SM UB 33

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
SM UB 33
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

UB II

Werft:

Blohm & Voss, Hamburg

Bauauftrag:

22. Juli 1915

Stapellauf:

4. Dezember 1915

Indienststellung:

22. April 1916

Kommandanten:
  • 22. April 1916 - 2. Dezember 1916:
    Oblt.z.S. Herbert Lefholz
  • 1. Februar 1917 - 21. März 1917:
    Oblt.z.S. Waldemar von Fischer
  • 22. März 1917 - 16. September 1917:
    Oblt.z.S. Karl Ruprecht
  • 17. September 1917 - 11. April 1918:
    Oblt.z.S. Fritz Gregor
Flottillen:
  • 22. Juni 1916 - 24. Oktober 1917 U-Flottille Kurland
  • 24. Oktober 1917 - 11. April 1918 U-Flottille Flandern
Einsätze:

17 Feindfahrten

Versenkungen:

13 Schiffe Gesamttonnage 5.357 BRT

Verbleib: Zusammenstoß mit einer Mine (50° 56′ N, 1° 17′ O50.9333333333331.2833333333333) am 11. April 1918 (28 Tote).

SM UB 33 war ein deutsches U-Boot der Kaiserlichen Marine, die es während des Ersten Weltkrieges einsetzte. Die beiden ersten Buchstaben SM bedeuten Seiner Majestät, damit ist Kaiser Wilhelm gemeint.

Einsätze[Bearbeiten]

UB 33 wurde am 22. Juli 1915 bei der Blohm & Voss-Schiffswerft in Hamburg in Auftrag gegeben, wo es am 4. Dezember 1915 den Stapellauf hatte. Am 22. April 1916 wurde es unter dem Kommando von Oblt.z.S. Herbert Lefholz in Dienst gestellt.

UB 33 war vom 22. Juni 1916 bis 24. Oktober 1917 bei der U-Flottille Kurland und vom 24. Oktober 1917 bis 11. April 1918 bei der U-Flottille Flandern im Einsatz.

Im Verlaufe von 17 Feindfahrten konnte das Boot insgesamt 13 Schiffe (5.357 BRT) versenken, 2 Schiffe (6.513 BRT) beschädigen und 3 Schiffe (1.527 BRT) als Prise aufbringen.

Verbleib[Bearbeiten]

Am 11. April 1918 war UB 33 auf dem Rückmarsch nach Zeebrügge, als es beim Tauchen vor Patrouillenfahrzeugen auf eine Mine der Dover-Sperre stieß. Südwestlich der Varne-Sandbank wurde von dem britischen Fischtrawler Ocean Roamer gegen 18 Uhr eine Detonation beobachtet und anschließend Wrackteile und ein Ölteppich gesichtet. Es gab keine Überlebenden.

Am 21. Mai 1918 fanden Taucher das Wrack von UB 33 auf der Position 50° 56′ N, 1° 17′ O50.9333333333331.2833333333333. Im Turmluk befand sich die Leiche des Kommandanten, Oberleutnant Gregor, der offenbar versucht hatte, das U-Boot im letzten Moment zu verlassen. Er wurde an Land beigesetzt. Im U-Boot fanden die Taucher eine wasserdichte Stahlkassette mit geheimen Unterlagen der deutschen U-Boote.

Aufgrund seiner Lage in geringer Tiefe in einer verkehrsreichen Zone des Ärmelkanals und der sechs noch an Bord befindlichen Torpedos, davon zwei in den vorderen Torpedorohren, stellt das Wrack von UB 33 eine erhebliche Gefährdung für die Schifffahrt dar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Bendert: Die UB-Boote der Kaiserlichen Marine 1914–1918. Mittler & Sohn Verlag 2000, ISBN 3-8132-0713-7.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot Verluste in beiden Weltkriegen. Urbes, Gräfelfing vor München 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]