SM U 60

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SM U 60
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge)
Baudaten
U-Boot-Typ: Zweihüllen-Hochsee-Boot
Serie: U 60 – U 62
Bauwerft: AG Weser, Bremen
Baunummer: 215
Stapellauf: 5. Juli 1916
Indienststellung: 1. November 1916
Technische Daten
Verdrängung: 768 Tonnen (über Wasser)
956 Tonnen (unter Wasser)
Länge: 67,00 m
Breite: 6,32 m
Tiefgang: 3,74 m
Druckkörper ø: 4,05 m
max. Tauchtiefe: 50 m
Tauchzeit: 30–50 s
Antrieb: Dieselmotoren 2400 PS
E-Maschinen 1200 PS
Geschwindigkeit: 16,5 Knoten (über Wasser)
8,4 Knoten (unter Wasser)
Bewaffnung: 2 Bug- und 2 Hecktorpedorohre,
7 Torpedos
1 bzw. 2 × 8,8-cm-Deckgeschütz(e)

1 × 10,5-cm-Deckgeschütz

Einsatzdaten
Kommandanten:
Besatzung (Sollstärke): 4 Offiziere
32 Mannschaften
Einsätze: 10
Erfolge: 52 versenkte Handelsschiffe
Verbleib: Am 21. November 1918 an Großbritannien ausgeliefert. Auf Fahrt zum Wrackplatz 1921 vor englischer Ostküste gestrandet.

SM U 60 war ein diesel-elektrisches U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Einsätze[Bearbeiten]

U 60 lief am 5. Juli 1916 bei der AG Weser in Bremen vom Stapel und wurde am 1. November 1916 in Dienst gestellt. Die Kommandanten des U-Bootes waren Karlgeorg Schuster (1. November 1916 – 31. Oktober 1917), Karl Jasper (1. November 1917 – 20. November 1917) und Franz Grünert (21. November 1917 – 11. November 1918).

U 60 führte während des Ersten Weltkriegs zehn Feindfahrten in der Nordsee beziehungsweise im östlichen Nordatlantik durch. Dabei wurden insgesamt 52 Handelsschiffe der Entente und neutralen Staaten mit einer Gesamttonnage von 108.191 BRT versenkt.[1] Das größte, von U 60 versenkte Schiff war das britische Frachtschiff Armadale mit Truppen und Ausrüstung (6.153 BRT). Die Armadale wurde am 27. Juni 1917 auf dem Weg von Manchester nach Thessaloniki etwa 160 Meilen nordwestlich von Tory Island (Irland) angegriffen. Dabei gab es drei Todesopfer.[2]

Technik[Bearbeiten]

U 60 unterschied sich technisch nur unwesentlich von seinen Vorgängerbooten aus der Bauserie U 57U 59. Es besaß jedoch leistungsstärkere Dieselmotoren, die ihm eine höhere Überwassergeschwindigkeit erlaubten.

Verbleib[Bearbeiten]

U 60 wurde am 21. November 1918 an das Vereinigte Königreich ausgeliefert. Auf der Überführungsfahrt zur endgültigen Verschrottung im Jahr 1921 strandete das U-Boot vor der Ostküste Englands und wurde aufgegeben.[3]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 68.
  2. uboat.net: Ships hit by U 60
  3. Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, S. 90.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Erlangen: Karl Müller Verlag, 1993, ISBN 3-86070-036-7.

Weblinks[Bearbeiten]