SMS Frauenlob (1853)

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War Ensign of Prussia (1816).svg
Schiffsdaten
Schiffsname Frauenlob
Schiffstyp Kriegsschoner
Schiffsklasse niederl. Schorpioon
Kiellegung: 1849
Stapellauf (Schiffstaufe): 5. Februar 1850
Bauwerft: Lübke, Wolgast
Besatzung: 50-60 Mann
Baukosten: 43.000 Thaler
Verbleib: 2. September 1860 in einem Taifun vor Yokohama gesunken
Schwesterschiffe
SMS Hela
Technische Daten
Wasserverdrängung: Konstruktion: 275 t
Maximal: 305 t
Länge Wasserlinie:
Länge über alles:
27,66 m
32,1 m
Breite: 8,1 m
Tiefgang: 2,61 – 3,23 m
Bauart: Querspant-Kraweelbau
Takelung: Gaffelschoner
Segelfläche: 604 m²
Höchstgeschwindigkeit: 13 kn
Bewaffnung
Kanonen: 1 x 30-Pfünder
9 x 24-Pfünder
Kommandanten
Dienstzeit: Lt zS 1. Kl. Rogge 1856/57
Lt zS 1. Kl. Heinrich Köhler 1858/59
Lt zS 1. Kl. Wachsen 1859
Lt zS 1. Kl. Reetzke 1859/60

SMS Frauenlob war ein zweimastiger Kriegsschoner der preußischen Marine.

Die Schiffbaumeister Klawitter und Lübke entwarfen die Frauenlob und ihr Schwesterschiff Hela nach dem Vorbild des niederländischen Schoners Schorpioon.

Der Bau dieses Schiffes wurde durch "freiwillige Geldspenden deutscher Frauen" im Revolutionsjahr 1848 finanziert, weshalb es den Namen Frauenlob bekam. Ursprünglich waren die Namen Frauengabe und für das Schwesterschiff Der Urwähler vorgesehen, um die Geldgeber zu ehren.

Zum Jahreswechsel 1859/1860 brach ein kleines preußisches Geschwader, bestehend aus SMS Frauenlob, SMS Thetis und SMS Arcona von Rio de Janeiro zu einer Asien-Reise nach China, Japan und Siam auf, wo die Schiffe im Spätsommer 1860 eintrafen (Preußische Ostasienexpedition). Am 2. September 1860 geriet das Geschwader vor Yokohama in einen Taifun, in dem die Frauenlob mit ihrer gesamten Besatzung von fünf Offizieren und 42 Mann sank.

Die Kaiserliche Marine ehrte das Schiff, indem sie 1902 einen Kleinen Kreuzer wiederum SMS Frauenlob nannte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Jürgen Hansen, Die Schiffe der deutschen Flotten 1848-1945, Urbes Verlag, 1973, ISBN 3-924896-06-2
  • R. Wermer, Das Buch von der Deutschen Flotte Velhagen & Klasing, 1902, Bielefeld Leipzig, Seite 203 ff. „Der Untergang des „Frauenlob“.“ Digitalisat