SM U 32

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SM U 32
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Technische Daten
U-Boot Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Serie: U 31 – U 41
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Verdrängung: 685 Tonnen (über Wasser)
878 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 64,70 m
Breite: 6,32 m
Tiefgang: 3,56 m
Druckkörper ø: 4,05 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Tauchzeit: 50–100 s
Antrieb: Dieselmotoren 1850 PS
E-Maschinen 1200 PS
Geschwindigkeit: 16,4 Knoten (über Wasser)
9,7 Knoten (unter Wasser)
Bewaffnung: 2 Bug- und 2 Heckrohre, 6–10 Torpedos
2 × 8,8-cm-Deckgeschütze (bis 1917)
1 × 10,5-cm-Deckgeschütz (ab 1917)
Einsatzdaten
Besatzung: 4 Offiziere
31 Mannschaften
Einsätze: 11
Erfolge: 35 versenkte Handelsschiffe
1 versenktes Kriegsschiff
Verbleib: Am 8. Mai 1918 im Mittelmeer durch den britischen U-Bootjäger Wallflower versenkt.

SM U 32 war ein diesel-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Einsätze[Bearbeiten]

U 32 lief am 28. Januar 1914 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 3. September 1914 in Dienst gestellt. Die Kommandanten des U-Bootes waren der zeitlichen Reihenfolge nach Edgar von Spiegel von und zu Peckelsheim (1914–1916), Kurt Hartwig (1916–1918) und Kurt Albrecht (1918).

Die sinkende Cornwallis, getroffen durch Torpedos von U 32.

U 32 führte im Verlauf des Ersten Weltkrieges 11 Feindfahrten durch, auf denen zusammen 36 Schiffe der Entente sowie neutraler Staaten mit einer Gesamttonnage von 114.288 BRT versenkt wurden.[1] Darunter ist besonders die Versenkung des britischen Linienschiffes Cornwallis bemerkenswert. Die Cornwallis zählte zu den größten Kriegsschiffen der Entente, die im Ersten Weltkrieg versenkt wurden. Am 9. Januar 1917 erzielte U 32 unter Kurt Hartwig 60 Seemeilen östlich des britischen Flottenstützpunktes Malta einen Torpedotreffer an der Steuerbordseite. Dadurch bekam die Cornwallis leichte Schlagseite. Etwa 75 Minuten nach dem ersten Treffer gelang Hartwig ein weiterer Treffer, ebenfalls an Steuerbord, woraufhin die Cornwallis binnen 30 Minuten sank. 15 Mann starben bei den Torpedotreffern, die übrige Besatzung konnte gerettet werden, da das Linienschiff lange kontrollierbar war, bevor es sank.

Verbleib[Bearbeiten]

Am 8. Mai 1918 griff die Besatzung von U 32 unter Kurt Albrecht einen von Gibraltar nach Alexandria fahrenden Geleitzug an. Dabei wurde das britische Kriegsschiff Wallflower[2] auf U 32 aufmerksam und versenkte das U-Boot durch Artilleriebeschuss sowie anschließenden Wasserbombenwurf. Alle 41 Besatzungsmitglieder einschließlich des Kommandanten kamen dabei zu Tode. Als ungefähre Untergangsstelle gelten die folgenden Koordinaten nordwestlich von Malta: 36° 7′ N, 13° 28′ O36.11666666666713.466666666667.[3][4]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 67.
  2. In einigen Quellen wird Wildflower als Schiffsname angegeben.
  3. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 89.
  4. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, S. 48.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-86070-036-7.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]