Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905

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Die Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 (SSF Bonn) sind der größte und mitgliederstärkste Sportverein in Bonn.

Sportarten[Bearbeiten]

Die SSF Bonn bietet aktive Tätigkeit in den folgenden Sportarten an:

Aikibudo, Badminton, Breitensport, Floorball, Iai-Do, Judo, Ju-Jutsu, Kanu, Karate, Kendo, Krafttraining, Kung Fu, Kyudo, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Ski, Taijiquan, Tanzen, Tauchen, Tischtennis, Triathlon, Volleyball, Wasserball

Weitere Trainingsmöglichkeiten bestehen zum Beispiel für Capoeira, Jazz-Dance oder Nordic Walking.

Organisation[Bearbeiten]

Neben den vereinsüblichen Organen wie Mitgliederversammlung und Vorstand, die gesetzlich vorgeschrieben sind, bestimmen eine auf vier Jahre gewählte Delegiertenversammlung und ein geschäftsführender Vorstand die Vereinsarbeit. Vorsitzender ist zurzeit Lutz Thieme, hauptamtliche Geschäftsführerin Maike Schramm.

Sportstätten[Bearbeiten]

Die vereinseigene Schwimmhalle im Sportpark Nord mit 50-m-Bahn und zusätzlichem Lehrschwimmbecken ist Bundesleistungsstützpunkt des Olympiastützpunkts Rheinland. Weiterhin bietet der Verein in zwei Fitneßräumen in Bonn und Beuel die Möglichkeit zum Training, für andere Sportarten werden vor allem städtische Einrichtungen genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die SSF Bonn wurde am 3. Februar 1905 als Bonner Schwimmverein gegründet und schloss sich 1921 mit dem Bonner Damenschwimmverein, dann 1937 mit dem konkurrierenden Vereinten Wasserfreunden Bonn 09 zu den Schwimmsportfreunden Bonn 05 e. V. zusammen. 1928 wurde zwischenzeitlich die heutige Kanuabteilung gegründet. 1952 gründete sich im SSF der 1. Deutsche Badminton-Club Bonn, welcher in den Anfangsjahren des Wettkampfsports Badminton in der Bundesrepublik die deutsche Badmintonszene dominierte. Mit Wolfgang Bochow und Irmgard Latz standen auch international überaus erfolgreiche Spieler in den Reihen des 1. DBC. 1966 haben die Schwimm- und Sportfreunde Bonn 2000 Mitglieder, 1970 übernehmen sie im Sportpark Nord die Schwimmhalle mit 50-m-Becken. 1970 wird Hans Riegel erster Präsident der SSF Bonn. In den 1970er Jahren werden eine Reihe neuer Abteilungen eröffnet und 1974 das 6000. Mitglied begrüßt. Dies begründet 1978 die Umbenennung in den heutigen Vereinsnamen, der das erheblich erweiterte Sportartenangebot besser darstellt.

1981 wird erstmals ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt, 1994 wird Reiner Schreiber neuer Präsident. 1999 hat der Verein 5600 Mitglieder, das Internationale SSF-Schwimmfest wird zur festen und bundesweit beachteten Veranstaltung. 2005 feiern die SSF Bonn mit mehr als 7500 Mitgliedern das hundertjährige Bestehen. Derzeit (Mitte 2013) hat der SSF Bonn ca. 8500 Mitglieder.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bochow, Europameister im Badminton, zweifacher Vizeeuropameister, erkämpfte 13 Deutsche Meistertitel für Bonn
  • Ute Hasse, Silbermedaille 4x100 m Lagenstaffel, Olympische Spiele 1984, Los Angeles
  • Leni Henze-Lohmar, Silbermedaille 4x100 m Kraulstaffel, Olympische Spiele 1936, Berlin
  • Walter Kusch, Silbermedaille 4x100 m Lagenstaffel, Olympische Spiele 1976, Montreal
  • Werner Lampe, Bronzemedaille 200 m Kraul, Olympische Spiele 1972, München
  • Irmgard Latz-Gerlatzka, Europameisterin und Vizeeuropameisterin im Badminton, erkämpfte 6 Deutsche Meistertitel für Bonn
  • Elena Reiche, Teilnahme am Endkampf im Modernen Fünfkampf, Olympische Spiele 2000, Sydney, DM Moderner Fünfkampf, Einzel, 2001
  • Klaus Steinbach, Silbermedaille 4x100 m Lagenstaffel, Olympische Spiele 1976, Montreal
  • Lena Schöneborn, DM Moderner Fünfkampf, Einzel, 2004, Goldmedaille Moderner Fünfkampf Olympische Spiele 2008, Peking
  • Nina Schiffer, DM Schwimmen, 200 m Schmetterling,* 2007

Volleyball[Bearbeiten]

Seit den 1960er Jahren wird im SSF Bonn sehr erfolgreich Volleyball gespielt. Bereits 1974 wurden die Männer Deutscher Meister und gehörten in der Saison 1974/75 zu den Gründungsmitgliedern der Volleyball-Bundesliga. 1981 konnte der SSF nochmals den Deutschen Meistertitel erringen. In den 1980er Jahren wuchs mit dem Männerteam von Fortuna Bonn ein gleichwertiger Konkurrent in Bonn heran, Fortuna wurde 1987 Deutscher Pokalsieger[1]. Seit 2003 gibt es eine Spielgemeinschaft aus beiden Vereinen: SSF Fortuna Bonn. Die Männer spielen seit der Saison 2014/15 in der Dritten Liga West, auch die Frauen spielen in der Dritten Liga West.

Floorball[Bearbeiten]

Unter dem Namen SSF Dragons Bonn spielte die Mannschaft der Floorball-Abteilung in der Saison 2010/11 in der 1. Bundesliga und seitdem in der regionalen 2. Bundesliga (2011/2012: Meister; 2012/2013 wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga erst in der Relegation verpasst). Im Pokal kam Bonn 2012/2013 bis ins Final Four in Chemnitz. Zu den größten Erfolgen des Vereins zählen die vier Herren-Meistertitel auf dem Kleinfeld 2005, 2007, 2008 und 2009; anschließend konzentrierte man sich auf die Großfeld-Ligen. Der Verein entstand 2007 nach der Fusion mit dem Floorball-Club Dragons Bonn, mit dem zuvor eine enge Kooperation bestand. Die Damen-Mannschaft spielte 2010/11 in der NRW-Liga.

Bundesligakader - Saison 2010/11

Pos. Nr. Name Nat. Jahrgang
Torhüter 1 Heiko Packeiser Deutschland 1989
Torhüter 28 Felix Klein Deutschland 1989
Torhüter 48 Tim Kiesewetter Deutschland 1984
Torhüter 74 Markus Tölzer Deutschland 1974
Verteidiger 18 Lutz Ackermann Deutschland 1994
Verteidiger 10 Jochen Hahnen Deutschland 1980
Verteidiger 27 Mathis Janesch Deutschland 1982
Verteidiger 11 Simon Kandziora Deutschland 1980
Verteidiger 83 Markus Mayer Deutschland 1983
Angreifer 65 Janos Bröker Deutschland 1994
Angreifer 13 Eugen Friesen Deutschland 1979
Angreifer 26 Peter Hahnen Deutschland 1980
Angreifer 9 Patrick Lamers Deutschland 1981
Angreifer 25 Mario Mittermüller Deutschland 1989
Angreifer 30 Lukas Mönnig Deutschland 1994
Angreifer 7 Jan Patocka Tschechien 1980
Angreifer 16 Kai Richter Deutschland 1983
Angreifer 42 Jeroen Risse Deutschland 1983
Angreifer 8 Dennis Schiffer Deutschland 1991
Angreifer 19 Antti Wolk Deutschland 1978
Angreifer 14 Sven Wrossok Deutschland 1989
Angreifer 75 Claas Henrik Würdemann Deutschland 1987

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festschrift Fortuna Bonn 2004 (PDF; 6,1 MB)