Rhein-Neckar Löwen
| Voller Name | Rhein-Neckar Löwen GmbH | ||
| Abkürzung(en) | RNL | ||
| Spitzname(n) | Löwen, Kröstis, Kröten | ||
| Gegründet | 2002 von TSG Kronau & TSV Baden Östringen | ||
| Vereinsfarben | gelb/blau | ||
| Halle | SAP-Arena (Mannheim) Europahalle (Karlsruhe) Rhein-Neckar-Halle (Eppelheim) |
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| Plätze | 13.200 5.500 |
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| Geschäftsführer | Thorsten Storm | ||
| Trainer | Guðmundur Guðmundsson | ||
| Liga | Handball-Bundesliga | ||
| 2012/13 | |||
| Rang | 3. Platz | ||
| DHB-Pokal | Viertelfinale | ||
| International | EHF Europa Pokal-Sieger | ||
| Website | www.rhein-neckar-loewen.de | ||
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Die Rhein-Neckar Löwen sind eine Mannschaft in der Handball-Bundesliga, die im Jahre 2002 aus der Spielgemeinschaft SG Kronau/Östringen hervorgegangen ist. Die Löwen sind in der Metropolregion Rhein-Neckar zu Hause; ihre Heimspielstätte ist die SAP Arena in Mannheim.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Der TV Östringen, einer der beiden Vorgängervereine der Löwen, wurde im Jahr 1900 gegründet und stellte 1927 seine erste Handballmannschaft. 1926 entstand der andere Vorgängerverein, die DJK Kronau mit Handball als Hauptsportart. Diese wurde 1932 Badischer und Süddeutscher Meister im Feldhandball. Im Halbfinale um die Deutsche (DJK-) Meisterschaft in Dortmund unterlag man vor 35.000 Zuschauern - geschwächt durch das verletzungsbedingte Ausscheiden des Torhüters - dem späteren Meister DJK Styrum 06 (Mülheim a.d. Ruhr) mit 6:11. Drei Jahre später entstand die TSG Kronau aus Fusion von DJK und SV Viktoria 1904. 1946 fusionierte auch der TV Östringen und es entstand aus der Fusion mit der DJK Östringen der TSV Östringen. Dieser qualifizierte sich erstmals 1957 für die Endrunde um die Badische Meisterschaft, verlor aber beide Spiele und zahlte gerade im Spiel gegen die SG Leutershausen mit einem 1:16 viel Lehrgeld. Auch der TSG Kronau blieb 1965 bei ihrer ersten Teilnahme an der Endrunde um die Badische Meisterschaft nur der zwölfte und letzte Platz, in der folgenden Spielzeit verbesserte sie sich bei der Endrunde um die Badische Meisterschaft aber auf den elften Platz.
Nachdem zur Saison 1966/67 die zweigleisige Bundesliga als höchste deutsche Spielklasse eingeführt worden war und im selben Jahr die Oberliga Baden als höchste badische und zweithöchste deutsche Spielklasse ihren Spielbetrieb aufgenommen hatte, stieg die TSG Kronau nach ihrer ersten Oberligasaison ab. Fünf Jahre später scheiterte sie in den Aufstiegsspielen zur Oberliga - in der mit 1.100 Zuschauern überfüllten Roter Sporthalle ging das Entscheidungsspiel gegen die SG Walldorf-Astoria mit 9:11 verloren. Ein Jahr später gelang aber als Meister der neu eingeführten Landesliga Süd der Wiederaufstieg in die Oberliga Baden. 1978 stieg dann auch der TSV Östringen in die Oberliga Baden auf und vier Spielzeiten später sogar in die Regionalliga Süd - zwei Jahre später allerdings folgte der Abstieg. 1985 schließlich stieg die TSG Kronau aus der Oberliga ab, während der TSV Östringen 1989 erneut in die Regionalliga Süd aufstieg - die TSG Kronau schaffte im gleichen Jahr zum zweiten Mal den Wiederaufstieg in die Oberliga Baden, und 1993 gelangte auch die TSG Kronau in die Regionalliga Süd. Doch zwei Spielzeiten später folgte der Wiederabstieg der TSG Kronau in die Oberliga Baden. Im gleichen Jahr erreichte der TSV Östringen die 2. Bundesliga Süd. 1996 feierte die B-Jugend der TSG Kronau mit einem Endspielsieg über den SC Magdeburg den Titel des Deutschen Meisters. Die TSG Kronau und der HV Bad Schönborn bildeten im Jahr darauf eine Spielgemeinschaft (HSG), die 1999 in die Regionalliga Süd aufstieg und 2000 sogar mit dem zweiten Aufstieg in Folge die 2. Bundesliga Süd erreichte. 2002 scheiterte der TSV Baden Östringen als Vizemeister der 2. Bundesliga Süd in den Relegationsspielen zur 1. Bundesliga am Nord-Vize Wilhelmshavener HV (21:25, 24:21).
Die SG Kronau/Östringen entstand schließlich am 1. Juli 2002 aus der Fusion der TSG Kronau mit dem TSV Baden Östringen. Heimspielstätte war die Rhein-Neckar-Halle Eppelheim. In der nächsten Saison glückte der Spielgemeinschaft der Aufstieg in die 1. Bundesliga, 2004 folgte allerdings der Wiederabstieg, der 2005 mit dem sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga behoben wurde. Die Heimspiele wurden ab der Saison 2005/06 in der neu errichteten SAP Arena in Mannheim ausgetragen. 2006 erreichte die SG Kronau/Östringen das Finale um den DHB-Pokal, das mit 25:26 gegen den HSV Hamburg verloren ging. Auch in der folgenden Spielzeit zog die SG Kronau/Östringen in das Finale um den DHB-Pokal ein und verlor erneut - mit 31:33 gegen den THW Kiel, auch weil sieben von zehn Siebenmetern vergeben wurden und man so eine 22:18-Führung aus den Händen gab. Danach wurde die 1. Herrenmannschaft offiziell in Rhein-Neckar Löwen umbenannt.
2008 wurde mit den Finalspielen des Europapokals der Pokalsieger erstmals ein Europokalfinale erreicht, in dem die Löwen aber dem ungarischen Vertreter MKB Veszprém KC unterlagen (32:37, 28:28). In der gleichen Spielzeit errang die A-Jugend der SG Kronau/Östringen mit einem Finalerfolg über die JSpG SC Magdeburg/Concordia Staßfurt den deutschen Meistertitel. Nach Abschluss der Saison 2008/09 belegten die Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga den dritten Platz - die bislang beste Platzierung. Bei der erstmaligen Teilnahme an den Spielen der Champions League erreichte die Mannschaft das Halbfinale. 2010 wurde erneut das Finale des DHB-Pokal erreicht, zum dritten mal verloren die Rhein-Neckar-Löwen aber, dieses Mal gegen den HSV Hamburg mit 33:34 (n.V.).
Am 19. Mai 2013 gewannen die Löwen den erstmals ausgetragenen EHF Europa Pokal, den Nachfolgewettbewerb von EHF-Pokal und Europapokal der Pokalsieger. Im Finale des Final Four-Turniers siegten sie gegen Gastgeber HBC Nantes mit 26:24, und sicherten sich damit den ersten Titel der Vereinsgeschichte.[1]
Kader für die Saison 2013/14[Bearbeiten]
| Nr. | Nat. | Name | Position | Geburtsdatum | Größe | seit | Vertrag bis | Letzter Verein |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 16 | Goran Stojanović | TW | 24.02.1977 | 1,92 m | 2011 | 2014 | VfL Gummersbach | |
| 20 | Niklas Landin Jacobsen | TW | 19.12.1988 | 2,00 m | 2012 | 2015 | Bjerringbro-Silkeborg | |
| 29 | Jonas Maier | TW | 12.01.1994 | 1,87 m | 2008 | 2014 | TSG Eintracht Plankstadt | |
| 2 | Andy Schmid | RM | 30.08.1983 | 1,90 m | 2010 | 2014 | Bjerringbro-Silkeborg | |
| 3 | Uwe Gensheimer | LA | 26.10.1986 | 1,88 m | 2003 | 2014 | TV MA-Friedrichsfeld | |
| 4 | Oliver Roggisch | KM | 25.08.1978 | 2,02 m | 2007 | 2015 | SC Magdeburg | |
| 5 | Žarko Šešum | RL, RM, RR | 16.06.1986 | 1,95 m | 2010 | 2014 | KC Veszprém | |
| 6 | Isaías Guardiola | RR | 01.10.1984 | 2,00 m | 2012 | 2014 | Atlético Madrid | |
| 8 | Denni Djozic | LA | 02.10.1991 | 1,75 m | 2010 | 2013 | SG Nußloch | |
| 11 | Stefán Rafn Sigurmannsson | LA | 19.05.1990 | 1,96 m | 2012 | 2015 | Haukar Hafnarfjörður | |
| 18 | Bjarte Myrhol | KM | 29.05.1982 | 1,90 m | 2009 | 2014 | HSG Nordhorn-Lingen | |
| 19 | Marius Steinhauser | RA | 06.02.1993 | 1,87 m | 2012 | 2014 | HG Oftersheim/Schwetzingen | |
| 23 | Nils Kretschmer | RL | 18.01.1993 | 2,00 m | 2012 | 2014 | VfL Bad Schwartau | |
| 24 | Patrick Groetzki | RA | 04.07.1989 | 1,89 m | 2007 | 2014 | SG Pforzheim/Eutingen | |
| 30 | Gedeón Guardiola | KM | 01.10.1984 | 1,99 m | 2012 | 2014 | SDC San Antonio | |
| 32 | Alexander Petersson | RR | 02.07.1980 | 1,86 m | 2012 | 2015 | Füchse Berlin | |
| 38 | Kevin Bitz | RM, RL | 10.03.1993 | 1,89 m | 2006 | 2013 | SG St. Leon | |
| 60 | Kim Ekdahl Du Rietz | RL | 23.07.1989 | 1,94 m | 2012 | 2015 | HBC Nantes | |
| Rúnar Kárason | RR | 25.05.1988 | 1,93 m | 2013 | 2014 | TV Großwallstadt | ||
| Guðmundur Guðmundsson | Trainer | 23.12.1960 | 2010 | 2015 | GOG Svendborg TGI | |||
| Christopher Monz | Leiter Spieltechnik | 16.10.1981 | 1,87 m | 2008 | ||||
| Andreas Klonz | Mannschaftsarzt | 2007 | ||||||
| Sven Raab | Physiotherapeut | 23.08.1973 | 1,82 m | 2002 | ||||
| Konrad Hoffmann | Betreuer | 09.10.1955 | 1,75 m | 2002 |
Zugänge 2013/14[Bearbeiten] |
Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]
- Mariusz Jurasik
- Christian Zeitz
- Oleg Velyky
- Holger Löhr
- Ulrich Schuppler
- Dmitri Torgowanow
- Christian Schwarzer
- Michael Haaß
- Jackson Richardson
- Chrischa Hannawald
- Karol Bielecki
- Ivan Čupić
- Henning Fritz
- Róbert Gunnarsson
- Børge Lund
- Michael Müller
- Krzysztof Lijewski
Trainer[Bearbeiten]
| Name(n) | von | bis | Spiele |
|---|---|---|---|
| Guðmundur Guðmundsson | 23.09.2010 | ||
| Ola Lindgren | 01.07.2009 | 23.09.2010 | 39 |
| Wolfgang Schwenke | 28.09.2008 | 30.06.2009 | 28 |
| Schwenke/Schwarzer | 24.09.2008 | 27.09.2008 | 1 |
| Christian Schwarzer | 18.09.2008 | 24.09.2008 | 1 |
| Juri Schewzow | 01.07.2005 | 18.09.2008 | 106 |
| Rolf Bechtold | 07.01.2005 | 30.06.2005 | 16 |
| Frédéric Volle | 01.07.2004 | 07.01.2005 | 18 |
| Michael Roth/Rolf Bechtold | 01.07.2002 | 30.06.2004 | 68 |
Weitere Mannschaften[Bearbeiten]
Neben der Bundesligamannschaft sind in Kronau und Östringen noch 22 weitere Teams im Einsatz. Die 2. Herrenmannschaft spielt in der 3. Liga (Stand: Saison 2012/13), die Dritte in der Badenliga und die Vierte sowie Fünfte in der Kreisliga. Die Damen sind mit zwei Mannschaften vertreten, wobei eine in der Landesliga, die andere in der Kreisliga aktiv ist. In der Jugendabteilung spielen acht männliche, vier weibliche und drei gemischte Teams. Die männliche A-, B- und C- Jugend spielen in der jeweils höchsten Spielklasse, ebenso die weibliche B- und C-Jugend.
Fanclub[Bearbeiten]
Der Fanclub heißt „Baden-Lions“ und bezeichnet sich selbst als „Supporters der SG Kronau/Östringen“. Zusammen mit den Kieler „Zebrasprotten“ gelten die „Baden Lions“ als größter Fanclub der Handball-Bundesliga. Die „Baden-Lions“ sind der erste offizielle Fanclub der SG Kronau/Östringen und vermeldeten im April 2010 469 Mitglieder. Sie erstellen zu jedem Heimspiel der 1. Mannschaft parallel zum offiziellen Heimspielmagazin „Löwengebrüll“ ein eigenes Hallenheft, das „Gelbfieber“.
Größte Erfolge[Bearbeiten]
- Sieger des EHF Europa Pokals 2013
- Erreichen des EHF Champions League-Halbfinales 2010/2011, 2008/2009
- Finalist Europapokal der Pokalsieger 2008
- Finalist DHB-Pokal 2006, 2007, 2010
- Halbfinalist EHF-Pokal 2012
- Aufstieg in die Bundesliga 2003, 2005
- Deutscher A-Jugend-Meister 2008
Saisonbilanzen[Bearbeiten]
| Saison | Spielklasse | Platz | Tore | Punkte | DHB-Pokal | Champions League | Europapokal |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002/03 | 2. BL Süd | 1 | 1000:797 | 60:8 | 2. Runde | -- | |
| 2003/04 | Bundesliga | 16 | 906:1015 | 18:50 | 2. Runde | -- | -- |
| 2004/05 | 2. BL Süd | 2 | 1113:936 | 57:11 | 2. Runde | -- | -- |
| 2005/06 | Bundesliga | 6 | 983:951 | 38:30 | Finale | -- | -- |
| 2006/07 | Bundesliga | 8 | 986:945 | 42:26 | Finale | -- | Achtelfinale |
| 2007/08 | Bundesliga | 4 | 1095:960 | 52:16 | Halbfinale | -- | Finale |
| 2008/09 | Bundesliga | 3 | 1125:985 | 50:18 | Halbfinale | Halbfinale | -- |
| 2009/10 | Bundesliga | 4 | 1047:923 | 49:19 | Finale | Viertelfinale | -- |
| 2010/11 | Bundesliga | 4 | 1104:980 | 53:15 | Halbfinale | Halbfinale | -- |
| 2011/12 | Bundesliga | 5 | 1044:953 | 48:20 | Achtelfinale | -- | Halbfinale |
| 2012/13 | Bundesliga | 3 | 965:850 | 54:14 | Viertelfinale | -- | Sieger |
Entwicklung der Zuschauerzahlen[Bearbeiten]
| Saison | Zuschauerschnitt |
|---|---|
| 2002/03 | 1.596 |
| 2003/04 | 2.965 |
| 2004/05 | 1.951 |
| 2005/06 | 7.268 |
| 2006/07 | 8.349 |
| 2007/08 | 9.246 |
| 2008/09 | 7.923 |
| 2009/10 | 7.431 |
| 2010/11 | 8.033 |
| 2011/12 | 6.574 |
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Rhein-Neckar Löwen triumphieren im EHF-Cup Spiegel online, 19. Mai 2013, abgerufen am 19. Mai 2013
- ↑ handball-world.com: Rhein-Neckar Löwen holen Karason als Backup für Petersson vom 12. Juni 2013, abgerufen am 12. Juni 2013
16 Goran Stojanović | 20 Niklas Landin Jacobsen | 29 Jonas Maier | 2 Andy Schmid | 3 Uwe Gensheimer
| 4 Oliver Roggisch | 5 Žarko Šešum | 6 Isaías Guardiola | 8 Denni Djozic | 11 Stefán Rafn Sigurmannsson | 18 Bjarte Myrhol | 19 Marius Steinhauser | 23 Nils Kretschmer | 24 Patrick Groetzki | 30 Gedeón Guardiola | 32 Alexander Petersson | 38 Kevin Bitz | 60 Kim Ekdahl Du Rietz | ? Rúnar Kárason | Trainer: Guðmundur Guðmundsson
HBW Balingen-Weilstetten | Bergischer HC | Füchse Berlin | ThSV Eisenach | TV Emsdetten | SG Flensburg-Handewitt | FRISCH AUF! Göppingen | VfL Gummersbach | HSV Hamburg | TSV Hannover-Burgdorf | THW Kiel | TBV Lemgo | TuS N-Lübbecke | SC Magdeburg | MT Melsungen | GWD Minden | Rhein-Neckar Löwen | HSG Wetzlar