SIG SP 2022

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SIG SP 2022
SIG Pro by Augustas Didzgalvis.jpg
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: SIG SP 2022
Entwickler/Hersteller: SIG Sauer
Entwicklungsjahr: 1998
Herstellerland: Deutschland, USA[1]
Produktionszeit: seit 1999
Waffenkategorie: Pistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 188 mm
Gesamthöhe: 142 mm
Gesamtbreite: 55 mm
Gewicht: (ungeladen) 0,76 kg
Lauflänge: 98 mm,
mit Schalldämpfergewinde 112 mm
Technische Daten
Kaliber: 9 x 19 mm, .40 S&W,
.357 SIG
Mögliche Magazinfüllungen: 9 mm 15 , Andere 12 Patronen
Munitionszufuhr: Stangenmagazin
Feuerarten: Halbautomatik
Visier: Offene Visierung
Montagesystem: Picatinny-Schiene
Ladeprinzip: Rückstoßlader
Listen zum Thema

SIG SP 2022 ist eine halbautomatische Pistole von SIG Sauer. Sie ist eine Weiterentwicklung der SIG SP 2009 und wurde anstatt mit einer Adapterschiene mit einer Picatinny-Schiene ausgestattet.

Verwendung[Bearbeiten]

Die SP 2022-Modelle sind die ersten von SIG hergestellten Waffen mit Polymer-Bestandteilen, sie werden für den sportlichen sowie für den professionellen Bereich gefertigt.

Im Jahr 2003 führten die französische Gendarmerie und die Police nationale die SIG SP 2022 ein, und ersetzten damit die Beretta 92G und einige andere Pistolen. Insgesamt 250.000 SIG SP 2022 wurden von Frankreich bestellt. Die Variante SIG Pro 2022 ist bei der Drug Enforcement Administration im Einsatz.

Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass die kolumbianische Bundespolizei 100.000 SIG SP 2022 von den Streitkräften der Vereinigten Staaten erhalten habe. Dabei wurden auch Waffen geliefert, die aus deutscher Produktion stammen. Recherchen ergaben jedoch, dass für diesen Export von Seiten der Bundesregierung keine Genehmigung vorlag. Dies ist insbesondere pikant, da der Bundespolizei Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.[2] SIG Sauer wurde darauf hin mit einem Ausfuhrstopp belegt. So sollen seit dem 1. Juli 2014 alle Anträge auf Ausfuhrgenehmigung gestoppt worden sein um zu überprüfen, ob die Firma als zuverlässiger Exporteur infrage kommt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SIG Pro – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Waffen illegal in Kolumbien. Recherchen von NDR und "SZ". In: tagesschau.de. Norddeutschen Rundfunk, abgerufen am 19. Juli 2014.
  2. Deutsche Waffen illegal nach Kolumbien exportiert. Die US-Armee hat laut Medien Tausende deutsche Pistolen illegal nach Kolumbien geliefert. Das könnte Folgen für deutsche Rüstungsexporte in die USA haben. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 27. Mai 2014, abgerufen am 3. Juni 2014.
  3. Ausfuhrstopp für Waffenproduzent Sig Sauer. Die mutmaßlich illegalen Pistolenlieferungen nach Kolumbien haben für Sig Sauer Konsequenzen. Seit Juli darf das deutsche Unternehmen keine Waffen mehr exportieren. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 13. Juli 2014, abgerufen am 15. Juli 2014.