SSVg Velbert

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SSVg. Velbert
Logo der SSVg Velbert
Voller Name Sport- und Spielvereinigung
Velbert 1902
Ort Velbert, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 23. Februar 1902
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Stadion zur Sonnenblume
Plätze 4702
Präsident Oliver Kuhn
Trainer Lars Leese
Homepage www.ssvg.de
Liga Oberliga Niederrhein
2013/14 19. Platz (Regionalliga West)
Heim
Auswärts

Die SSVg Velbert 02 (Sport- und Spielvereinigung Velbert 1902) ist ein Sportverein aus dem niederbergischen Velbert. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Die erste Herrenmannschaft im Fußball spielt seit der Saison 2014/15 in der fünftklassigen Oberliga Nordrhein. Neben der Fußballabteilung existieren eine Gymnastikabteilung (seit 1978) und eine Radsportabteilung (seit 2008).

Geschichte[Bearbeiten]

Am 23. März 1902 wurde der Velberter FC 1902 gegründet. Diesem schloss sich 1914 der BV Olympia 1906 Velbert an. Nach der Fusion mit dem TV 1864 Velbert im Jahr 1919 hieß der Verein TSV 1864 Velbert. Nach nur zwei Jahren spaltete sich der Verein wieder auf und es entstand neben dem SSV Velbert 12 und dem TV 1864 Velbert der Fußballclub Velbert 02. Dieser fusionierte am 26. September 1933 mit dem BV 1907 Velbert (gegründet am 9. Juni 1907) zum VfB 02/07 Velbert.

Der Verein spielte ab 1922 in der Ligaklasse und ab 1934 in der Bezirksliga, der seinerzeit zweithöchsten Spielklasse im deutschen Fußball.

Die noch heute bestehende Sport- und Spielvereinigung Velbert 1902 e. V. entstand im August 1964 durch Fusion des VfB 1902/06 Velbert mit der SSV 1912 Velbert, die bis 1912 Fußballabteilung des TV 1864 war.

Ligengeschichte Fußball[Bearbeiten]

Die Bündelung der Kräfte trug Früchte und den Fußballherren gelang 1969 der Aufstieg in die Regionalliga West, die damals zweithöchste Spielklasse. Nach nur einer Saison erfolgte jedoch 1970 der Wiederabstieg. Wie schon von 1963 bis 1969 spielte man auch bis 1978 in der drittklassigen Amateurliga Niederrhein. Bis 1975 hatte man sich stets auf den Plätzen 3 bis 5 halten können, die letzten drei Jahre schloss man jedoch als 14., 10. und zuletzt als 12. ab. Dadurch verpasste man die Qualifikation für die durch die Zusammenlegung mehrerer Amateurligen gebildete neue Amateuroberliga Nordrhein und wurde in die Viertklassigkeit abgestuft. Diese Klasse wurde gehalten bis zum Abstieg in der Saison 1984/85, worauf aber der direkte Wiederaufstieg folgte.

In den Saisons 1989/90 und 1990/91 stieg die SSVg zweimal hintereinander ab und fand sich in der Bezirksliga wieder, aus der man aber im nächsten Jahr wieder aufstieg. In den folgenden Jahren wurden dann die Finanzen konsolidiert, wodurch die SSVg heute schuldenfrei ist und ohne Auflagen die Lizenz für die Regionalliga bekommen würde. In der Saison 1996/97 und in der darauffolgenden Saison scheiterte man knapp in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga. Im nächsten Jahr gelang mit 74 Punkten nach nur fünf Remis und zwei Niederlagen souverän der Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein.

In der Saison 1999/2000 gelang dann der Aufstieg in die Oberliga Nordrhein. Am Ende der Spielzeit 2003/04 wurde die SSVg Meister, aber in die Regionalliga Nord stieg der Tabellenzweite Fortuna Düsseldorf auf, weil Velbert nicht für die höhere Spielklasse gemeldet hatte, da man zum Ende der Hinrunde nur Fünfter war und zwölf Punkte Rückstand hatte. Seit dem Aufstieg war die SSVg nie schlechter als Rang Vier platziert. In der Spielzeit 2007/08 ging es für die SSVg um die Qualifikation zur neuen viertklassigen Regionalliga West, die durch die Ligareform zur Saison 2008/09 eingeführt wurde. Dafür musste der vierte Platz erreicht werden. Am Saisonende reichte es aber nur zu Platz sechs, sodass die SSVg in der Spielzeit 2008/09 in der ebenfalls neugeschaffenen fünftklassigen NRW-Liga antrat. Bereits am 6. Oktober 2008 trat Feldhoff wieder als Trainer der SSVg zurück. Seine Nachfolge trat im November 2008 der ehemalige Profi Peter Kunkel an.

Etwa ein halbes Jahr später übernahm Marek Lesniak den Platz des erfolglos gebliebenen Kunkel als Trainer. Am 29. März 2010 trat Lesniak als Trainer zurück und Tino Reuchert übernahm „bis auf weiteres“ das Traineramt.[1] Neuer Trainer wurde daraufhin der frühere Bundesligaprofi Frank Schulz, der zuvor den Ligakonkurrenten Westfalia Herne trainiert hatte.[2]

In der mit Saisonschluss 2011/12 auf Verbandsbeschluss aufzulösenden NRW-Liga belegte man 2012 den vierten Platz, was zu zwei Ausscheidungsspielen um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen den Tabellenersten der sechstklassigen Westfalenliga, den SV Lippstadt 08 berechtigte.[3] Velbert gewann Hin- und Rückspiel mit 2:1 und machte damit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. In der darauffolgenden Regionalliga-Saison erreichte die Spielvereinigung mit 47 Punkten den Klassenerhalt, ehe die Mannschaft ein Jahr später als Tabellenletzter absteigen musste.

Kader Saison 2013/14[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Manuel Lenz DeutschlandDeutschland
21 Philipp Sprenger DeutschlandDeutschland
02 Maik Bleckmann DeutschlandDeutschland
03 Christ Kasela Mbona Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo
04 Dimitrios Pappas GriechenlandGriechenland
05 Dennis Yilmaz DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei
14 Tim Kosmala DeutschlandDeutschland BelgienBelgien
18 Massimo Mondello DeutschlandDeutschland ItalienItalien
25 Jeffrey Tumanan DeutschlandDeutschland PhilippinenPhilippinen
07 Erhan Zent DeutschlandDeutschland
10 Markus Kaya DeutschlandDeutschland
12 Daniel Kneifel DeutschlandDeutschland
13 Marvin Mühlhause DeutschlandDeutschland
15 Liridon Dibrani AlbanienAlbanien DeutschlandDeutschland
17 Tim Gebauer DeutschlandDeutschland
23 Mehmet Boztepe TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland
33 Hüzeyfe Doğan TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland
08 Michael Holt DeutschlandDeutschland
09 Denis Pozder DeutschlandDeutschland
11 Saban Ferati DeutschlandDeutschland MazedonienMazedonien
16 Kevin Hagemann DeutschlandDeutschland
19 Oguzhan Coruk DeutschlandDeutschland
20 Sebastian Janas DeutschlandDeutschland

Trainer[Bearbeiten]

Funktion Name
Chef-Trainer
Co-Trainer
André Pawlak DeutschlandDeutschland
Markus Braasch DeutschlandDeutschland

Platzierungen in der Liga[Bearbeiten]

Saison Liga Platzierung Auf-/Abstieg
1979/80 Verbandsliga Niederrhein 3
1980/81 Verbandsliga Niederrhein 8
1981/82 Verbandsliga Niederrhein 9
1982/83 Verbandsliga Niederrhein 11
1983/84 Verbandsliga Niederrhein 11
1984/85 Verbandsliga Niederrhein 15 Abstieg
1985/86 Landesliga Niederrhein 1 Aufstieg
1986/87 Verbandsliga Niederrhein 3
1987/88 Verbandsliga Niederrhein 10
1988/89 Verbandsliga Niederrhein 10
1989/90 Verbandsliga Niederrhein 17 Abstieg
1990/91 Landesliga Niederrhein 14 Abstieg
1991/92 Bezirksliga 1 Aufstieg
1992/93 Landesliga Niederrhein 3
1993/94 Landesliga Niederrhein 10
1994/95 Landesliga Niederrhein 5
1995/96 Landesliga Niederrhein 11
1996/97 Landesliga Niederrhein 2 gescheitert in Aufstiegsrunde
1997/98 Landesliga Niederrhein 2 gescheitert in Aufstiegsrunde
1998/99 Landesliga Niederrhein 1 Aufstieg
1999/00 Verbandsliga Niederrhein 1 Aufstieg
2000/01 Oberliga Nordrhein 4
2001/02 Oberliga Nordrhein 4
2002/03 Oberliga Nordrhein 3
2003/04 Oberliga Nordrhein 1 Meisterschaft, jedoch keine
Regionalliga-Lizenz beantragt
2004/05 Oberliga Nordrhein 3
2005/06 Oberliga Nordrhein 4
2006/07 Oberliga Nordrhein 3
2007/08 Oberliga Nordrhein 6 NRW-Liga-Qualifikation
2008/09 NRW-Liga 13
2009/10 NRW-Liga 12
2010/11 NRW-Liga 6
2011/12 NRW-Liga 4 Aufstieg
2012/13 Regionalliga West 13
2013/14 Regionalliga West 19 Abstieg

Pokalgeschichte Fußball[Bearbeiten]

Der Verein gewann 2003 den Niederrheinpokal durch einen 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf und qualifizierte sich damit für die Hauptrunde des DFB-Pokals 2003/04. Nachdem Velbert in der ersten Runde gegen den Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 mit 5:3 nach Elfmeterschießen überraschend die Oberhand behalten hatte, schied die Mannschaft in der zweiten Runde nur knapp gegen den SSV Jahn Regensburg (1:2 nach Verlängerung) aus.

Bereits 1938 stand der Vorgängerverein SSV 1912 Velbert in der 1. Hauptrunde des damals noch Tschammer-Pokal genannten DFB-Pokals. Mit 1:3 verlor man am 28. August 1938 gegen Grün-Weiß Eschweiler.

Später ging es am 10. September 2006 in der ersten Hauptrunde gegen die SpVgg Unterhaching, nachdem man den Wuppertaler SV Borussia im ARAG-Cup-Finale 2006 an der heimischen Sonnenblume mit 1:0 besiegt hatte. Vor 3500 Zuschauern setzten sich die zwei Klassen besseren Unterhachinger klar mit 3:0 durch und zerstörte sämtliche Velberter Pokalhoffnungen.

Nebenher ist die SSVg Velbert mit sechs Finalteilnahmen im Niederrheinpokal seit 2001 (2 Siege, 4 Niederlagen) eine der erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte des Wettbewerbs.

Stadion[Bearbeiten]

Bis 1969 spielte man auf dem Platz Am Wasserturmhochaus. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga West wich man für die ersten sieben Saisonspiele ins 10.000 Zuschauer fassende Stadion in Ratingen aus. Am 5. Oktober 1969 weihte der Verein das Stadion zur Sonnenblume mit einem Fassungsvermögen von 13.000 Zuschauern ein. Den Rekordbesuch verzeichnete man bereits nach zwei Wochen am 19. Oktober 1969 mit 12.000 Zuschauern beim Spiel gegen den Wuppertaler SV. Aus Sicherheitsgründen wurde das Fassungsvermögen zunächst auf 6.500 Personen beschränkt. Mit der Umwandlung einer Stehplatztribüne in eine überdachte Sitzplatztribüne sank das Fassungsvermögen auf 4.702 Zuschauer. Für die Zukunft war geplant, ein reines Fußballstadion in Nähe der A535 zu errichten, welches den Zuschauern 4.000 Steh- und ungefähr 1.300 überdachte Sitzplätze bieten und bis zu einer maximalen Kapazität von 10.000 Zuschauern erweiterungsfähig sein sollte.[4][5] Dieses Bauvorhaben wurde aufgrund des Haushaltskonsolidierungsprogrammes der Stadt Velbert verschoben, bis der Haushalt der Stadt wieder ausgeglichen ist.[6]

Bekannte Spieler/Trainer[Bearbeiten]

Radsport[Bearbeiten]

Neben Fußball hat innerhalb der SSVg Velbert auch der Radsport eine neue Heimat gefunden. Gut 20 ehemalige Mitglieder der RSF (Radsportfreunde) Velbert sind als eigenständige Abteilung im Verein aktiv und üben unter dem Namen der SSVg Velbert ihren - in erster Linie - Breitensport aus und veranstalten Rennen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht „DerWesten“, gesichtet 30. März 2010
  2. Bericht „DerWesten“, gesichtet 2. April 2010
  3. http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/velbert-heiligenhaus-niederberg/ssvg-velbert-freut-sich-auf-das-spiel-des-jahres-id6739726.html
  4. http://www.velbert.de/kultur-freizeit/sporteinrichtungen/sportzentrum/kosten.asp
  5. http://www.stadionwelt.de/sw_stadien/index.php?folder=sites&site=neubau_d_detail&id=122
  6. http://www.velbert.de/media/pdf/Anlage_zur_MITTEILUNGS-VORLAGE_236-2010.pdf , S. 32

Literatur[Bearbeiten]

  • SSVg Velbert 02 in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 453 f. ISBN 3-89784-147-9
  • Die SSVg Velbert Chronik 100 Jahre SSVg Velbert 02: 2002, Eigenverlag zu beziehen über den Verein

Weblinks[Bearbeiten]