SMS Eber (1903)

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Baudaten
Schiffstyp Kanonenboot
Schiffsklasse Iltis-Klasse
Baubezeichnung: Kanonenboot B
Bauwerft: A.G. Vulcan in Stettin
Bau-Nr.: 257
Kiellegung: 1902
Stapellauf: 6. Juni 1903
Fertigstellung: 1903
Baukosten: 1,632 Mio Mark
Schwesterschiffe
SMS Iltis, SMS Jaguar, SMS Tiger, SMS Luchs, SMS Panther
Schiffsmaße
Vermessung: 783 BRT
525 NRT
Wasserverdrängung: Konstruktion: 977 t
Maximal: 1.193 t
Länge der Wasserlinie:
Länge über alles:
LKWL = 64,1 m
Lü.a. = 66,9 m
Breite: 9,7 m
Tiefgang: 3,54 – 3,62 m
Seitenhöhe: 4,71 m
Technische Daten
Kesselanlage: 4 Marine-Kessel
mit Kohlefeuerung
Maschinenanlage: 2 stehende 3-Zylinder-
Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
Anzahl der Propeller: 2 dreiflügelig \varnothing 2,4 m
Wellenumdrehungen: 181 U/min
Antriebsleistung: 1.300 PSi
Geschwindigkeit: 13,5 kn
(Probefahrt: 14,3 kn)
Fahrbereich: 3.400 sm bei 9 kn
Treibstoffvorrat: 240 - 283 t Kohle
Besatzung: 9 Offiziere und 121 Mann
Bewaffnung
Seezielgeschütze: 2 Sk - 10,5 cm L/40
482 Schuss, 122 hm
Revolverkanonen: 6 × 3,7 cm
9000 Schuss
Verbleib
14. September 1914 in Bahia interniert
26. Oktober 1917 dort in Brand gesetzt

SMS Eber war das letzte von sechs Kanonenbooten der Iltis-Klasse der Kaiserlichen Marine.

[Bearbeiten] Die Iltis-Klasse

Die Schwesterschiffe, gebaut zwischen 1898 und 1903, waren SMS Iltis, SMS Jaguar, SMS Tiger, SMS Luchs und SMS Panther. Die Boote waren für den Dienst in den überseeischen Kolonien konzipiert und dienten ausnahmslos dort. Sie verdrängten zwischen 894 und 977 Tonnen, waren 66 m lang, hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 14 Knoten und eine Besatzung von 9 Offizieren und 121 Mann. Die beiden erstgebauten Boote, Iltis und Jaguar, hatten vier 8,8 cm Geschütze, die anderen zwei 10,5 cm Geschütze. Dazu kamen jeweils sechs 3,7 cm Geschütze.

[Bearbeiten] Geschichte

Von Juli bis November 1911 war die Eber mit dem Kleinen Kreuzer Berlin vor Agadir zur Durchsetzung deutscher Interessen stationiert und löste dabei das Kanonenboot Panther ab (Panthersprung nach Agadir).

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs befand sich die Eber in westafrikanischen Gewässern. Sie traf sich bei der brasilianischen Insel Trindade mit dem deutschen Passagierschiff Cap Trafalgar der Hamburg Süd und transferierte ihre Geschütze, Munition und einen Teil ihrer Besatzung auf die Cap Trafalgar, die daraufhin als Hilfskreuzer Handelskrieg führen sollte, aber schon wenige Tage später, am 14. September 1914, nach einem Gefecht mit dem britischen Hilfskreuzer RMS Carmania sank.

[Bearbeiten] Verbleib

Die Eber wurde im September 1914 in Brasilien interniert und am 26. Oktober 1917 von ihrer Besatzung in Bahia selbst versenkt, als Brasilien in den Krieg gegen die Mittelmächte eintrat.

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