SSV Jahn Regensburg

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SSV Jahn Regensburg
Vereinswappen des SSV Jahn Regensburg
Voller Name Sport- und Schwimmverein
Jahn 2000 Regensburg e.V.
(Hauptverein)
SSV Jahn 2000 Regensburg
GmbH & Co. KGaA
(Spielbetrieb Profifußball)
Ort Regensburg, Bayern
Gegründet 4. Oktober 1907
(Fußballabteilung des TB Jahn Regensburg)
26. Mai 2000
(Abspaltung der Fußballabteilung)
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Jahnstadion
Plätze 12.500
Präsident Hans Rothammer
Trainer Christian Brand
Homepage www.ssv-jahn.de
Liga 3. Liga
2013/14 11. Platz
Heim
Auswärts

Der SSV Jahn Regensburg (offiziell: Sport- und Schwimmverein Jahn 2000 Regensburg e.V.) ist ein Fußballverein aus der bayerischen Stadt Regensburg. Er basiert auf dem 1886 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg und wurde nach Friedrich Ludwig Jahn benannt, dem Initiator der deutschen Turnbewegung. Derzeit hat der SSV Jahn 980 Mitglieder (Stand: Januar 2014). Die Vereinsfarben sind rot-weiß.[1]

Die erste Mannschaft, auch Jahnelf genannt, spielt derzeit in der 3. Liga und ist der erfolgreichste Verein Ostbayerns.

Geschichte[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Wurzeln des Vereins liegen im 1886 gegründeten Turnerbund Jahn Regensburg, in der am 4. Oktober 1907 eine Fußballabteilung entstand. Im Zuge der „reinlichen Scheidung“ vom 28. Februar 1924 spalteten sich die Sportler von den Turnern ab und verselbständigten sich als Sportbund Jahn Regensburg.[2] Bei der von den Nationalsozialisten assoziierten Gründung sog. „Großvereine“ fusionierte der SB Jahn mit dem Sportverein 1889 Regensburg und dem Schwimmverein von 1920 Regensburg am 24. Mai 1934 zum Sport- und Schwimmverein Jahn 1889 Regensburg.[3]

Vereins- und Namensentwicklung.

Am 26. Mai 2000 spaltete sich die Fußballabteilung vom Hauptverein ab und gründete den SSV Jahn 2000 Regensburg e. V., dem sich im Sommer 2002 auch die Fußballer der SG Post/Süd Regensburg anschlossen. Im Jahr 2009 beschloss die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Leistungsmannschaften aus dem Verein in eine Kapitalgesellschaft zur SSV Jahn 2000 Regensburg GmbH & Co. KGaA.[4].

In der Zeit von 1927–35 und 1937–45 war der SSV Jahn Regensburg in der Bezirksklasse bzw. ab 1933 der Gauliga Bayern erstklassig. Das erfolgreichste Jahr erlebte der Verein 1930, als man in der Trostrunde zur deutschen Meisterschaft den 1. FC Nürnberg mit 3:0 besiegte. Bei diesem Spiel entdeckte Reichstrainer Otto Nerz den Regensburger Torwart Hans Jakob für die Nationalmannschaft. Er bestritt bis 1939 38 Länderspiele, darunter das Spiel um den 3. Platz bei der WM 1934 gegen Österreich am 7. Juni 1934 in Neapel. Jakob ist bis heute der einzige deutsche Nationalspieler des SSV.

Nach dem Zweiten Weltkrieg pendelte SSV Jahn Regensburg zwischen Oberliga und II. Division. In den Jahren 1949/50, 1953–58 und 1960/61 gehörte der Jahn jeweils der höchsten Spielklasse an. Von 1954 bis 1957 übernahm die österreichische Fußballerlegende Josef "Pepi" Uridil als Nachfolger seines Landsmannes Franz "Bimbo" Binders das Traineramt bei SSV Jahn Regensburg.

Die beste Platzierung war Rang sechs im Jahr 1954. Später war die Mannschaft 1967–74 (Regionalliga Süd), 1975–77 (2. Bundesliga Süd) und 2003/04 sowie 2012/13 (eingleisige 2. Bundesliga) jeweils zweitklassig.


1996 bis 2008: Der schwere Weg zurück nach oben[Bearbeiten]

Am 1. Juni 1996 ist der absolute Tiefpunkt der Vereinsgeschichte erreicht: Zum ersten Mal ist der Jahn in die fünftklassige Landesliga abgestiegen, nach dem Aufstieg des Lokalrivalen SG Post/Süd Regensburg in die Bayernliga war der Verein nur mehr die Nummer zwei der Stadt.[5]

Neben dem strukturellen und wirtschaftlichen war auch ein sportlicher Neuanfang nötig geworden. Mit Josef Schuderer wurde ein Trainer an die Prüfeninger Straße geholt, der sieben Jahre zuvor schon einmal mit dem Jahn aufgestiegen war. Und es sah auch gut aus, was den sofortigen Wiederaufstieg betraf, nach der Hauptrunde war man Dritter in der Landesliga Mitte, punktgleich mit dem Tabellenzweiten SC 04 Schwabach. Nach einem Entscheidungsspiel gegen die Mittelfranken (3:2) qualifizierte sich der SSV für die Relegation. Im ersten Spiel konnte der Bayernliga-15. SpVgg Bayreuth mit 2:1 bezwungen werden, Landesliga Süd-Teilnehmer TSV Landsberg war im zweiten Spiel aber zu stark, trotz Führung unterlagen die Rothosen mit 1:4 - Landsberg stieg stattdessen auf.[6]

Auch im zweiten Jahr in der Fünftklassigkeit wurde der Aufstieg nicht geschafft, Schuderer wurde nach einer Negativserie durch Günter Brandl ersetzt, doch mehr als der 3. Platz war auch in dieser Saison nicht drin. Im dritten Anlauf wollte man auf Nummer sicher gehen. Von der SG Post/Süd wurde nach deren verpatzten Regionalliga-Aufstieg Manager Karl Viertler und Trainer Karsten Wettberg (zunächst als Sportdirektor) losgeeist, zudem sieben Stammspieler. Zunächst sollte Spielertrainer Roland Seitz den Jahn wieder nach oben führen, doch schon nach ein paar erfolgslosen Wochen übernahm Wettberg das Training, und diesmal sollte es klappen: Zehn Siege in Folge gipfelten am 29. Mai 1999 im 6:0 gegen den ASV Neumarkt und im Aufstieg in die Bayernliga.[7]

Der SSV Jahn blieb erfolgreich mit Wettberg, gleich im nächsten Jahr stand als Aufsteiger der Meistertitel in der Bayernliga. Um nun den Durchmarsch in die Regionalliga Süd zu schaffen, mussten vier Relegationsspielen gegen den SV Sandhausen (Meister Oberliga Baden-Württemberg) und den FSV Frankfurt (Regionalliga-14.) ausgetragen werden. Da im Europapokal-Modus zunächst Sandhausen (2:3 im Hardtwaldstadion, 4:2 im Jahnstadion) und schließlich auch der FSV (3:1, 3:2) bezwungen werden konnte, stieg der Jahn 2000 als einziger Verein in die neugestaltete, zweigleisige Regionalliga auf.[8] Im Mai 2000 beschlossen die Verantwortlichen bereits, die Fußballabteilung aus dem Hauptverein SSV Jahn 1889 Regensburg heraus zu lösen - der SSV Jahn 2000 Regensburg war geboren.

In ihrer ersten Regionalliga-Saison erreichten die Regensburger trotz mehrerer Ausfälle von Leistungsträgern den Klassenerhalt. Trainer Wettberg wurde jedoch im Saisonverlauf durch den Mannheimer Günter Sebert ersetzt. Innerhalb von zwei Spielzeiten wurde unter ihm der Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft, womit der Jahn zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder im Profifußball spielte. Doch bereits zu Beginn der Zweitligasaison 2003/04 gab es einen größeren Umbruch: Trainer und beinahe das gesamte Aufstiegsteam wurden ausgewechselt. Für Erfolgstrainer Sebert kam der zuvor bei den Sportfreunden Siegen angestellte Ingo Peter – Grund dafür waren zu hohe Gehaltsforderungen Seberts. Mit mehr als 17 Neuzugängen zu Saisonbeginn und vier weiteren in der Winterpause wuchs der Kader auf insgesamt 31 Spieler (gezählt wurden Spieler mit mindestens einem Saisoneinsatz). Da der Jahn bis November lediglich drei Siege und vier Unentschieden bei fünf Niederlagen verbuchen konnte, wurde Ingo Peter entlassen. Für ihn kam Amateur-Trainer Günter Brandl. Im DFB-Pokal 2003/04 schied man indes erst im Dezember im Achtelfinale aus (siehe Abschnitt DFB-Pokal). Nach zwei überzeugenden 3:0-Siegen gegen LR Ahlen und den Karlsruher SC wurde Brandl fest verpflichtet. Bis zum 27. Spieltag sah es so aus, als könnte der Jahn die Klasse erhalten; so gewann man gegen den haushohen Favoriten 1. FC Nürnberg im heimischen Stadion mit 2:1. Da aus den letzten sieben Spielen allerdings nur drei von 21 möglichen Punkten geholt wurden, stieg der Jahn wieder in die Regionalliga ab. Man kündigte den Vertrag mit Günter Brandl.

In der nächsten Saison erfuhr der Jahn große Medienaufmerksamkeit, als der Ex-Nationalspieler Mario Basler als Teammanager und der Ex-Profi Dariusz Pasieka als Co-Trainer verpflichtet wurden. Bei seinem Trainer-Debüt hatte Baslers die schwierige Aufgabe, ein völlig neues Team aufzubauen, da von den Zweitligaspielern nur drei geblieben waren. Ende Mai 2005 stand der Jahn, der den Abstieg aus der 2. Bundesliga auf finanzieller Ebene nur schwer kompensieren konnte, vor dem Aus, da das Präsidium bei der Mitgliederversammlung nicht entlastet wurde. Ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet, und es drohte der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Trotz dieser Vorkommnisse abseits des Platzes konnte der Jahn auf sportlicher Ebene überzeugen und erreichte den achten Platz in der Regionalliga. Saison-Höhepunkt war der letzte Spieltag, als man beim Rivalen FC Augsburg durch zwei Tore in den letzten fünf Minuten einen 0:1-Rückstand zu einem 2:1-Erfolg drehte. Aufgrund dieser Niederlage mussten die Schwaben den Sportfreunden Siegen und den Offenbacher Kickers den Vortritt im Aufstieg lassen. Das ist einer der Hauptgründe für die schwelende Rivalität zwischen den Fanlagern beider Vereine.

Auf einer Pressekonferenz wurde am 10. Juni 2005 verkündet, dass die Stadt Regensburg und ein Sponsor das fehlende Geld für eine Bürgschaft aufbringen. Somit konnte die Insolvenz abgewendet und der Verbleib in der Regionalliga gesichert werden. Das bisherige Präsidium zog anschließend die Konsequenzen und trat zum Großteil zurück. Der neu gewählte Vorstand bestand u. a. aus dem Sportmanager Jenö Rauch, Präsident Franz Nerb und seinem Stellvertreter Gerhard Süß, der vor dem Insolvenzverfahren die Aktion „Rettet den Jahn“ gestartet hat, um Geld für den bedrohten Sportverein einzutreiben.

In der kommenden Regionalliga-Saison konnte das Jahnteam in den ersten sieben Spielen keinen Sieg erzielen. Basler wurde am 19. September 2005 durch Co-Trainer Pasieka ersetzt. Am 7. April 2006 trat überraschend der Großteil des gerade neun Monate alten Vorstands bis auf Präsident Franz Nerb zurück, nachdem es Streit um die sportliche Kompetenz gegeben hatte: Nerb hatte unter Rücktrittsdrohungen eine sportliche Vollmacht gefordert, mit der der Vorstand jedoch nicht einverstanden war. Obwohl Nerb zu Beginn seiner Amtszeit beteuert hatte, sich nicht in das sportliche Geschäft einzumischen und sich nur um die wirtschaftlichen Belange des Vereins zu kümmern, hatte er eine Vollmacht verlangt, die es ihm ermöglicht hätte, bis in das tägliche Training einzugreifen. Nach dem Rücktritt baute Nerb einen „schlanken“ Vorstand auf, dem nur mehr Jenö Rauch und der Ex-Jahnspieler Horst Eberl angehörten.

Gleichzeitig lief es auch im Sportlichen nicht optimal: Am 27. Spieltag wurde Trainer Dariusz Pasieka nach knapp siebenmonatiger Amtszeit entlassen, und der Ex-Bundesligaspieler Günter Güttler engagiert. Der Jahn befand sich auf Platz 15 und damit in akuter Abstiegsgefahr. Güttler konnte den Abstieg jedoch nicht mehr verhindern: Durch die 0:2-Niederlage gegen den VfR Aalen am 20. Mai 2006 musste der Verein den Gang in die viertklassige Bayernliga hinnehmen. Da die zweite Mannschaft schon in dieser Liga spielte, musste sie in die Landesliga absteigen. Zum Saisonende wurde auch der Vertrag mit Sportmanager Jenö Rauch beendet; die Führungsspitze des Vereins bestand nun aus dem Präsidenten Franz Nerb und dem sportlichen Leiter Horst Eberl.

Für die Saison 2006/07 wurde mit 1,2 Millionen Euro der höchste Etat in der Bayernliga veranschlagt, um den sofortigen Wiederaufstieg zu ermöglichen. Die Saison verlief nach Plan: Mit 44 Punkten wurde man im Dezember Wintermeister und mit dem 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg II konnte man vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen. Die finanzielle Lage des Vereins war bis zu diesem Zeitpunkt immer noch angespannt: Präsident Franz Nerb musste im April 2007 zugeben, wegen ausstehender Sponsorengelder mit den Gehaltszahlungen zwei Monate im Rückstand zu sein. Durch die vorzeitige Meisterschaft wurden diese Gelder jedoch ausgezahlt und die Spieler erhielten ihr Gehalt wieder. Somit war auch der Weg für die Regionalliga-Lizenz geebnet. In der Saison 2007/08 spielte der Jahn somit wieder in der Regionalliga Süd. Das Saisonziel lautete: Qualifikation für die kommende 3. Profiliga.

Die zur Vorsaison kaum veränderte Mannschaft startete überraschend gut in die Regionalliga-Saison. Nach acht Spieltagen stand man mit sieben Siegen und einem Unentschieden auf dem ersten Tabellenplatz. Doch der Gipfelsturm – infolgedessen im weiteren Umfeld des Vereins gar der sofortige Durchmarsch in die 2. Liga gefordert wurde – wurde gestoppt. Die folgenden sieben Spiele blieb der Jahn sieglos und rutschte auf Tabellenplatz fünf ab. Zur sportlichen Achterbahnfahrt gesellte sich personelle Unruhe in der Vereinsführung: Präsident Franz Nerb kündigte zunächst an, in der kommenden Saison nicht mehr kandidieren zu wollen. Nach wochenlangen Spekulationen, wie es wohl ohne ihn mit dem Jahn weitergehen würde, nahm er seinen Entschluss wieder zurück und wurde – aufgrund fehlender Gegenkandidaten – im Amt bestätigt. Die Rückrunde verlief mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und zehn Niederlagen sehr durchwachsen, doch am Ende konnte sich der SSV auf dem neunten Platz behaupten und qualifizierte sich somit für die 3. Profiliga.

2008 bis heute: Etablierung im Profifußball[Bearbeiten]

Noch zu Beginn der Saison 2008/09 verließ plötzlich der zweimalige Aufstiegstrainer Günter Güttler den Verein, er unterschrieb ausgerechnet beim Ligakonkurrenten – und Erzrivalen – Wacker Burghausen eine Zwei-Jahres-Vertrag.[9] Obwohl sich Güttlers Vertrag mit der Qualifikation für die 3. Liga um ein Jahr verlängert hatte, wollte er unbedingt den Jahn verlassen, was er heute als "den größten Fehler meiner Trainerkarriere" bezeichnet. Als Grund nannte er die katastrophalen Rahmenbedingungen und die schlechte Vereinsführung der Oberpfälzer.[10] Sein Nachfolger wurde der gebürtige Regensburger und ehemalige Jahnspieler Thomas Kristl, der zuvor den Landesligisten FC Amberg trainiert hatte und nur wenige Wochen zuvor den Jahn aus dem Landespokal warf. Doch Kristl hatte keinen Erfolg, nach einem 0:2 gegen 1. FC Union Berlin am 16. Spieltag stand er mit dem SSV Jahn mit nur 12 Punkten auf einem Abstiegsplatz, was das Präsidium dazu veranlasste, Kristl durch den damaligen Co-Trainer – und ebenfalls ehemaligen Jahnspieler – Markus Weinzierl zu ersetzen.[11]

Weinzierl hatte sofort Erfolg, es folgten fünf Spiele ohne Niederlage und Gegentor, am Ende der Saison wurde mit einem Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig der Klassenerhalt perfekt gemacht. Zum ersten Mal hat der SSV Jahn Regensburg in seiner Geschichte nach drei vorherigen Anläufen seit 1963 (1975/76, 1976/77 und 2003/04) in einer Profiliga sportlich die Klasse gehalten. 2009/10 (Platz 16) und 2010/11 (Platz 8) konnte ebenfalls die Klasse gehalten werden. Bis heute - bereits in der sechsten Saison in Folge - sollte sich der Jahn im Profifußball etablieren.

Sportlich ging es also bergauf, wirtschaftlich bewegte sich der SSV noch auf Amateur-Niveau. Unannehmlichkeiten mit dem örtlichen Großsponsor REWAG und die schlechte finanzielle Lage des Jahn sowie fehlende Rückendeckung durch den Förderverein nahm Präsident Franz Nerb Anfang April zum Anlass für seine Rücktritts-Ankündigung zum Saisonende. Sein Nachfolger wurde zum 1. Juli 2009 der bisherige Vizepräsident Manfred Kraml.[12]

In der Saison 2009/10 konnte der Jahn zusätzlich den Bayerischen Toto-Pokal gewinnen und nahm zum ersten Mal seit fünf Jahren in der Folgesaison wieder am DFB-Pokal teil (siehe Abschnitt DFB-Pokal). Das Besondere an der Spielzeit 2010/11 war auch, dass man mit nur drei gewonnenen Heimspielen zwar die drittschlechteste Heimmannschaft stellte, dagegen aber mit zehn Auswärtssiegen die drittbeste Auswärtsmannschaft der Saison war. Die Differenz von 18 Punkten zwischen Heim- und Auswärtspunkten war neuer Rekord im deutschen Profifußball.

2011 konnte Jahn Regensburg den Toto-Pokal verteidigen und startete somit erneut in der ersten Runde des DFB-Pokals. In der Spielzeit 2011/12 erreichte man mit 61 Punkten (16 Siege, 13 Unentschieden, 9 Niederlagen) den 3. Platz der 3. Liga, der zur Relegation um den Aufstieg zur 2. Bundesliga berechtigte. In den beiden Entscheidungsspielen gegen den Karlsruher SC gelang nach einem 1:1 im Hinspiel und dem 2:2 auswärts im Rückspiel der Aufstieg.[13] Am 17. Mai 2012 – unmittelbar nach dem Aufstiegserfolg mit dem Jahn – gab Erstligist FC Augsburg bekannt, dass Trainer Weinzierl zur Saison 2012/13 dort als Cheftrainer arbeiten werde.[14]

Zur Zweitliga-Saison 2012/13 wurde als neuer Cheftrainer Oscar Corrochano mit einer Vertragslaufzeit bis 2014 verpflichtet.[15] Nach neun Punkten aus zwölf Spielen und zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge, die Tabellenplatz 15 bedeuteten, wurde Corrochano am 4. November 2012 wegen Erfolglosigkeit beurlaubt. Seinen Posten übernahm übergangsweise Sportdirektor Franz Gerber.[16] Zur Rückrunde 2012/13 wurde der ehemalige Nationaltrainer Polens Franciszek Smuda neuer Trainer des Jahn. Er erhielt einen Vertrag bis Saisonende.[17].

Am 26. April 2013 stand der Jahn als erster Absteiger aus der 2. Bundesliga fest, nachdem er auswärts gegen Union Berlin mit 0:1 verloren hatte und bei drei ausstehenden Spielen mit 19 Punkten nicht einmal mehr den Relegationsplatz erreichen konnte (31 Punkte). In der vierten Zweitligasaison stand am Ende also der vierte sportliche Abstieg. Damit tritt die der Jahn zur Saison 2013/14 nach einem Jahr Zweitklassigkeit wieder in der 3. Liga an.[18].

Zur Vorbereitung auf diese kündigte der Verein eine sportliche Neuorientierung an. Sportchef Franz Gerber wurde entlassen und durch Christian Keller ersetzt, mit Thomas Stratos wurde erneut ein junger Trainer verpflichtet. Neuer Co-Trainer wurde Harry Gfreiter, der dieses Amt bereits in der 2. Bundesliga interimsweise bekleidet hatte. Nach der Saison, die der Jahn im Mittelfeld der Tabelle auf Platz 11 abschloss, wurde der Vertrag mit Stratos nicht mehr verlängert.[19]. Im Mai 2014 wurde dann Alexander Schmidt als Nachfolger verpflichtet.[20]

Nach einem misslungenen Start in die Spielzeit 2014/2015 wurde Alexander Schmidt bereits am 9. November 2014 wieder von seinen Aufgaben entbunden und freigestellt. Mit lediglich 12 Punkten aus 17 Spielen rangierte der Jahn zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz. Am 18. November 2014 wurde Schmidts Nachfolger, Christian Brand, vorgestellt, der einen Vertrag bis Saisonende erhielt.

Der SSV Jahn im DFB-Pokal[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

Der SSV Jahn Regensburg konnte sich bereits 18 Mal für den DFB-Pokal qualifizieren. Insgesamt spielte der Jahn 24 Pokal-Partien. Vier Mal überstand er dabei die erste Runde, zwei Mal gelang der Sprung ins Achtelfinale – 1970 und 2004. Jahn Regensburg II war einmal (2004/05) für die erste Hauptrunde qualifiziert.

Besonderes[Bearbeiten]

Wenn es im heimischen Jahnstadion in die Verlängerung (viermal) oder ins Elfmeterschießen (zweimal) ging, verlor der Jahn immer. Lediglich beim Auswärtsspiel in Velbert konnte er ein Spiel n. V. gewinnen. Mit Eintracht Braunschweig (1970) und dem VfL Bochum (2003) konnte zwei Mal ein höherklassiger Gegner, in den Fällen aus der Bundesliga, bezwungen werden. Einmal (1993) unterlag man selbst als höherklassiger Verein.

Häufigster Gegner war der FC Bayern München. In allen drei Partien gab es eine Niederlage mit vier Gegentoren (1968, 1970 und 2012).

Viermal trat der Jahn in der ersten Runde gegen einen der späteren Final-Teilnehmer an: 1952 RW Essen (Sieger), 1954 FC Schalke 04 (Verlierer), 2001 Bayer 04 Leverkusen (Verlierer) und 2012 FC Bayern (Sieger).

Von 2001 bis 2006 nahm Jahn Regensburg fünf Jahre nacheinander am DFB-Pokal teil. Das sind bis heute die meisten Teilnahmen in Folge.

Namen und Zahlen[Bearbeiten]

Jahrhundertelf[Bearbeiten]

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Peter Stokowy
Hans Meichel
Josef Hubeny
Alfred Popp
Michael Fersch
Jahn Regensburg Jahrhundertelf
Trainer: Alfred „Aki“ Schmidt

Von 26. August bis 29. September 2007 suchten www.jahn1907.de und das Jahn-Journal im Rahmen einer Umfrage zum 100. Geburtstag des SSV Jahn die Jahn-Elf und den Jahn-Trainer des Jahrhunderts.

  • Tor
    • Hans Jakob: 1926 bis 1942 – Jahns einziger Nationalspieler. Teilnehmer der WM 1934 (Platz 3).
  • Abwehr
    • Johann „Hans“ Meichel: 1966 bis 1977 – Bestritt 73 Zweitligaspiele für den Jahn. Später Trainer.
    • Peter Stokowy: 1967 bis 1978 – Bestritt 18 Spiele für den Jahn in der 2. Bundesliga.
    • Dennis Grassow: 2006 bis 2009 – Führte den Jahn als Kapitän von der Bayernliga in die 3. Liga.
  • Mittelfeld
    • Alfred Kohlhäufl: 1967 bis 1969 und 1970 bis 1973 – Kam als Deutscher Meister mit dem TSV 1860 München zum Jahn. Später auch Trainer.
    • Harry Gfreiter: 2000 bis 2007 – Jahn-Urgestein, Publikumsliebling. Spielte für den Jahn sowohl 2. Bundesliga als auch Bayernliga; blieb nach seiner Karriere dem Verein treu. Ist heute Co-Trainer.
    • Alfred Popp: 1941 bis 1958.
    • Michael Fersch: 1998 bis 2002.
  • Angriff
    • Gerd Faltermeier: 1963 bis 1972 – Erfolgreicher Jahnstürmer. Im März 1971 erstes „Tor des Monats“ der Geschichte.
    • Manfred Ritschel: 1968 bis 1970 – Bewarb sich mit tollen Leistungen beim Jahn, in dessen erfolgreichster Zeit, für die Bundesliga und wurde später Kickers-Offenbach- und Nationalspieler.
    • Josef Hubeny: 1946 bis 1958 – Durch einen Schuss von ihm in einem legendären Spiel gegen den Karlsruher SC brach das Tor der Karlsruher zusammen.
  • Trainer
    • Alfred „Aki“ Schmidt: 1968 bis 1970, 1973 bis 1975, 1990 bis 1992, 1993 bis 1994 – Erfolgreichster Trainer. Klopfte mit dem Jahn 1969 am Tor zur Bundesliga, führte ihn nach Einführung der 2. Bundesliga in diese Klasse und etablierte den Jahn nach dem Fall in die Viertklassigkeit wieder in der Bayernliga.

Trainerhistorie[Bearbeiten]

kursiv: Interimstrainer

Präsidentenhistorie[Bearbeiten]

  • Richard Seidl (2000 bis 2005)
  • Franz Nerb (2005 bis 2009)[21]
  • Manfred Kraml (2009 bis 2010)[22]
  • Matthias Klemens (2010 bis 2011)[23]
  • Ulrich Weber (2011 bis 2014)[24]
  • Hans Rothammer (Seit 2014)[25]

Wappenhistorie[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

* = Sieg der zweiten Mannschaft

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum (Alter) beim Jahn seit Vertrag bis letzter Verein
Torhüter
1 Dominik Bergdorf DeutscherDeutscher 03. Feb. 1992 (22) 2014 2016 [26] SC Freiburg II
21 Alexander Heep DeutscherDeutscher 15. Juli 1992 (22) 2013 2015 [27] SV Heimstetten
22 Stephan Loboué IvorerIvorer DeutscherDeutscher 25. Aug. 1981 (33) 2014 20161 [28] Wacker Burghausen
Abwehr
3 Andreas Güntner DeutscherDeutscher 21. Juli 1988 (26) 2003 2015 [29] SC Regensburg
4 Gino Windmüller DeutscherDeutscher 20. Juni 1989 (25) 2013 2015 [30] SV Bergisch Gladbach
5 Azur Velagic BosnierBosnier 20. Okt. 1991 (23) 2013 2015 [31] FC Ingolstadt II
14 Fabian Trettenbach DeutscherDeutscher 17. Okt. 1991 (23) 2011 2016 [32] SV Seligenporten
16 Markus Palionis LitauenLitauen DeutscherDeutscher 12. Mai  1987 (27) 2014 2015 [33] SC Paderborn II
19 Stanislav Herzel DeutscherDeutscher KasacheKasache 05. Aug. 1990 (24) 2014 2016 [34] FC Augsburg II
24 Matthias Dürmeyer DeutscherDeutscher 17. Apr. 1990 (24) 2011 20151 [35] FC Dingolfing
28 (C)Kapitän der Mannschaft Sebastian Nachreiner DeutscherDeutscher 23. Nov. 1988 (26) 2010 2016 [36] FC Dingolfing
29 Christoph Rech DeutscherDeutscher 29. Apr. 1993 (21) 2014 2016 [37] TSV 1860 München II
32 Grégory Lorenzi FranzoseFranzose 17. Dez. 1983 (31) 2014 2015 [38] RAEC Mons
36 Lukas Sinkiewicz DeutscherDeutscher 09. Okt. 1985 (29) 2014 2015 [39] VfL Bochum
Mittelfeld
6 Thomas Kurz DeutscherDeutscher 03. Apr. 1988 (26) 2011 2015 [40] FC Bayern München II
7 Patrick Lienhard DeutscherDeutscher 30. Mai  1992 (22) 2014 2016 [41] SVN Zweibrücken
8 Andreas Geipl DeutscherDeutscher 21. Apr. 1992 (22) 2014 20161 [42] TSV 1860 München II
10 Aias Aosman SyrienSyrien DeutscherDeutscher 01. Jan. 1993 (21) 2013 2015 [43] 1. FC Köln II
12 Jonas Erwig-Drüppel DeutscherDeutscher 20. Juli 1991 (23) 2014 2015 [44] Eintracht Braunschweig
13 Sven Kopp DeutscherDeutscher 17. Feb. 1995 (19) 2014 20161 [45] SpVgg SV Weiden
17 Oliver Hein DeutscherDeutscher 22. Mär. 1990 (24) 2007 2016 [46] FC Dingolfing
20 Zlatko Muhovic BosnierBosnier 08. Nov. 1990 (24) 01/14 2015 [47] Preußen Münster
25 Markus Smarzoch DeutscherDeutscher 14. Apr. 1990 (24) 2011 2015 [48] Freier TuS Regensburg
31 Uwe Hesse DeutscherDeutscher 16. Dez. 1987 (27) 2014 2015 [49] SV Darmstadt 98
Angriff
9 Romas Dressler DeutscherDeutscher 16. Okt. 1987 (27) 2013 2015 [50] Wormatia Worms
11 Benedikt Schmid DeutscherDeutscher 19. Nov. 1990 (24) 2010 2016 [51] 1. FC Bad Kötzting
15 Daniel Steininger DeutscherDeutscher 13. Apr. 1995 (19) 2014 20152 [52] SpVgg Greuther Fürth
23 Noah Michel DeutscherDeutscher 23. Mai  1995 (19) 2014 20161 [53] Eintracht Frankfurt U19
30 Daniel Franziskus DeutscherDeutscher 13. Aug. 1991 (23) 2013 20151 [54] TuS Pewsum
1 Enthält Option auf ein weiteres Jahr.
2 Ausgeliehen

Transfers zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 30. Oktober 2014

Zugänge Abgänge

Aktueller Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten]

Name Funktion Seit
DeutscherDeutscher Alexander Schmidt Trainer 2014
DeutscherDeutscher Harry Gfreiter Co-Trainer 2012
DeutscherDeutscher Marcus Jahn Co-Trainer 2014
DeutscherDeutscher Oliver Karl Torwarttrainer 2013
DeutscherDeutscher Christian Keller Sportlicher Leiter 2013
DeutscherDeutscher Andreas Harlass-Neuking Mannschaftsarzt 1995
ItalienerItaliener Antonio Aglieri Rinella Physiotherapeut 2013
DeutscherDeutscher Reinhold Reisinger Betreuer 2012

Nachwuchs[Bearbeiten]

U23[Bearbeiten]

Die U23 des SSV Jahn wird von Chefcoach Ilija Dzepina und seinem Co-Trainer Mersad Selimbegović trainiert und spielt derzeit in der Bayernliga Nord. In den letzten Jahren bekamen immer wieder Spieler aus der U23 einen Vertrag für die erste Mannschaft in der 3. Liga, wie Oliver Hein, Patrick Wiegers oder Fabian Trettenbach. Ihre Spiele trägt die zweite Mannschaft des Jahn im Sportpark Kaulbachweg aus.

Torhüter
  • DeutscherDeutscher Daniel Hanke
  • DeutscherDeutscher Nico Wagner
Abwehr
  • DeutscherDeutscher Sinan Canac
  • DeutscherDeutscher Lukas Grzesik
  • DeutscherDeutscher Thomas Hierlmeier
  • DeutscherDeutscher Benjamin Karg Kapitän
  • DeutscherDeutscher Alexander Lang
  • SloweneSlowene Dino Paljusic
  • DeutscherDeutscher Christian Sauerer
  • UngarUngar Dejan Szubotity
Mittelfeld
  • DeutscherDeutscher Josef Ammer
  • TürkeTürke Emre Arik
  • DeutscherDeutscher Tayfun Arkadas
  • KanadierKanadier Srdjan Gajic
  • KanadierKanadier Mahir Hadziresic
  • DeutscherDeutscher Alpay Kaygisiz
  • DeutscherDeutscher Andreas Mahr
  • DeutscherDeutscher Ünal Tosun
Angriff
  • DeutscherDeutscher Andreas Jünger
  • DeutscherDeutscher Martin Sautner
  • DeutscherDeutscher Dominik Waas

Jugend[Bearbeiten]

Der SSV Jahn betrieb lange Zeit ein eigenes Sportinternat, welches allerdings in der Spielzeit 2007/08 aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste. Die größten Erfolge konnte man feiern, als die A-Junioren zur Saison 2005/06 erstmals in der U-19-Bundesliga spielen konnte. Auch zuletzt stiegen diverse Jugendmannschaften immer wieder in die höchsten Spielklassen auf - zuletzt spielten die B-Junioren in der U-17-Bundesliga.

In den Pfingstferien 2011 wurde die Fußballschule SSV Jahn Regensburg ins Leben gerufen. Sie findet nun regelmäßig in den Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien für Kinder von 6 bis 14 Jahren statt.

Stadien und Trainingsstätten[Bearbeiten]

Jahnstadion[Bearbeiten]

Hauptartikel: Jahnstadion (Regensburg)
Die Haupttribüne, noch fast im Originalzustand von 1931

Seit 1926 trägt der Jahn seine Heimspiele im Jahnstadion aus, das mit einer Kapazität von 12.500 (9.300 Steh- und 3.200 Sitzplätze) das größte Stadion der Stadt ist. Zuvor spielten die Jahn-Fußballer auf diversen Plätzen im Stadtpark oder auf dem Sportplatz der damaligen Oberrealschule (heute: Goethe-Gymnasium), nur wenige Meter vom heutigen Stadion entfernt. Von 1912 bis 1923 wurde ein Sportplatz an der Dechbettener Straße die Heimat des Vereins. Im Zuge der reinlichen Scheidung und der Verselbständigung der Fußballer und Leichtathleten als SB Jahn Regensburg, mussten sich die Rot-Weißen erneut eine neue Bleibe suchen. Ein Standort am Oberen Wöhrd sowie das Gelände des 1. FC Regensburg waren für kurze Zeit Spielort. 1926 schließlich pachtete der Verein das Gelände an der Prüfeninger Straße (der Jahn-Platz), das mit einem 7:0 über den 1. FC Passau am 19. September offiziell eingeweiht wurde. 1931 wurde die erste Tribüne gebaut (damals eine der modernsten ihrer Art), die sich bis heute fast vollständig im Originalzustand befindet. 1949 wurde das Stadion erstmals erweitert und saniert, um das Spielfeld herum wurden Stehplatzränge errichtet. Auch der „Turm“ entstand, eine analoge Spielstandanzeige mit Uhr auf der Gegengeraden - der Bereich, in dem heute die Fans stehen.[62]

1987 wurde das Jahnstadion an die Stadt Regensburg verkauft. Mit mehreren Sanierungen (1987) und Erweiterungen (2003, 2008, 2012) versuchte man das Jahnstadion stets auf einem modernen, wettbewerbsfähigen Level zu halten und so gut es ging an die jeweiligen Ligaanforderungen angepasst. Allerdings kann es heute diesen hohen Anforderungen nur noch bedingt gerecht werden und entspricht nicht mehr dem nötigen Standard. Daher entsteht derzeit ein neues Stadion, das im Sommer 2015 eröffnet werden soll. Das Jahnstadion soll dann abgerissen werden.[63]

Continental Arena[Bearbeiten]

Hauptartikel: Continental Arena
Continental Arena im Bau (Juni 2014)

Schon in dern 1980er-Jahren hatte man in Regensburg die Idee eines Neubaus, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel aber nie wirklich verwirklicht wurde. Nachdem der Jahn in der Saison 2003/04 in der 2. Bundesliga spielte, hatte man bereits konkretere Pläne für ein neues Stadion aufgestellt, die den Innsbrucker Tivoli zum Vorbild hatten. Diese wurden nach dem sofortigen Wiederabstieg und dem Fall in die Bayernliga allerdings wieder verworfen. Am Anfang der Saison 2007/08 wurde die Stadiondiskussion in Regensburg neu entfacht, da der Jahn überraschend gut in die neue Spielzeit gestartet war. Die führenden Parteien der Stadt erklärten die Qualifikation für die 3. Liga zur Voraussetzung. Nachdem sich der Jahn auch drei Jahre lang in dieser halten könnte, beschloss der Regensburger Stadtrat den Bau der Arena am 28. Juli 2011 schließlich. Das neue Stadion wird nach dem Baubeginn im Januar 2014 bis zum Herbst 2015 südlich der A3 entstehen und dann Platz für 15.115 Zuschauer bieten.[64]

Sportpark Kaulbachweg[Bearbeiten]

Das Trainingsgelände von Jahn Regensburg ist seit 2002 der Sportpark Kaulbachweg im Stadtteil Kumpfmühl, das zuvor der SG Post/Süd Regensburg gehörte. Zur Anlage gehören unter anderem ein Stadion (Kapazität 7.000), in dem die Jugendmannschaften ab der U23 ihre Spiele austragen, sowie drei Trainingsplätze. Zuvor trainierte der SSV Jahn seit 1965 (als der Nebenplatz des Jahnstadions weichen musste) am Sportgelände am Weinweg, gleich neben der Anlage des Freien TuS.

Fans[Bearbeiten]

Fanszene[Bearbeiten]

Die Fanszene des SSV Jahn organisierte sich zum neuen Jahrtausend neu. Die Ultras Regensburg, anfangs noch als Untergruppe im Fanclub Ratisbona Fanatica, bilden dabei den Kern der Regensburger Ultrà-Bewegung.[65] Anders als in vielen anderen Stadien liegt der Fanblock im Jahnstadion nicht in einer Kurve, sondern auf der Gegengeraden, am sogenannten „Turm“ - ein Bauwerk, das eine Uhr und eine analoge Spielstand-Anzeige enthält. Derzeit sind beim Jahn zwölf Fanclubs offiziell gelistet.[66]

Rivalitäten und Fanfreundschaften[Bearbeiten]

Rivalitäten haben die Fans des SSV Jahn mit einigen, regionalen Konkurrenten wie der SpVgg Unterhaching oder dem FC Ingolstadt. Die größte Rivalität jedoch verbinden sie mit den Fans des SV Wacker Burghausen. Für viele Anhänger ist das Ostbayern-Derby zur Ermittlung der Nummer 1 in Ostbayern der Saison-Höhepunkt.

Die Ultras Regensburg haben national eine Fanfreundschaft zu den Blauen Bombern, einer Ultrá-Gruppe der Stuttgarter Kickers. Außerdem bestehen freundschaftliche Kontakte zu den Blauhelmen, einer Fangruppierung des österreichischen Drittligisten FC Blau-Weiß Linz.

Ausrüster und Sponsoren[Bearbeiten]

Saller, seit der Saison 2012/13 offizieller Ausrüster von Jahn Regensburg
Das Regensburger Unternehmen Händlmaier's ist seit der Saison 2012/13 Hauptsponsor
Zeitraum Ausrüster Sponsor Branche
2000-2001 adidas Bischofshof Brauerei
2001-2003 errea MATT Optik Optik-Fachgeschäft
2003-2006 Hummel Vatro Gebäudesanierung
2006-2008 Jako Rhino’s Energy-Drink
2008-2011 Südfinanz AG / UNITIS Group[67] Finanzdienstleistungen
2011-2012 FG.de[68] Erneuerbare Energien
Seit 2012 Saller Händlmaier[69] Senfherstellung

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto, Gerd/Otto, Wolfgang.Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg 1975. ISBN 978-3-00-023271-8.
  • Schauppmeier, Kurt. Der SSV Jahn Regensburg im Wandel der Zeit. Walhalla und Praetoria-Verlag, Regensburg 1975.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  SSV Jahn 2000 Regensburg e. V. (Hrsg.): Vereinssatzung. In der aktuellen Fassung beschlossen in der Mitgliederversammlung des SSV Jahn 2000 Regensburg e.V. am 18. Juli 2011. Regensburg 18. Juli 2011, § 1 Name, Rechtsform, Sitz Farben, Emblem, S. 2 (http://www.ssv-jahn.de/pdfs/2013-14/satzung-neu.pdf, abgerufen am 28. Juni 2014).
  2. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 35
  3. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 35f.
  4. ssv-jahn.de: Info e.v. auf der Homepage des Vereins
  5. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 119
  6. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 123
  7. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 124
  8. Gerd Otto, Wolfgang Otto: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 124f.
  9. Güttler ab heute in Burghausen, mittelbayerische.de (19. Juni 2008), abgerufen am 25. Juni 2013
  10. Günter Güttler will zum Jahn, mittelbayerische.de (27. Mai 2013), abgerufen am 25. Juni 2013
  11. Jahn trennt sich von Kristl, kicker.de (24. November 2008), abgerufen am 25. Juni 2013
  12. Manfred Kraml wird neuer Präsident beim Jahn Regensburg, www.tvaktuell.com, 7. Mai 2009, 09:45 Uhr
  13. Gesellschaft für DFB-Online mbH (Hrsg.): Regensburg zittert sich in die Relegation. 5. Mai 2012, abgerufen am 6. Mai 2012.
  14. FCA-Trainer: Weinzierl wird's
  15. Oscar Corrochano neuer Cheftrainer!, ssv-jahn.de vom 15. Juni 2012.
  16. Regensburg entlässt Corrochano - Gerber übernimmt, kicker.de. Abgerufen am 4. November 2012.
  17. ssv-jahn.de: Franciszek Smuda neuer Cheftrainer, 2. Januar 2013, abgerufen am 2. Januar 2013
  18. Jahn Regensburg steht als Absteiger fest
  19. Jahn verlängert nicht mit Stratos
  20. Schmidt wird Regensburg-Coach; Sport1.de, 30. Mai 2014.
  21. Präsident Franz Nerb kündigt Rücktritt an, fussball.de (1. April 2009), abgerufen am 28. Juni 2014
  22. Jahn-Präsident tritt zurück, mittelbayerische.de (21. Mai 2010), abgerufen am 28. Juni 2014
  23. Matthias Klemens ist neuer Jahn-Chef, mittelbayerische.de (28. Juli 2010), abgerufen am 28. Juni 2014
  24. Ulrich Weber ist neuer Jahn-Chef, mittelbayerische.de, abgerufen am 28. Juni 2014
  25. Hans Rothammer neuer Präsident, ssv-jahn.de (29. Juni 2014), abgerufen am 2. Juli 2014
  26. Neuer Torwart für den Jahn ssv-jahn.de, 22. Mai 2014.
  27. Heep rückt zu den Profis auf ssv-jahn.de, 3. Juni 2014.
  28. SSV Jahn verpflichtet Stephan Loboué ssv-jahn.de, 12. Mai 2014.
  29. Güntner verlängert Vertrag ssv-jahn.de, 16. April 2014.
  30. Jahn verpflichtet Gino Windmüller ssv-jahn.de, 5. Juni 2013.
  31. SSV Jahn Regensburg verpflichtet Azur Velagic liga3-online.de, 6. Juni 2013.
  32. Trettenbach verlängert beim Jahn ssv-jahn.de, 14. April 2014.
  33. Palionis schließt sich dem Jahn an ssv-jahn.de, 9. Oktober 2014.
  34. Stani Herzel kehrt zum Jahn zurück ssv-jahn.de, 2. Juli 2014.
  35. Dürmeyer rückt in Profikader auf ssv-jahn.de, 11. Juni 2014.
  36. Nachreiner verlängert Vertrag ssv-jahn.de, 1. Mai 2014.
  37. SSV Jahn holt Christoph Rech ssv-jahn.de, 21. Mai 2014.
  38. Gregory Lorenzi unterschreibt ssv-jahn.de, 24. Oktober 2014.
  39. Ex-Nationalspieler Lukas Sinkiewicz unterschreibt beim Jahn liga3-online.de, 16. Oktober 2014.
  40. Thomas Kurz verlängert ssv-jahn.de, 21. Mai 2014.
  41. SSV Jahn verpflichtet Patrick Lienhard ssv-jahn.de, 2. Mai 2014.
  42. Andreas Geipl wechselt zum Jahn ssv-jahn.de, 24. Mai 2014.
  43. SSV Jahn verpflichtet Aosman ssv-jahn.de, 12. Juli 2013.
  44. Neuer Mann für die rechte Seite ssv-jahn.de, 24. Juli 2014.
  45. SSV Jahn verpflichtet Sven Kopp ssv-jahn.de, 9. Mai 2014.
  46. Oliver Hein verlängert beim SSV Jahn mittelbayerische.de, 4. Oktober 2013.
  47. Jahn verpflichtet Muhovic ssv-jahn.de, 20. Januar 2014.
  48. Markus Smarzoch bleibt beim Jahn ssv-jahn.de, 26. Mai 2014.
  49. Jahn verpflichtet Muhovic ssv-jahn.de, 20. Januar 2014.
  50. SSV nimmt Uwe Hesse unter Vertrag liga3-online.de, 17. Oktober 2014.
  51. Bene Schmidt verlängert beim Jahn ssv-jahn.de, 14. Mai 2014.
  52. Jahn Regensburg leoht Daniel Steininger aus Fürth aus ssv-jahn.de, 30. Juli 2014.
  53. SSV Jahn verpflichtet Noah Michel ssv-jahn.de, 13. Mai 2014.
  54. Franziskus verlängert Vertrag ssv-jahn.de, 22. April 2014.
  55. Münster verpflichtet Regensburger Abdenour Amachaibou liga3-online.de, 12. Mai 2014.
  56. Jonatan Kotzke verlässt den Jahn ssv-jahn.de, 5. Mai 2014.
  57. Jimi Müller verlängert nicht ssv-jahn.de, 4. Juni 2014.
  58. Marius Müller verlässt den SSV Jahn ssv-jahn.de, 28. Mai 2014.
  59. RWE holt sich mit Mario Neunaber einen Mann fürs Grobe derwesten.de, 9. Juni 2014.
  60. Nur zwei Neue für den FCA Walldorf rnz.de, 18. Juni 2014.
  61. Dynamo Dresden verstärkt sich mit Patrick Wiegers liga3-online.de, 5. September 2014.
  62. Otto, Gerd/Otto, Wolfgang: Träume, Tränen und Triumphe - 100 Jahre Jahn-Fußball. Forum-Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg. 2007, ISBN 978-3-00-023271-8; S. 23-26
  63. Neues Stadion im Anflug, liga3-online.de (26. Juli 2013), abgerufen am 11. Juli 2014
  64. Neubau eines Fußballstadions in Regensburg, regensburg.de, abgerufen am 11. Juli 2014
  65. Ultras Regensburg, ssv-jahn.de.
  66. Fanclubs ssv-jahn.de.
  67. Präsident Nerb gewinnt Sponsor Mittelbayerische.de, 3. Dezember 2008, abgerufen am 15. Mai 2012.
  68. Jahn Regensburg stellt Trikot-Sponsor vor, Mittelbayerische.de, 18. April 2011, abgerufen am 15. Mai 2012.
  69. Händlmaier neuer Hauptsponsor beim Jahn, Mittelbayerische.de, 25. Mai 2012.