SMS Tegetthoff
| Baudaten | |
|---|---|
| Bauwerft: | Stabilimento Tecnico Triestino |
| Kiellegung: | 24. September 1910 |
| Stapellauf: | 21. März 1912 |
| Übernahme: | 14. Juli 1913 |
| Technische Daten | |
| Verdrängung: | 21.730 t |
| Länge: | 152,18 m |
| Breite: | 27,3 m |
| Tiefgang: | 8,8 m |
| Antrieb: | 12 kohlegefeuerte Yarrow-Dampfkessel 2 Satz Parson-Dampfturbinen mit 25.000 WPS |
| Geschwindigkeit: | 20,30 kn |
| Brennstoffvorrat: | 2000 t Kohle |
| Aktionsradius: | 4200 sm bei 10 kn 3500 sm bei 14 kn |
| Panzerung: |
Gürtelpanzer: 100 bis 280 mm |
| Bewaffnung: |
|
| Besatzung: | 1087 |
Die SMS Tegetthoff war ein Schlachtschiff der Tegetthoff-Klasse der K. u. k. Kriegsmarine. Der Name geht auf den österreichischen Admiral Wilhelm von Tegetthoff zurück, der im deutschen Krieg die italienische Flotte in der Seeschlacht von Lissa besiegte.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Schiff wurde am 24. September 1910 auf Kiel gelegt und am 21. März 1912 in Triest vom Stapel gelassen. Die Indienststellung fand am 14. Juli 1913 statt.
Während des Ersten Weltkriegs blieb sie zusammen mit ihren Schwesterschiffen SMS Viribus Unitis, SMS Prinz Eugen und SMS Szent István fast permanent in Pola liegen. Ausnahmen waren gelegentliche Vorstöße die östliche Adriaküste hinunter oder die Beschießung der italienischen Hafenstadt Ancona am 24. Mai 1915.
Nach dem Krieg wurde die SMS Tegetthoff Italien zugesprochen und am 25. März 1919 ausgeliefert, wo das Schiff bis 1923 in Venedig lag und schließlich 1924 bis 1925 in La Spezia abgewrackt wurde.
Die Glocke des Schiffes befindet sich heute in der Grazer Garnisonskirche „Barmherzigenkirche“. Sie war während des Zweiten Weltkrieges (ab 1942) an Bord des deutschen Schweren Kreuzers Prinz Eugen angebracht, da diesem nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich die Aufgabe zufiel, die Traditionspflege der ehemaligen österreichischen Marine in der deutschen Kriegsmarine fortzuführen.
Zudem sind drei Anker des Schiffes erhalten. Einer befindet sich im Marinemuseum in Venedig. Ein zweiter Anker ziert einen Eingang an der Tiberseite des Marineministeriums in Rom. Ein dritter Anker des Schiffes wurde in das "Monumento al Marinaio d'Italia" in Brindisi integriert. Dort wurde auch ein kleines Geschütz der SMS Tegetthoff aufgestellt.
[Bearbeiten] Museale Rezeption
Die Geschichte der k.u.k. Kriegsmarine ist im Marinesaal des Heeresgeschichtlichen Museum in Wien im Detail dokumentiert, wobei sich in der Ausstellung auch ein beeindruckendes Schnittmodell im Maßstab 1:25 des Schwesternschiffs SMS Viribus Unitis sowie zeitgenössische Darstellungen in Gemälden und Fotografien der SMS Tegetthoff befinden.[1]
[Bearbeiten] Literatur
- Wladimir Aichelburg: K.u.k. Flotte 1900–1918. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1998, ISBN 3-8132-0573-8.
- Tegetthoff. In: Wladimir Aichelburg: Register der k.(u.)k. Kriegsschiffe. Von Abbondanza bis Zrinyi. NWV Neuer Wissenschaftlicher Verlag, Wien u. a. 2002, ISBN 3-7083-0052-1, S. 427–429.
- Friedrich Prasky: Die Tegetthoff-Klasse. Modellbau – Technik – Geschichte. Verlag Österreich u. a., Wien u. a. 2000, ISBN 3-7046-1481-5, mit Schnittplan 1:200.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Manfried Rauchensteiner: Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Fotos von Manfred Litscher. Verlag Styria, Graz u. a. 2000, ISBN 3-222-12834-0, S. 84 f.