SSV Ulm 1846 Fußball

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SSV Ulm 1846 Fußball
Vereinslogo des SSV Ulm
Voller Name SSV Ulm 1846 Fußball e.V.
Ort Ulm, Baden-Württemberg
Gegründet 9. März 2009
(durch Abspaltung vom SSV Ulm 1846)
Vereinsfarben schwarz-weiß
Stadion Donaustadion
Plätze 19.500
Präsident n.b.
Trainer Stephan Baierl
Homepage www.ssvulm1846-fussball.de
Liga Oberliga Baden-Württemberg
2013/14 15. Platz (Regionalliga Südwest)
Heim
Auswärts

Der SSV Ulm 1846 Fußball ist ein Fußballverein aus dem schwäbischen Ulm. Er entstand 2009 durch die Abspaltung der Fußballabteilung vom Gesamtverein SSV Ulm 1846. Die Vereinsfarben des im Volksmund „die Spatzen“ (nach dem Ulmer Spatz) genannten Klubs sind schwarz und weiß, was auch den Ulmer Stadtfarben entspricht. Der Verein, der als Fußballabteilung des Muttervereins bereits in der 1. Bundesliga spielte, spielt in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgängervereine[Bearbeiten]

Der SSV Ulm 1846, dem der heutige Verein bis 2009 als Fußballabteilung angehörte, entstand 1970 durch eine Fusion der beiden Vereine TSG Ulm 1846 und 1. SSV Ulm 1928. Näheres zur Historie und den weiteren Vorgängervereinen findet sich im Artikel zum SSV Ulm 1846.

TSG Ulm 1846[Bearbeiten]

Vereinsemblem der TSG Ulm 1846

Anfang des Jahres 1893 führte ein Ulmer Gymnasiallehrer den Ulmern das Fußballspiel vor. Im November 1894 entstand daraufhin im Privatturnverein Ulm eine Fußballabteilung. Zunächst trug man bis zum Beitritt in den Verband süddeutscher Fußballvereine im Jahr 1904 nur Privatspiele aus. Am 15. Mai 1909 spalteten sich die Fußballer vom Privatturnverein ab und gründeten den Ulmer FV 1894. Ab 1912 spielte der bereits in dieser Zeit in schwarz-weißer Spielkleidung auflaufende Verein in der A-Klasse. Gegner waren meist bayerische Vereine. Später wurde der Ulmer FV durch einige Jahre in der Gauliga und der Teilnahme am Tschammer-Pokal überregional bekannt. In seinen Reihen spielte der Halbstürmer Erwin Schädler, der 1937 und 1938 insgesamt vier Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt. Der FV 1894 Ulm, der 1939 mit dem TB 1846 Ulm und der SpVgg Ulm 1889 zur TSG Ulm 1846 fusioniert worden war, und dann der Nachfolgeverein spielten 1934 bis 1936 und nach dem direkten Wiederaufstieg 1938 bis zum Abbruch der Meisterschaft im März 1945 in der Gauliga.

Nach dem Krieg war ein Großteil der Sportstätten zerstört oder von der Besatzungsmacht beschlagnahmt worden. Im Jahr 1946 wurde die TSG Ulm Meister der Landesliga und stieg in die im Jahr zuvor neu geschaffene Oberliga Süd auf. Der Verein spielte von 1946 bis 1949, in der Saison 1952/53, von 1958 bis 1961 sowie 1962/63 in der Oberliga und schaffte mehrmals den Aufstieg aus der II. Division. In der letzten Oberligasaison vor Einführung der Fußball-Bundesliga belegten die Ulmer Platz 8. Sie qualifizierten sich damit für die als Unterbau zur Bundesliga eingerichtete Regionalliga. Der erneuten Zweitklassigkeit in der Regionalliga ab dem Jahr 1963 folgte zwei Jahre später der Abstieg in die 1. Amateurliga. 1967 musste die TSG Ulm, die sich nun anstatt dem Fußball verstärkt dem Breitensport zuwandte, sogar in die 2. Amateurliga absteigen, ehe 1969 der Wiederaufstieg gelang.

1. SSV Ulm 1928[Bearbeiten]

Vereinsemblem des 1. SSV Ulm 1928

Der 1924 gegründete SV Schwaben Ulm war zuvor von der B-Klasse bis in die höchste deutsche Fußballklasse aufgestiegen und spielte dort gegen Mannschaften wie den 1. FC Nürnberg oder den FC Bayern München bereits vor mehreren tausend Zuschauern. Nach dem Zusammenschluss zum 1. SSV Ulm wurde im Jahr 1930 die Kreisligameisterschaft errungen, 1931 gelang der Aufstieg in die oberste Spielklasse, die Bezirksliga Bayern. 1933 qualifizierte man sich für die neu geschaffene Gauliga Württemberg, der man bis 1942 angehörte und in dieser Zeit zweimal Vizemeister wurde. In der letzten Saison vor Kriegsende spielte der SSV Ulm erneut in der Gauliga, trug jedoch aufgrund des Krieges nur vier Spiele aus, ehe der Spielbetrieb im März 1945 eingestellt wurde.

Nach Kriegsende startete der 1. SSV Ulm recht erfolgreich und wurde 1946 Vizemeister der Landesliga. Bedingt durch zahlreiche Spielerabgänge stieg man 1949 in die Bezirksklasse, die später in 2. Amateurliga umbenannt wurde, ab. Nach dem Wiederaufstieg in die 1. Amateurliga im Jahr 1953 wurde man zwei Jahre später württembergischer Meister, was zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur II. Division berechtigte. Nachdem der Aufstieg verpasst wurde, errang man 1956 nur die Vizemeisterschaft. 1957 wurde der 1. SSV Ulm württembergischer Pokalsieger.

Gründung und erste Jahre des SSV Ulm 1846[Bearbeiten]

Vereinsemblem des SSV Ulm 1846
Platzierungen 70er Jahre

Spielzeit Liga Platz
1970/71 1. Amateurliga Nordwürttemberg 3.
1971/72 1. Amateurliga Nordwürttemberg 1.
1972/73 1. Amateurliga Nordwürttemberg 1.
1973/74 1. Amateurliga Nordwürttemberg 2.
1974/75 1. Amateurliga Nordwürttemberg 4.
1975/76 1. Amateurliga Nordwürttemberg 5.
1976/77 1. Amateurliga Nordwürttemberg 1.
1977/78 1. Amateurliga Nordwürttemberg 1.
1978/79 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1979/80 2. Bundesliga Süd 16.
Legende
Aufstieg am Saisonende Abstieg am Saisonende

Der SSV Ulm 1846 resultiert aus dem Zusammenschluss der beiden größten Sportvereine Ulms am 5. Mai 1970, der Turn- und Sportgemeinde Ulm 1846 und dem 1. Schwimm- und Sportverein Ulm. Mit über 8300 Mitgliedern repräsentierte der neue Verein damals den größten Sportverein Deutschlands.

Mit der Fusion der beiden Großvereine Ulm 1846 und 1. SSV Ulm erwartete das Ulmer Umfeld einen raschen Aufstieg. In der ersten Saison 1970/71 belegte die Mannschaft in der 1. Amateurliga nur Platz 3. In den beiden folgenden Spielzeiten wurde die Meisterschaft gewonnen, aber der Aufstieg verpasst. Auch die nächsten Jahre bescherten nur den zweiten, vierten und fünften Rang. 1976/77 sowie 1977/78 war man zwar wieder Meister, schaffte aber den Aufstieg erneut nicht.

Zur Saison 1978/79 wurden die Amateuroberligen als Unterbau zur 2. Liga Süd deutschlandweit eingeführt. Als Zusammenschluss der vorher existierenden vier Amateurligen Nordwürttemberg, Schwarzwald-Bodensee, Südbaden und Nordbaden wurde die Oberliga Baden-Württemberg gegründet. Die bislang zur Ermittlung des Aufsteigers in die 2. Liga Süd notwendige Aufstiegsrunde entfiel hierdurch. Für die neu gegründete Liga qualifizierten sich die jeweils fünf bestplatzierten Mannschaften aus den vier baden-württembergischen Amateurligen, darunter der SSV Ulm 1846 als Vorjahresmeister der 1. Amateurliga Nordwürttemberg. Mit vier Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten SV Göppingen wurde Ulm gleich in der Premierensaison Meister der Oberliga Baden-Württemberg und stieg erstmals in die 2. Bundesliga auf.

Zwischen Zweit- und Drittklassigkeit[Bearbeiten]

Der SSV Ulm 1846 startete mit einer 0:3-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers am 28. Juli 1979 in seine erste Zweitligasaison. Die Mannschaft konnte sich jedoch recht schnell in der neuen Liga zurechtfinden und stand im weiteren Saisonverlauf kein einziges Mal mehr auf einem Abstiegsplatz. Am Ende der Saison belegte man Rang 16. Im Jahr 1981 wurde die eingleisige 2. Bundesliga mit 20 Vereinen eingeführt. Hierfür sollten sich neben den Absteigern aus der Bundesliga die jeweils vier erstplatzierten Mannschaften der Nord- und Südstaffel direkt qualifizieren. Die restlichen Teilnehmer wurden über eine sogenannte „Platzziffer“ ermittelt. Diese errechnete sich aus den erreichten Tabellenplätzen der letzten drei Jahre. Da Ulm in der Saison 1978/79 noch in der Oberliga spielte, und 1979/80 lediglich auf Platz 16 abschloss, war die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga praktisch nur über das Erreichen des vierten Tabellenplatzes in der Saison 1980/81 möglich. Unter Trainer Jörg Berger setzte sich die Mannschaft in der Rückrunde im vorderen Tabellendrittel fest. Am Saisonende war Platz 4 sogar in greifbarer Nähe, da Ulm durch einen Sieg am letzten Spieltag gegen den ESV Ingolstadt-Ringsee, bei gleichzeitiger Niederlage der viertplatzierten, jedoch ohnehin bereits über die Platzziffer für die eingleisige 2. Liga qualifizierten Stuttgarter Kickers an diesen hätte vorbeiziehen können. Die Ulmer gewannen ihr letztes Spiel mit 1:0. Durch das 4:1 der Stuttgarter Kickers bei der SpVgg Bayreuth blieb der SSV Ulm 1846 jedoch auf Platz fünf, verpasste dadurch die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga und musste in die Oberliga absteigen.

Platzierungen 80er Jahre

Spielzeit Liga Platz
1980/81 2. Bundesliga Süd 5.
1981/82 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1982/83 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1983/84 2. Bundesliga 13.
1984/85 2. Bundesliga 20.
1985/86 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1986/87 2. Bundesliga 13.
1987/88 2. Bundesliga 19.
1988/89 Oberliga Baden-Württemberg 7.
1989/90 Oberliga Baden-Württemberg 13.

In der darauf folgenden Spielzeit wurden die Spatzen mit fünf Punkten Vorsprung vor der zweitplatzierten SpVgg 07 Ludwigsburg Meister der Oberliga Baden-Württemberg. Da aufgrund der neu eingeführten eingleisigen 2. Bundesliga für die Meister der acht Oberligen nur noch vier Aufstiegsplätze zur Verfügung standen, mussten die Zweitligaaufsteiger wieder über eine Aufstiegsrunde ermittelt werden. Als Dritter der Südgruppe scheiterten die Ulmer am FSV Frankfurt und dem punktgleichen FC Augsburg nur knapp. Nach der erfolgreich verteidigten Oberligameisterschaft qualifizierte sich der SSV Ulm 1846 im Folgejahr erneut für die Aufstiegsrunde. Hier traf Ulm auf den 1. FC Saarbrücken, den VfR Oli Bürstadt und die SpVgg Unterhaching. Das entscheidende Spiel im Ulmer Donaustadion gegen Unterhaching wurde durch ein Tor von Dieter Kohnle mit 1:0 gewonnen, so dass Ulm in der Saison 1983/84 erneut zweitklassig war.

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg belegte man den 13. Platz. 1984/85 startete der SSV Ulm 1846 recht gut in die Saison und lag im Tabellenmittelfeld. Dem 3:2-Sieg gegen den späteren Bundesligaaufsteiger 1. FC Nürnberg im November folgten jedoch 23 Spiele ohne einen einzigen Sieg, so dass die Ulmer am Ende der Saison mit lediglich 22-54 Punkten Tabellenletzter wurden und erneut abstiegen.

Bereits ein Jahr darauf gelang den Spatzen der direkte Wiederaufstieg. Nach zwei erneuten Jahren in der 2. Liga stieg man 1988 wieder in die Oberliga Baden-Württemberg ab. Dort belegte man in der Spielzeit 1988/89 lediglich Rang 7. 1990 drohte der Verein sogar in die viertklassige Verbandsliga Württemberg abzurutschen, erreichte am Saisonende jedoch mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang Platz 13. Nach einem siebten Platz im nächsten sowie der Vizemeisterschaft im übernächsten Jahr, gelang dem SSV Ulm 1846 in der Saison 1992/93 wieder der Gewinn der Oberligameisterschaft. In der Aufstiegsrunde reichte es dann wieder einmal nicht zum Sprung in die 2. Bundesliga. Gleich zu Beginn sahen 20.000 Zuschauer ein 0:2 gegen den TSV 1860 München, was schon so etwas wie eine Vorentscheidung war. Es folgten Siege in Norderstedt (2:0) und Offenbach (2:1), aber nur Unentschieden zuhause (0:0 gegen Offenbach und 2:2 gegen Norderstedt). Zum Abschluss fehlte ein Siegtreffer beim 1:1 in München gegen die 60er, um tatsächlich aufzusteigen.

Die Saison 1993/94 ähnelte der vorangegangenen. Nach der Oberliga-Meisterschaft, mit dem Ulmer Marc Arnold als Torschützenkönig mit 24 Treffern, belegte man nach Niederlagen gegen Eintracht Trier, Kickers Emden und beim FSV Frankfurt nur Platz zwei in der Aufstiegsrunde.

Durchmarsch in die Bundesliga und tiefer Fall[Bearbeiten]

Platzierungen 90er Jahre

Spielzeit Liga Platz
1990/91 Oberliga Baden-Württemberg 7.
1991/92 Oberliga Baden-Württemberg 2.
1992/93 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1993/94 Oberliga Baden-Württemberg 1.
1994/95 Regionalliga Süd 4.
1995/96 Regionalliga Süd 3.
1996/97 Regionalliga Süd 6.
1997/98 Regionalliga Süd 1.
1998/99 2. Bundesliga 3.
1999/00 1. Bundesliga 16.

Nach dem Scheitern in der Aufstiegsrunde spielte man von 1994 an in der als neuem Unterbau zur 2. Bundesliga gegründeten Regionalliga Süd und belegte in den kommenden vier Spielzeiten stets vordere Plätze. 1996 gewann der SSV Ulm 1846 durch ein 2:1 gegen den VfR Mannheim im heimischen Donaustadion die Deutsche Amateurmeisterschaft.

1997/1998 wurde die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Ralf Rangnick Meister der Regionalliga Süd und schaffte anschließend den direkten Durchmarsch aus der Regionalliga über die 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga. Der Verein startete in die Zweitligasaison 1998/1999 mit der Rolle des Abstiegskandidaten, doch die Ulmer „Spatzen“ schafften nicht nur das vorgegebene Saisonziel, den Klassenerhalt, sie bewerkstelligten den für unmöglich gehaltenen Aufstieg als Tabellendritter hinter Arminia Bielefeld und der SpVgg Unterhaching. Damit gelang dem Verein zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte der Einzug in die 1. Bundesliga.

Aus der 1. Bundesliga musste sich der Verein allerdings nach nur einjähriger Zugehörigkeit im Jahr 2000 wieder verabschieden – am Ende jedoch recht unglücklich, zumal die „Spatzen“ zehn Spieltage vor Schluss nach dem überraschenden 2:1-Auswärtssieg beim Tabellendritten Hamburger SV der Abstiegszone schon entronnen schienen. Ulm wies als Tabellenzwölfter 30 Punkte nach 24 Spieltagen auf und war damit der UEFA-Pokal-Zone näher als den Abstiegsrängen. Der Tabellen-16. Eintracht Frankfurt (22 Zähler) auf dem ersten Abstiegsplatz lag zu dieser Zeit acht Punkte zurück.

Doch es folgte am 18. März 2000 eine verheerende 1:9-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Bayer 04 Leverkusen und damit der Niedergang. In den letzten zehn Saisonspielen gelang den Schwarz-Weißen nur noch ein einziger Sieg, daheim mit 2:0 am vorletzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg sowie zwei Remis (1:1 daheim gegen den VfB Stuttgart und 0:0 beim FC Schalke 04). Zudem hatte Eintracht Frankfurt unter Trainer Felix Magath gewaltig aufgeholt und den SSV 1846 damit überflügelt. Am letzten Spieltag musste Ulm beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt antreten, wo man allerdings nur durch einen Sieg eine Chance auf den Klassenerhalt gehabt hätte, und dies auch nur, weil die Frankfurter zuvor durch einen DFB-Punktabzug benachteiligt worden waren. Obwohl man zwischenzeitlich ausgleichen konnte, verlor Ulm mit 1:2 durch einen Elfmeter-Gegentreffer von Frankfurts Horst Heldt in der 90. Minute. Mit 35 Zählern nach 34 Spieltagen musste der SSV Ulm 1846 als Tabellensechzehnter in die 2. Bundesliga absteigen.

Rund 15.000 Dauerkarten verkaufte der SSV 1846 in seinem Erstligajahr an seine Fans, welche für einen Zuschauerschnitt von 21.500 Besuchern im zur Bundesligazeit mit Hilfe von mobilen Zusatztribünen auf 23.500 Plätze ausgebauten Donaustadion sorgten.

Da die Ulmer Mannschaft in der folgenden Saison 2000/01 auch den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga verpasste und die Lizenz für die Regionalliga verweigert wurde, folgte 2001 der Absturz in die Viertklassigkeit. Da wegen der Insolvenz des Vereins die erste Mannschaft gemäß den Statuten des Verbandes als automatischer Absteiger der Oberliga festgestanden hätte, trat nur die zweite Mannschaft – die fortan als 1. Mannschaft fungierte – in der Verbandsliga Württemberg an.

Konsolidierung und erneute Insolvenz[Bearbeiten]

Platzierungen ab 2000

Spielzeit Liga Platz
2000/01 2. Bundesliga 16.
2001/02 Verbandsliga Württemberg 2.
2002/03 Oberliga Baden-Württemberg 2.
2003/04 Oberliga Baden-Württemberg 6.
2004/05 Oberliga Baden-Württemberg 2.
2005/06 Oberliga Baden-Württemberg 3.
2006/07 Oberliga Baden-Württemberg 2.
2007/08 Oberliga Baden-Württemberg 2.
2008/09 Regionalliga Süd 7.
2009/10 Regionalliga Süd 6.
2010/11 Regionalliga Süd 17.
2011/12 Oberliga Baden-Württemberg 1.
2012/13 Regionalliga Südwest 10.
2013/14 Regionalliga Südwest 15.

Der SSV Ulm 1846 ist der niederklassigste Verein (5. Liga), der im DFB-Pokal ein Spiel gewinnen konnte (noch dazu gegen einen Erstligisten). Nach dem Zwangsabstieg in die Verbandsliga Württemberg 2001 war man als Absteiger aus der 2. Bundesliga trotzdem im DFB-Pokal spielberechtigt. Mit einem 2:1-Sieg gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg[1] am 26. August 2001 schaffte der Verein die Sensation und den Einzug in die 2. Pokalrunde, in der man jedoch gegen den damaligen Zweitligisten 1. FC Union Berlin mit 0:3 ausschied.

Nach dem Absturz in die Verbandsliga Württemberg gelang der Mannschaft um Harry Brobeil der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Die junge Mannschaft wurde souverän Tabellenzweiter, auch dank der erfahrenen Dragan Trkulja und Janusz Gora, die vom jungen 21-fachen Saisontorschützen Ünal Demirkiran unterstützt wurden. Im direkten Vergleich mit dem badischen Verbandsligisten SV Linx gelang den Ulmern schließlich über das Relegationsspiel der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Ulms Trainer Brobeil feiert mit den Fans den Aufstieg in die Oberliga 2002

Nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg wurde der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Süd jedes Jahr knapp verpasst. 2008 schaffte man als zweite von vier Mannschaften den Aufstieg in die neugestaltete dreigleisige Regionalliga.

2006 und 2007 erreichte der SSV Ulm 1846 auch zweimal in Folge das Endspiel um den württembergischen Verbandspokal, dessen Sieger sich automatisch für die 1. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. In der Saison 2005/06 verlor die Mannschaft gegen den höherklassigen Regionalligisten Stuttgarter Kickers mit 6:7 im Elfmeterschießen und in der darauffolgenden Saison 2006/07 gegen den Oberliga-Mitkonkurrenten Normannia Schwäbisch Gmünd mit 1:2.

2007/08 konnte sich der SSV Ulm 1846 bereits drei Spieltage vor Ende der Saison als erste Mannschaft der Oberliga Baden-Württemberg für die neugegliederte Regionalliga Süd qualifizieren. Am Ende belegte man Rang 2 hinter dem SC Freiburg II.

Am 3. Juni 2008 wurde der Trainer Paul Sauter trotz Aufstieg in die Regionalliga Süd entlassen. Grund dafür waren unterschiedliche Erwartungen bezüglich der angestrebten Tabellenziele in der neuen Saison 2008/09. Nachfolger wurde Markus Gisdol, der bis November 2007 den ehemaligen Oberligakonkurrenten SG Sonnenhof Großaspach trainierte.

Am 12. Juni 2008 wurde die Geschäftsstelle von der Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Beamten des Hauptzollamtes und der Steuerfahndung durchsucht. Grund war der Verdacht des Betrugs, des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt und der Steuerhinterziehung. Es bestand der Verdacht, dass Fußballspieler in den zurückliegenden Jahren arbeitslos bzw. als nur geringfügig beschäftigt gemeldet waren, obwohl sie einer Vollzeitbeschäftigung als Fußballspieler nachgingen. Die Ermittlungen richteten sich gegen ehemalige Funktionäre und Mitarbeiter sowie Spieler des Vereins.[2] Stand Dezember 2010 wurden von den 32 Einzelverfahren 16 eingestellt. Zehn Verfahren sind noch nicht abgeschlossen. Gegen zwei ehemalige Spieler wurde Anklage erhoben und gegen vier Spieler wurden Strafbefehle erlassen.[3]

In der Regionalliga-Saison 2008/09 gelang dem SSV 1846 am 8. Spieltag als einzig ungeschlagenem Team erstmals der Sprung an die Tabellenspitze, die allerdings am 9. Spieltag mit einer Niederlage gegen den SC Pfullendorf wieder abgegeben werden musste. In den restlichen Partien der Hinrunde gelang den Ulmern nur ein Sieg, bei sechs Unentschieden und einer Niederlage, so dass am Ende der Halbserie der 7. Tabellenplatz erreicht wurde. In der Rückrunde erkämpfte sich die Mannschaft 26 Zähler, einer weniger als in der Hinrunde, so dass am Ende der Serie ein 7. Tabellenplatz erreicht wurde. Nach nur einer Saison gab der Trainer Markus Gisdol bekannt, in der folgenden Spielzeit die 2. Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim in der Oberliga Baden-Württemberg zu übernehmen. Neuer Trainer wurde Manfred Paula, der zuvor den Bayernligisten TSV Aindling trainiert hatte. Dieser gab sein Amt aufgrund des ausbleibenden Erfolgs jedoch bereits nach acht Spieltagen wieder auf und wurde durch Ralf Becker ersetzt, der seinen ersten Cheftrainerposten antrat.

Vier Spiele des SSV 1846 in der Endphase der Regionalligasaison 2008/09 stehen unter Manipulationsverdacht.[4] Am 27. November 2009 hat der Verein im Zusammenhang mit dem Wettskandal den kroatischen Spielern Davor Kraljevic, Marijo Marinovic und Dinko Radojevic die Kündigung ausgesprochen.[5]

Der SSV Ulm 1846 Fußball setzte aufgrund der angespannten finanziellen Situation, die den neugegründeten Klub begleitete, im Sommer 2010 auf eine Verjüngung der Mannschaft. Da sich die Zuschauerzahlen in der Folge nicht wie erwünscht entwickelten und aus der Region kein Partner für eine größere Unterstützung gewonnen wurde, musste der Verein Ende November des Jahres Insolvenz anmelden.[6] Kurz darauf gab Trainer Ralf Becker seinen Rücktritt bekannt und vereinbarte mit dem Insolvenzverwalter eine Auflösung des Trainervertrages zum Jahresende.[7] Daraufhin übernahm der bisherige Assistenztrainer Janusz Góra das Amt.

Zum Jahresbeginn 2011 wurde vor dem Amtsgericht Ulm das Insolvenzverfahren gegen den Verein eröffnet. Damit stand der SSV Ulm 1846 Fußball vorzeitig als Absteiger aus der Regionalliga Süd fest und musste in der Saison 2011/12 in der Oberliga Baden-Württemberg antreten.

Neuaufbau und dritte Insolvenz[Bearbeiten]

Am 16. Juni 2011 stimmten die Gläubiger einstimmig für den Insolvenzplan.[8] Es wurde bei Gesamtforderungen von über einer Million Euro ein symbolischer Gesamtbetrag von 1846 Euro ausbezahlt, was einer Auszahlungsquote von 0,16 % entspricht. Somit war der weitere Weg für den Verein geebnet, schuldenfrei in die Saison 2011/12 zu starten. Auf der Mitgliederversammlung vom 28. Juni 2011 wurde schließlich der zuvor bereits von Insolvenzverwalter Martin Hörmann als Generalbevollmächtigter eingesetzte Paul Sauter ohne Gegenstimmen zum Präsidenten gewählt. Sauter war früher Spieler und bereits drei Mal Trainer des Vereins gewesen.[9] Er informierte die Mitglieder über die erneuerten Strukturen, wie beispielsweise der Abschaffung des Aufsichtsrats, und rief für die Zukunft einen „radikalen Sparkurs“ aus. Zusätzlich zu seinem Amt als Präsident wurde Sauter auch zum nunmehr vierten Mal Trainer der Mannschaft für die Saison 2011/12.[10]

Am 2. Februar 2012 gaben Paul Sauter als Präsident des SSV Ulm 1846 Fußball und Wilhelm Götz als Präsident des Hauptvereins SSV Ulm 1846 auf einer Pressekonferenz in Ulm bekannt, eine Lösung für den zuvor rund einjährigen Streit um das Logo der Fußballer gefunden zu haben. Dieser Streit war im Zuge der Insolvenz des SSV Ulm 1846 Fußball entstanden, nachdem einige Mitglieder und Abteilungsleiter des Hauptvereins bezüglich des Logos eine deutliche Abgrenzung zwischen SSV Ulm 1846 und SSV Ulm 1846 Fußball gefordert hatten. Ein Kompromiss wurde erzielt, indem man sich darauf einigte, für die Fußballer den Schriftzug „FUSSBALL“ im Logo zu integrieren und somit nur eine geringe Änderung vorzunehmen.[11]

In die Oberliga-Saison 2011/2012 startete der SSV Ulm 1846 Fußball mit kleinem Budget und großer Unsicherheit, schließlich war ein neues Team aufgebaut worden - alles unter der Prämisse des radikalen Sparkurses nach der zweiten Insolvenz. Der Verein verlor nur drei Partien in der Saison. Als einziges aller 17 Oberliga-Teams blieben die "Spatzen", die am 29. Spieltag nach dem 3:1-Heimsieg gegen die SpVgg Neckarelz erstmals die Tabellenführung übernahmen, im eigenen Stadion ungeschlagen, sodass am Ende der Saison der erste Platz im baden-württembergischen Oberhaus mit neun Punkten Vorsprung vor dem starken Aufsteiger VfR Mannheim fest stand. Nach der Oberliga-Meisterschaft trat Präsident Paul Sauter von seinem zweiten Amt im Verein, dem Posten als Cheftrainer, zurück und übergab diesen für die Regionalliga-Saison 2012/2013 an seinen bisherigen Co-Trainer Stephan Baierl.

Nach einem gelungenen Start in die Saison 2012/2013 und einem Platz in der Spitzengruppe der Regionalliga rutschte das Team im Oktober und November 2012 auf den zehnten Platz ab mit lediglich zwei Punkten aus sechs Spielen. Daraufhin wurde Trainer Stephan Baierl freigestellt und sein Vorgänger Paul Sauter übernahm wieder den Posten als Cheftrainer.[12]

Hauptsächlich aufgrund hoher Spielergehälter beliefen sich im Mai 2014 die Finanzverbindlichkeiten auf 420.000 Euro Schulden und der Verein musste zum dritten Mal Insolvenz anmelden.[13] [14]

Kader und Trainer[Bearbeiten]

Kader Saison 2013/14[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
Holger Betz DeutschlandDeutschland
Ruyman Fernandez SpanienSpanien
Jonas Gebauer DeutschlandDeutschland
Johannes Ludmann DeutschlandDeutschland
Johannes Reichert DeutschlandDeutschland
Zachary Olow Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Daniel Reith DeutschlandDeutschland
Manuel Evens DeutschlandDeutschland
Stefan Hess DeutschlandDeutschland
Ruben Rodriguez SpanienSpanien
Max Bachl-Staudinger DeutschlandDeutschland
Maximilian Gebert DeutschlandDeutschland
Valentin Scholz DeutschlandDeutschland
Michael Turkalj DeutschlandDeutschland
Nikola Trkulja DeutschlandDeutschland
Ljubisa Gavric Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina
Khalid Lahyani DeutschlandDeutschland
Onesi Kuengienda DeutschlandDeutschland
David Jäger DeutschlandDeutschland
Fabian Herbst DeutschlandDeutschland
David Braig DeutschlandDeutschland
Ugur Kiral TurkeiTürkei
Florian Treske DeutschlandDeutschland
Pascal Sohm DeutschlandDeutschland

Trainer Saison 2013/14[Bearbeiten]

Funktion Name
Chef-Trainer Oliver Unsöld, Herbert Zanker (beide gleichberechtigt)
Physiotherapeut Andreas Ott
Torwarttrainer Tobias Ott

Betreuer Saison 2013/14[Bearbeiten]

Funktion Name
Physiotherapeut Günter Auchter
Physiotherapeut Johannes Lang
Zeugwart Ivo Milanovic

Namen und Zahlen[Bearbeiten]

Meisterschaftserfolge[Bearbeiten]

Pokalerfolge[Bearbeiten]

Ewige Tabellen[Bearbeiten]

Fußball-Bundesliga
Pl. Verein Jahr Sp. S U N T. T+/T- Pkt.
46. SSV Ulm 1846 1 34 9 8 17 36:62 −26 35
2. Fußball-Bundesliga
Pl. Verein Jahre Sp. S U N T. T+/T- Pkt.
41. SSV Ulm 1846 8 298 96 77 125 427:492 −65 365
Regionalliga Süd (1994-98 und 2008-11) [15]
Pl. Verein Jahre Sp. S U N T. T+/T- Pkt.
16. SSV Ulm 1846 9 276 125 63 88 492:415 +77 438
Fußball-Oberliga Baden-Württemberg seit 1978
Pl. Verein Jahre Sp. S U N T. T+/T- Pkt.
3. SSV Ulm 1846 17 584 322 147 115 1150:634 +516 1113

Trainer[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Die folgende Auflistung enthält wichtige ehemalige Leistungsträger und Rekordhalter des Vereins, sowie Spieler, die ihre Karriere beim Ulmer FV, SSV Ulm, bei der TSG Ulm 1846 oder beim SSV Ulm 1846 begannen und später bedeutende Erfolge feierten. Die Spieler sind chronologisch anhand der Vereinszugehörigkeit sortiert.

Uli Hoeneß spielte von 1967 bis 1970 beim SSV Ulm 1846
Sascha Rösler spielte von 1992 bis 2001 beim SSV Ulm 1846
Spieler Nationalität Zeit Besondere Leistungen
Walter Vollweiler
Deutscher
1924–1933
Der Stürmer spielte beim Ulmer FV 1894. Erzielte im Jahr des Aufstiegs in die höchste Spielklasse als 17-jähriger 75 Tore. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde er 1933 aus dem Verein ausgeschlossen.
Alfred Picard
Deutscher
1930–1940
Fußballnationalspieler beim 1. SSV Ulm
Erwin Schädler
Deutscher
1934–1949
1948–1949
Fußballnationalspieler beim Ulmer FV 1894.
Hans Eberle
Deutscher
1946–1953
TSG Ulm 1846. Fußballspieler, Olympiateilnehmer 1952.
Anton „Toni“ Turek
Deutscher
1947–1950
Torwart der TSG Ulm 1846. Fußballnationalspieler. Weltmeister 1954.
Wolfgang Fahrian
Deutscher
1960–1963
Torwart der TSG Ulm 1846. Fußballnationalspieler, 10 Länderspiele, WM Torwart 1962
Dieter Hoeneß
Deutscher
1967–1973
TSG Ulm 1846. Fußballnationalspieler.
Uli Hoeneß
Deutscher
1967–1970
TSG Ulm 1846. Fußballnationalspieler. Weltmeister 1974.
Walter Kubanczyk
Deutscher
197?–1985
Fußballamateurnationalspieler
Sascha Rösler
Deutscher
1992–2001
Dragan Trkulja
Serbe
1992–2002
Regionalliga-Torschützenkönig 1996
Janusz Góra
Pole
1997–2002
2003–2007
11 A-Länderspiele für Polen. Später Co-Trainer, Interimstrainer sowie Cheftrainer der zweiten Mannschaft.
Thomas Tuchel
Deutscher
1994–1998
Ehemaliger Trainer von FSV Mainz 05 in der 1. Bundesliga
Hans van de Haar
Niederländer
1999–2001
Bester Bundesligatorschütze des Vereins
Mario Gómez
Deutscher
2000–2001
Spielte in der Jugend für den SSV Ulm 1846 und wechselte mit 16 Jahren zum VfB Stuttgart, wo er Fußballnationalspieler und Deutscher Meister wurde.

Platzierungen des SSV Ulm 1846[Bearbeiten]

Saison Liga Platz  Tore  Punkte Pokal
1970/71 1. Amateurliga Nordwürttemberg 03/16 65:28 45-15
1971/72 1. Amateurliga Nordwürttemberg 01/16 73:20 48-12
1972/73 1. Amateurliga Nordwürttemberg 01/16 45:17 44-16
1973/74 1. Amateurliga Nordwürttemberg 02/17 65:18 49-15
1974/75 1. Amateurliga Nordwürttemberg 04/16 52:29 38-22
1975/76 1. Amateurliga Nordwürttemberg 05/16 47:35 36-28 Finalist WFV-Pokal
1976/77 1. Amateurliga Nordwürttemberg 01/16 56:24 47-13 DFB-Pokal 1. Runde
1977/78 1. Amateurliga Nordwürttemberg 01/16 60:21 47-13
1978/79 Oberliga Baden-Württemberg 01/20 71:37 51-25 DFB-Pokal Achtelfinale
1979/80 2. Bundesliga Süd 16/21 51:57 36-44
1980/81 2. Bundesliga Süd 05/201 59:39 47-29 DFB-Pokal, 3. Runde
1981/82 Oberliga Baden-Württemberg 01/182 63:23 49-19 DFB-Pokal Viertelfinale, Sieger WFV-Pokal
1982/83 Oberliga Baden-Württemberg 01/19 87:36 53-19 DFB-Pokal 1. Runde, Sieger WFV-Pokal
1983/84 2. Bundesliga 13/20 58:68 32-44 DFB-Pokal 1. Runde
1984/85 2. Bundesliga 20/20 48:81 22-54 DFB-Pokal 1. Runde
1985/86 Oberliga Baden-Württemberg 01/19 81:41 49-23 DFB-Pokal Achtelfinale
1986/87 2. Bundesliga 13/20 55:63 35-41
1987/88 2. Bundesliga 19/20 51:75 29-47 DFB-Pokal 2. Runde
1988/89 Oberliga Baden-Württemberg 07/18 65:52 36-32 DFB-Pokal 1. Runde
1989/90 Oberliga Baden-Württemberg 13/18 58:55 31-37
1990/91 Oberliga Baden-Württemberg 07/18 40:33 39-29
1991/92 Oberliga Baden-Württemberg 02/18 55:34 46-22 Sieger WFV-Pokal
1992/93 Oberliga Baden-Württemberg 01/182 67:30 45-23 DFB-Pokal 3. Runde
1993/94 Oberliga Baden-Württemberg 01/182 68:36 46-22 Sieger WFV-Pokal
1994/95 Regionalliga Süd 04/18 69:45 45-23 DFB-Pokal 2. Runde, Sieger WFV-Pokal
1995/96 Regionalliga Süd 03/18 56:40 60 DFB-Pokal 1. Runde, Deutscher Amateurmeister
1996/97 Regionalliga Süd 06/18 71:50 54 DFB-Pokal 1. Runde, Sieger WFV-Pokal
1997/98 Regionalliga Süd 01/18 63:36 60 DFB-Pokal Achtelfinale
1998/99 2. Bundesliga 03/18 63:51 58 DFB-Pokal 1. Runde
1999/2000 Bundesliga 16/18 36:62 35 DFB-Pokal Achtelfinale
2000/01 2. Bundesliga 16/183 42:58 34 DFB-Pokal Achtelfinale
2001/02 Verbandsliga Württemberg 02/17 65:23 71 DFB-Pokal 2. Runde
2002/03 Oberliga Baden-Württemberg 02/18 72:24 69 3. Runde WFV-Pokal
2003/04 Oberliga Baden-Württemberg 06/19 60:55 55 3. Runde WFV-Pokal
2004/05 Oberliga Baden-Württemberg 02/18 70:45 72 Viertelfinale WFV-Pokal
2005/06 Oberliga Baden-Württemberg 03/18 89:32 75 Finalist WFV-Pokal
2006/07 Oberliga Baden-Württemberg 02/18 84:29 76 Finalist WFV-Pokal
2007/08 Oberliga Baden-Württemberg 02/18 61:25 71 3. Runde WFV-Pokal
2008/09 Regionalliga Süd 07/18 55:35 53 2. Runde WFV-Pokal
2009/10 Regionalliga Süd 06/18 52:45 51 Achtelfinale WFV-Pokal
2010/11 Regionalliga Süd 00/04 0:0 0 3. Runde WFV-Pokal
2011/12 Oberliga Baden-Württemberg 01/18 60:27 71 3. Runde WFV-Pokal
2012/13 Regionalliga Südwest 10/19 46:46 51 Halbfinale WFV-Pokal
2013/14 Regionalliga Südwest 15/18 39:56 32 Halbfinale WFV-Pokal
2014/15 Oberliga Baden-Württemberg -/18 -:- -

1Qualifikation für eingleisige 2. Bundesliga verpasst
2gescheitert in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga
3Lizenz für Regionalliga verweigert, anschließend Insolvenz des Vereins
4Insolvenzverfahren während der Saison, alle Saisonspiele aus der Wertung

Höchste Punktspielergebnisse[Bearbeiten]

Höchster Sieg

Höchste Niederlage

Zweite Fußballmannschaft[Bearbeiten]

2004 gründeten die Spatzen-Fußballer wieder eine offizielle zweite Mannschaft neben ihrer "Ersten", die schon damals in der Oberliga Baden-Württemberg antrat. Aufgrund der Neugründung musste man in der niedrigsten Klasse im württembergischen Fußball-Bezirk Donau/Iller, der Kreisliga B, starten. Nach drei Aufstiegen in Folge spielte der SSV Ulm 1846 II in der Saison 2007/08 in der württembergischen Landesliga, Staffel 2, wo man nach einem 4. Platz in der ersten Saison 2008/09 einen 11. Platz erreichte und lange um den Klassenerhalt kämpfen musste. 2011 stieg die Mannschaft jedoch aus der württembergischen Landesliga, Staffel 2, in die Bezirksliga Donau/Iller ab. Am Ende der Saison 2012/13 schaffte der SSV Ulm 1846 II freilich wieder die Rückkehr in die Landesliga, Staffel 2, innerhalb des Württembergischen Fußballverbands (WFV). Mit 96:28 Toren und 73 Punkten wurden die "kleinen Spatzen" Titelträger der Bezirksliga Donau/Iller vor dem punktgleichen Tabellenzweiten und Stadtnachbarn SV Grimmelfingen, der es auf ein Torverhältnis von 89:40 brachte. 2014 musste man aus der Landes- in die Bezirksliga absteigen.

Fans[Bearbeiten]

Seit Ende der 1990er Jahre gibt es eine offizielle Fanfreundschaft der Spatzen-Anhänger mit Fans von Rot-Weiß Oberhausen. Der größte Ulmer Rivale ist der SSV Reutlingen, doch auch Anhänger des VfB Stuttgart sind in Ulm äußerst ungern gesehen. Ebenfalls als brisant ist das Verhältnis zur Fanszene der Stuttgarter Kickers und des 1. FC Heidenheim zu bezeichnen.

Stadion[Bearbeiten]

Das Donaustadion hat ein Fassungsvermögen von 19.500 Zuschauern und ist im Besitz der Stadt Ulm. Der Fanblock des SSV Ulm 1846 befand sich bis zur Spielzeit 2000/2001 auf den unüberdachten Stehplatzrängen des D-Blocks rechts neben der Haupttribüne in der Ecke zur Südkurve, welche ans vereinseigene Schwimmbad angrenzt. Mit dem Start in die Verbandsligasaison 2001/2002 wurde dieser traditionelle Ulmer Fanbereich in die äußerste Ecke der überdachten Gegentribüne (3000 Sitzplätze, das erst 1999 fertig gestellte Bauwerk grenzt an die Gänswiese, auf der Fußball und Hockey trainiert sowie gespielt wird, an) verlagert, um der treuen Fanschar ein besseres Gehör zu verschaffen als auf den Stehplatzrängen, wo die meiste Akustik durch die fehlende Überdachung verloren geht. Doch mit Beginn der Regionalliga-Saison 2008/2009 sind die organisierten Fans des SSV 1846 in den D-Block der Südkurve am Schwimmbad auf Höhe der Stadionstraße und somit auf die unüberdachten Stehränge rechts neben der Haupttribüne zurückgekehrt. Sicherheitsvorschriften auf der Gegentribüne wurden hierfür als Grund genannt. Außerdem ist seit dem Frühjahr 2011 die Gegengerade des Donaustadions aus Kostengründen bei Heimspielen des SSV Ulm 1846 Fußball geschlossen. Ausnahmen bilden Fußballspiele, bei denen eine große Zuschauerkulisse zu erwarten ist.

Haupttribüne und D-Block Gegentribüne E-Block
Haupttribüne und D-Block Gegentribüne E-Block

Vereinslieder[Bearbeiten]

Im März 2013 stellte der SSV Ulm 1846 Fußball im Rahmen des "Spatzentalks" der Südwest Presse das Lied Die Spatzen fliegen wieder als neue offizielle Vereinshymne vor.[16] Es löste das 1997 veröffentlichte Lied Forever SSV der Sängerin Jennifer Nunes ab.[17]

Literatur[Bearbeiten]

  • Markus Ebner, Helmut Schneider: Kämpfen Ulmer kämpfen. Ein Jahr im Fußball-Himmel. MEBV-Verlag. Ulm 2000. ISBN 3-00-006199-1
  • Günter Geyer: Festschrift des SSV Ulm 1846 zum 150-jährigem Jubiläum. Ulm 1996.
  • Alexander Guber (Autor), Reinhold Eberhardt: SSV Ulm 1846 – Fußballtradition in Schwarz und Weiß. Verlag Mediagroup le Roux, Erbach 2008.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SSV Ulm 1846 Fußball – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGerold Knehr: Ein neues Highlight in der Pokalgeschichte. kicker, 26. August 2001, abgerufen am 8. Februar 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDurchsuchung bei Verantwortlichen und Spielern des SSV Ulm 1846 e.V. wegen Betrugs, Vorenthaltens von Arbeitsentgelt und Steuerhinterziehung. Staatsanwaltschaft Ulm, 12. Juni 2008, abgerufen am 8. Februar 2012.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHans-Uli Mayer: SSV-Fußballer im Abseits. Südwest Presse, 16. Dezember 2010, abgerufen am 8. Februar 2012.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDFB-Schiedsrichter im Visier der Ermittler. Focus, 21. November 2009, abgerufen am 8. Februar 2012.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRüdiger Bergmann, Gerold Knehr: SSV Ulm 1846 entlässt drei Spieler. Südwest Presse, 28. November 2009, abgerufen am 8. Februar 2012.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSSV 46 stellt Antrag auf Insolvenz. SSV Ulm 1846 Fußball, 25. November 2010, abgerufen am 8. Februar 2012.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVertrag mit Ralf Becker wird aufgelöst. SSV Ulm 1846 Fußball, 1. Dezember 2010, abgerufen am 8. Februar 2012.
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRüdiger Bergmann: SSV Ulm 1846: Insolvenzplan der Spatzen abgesegnet. Südwest Presse, 17. Juni 2011, abgerufen am 8. Februar 2012.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRüdiger Bergmann: Strahlen nach den Wahlen: Keine Gegenstimmen. Südwest Presse, 29. Juni 2011, abgerufen am 8. Februar 2012.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRüdiger Bergmann: Spatzen-Präsident Paul Sauter: Doppelrolle nicht auf Dauer. Südwest Presse, 29. Juni 2011, abgerufen am 8. Februar 2012.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeues Vereinslogo. SSV Ulm 1846 Fußball, 2. Februar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.
  12. Rüdiger Bergmann, Winfried Vogler: Sauter zieht die Notbremse. In: Südwest Presse, 14. November 2012.
  13. Spatzen: Insolvenzverwalter für SSV Ulm 1846 Fußball bestellt. In: Südwest Presse Online, 26. Mai 2014
  14. [1]
  15. Ewige Tabelle Regionalliga Süd. fussballdaten.de, abgerufen am 20. April 2013.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGerold Knehr: SSV Ulm 1846: Neue Hymne - neues Ziel. Südwest Presse, 3. März 2013, abgerufen am 10. Mai 2013.
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSSV Ulm1846: Jennifer "Jenny" Nunes singt die neue Spatzen-Hymne. Archiv des Chaos Convoy Ulm, 23. August 1997, abgerufen am 10. Mai 2013.

48.40313333333310.010833333333Koordinaten: 48° 24′ 11″ N, 10° 0′ 39″ O