Die SMS Elisabeth war ein Kriegsschiff der Marine des Norddeutschen Bundes sowie später der Kaiserlichen Marine. Vom Schiffstyp her war sie eine Gedeckte Korvette der Arcona-Klasse.
Die Elisabeth, benannt nach gleichnamiger Königin von Preußen, wurde auf der Königlichen Werft in Danzig gebaut und lief am 18. Oktober 1868 vom Stapel. Sie war 73 m lang, 13 m breit und hatte einen Tiefgang von 6,50 m. Sie erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 12 kn. Die Bewaffnung der Elisabeth bestand ab 1870 aus 17 Ringkanonen mit einem Kaliber von 15 cm.
1869 nahm sie an den Feierlichkeiten zur Eröffnung des Sueskanals teil. Der spätere Admiral Guido Karcher diente zu dieser Zeit als junger Offizier an Bord. 1876-78 unternahm sie eine Weltreise.[1] Sie gehörte unter anderem zum Ostasiengeschwader und wurde 1878 im Zuge der sogenannten Eisenstuck-Affäre zusammen mit der SMS Leipzig und der SMS Ariadne an die Westküste Nicaraguas entsandt. 1884 brachte sie zunächst zusammen mit der SMS Möwe Dr. Gustav Nachtigal nach Kamerun, wo dieser „Schutzverträge“ mit einheimischen Stammesfürsten abschloss. Von dort wurde die Elisabeth nach Angra Pequeña, der späteren Lüderitzbucht, entsandt, um sich dort der Leipzig anzuschließen und die deutsche Flagge zu hissen. Dies erfolgte am 7. August 1884 durch ihren Kommandanten, Kapitän zur See Schering, und stellte den Ausgangspunkt für die Gründung der Kolonie Deutsch-Südwestafrika dar. Drei Monate später war die Elisabeth zusammen mit der SMS Hyäne auch an der Flaggenhissung auf der Insel Matupi im Bismarck-Archipel beteiligt.
Am 20. September 1887 wurde sie aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen, diente daraufhin als Hulk und wurde 1904 in Stettin abgewrackt.
- Hermann-Joachim Greven: Gedeckte Korvette Elisabeth. Hinstorff, Rostock 1991, ISBN 3-356-00427-1
- ↑ Gabriele Kredel: Bernhard Fischer (1852–1915), Marinearzt, Hygieniker und Meeresmikrobiologe. In: Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 1992. S. 134, ISSN 0084-8808
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