SMS Arcona (1885)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SMS Arcona
SMS Arcona (1885).jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Kreuzerkorvette
Klasse Alexandrine-Klasse
Bauwerft Kaiserliche Werft, Danzig
Baukosten 2.197.000 Mark
Stapellauf 7. Mai 1885
Indienststellung 1. Dezember 1886
Verbleib 1906 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
81,2 m (Lüa)
71,8 m (KWL)
Breite 12,6 m
Tiefgang max. 6,25 m
Verdrängung Konstruktion: 2.361 t
Maximal: 2.662 t
 
Besatzung 282 bis 293 Mann
Maschine
Maschine 8 Zylinderkessel
2 2-Zyl.-Verbundmaschinen
Maschinen-
leistung
2.461 PS (1.810 kW)
Geschwindigkeit max. 14,1 kn (26 km/h)
Propeller 1 zweiflügelig ∅ 5,02 m
Takelung und Rigg
Takelung Bark
Anzahl Masten 3
Segelfläche 1134 m²
Bewaffnung
  • 10 × 15,0 cm L/30 Rk (730 Schuss)
  • 4 × 10,5 cm L/35 Rk (400 Schuss)
  • 6 × 3,7 cm Rev

Die SMS Arcona war eine Kreuzerkorvette der Alexandrine-Klasse der Kaiserlichen Marine. Ihr Stapellauf erfolgte am 7. Mai 1885 auf der Kaiserlichen Werft in Danzig. Sie wurde von Vizeadmiral a.D. Eduard von Jachmann auf den Namen Arcona getauft. Ihr Schwesterschiff war die SMS Alexandrine.

Reisen[Bearbeiten]

1892 fuhr die Arcona nach Mittel- und Südamerika, um dann 1893 weiter nach Afrika zu fahren, wo sie unter Konteradmiral von Pawelsz ein Kreuzergeschwader mit dem Schwesterschiff Alexandrine und der SMS Leipzig bildete. Dieses Geschwader wurde zur Lieferung von Kriegsmaterial für die Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika benötigt. Im Sommer kehrte die Arcona nach Südamerika zurück, um weiter deutsche Wirtschaftsinteressen durchzusetzen.

1894 fuhr sie mit einem Umweg über Peru zusammen mit der Alexandrine und der SMS Marie nach China, um im chinesisch-japanischen Krieg verschiedene Einsätze zu fahren.

Die Arcona-Insel, nahe der Stelle, an der die Arcona Kiautschou anlief (um 1900)

1897 half sie zusammen mit der SMS Irene bei der Besetzung der Kiautschou-Bucht und des dortigen Forts zusammen mit dem schon vor Ort agierenden Ostasiengeschwader mit dem Schiffen SMS Kaiser, SMS Prinzeß Wilhelm und SMS Cormoran unter der Führung des Konteradmirals Otto von Diederichs. 1899 erfolgte die Rückfahrt nach Wilhelmshaven, am 27. Mai legte das Schiff nach sieben Jahre Einsatz ohne Pause wieder im Heimathafen an.

Verbleib[Bearbeiten]

Das Schiff wurde am 11. Januar 1902 auf Mercur umgetauft, als der Kleine Kreuzer SMS Arcona fertiggestellt war. Am 22. Juni 1905 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen, wurde die Mercur im Jahr 1906 abgewrackt.

Weblinks[Bearbeiten]