SM U 41

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SM U 41
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Technische Daten
U-Boot Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Typ U 31 - U 41
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Verdrängung: 685 Tonnen (über Wasser)
824 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 64,70 m
Breite: 6,32 m
Tiefgang: 3,56 m
Druckkörper ø: 4,05 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Tauchzeit: 50–100 s
Antrieb: Dieselmotoren 1850 PS
E-Maschinen 1200 PS
Geschwindigkeit: 16,4 Knoten (über Wasser)
9,7 Knoten (unter Wasser)
Bewaffnung: 2 Bug- und 2 Heckrohre, 6–10 Torpedos
1 x 88-mm-Kanone
Besatzung: 4 Offiziere
31 Mannschaften
Erfolge: 28 versenkte Handelsschiffe
Verbleib: Am 24. September 1915 durch die britische U-Boot-Falle Baralong versenkt.

SM U 41 war ein diesel-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg.

Einsätze[Bearbeiten]

U 41 wurde am 12. Juni 1912 in Auftrag gegeben. Das U-Boot lief am 10. Oktober 1914 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 1. Februar 1915 in Dienst gestellt. Sein erster und einziger Kommandant war Kapitänleutnant Klaus Hansen, der vorher U 16 kommandiert hatte.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs konnte Hansen zahlreiche Versenkungen von Handelsschiffen der Entente erzielen. Er ließ auch Schiffe neutraler Staaten versenken.[1] Von Mai bis September 1915 versenkte die Besatzung von U 41 insgesamt 28 Handelsschiffe mit zusammen knapp 60.000 BRT.[2]

Verbleib[Bearbeiten]

Am 24. September 1915 hatte U 41 gerade das britische Frachtschiff Urbino gemäß Prisenrecht versenkt, als die britische U-Boot-Falle HMS Baralong in Sicht kam. Hansen ließ zunächst auf Tauchstation gehen. Nach kurzer Zeit tauchte das U-Boot aber wieder auf, als das Schiff die neutrale, US-amerikanische Flagge hisste. Als die Besatzung der U 41 sich anschickte, die Schiffspapiere des vermeintlichen „Neutralen“ zu kontrollieren, eröffnete dieser aus nächster Nähe das Feuer. Das Deckgeschütz von U 41 war zwar bemannt, konnte aber nur einen Fehlschuss erzielen. Hansen ließ daher abermals abtauchen und wollte unter Wasser ablaufen. Das U-Boot sank jedoch schnell bis auf 76 Meter, jenseits der maximal vorgesehenen Tauchtiefe von 50 Metern. Hansen befahl daher das Anblasen sämtlicher Tauchzellen, was das Emporschnellen bis zur Wasseroberfläche zur Folge hatte. Da sich herausgestellt hatte, wie schwer das U-Boot beschädigt war, begann die Besatzung von Bord zu gehen. U 41 sank durch Beschuss westlich der Scilly-Inseln auf Position 49° 10′ N, 7° 20′ W49.166666666667-7.3333333333333.[3]. Es wurden nur zwei Offiziere gerettet, auch der Kommandant Klaus Hansen war unter den Toten.

Sonstiges[Bearbeiten]

Die Baralong war bereits am 19. August 1915 U 27 zum Verhängnis geworden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. uboat.net U 27
  2. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 67.
  3. Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, S. 15f.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-86070-036-7.
  • Paul Kemp: Die deutschen und österreichischen U-Boot-Verluste in beiden Weltkriegen. Gräfelfing vor München: Urbes, 1998, ISBN 3-924896-43-7.

Weblinks[Bearbeiten]

uboat.net U 41