SQ3R-Methode

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Die SQ3R-Methode bezeichnet eine von Francis Robinson entwickelte Methode zum effektiven Lesen.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Buchstabenfolge SQ3R steht für die Abfolge, in der der Leser ein (wissenschaftliches) Buch zur Kenntnis nehmen sollte; abkürzend sind gemeint Survey, Question, Read, Recite und Review.

Survey
Der erste Schritt ermöglicht dem Leser einen Überblick über den ganzen Text (Buch). Überschriften, Aufbau sowie Stichworte fallen dem Leser ins Auge, um so einen groben Zusammenhang und den Gesamtrahmen zu erkennen.
Question
Im zweiten Schritt wird der Leser aktiv. Er stellt mögliche Fragen zum Abschnitt auf. Durch die Formulierung von Fragen wird die Motivation geweckt, Antworten auf die Fragen zu finden.
Read
Der Hauptschritt befasst sich nun mit dem Text. Jetzt wird der Text abschnittsweise gelesen, was auch den Hauptaufwand darstellt. Das Gelernte muss verstanden werden, damit es gespeichert wird. Wichtige Schlüsselwörter und Zusammenhänge sollten farbig hervorgehoben werden.
Recite
Nach jedem Abschnitt sollte dieser rekapituliert, also darüber nachgedacht werden. Worum ging es, was waren die Schlüsselwörter und wie stehen diese miteinander in Zusammenhang. Zusätzlich soll man nach mehreren Abschnitten das Gelesene schriftlich erfassen, z. B. durch Zusammenfassungen oder am besten mit farbigen Mindmaps.
Review
In diesem Bereich sollte man darüber nachdenken, wie der Abschnitt zum Gesamtrahmen und mit den anderen Abschnitten zusammenhängt und wie man das Gelernte praktisch anwenden könnte bzw. welche Anwendungsgründe existieren.

Vor- und Nachteile[Bearbeiten]

Vorteile[Bearbeiten]

Das mit der SQ3R-Methode erfasste Wissen ist wesentlich besser im Gedächtnis gespeichert, da viel Eigeninitiative und Elaboration in den Schritten verankert ist. So ist die Wahrscheinlichkeit der korrekten Wissensabfrage höher als beim „normalen“ Lesen. Mit etwas Übung lässt sich diese effektive Methode auf alle Wissensbereiche ausdehnen.

Nachteile[Bearbeiten]

Diese Methode ist anfangs aufwändig und zeitintensiv. Viele Schritte werden gerne zusammengefasst und verlieren so an Effizienz.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Christmann/Groeben: Die Psychologie des Lesens, 1999, S. 196