Spitzenorganisation der Filmwirtschaft

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Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. (SPIO) ist der in Wiesbaden ansässige Dachverband von derzeit 16 Berufsverbänden der deutschen Film-, Fernseh- und Videowirtschaft, die insgesamt über 1.100 Mitgliedsfirmen vertreten. Als Interessenvertretung der gesamten deutschen Film-, Fernseh- und Videowirtschaft äußert sich die SPIO öffentlich zu ökonomischen, rechtlichen und politischen Fragen, die diese Branche betreffen, nimmt Stellung zu Gesetzesvorhaben und erfüllt für ihre Mitglieder Servicefunktionen. Präsidentin der SPIO ist gegenwärtig Manuela Stehr.

Inhaltsverzeichnis

Einrichtungen und Servicefunktionen der SPIO [Bearbeiten]

Eine Tochtergesellschaft der SPIO ist die seit 2002 als GmbH geführte Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK).

Die SPIO führt auch ein Titelregister zur Registrierung von Urheberrechten an Filmtiteln.

Die Statistische Abteilung der SPIO erfasst alle verfügbaren Daten im Bereich der deutschen Filmwirtschaft, wertet sie aus und stellt die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Mitglieder der SPIO können Filme und Videos, die von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft kein Kennzeichen erhalten haben, einer Juristenkommission der SPIO (kurz SPIO/JK) vorlegen, die prüft, ob der Bildträger die Bestimmungen des Strafgesetzbuchs einhält und in diesem Fall eines ihrer zwei Prüfzeichen vergibt.

Die SPIO tritt als Gesellschafter des Filmfest München auf.

Geschichte [Bearbeiten]

Die erste Spitzenorganisation der Filmwirtschaft wurde am 19. Oktober 1923 gegründet. Der Filmproduzent Erich Pommer wurde ihr Vorsitzender. 1933 ging die Spio in der neu gegründeten Reichsfilmkammer auf.

1928-1933 gab es als gewerkschaftlich orientierte Gegenorganisation die Dachorganisation der filmschaffenden Künstler Deutschlands (Dacho).

Die Nachkriegs-SPIO wurde 1950 in Wiesbaden gegründet und ist seitdem auch eine der Hauptträgerinnen des Deutschen Instituts für Filmkunde e. V. (DIF), das sich ab 1999 Deutsches Filminstitut – DIF nennt. Im Dezember 1956 rief die SPIO die Deutsche Filmkünstlernothilfe ins Leben, eine gemeinnützige Stiftung zur Unterstützung notleidender Filmkünstler; im Januar 1966 gründete sie die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Literatur [Bearbeiten]

  • Manfred Behn: Gleichgeschaltet in die „Neue Zeit“. Filmpolitik zwischen SPIO und NS. In: Hans-Michael Bock, Michael Töteberg (Hrsg.): Das Ufa-Buch. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1992, S. 340–343.

Weblinks [Bearbeiten]