SMS Elbing

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SMS Elbing
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Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Kleiner Kreuzer
Klasse Pillau-Klasse
Bauwerft F. Schichau, Danzig
Baunummer 894
Stapellauf 21. November 1914
Indienststellung 4. September 1915
Verbleib Am 1. Juni 1916 selbstversenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
135,3 m (Lüa)
134,3 m (KWL)
Breite 13,6 m
Tiefgang max. 5,98 m
Verdrängung Konstruktion: 4.390 t
Maximal: 5.252 tdep1
 
Besatzung 442 Mann
Maschine
Maschine 10 Yarrow-Kessel
2 Dampfturbinen
Maschinen-
leistung
30.000 PS (22.065 kW)
Geschwindigkeit max. 27,5 kn (51 km/h)
Propeller 2 dreiflügelig ∅ 3,5 m
Bewaffnung
Panzerung
  • Deck: 20–80 mm
  • Kommandoturm: 50–75 mm
  • Schilde: 50 mm

Die SMS Elbing war ein Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine und das zweite Schiff der Pillau-Klasse.

Das Schiff wurde 1913 unter dem Namen Admiral Newelskoi für die Kaiserlich Russische Marine bei der Schichau-Werft in Danzig auf Kiel gelegt. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das noch im Bau befindliche Schiff als Feindbesitz beschlagnahmt und lief am 21. November 1914 als Elbing vom Stapel. Benannt wurde das Schiff nach der Stadt Elbing in Ostpreußen.

Aufgrund von technischen Problemen bei der Ausrüstung mit ihren Geschützen – anstatt der ursprünglich vorgesehenen russischen 13-cm-Kanonen wurden deutsche 15-cm-Geschütze eingebaut – erfolgte der erste Einsatz der Elbing erst am 4. September 1915. In den Jahren 1915 und 1916 war der Kreuzer an Einsätzen in der Nord- und Ostsee beteiligt.

Die Elbing und ihr Schwesterschiff SMS Pillau gehörten zur II. Aufklärungsgruppe unter Konteradmiral Friedrich Boedicker, die am 31. Mai 1916 an der Skagerrakschlacht beteiligt war. Die Elbing eröffnete das Gefecht und konnte auf dem britischen Kreuzer HMS Galatea, trotz sehr großer Distanz, den ersten Treffer der Schlacht (allerdings ein Blindgänger) erzielen. Gegen 19:00 Uhr trafen die Schiffe der II. Aufklärungsgruppe überraschend auf die Grand Fleet. Die Wiesbaden wurde kampfunfähig geschossen. Die Elbing erhielt mittelschwere Treffer. Es gab vier Tote und zwölf Verwundete an Bord.

Beim Rückmarsch der Hochseeflotte, in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1916, lief die Elbing in Kiellinie mit den Kleinen Kreuzern SMS Hamburg, SMS Stuttgart und SMS Rostock an der Backbordseite des I. Geschwaders. Als plötzlich britische Zerstörer angriffen, drehten die Kreuzer nach Steuerbord, um den auf sie zulaufenden Torpedos auszuweichen und sich durch die Linie der eigenen Schlachtflotte aus dem Nachtgefecht zurückzuziehen. Hierbei kam es zu einer Kollision der Elbing mit dem Großlinienschiff SMS Posen, die an Bord der Elbing zu einem verheerenden Wassereinbruch in die Kesselräume führte. Ihre Maschinen wurden beschädigt, der Dampfdruck fiel rapide, und das Schiff bekam schnell starke Schlagseite. Alle Versuche, den Kreuzer zu retten, scheiterten. Daher befahl der Kommandant, Fregattenkapitän Madlung, das Schiff zu sprengen. Nachdem die Besatzung vom Torpedoboot SMS S 53 übernommen worden war, wurde die Elbing am Morgen des 1. Juni um 3:00 Uhr durch Sprengladungen versenkt.

[Bearbeiten] Literatur

  • Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. Band 1: Panzerschiffe, Linienschiffe, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Kanonenboote. Bernard & Graefe, Bonn 1998, ISBN 3-7637-4800-8.
  • Hans H. Hildebrandt, Albert Röhr und Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe. Band 2, Koehler, Herford 1985, ISBN 3-7822-0287-2.
  • Robert Gardiner: Conway’s All the world’s fighting ships 1906-1921. Conway Maritime Press, London 1985, ISBN 0-85177-245-5.
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