SMS Thüringen

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SMS Thüringen
SM Linienschiff Thueringen.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffstyp Großlinienschiff
Klasse Helgoland-Klasse
Bauwerft AG Weser, Bremen
Baunummer 166
Baukosten 46.314.000 Mark
Stapellauf 27. November 1909
Indienststellung 10. September 1911
Verbleib 1923 bis 1933 in Gâvres abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
167,2 m (Lüa)
166,5 m (KWL)
Breite 28,5 m
Tiefgang max. 8,94 m
Verdrängung Konstruktion: 22.808 t
Maximal: 24.700 t
 
Besatzung 1.113 Mann
Maschine
Maschine 15 Marinekessel
3 stehende 4-Zyl.-Verbundmaschinen
2 Ruder
Maschinen-
leistung
34.944 PS (25.701 kW)
Geschwindigkeit max. 21,0 kn (39 km/h)
Propeller 3 vierflügelig ∅ 5,1 m
Bewaffnung
  • 12 × 30,5 cm L/50 Sk (1.020 Schuss)
  • 14 × 15 cm L/45 Sk (2.100 Schuss)
  • 14 × 8,8 cm L/45 Sk (davon 2 Flak, 2.800 Schuss)
  • 6 Torpedorohre ∅ 50 cm
    (4 Seiten, 1 Bug, 1 Heck unter Wasser, 16 Schuss)
Panzerung
  • Wasserlinie: 120–300 mm
  • Deck: 55–80 mm
  • Torpedoschott: 30 mm
  • Türme: 100–300 mm
  • Kasematten: 170 mm
  • vorderer Leitstand: 100–400 mm
  • achterer Leitstand: 50–200 mm

Die SMS Thüringen war ein Großlinienschiff (Schlachtschiff) der Helgoland-Klasse der deutschen Kaiserlichen Marine.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schiffe dieser Klasse trugen ihre Geschütze in sechs Doppeltürmen, davon je zwei an backbord und steuerbord. Nur die Endtürme standen auf der Mittschiffslinie. Dies war durch die Bauhöhe der verwendeten Kolbendampfmaschinen bedingt, die den Raum zwischen den vier Flügeltürmen größtenteils einnahmen.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Zwischen 1914 und 1918 nahm das Schiff an Einsätzen in der Nord- und Ostsee teil, wobei es auch an der Skagerrakschlacht (31. Mai und 1. Juni 1916) teilnahm und in der Nachtschlacht den Panzerkreuzer HMS Black Prince versenkte.

Verbleib[Bearbeiten]

Die Thüringen musste am 5. November 1919 als Reparationsschiff L an Frankreich ausgeliefert werden. Am 29. April 1920 wurde das Schiff nach Cherbourg überführt. Die Franzosen verwendeten es noch einige Zeit als Zielschiff. Ab 1923 wurde es dann in Gâvres abgewrackt. Ein großer Teil der Mitschiffssektion von insgesamt ca. 110 Meter Länge wurde vor Gâvres im Meer versenkt.

Kommandanten[Bearbeiten]

Oktober 1913 bis Februar 1915 Kapitän zur See William Michaelis
Februar 1915 bis September 1915 Kapitän zur See Hugo Langemak
September 1915 bis November 1916 Kapitän zur See Hans Küsel
November 1916 bis Oktober 1917 Kapitän zur See Thilo von Trotha
Oktober 1917 bis März 1918 Kapitän zur See Hans Herr
März bis Dezember 1918 Kapitän zur See Karl Windmüller

Weblinks[Bearbeiten]