SMS Wiesbaden (1915)

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Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Schiffsdaten
Schiffstyp Kleiner Kreuzer
Haushaltsname Ersatz Gefion
Schiffsklasse Wiesbaden-Klasse
Name: SMS Wiesbaden
Kiellegung: 1913
Stapellauf (Schiffstaufe): 30. Januar 1915
Indienststellung: 20. August 1915
Bauwerft: A.G. Vulcan, Stettin
Besatzung: ca. 590 / 474 in Friedenszeiten
Baukosten: k.A. Millionen Goldmark
Schicksal: Versenkt durch Artillerie in der Skagerrakschlacht am 1. Juni 1916
Technische Daten
Wasserverdrängung: Konstruktion: 5.180 t
Maximal: 6.601 t
Länge: KWL: 141,7 m
über alles: 145,3 m
Breite: 13,9 m
Tiefgang: 5,76 m vorn / 6,06 m achtern
Maschinenanlage: 10 kohlegefeuerte Dampfkessel und
2 ölgefeuerte Doppelender-Kessel
2 Satz Marine-Turbinen
(davon eine Marsch-Getriebeturbine und eine mit Föttinger-Transformator)
zusammen 31.000 PSw
Anzahl der Schrauben: 2 (dreiflügelig Ø 3,5 m)
Höchstgeschwindigkeit: 27,5 kn
Brennstoffvorrat: 1280 t Kohle und 470 t Öl
Reichweite: 4800 nm bei 12 kn
Panzerung
Gürtelpanzer: 60 mm
Deck: 40 mm
Bewaffnung
15 cm Sk L/45: 8 in Einzellafetten
8,8 cm FlaK L/45: 2
Torpedorohre Ø 50 cm: 4 (2 unter Wasser / 2 einzeln an Deck)
Kommandanten
Kapitän zur See Fritz Reiss September 1915 - Juni 1916

Der Kleine Kreuzer SMS Wiesbaden war ein Schiff der kaiserlichen deutschen Marine.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Technik

Das Schiff hatte eine Verdrängung von 5180 t und besaß einen 60 mm starken Seitenpanzer. Die Bewaffnung bestand aus acht 15 cm-Geschützen, vier 8,8 cm-Geschützen und vier 50 cm-Torpedorohren. Außerdem konnten bis zu 120 Minen mitgeführt werden.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Wiesbaden lief am 30. Januar 1915 in Stettin auf der Werft A.G. Vulcan vom Stapel und wurde am 23. August 1915 in Dienst gestellt. Ihr Kommandant war Kapitän zur See Fritz Reiss.

[Bearbeiten] Erster Weltkrieg

Nach der Ausbildung in der Ostsee wurde das Schiff der II. Aufklärungsgruppe zugeteilt. Ab Dezember 1915 versah die Wiesbaden Vorposten- und Sicherungsdienste in der Nordsee und nahm an Minenoperationen teil.

[Bearbeiten] Skagerrakschlacht

Am 31. Mai 1916 nahm die Wiesbaden in der von Konteradmiral Friedrich Boedicker befehligten II. Aufklärungsgruppe (Flaggschiff war das Schwesterschiff Frankfurt) an der Skagerrakschlacht teil. Schon zu Beginn der Schlacht wurde das Schiff durch einen Volltreffer in den Maschinenraum manövrierunfähig geschossen. Im Laufe der Schlacht trieb es zwischen den Schlachtlinien und wurde fortwährend von den britischen Schiffen beschossen. Später erhielt es noch einen Torpedotreffer ins Heck. Das Schiff zeigte dabei eine erstaunliche Standfestigkeit und ging erst nach Stunden, am 1. Juni 1916 gegen 2:45 Uhr, nahezu mit der gesamten Besatzung, unter. 22 Männer konnten sich zunächst auf drei Flöße retten, aber nur der Oberheizer Hugo Zenne konnte zwei Tage später als einziger Überlebender vom norwegischen Dampfer Willy gerettet werden. 589 Besatzungsmitglieder starben. Unter ihnen befand sich auch der niederdeutsche Dichter Johann Kinau, bekannt als Gorch Fock.

[Bearbeiten] Das Wrack heute

Das Wrack wurde durch Taucher der Bundesmarine 1983 in 52 Metern Tiefe gefunden.[1] Ein Stück der Wellenabdeckung wurde von Marinetauchern der Deutschen Marine im Rahmen einer Tauchübung geborgen und dem Wrackmuseum Cuxhaven geschenkt.[2] Ende Juni 2011 wurde das Wrack von einer Gruppe deutscher Taucher erneut betaucht. Dabei wurde festgestellt, dass die beiden Propeller des Kreuzers fehlen. Es wird vermutet, dass sie bereits vor 1983 von Bergungstauchern gehoben wurden.[3] Aktuellen Berichten zufolge[4] ist geplant, Teile des Schiffes zu bergen und in Gedenken an die letzte Seeschlacht im Internationalen Maritimen Museum Hamburg auszustellen.

[Bearbeiten] Modellbauten

Ein Modell des Kreuzers befindet sich im Rathaus Wiesbadens, welches am 31. Mai und 1. Juni eines Jahres besichtigt werden kann.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Expedition zum Wrack des Kreuzers "Wiesbaden"
  2. SMS Kreuzer 'Wiesbaden'
  3. Tauchgang zum Wrack der "Wiesbaden"
  4. Bild-Zeitung Hamburg vom 7. Juli 2011, S. 3

57.0166666666675.8833333333333Koordinaten: 57° 1′ 0″ N, 5° 53′ 0″ O

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