickle eine Stiftung zum Gedenken an Ernst Wilhelm Blickle errichtet. Ziel der Stiftung ist, die Erarbeitung, Vertiefung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Technik (Grundlagenforschung und angewandte Forschung) und Wirtschaft (Management, Führungslehre, Unternehmenspolitik) zu fördern.

Ernst-Blickle-Preis[Bearbeiten]

Seit 1991 wird der mit 100.000 € dotierte Ernst-Blickle-Preis zunächst jährlich, seit 2000 alle zwei Jahre verliehen. Der Stiftungsvorstand wählt unter Mithilfe einer Findungskommission den Preisträger gemäß der Stiftungssatzung aus. Die bisherigen Preisträger sind:

Diplomandenpreis[Bearbeiten]

Der Diplomandenpreis wird seit 2002 jährlich an bis zu je zehn Diplomanden aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften verliehen, die sich durch hohe Leistung in Form von guter Arbeit in angemessener Zeit auszeichnen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Hochreiter: The Red Book. Die Unternehmensgeschichte von SEW-Eurodrive 1931–2006. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2006, ISBN 978-3-89735-460-9.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Elektrotechnik Meldung vom 8. Mai 2009