SMS Cöln (1909)

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SMS Cöln
SMS Coeln.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Kleiner Kreuzer
Klasse Kolberg-Klasse
Bauwerft Germaniawerft, Kiel
Baunummer 141
Baukosten 8.356.000 Mark
Stapellauf 5. Juni 1909
Indienststellung 16. Juni 1911
Verbleib Am 28. August 1914 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
130,5 m (Lüa)
130,0 m (KWL)
Breite 14,0 m
Tiefgang max. 5,73 m
Verdrängung Konstruktion: 4.362 t
Maximal: 4.864 t
 
Besatzung 376 bis 383 Mann
Maschine
Maschine 15 Marinekessel
2 Satz Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
29.036 PS (21.356 kW)
Geschwindigkeit max. 26,8 kn (50 km/h)
Propeller 2 dreiflügelig ∅ 2,55 m
2 dreiflügelig ∅ 1,78 m
Bewaffnung
Panzerung
  • Deck: 20–80 mm
  • Sülle: 100 mm
  • Kommandoturm: 20–100 mm
  • Schilde: 50 mm

Die SMS Cöln war ein Kleiner Kreuzer der deutschen Kaiserlichen Marine, der nach der Stadt Köln benannt war und im Ersten Weltkrieg versenkt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Daten[Bearbeiten]

Der erste Kleine Kreuzer mit dem Namen Cöln lief am 5. Juni 1909 in Kiel auf der Germaniawerft vom Stapel. Das Schiff war 130,5 m lang, 14 m breit, hatte einen Tiefgang von 5,56 Metern und eine Wasserverdrängung von 4.864 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 26,8 Knoten. Es war mit zwölf 10,5-cm-Schnellladekanonen bewaffnet. Die Mannschaftsstärke lag in Friedenszeiten bei etwa 380 Mann.

Gefechte[Bearbeiten]

Gedenktafel in Köln

Am 28. August 1914 kam es kurz nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Seegefecht bei Helgoland. Die unter dem Kommando von Fregattenkapitän Meidinger stehende Cöln lief aus Wilhelmshaven aus, um den Kleinen Kreuzern SMS Frauenlob und SMS Stettin sowie den arg bedrängten Torpedobooten der I. Torpedobootflottille sowie der V. Torpedobootflottille zu Hilfe zu kommen. Mit an Bord befand sich der Führer der Torpedoboote (FdT), Konteradmiral Leberecht Maass. Die in der Jade liegenden Schlachtkreuzer konnten zu dieser Zeit nicht mit auslaufen, da der Wasserstand für das Passieren der Barre der Innenjade zu niedrig war. Dies sollte fatale Folgen haben: Zunächst stieß die Cöln auf den britischen Kreuzer HMS Arethusa und acht Zerstörer, die im Gefecht mit dem deutschen Kleinen Kreuzer SMS Mainz standen. Die Cöln griff zusammen mit der SMS Straßburg in den Kampf mit ein, stieß dann aber überraschend auf fünf britische Schlachtkreuzer, die unter dem Kommando von Admiral David Beatty standen. Angesichts der weit überlegenen britischen Schiffe versuchten die beiden deutschen Kreuzer zu entkommen. Die Cöln erhielt schnell mehrere Treffer, wurde aber gegen 13:00 Uhr durch die Ankunft der Ariadne entlastet und konnte zunächst entkommen. Um 13:25 Uhr wurde sie durch den Schlachtkreuzer HMS Lion erneut gesichtet. Gegen 14:30 Uhr versank das trotz erbitterter Gegenwehr zum Wrack geschossene und brennende Schiff westlich von Helgoland in der Nordsee.

Wrack eines Kutters der Cöln

Von den 485 Besatzungsmitgliedern hatten etwa 200 Mann den Untergang des Schiffes zunächst überlebt. Da aber an diesem Tag starker Nebel herrschte, konnte man – trotz mehrerer Schiffe in unmittelbarer Nähe – die Schiffbrüchigen nicht finden. Von den Insassen konnte nur der Obermatrose Neumann aus Köln lebend gerettet werden. Nach 76 Stunden wurde ein zerstörter Kutter der Cöln auf Norderney angetrieben. Er wurde nach Köln gebracht und dort zur Besichtigung ausgestellt. Heute hängt er in der Kölner Eigelsteintorburg.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SMS Cöln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kleiner Kreuzer SMS Cöln – Kutterwrack in der Eigelsteintorburg