SV Babelsberg 03

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SV Babelsberg 03
Vereinswappen des SV Babelsberg 03
Voller Name Sportverein Babelsberg 03 e. V.
Ort Potsdam-Babelsberg, Brandenburg
Gegründet 1. Oktober 1903
Vereinsfarben blau-weiß
Stadion Karl-Liebknecht-Stadion
Plätze 10.499
Präsident Archibald Horlitz
Vorstand Götz Schulze
Regula Bathelt
Christian Lippold
Harald Leek
Trainer Cem Efe
Homepage www.babelsberg03.de
Liga Regionalliga Nordost
2013/14 14. Platz
Heim
Auswärts

Der SV Babelsberg 03 (offiziell: Sportverein Babelsberg 03 e. V.) ist ein Fußballverein aus der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam, der am 10. Dezember 1991 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SV Motor Babelsberg gegründet wurde.

Die Wurzeln des im Potsdamer Stadtteil Babelsberg beheimateten Vereins reichen zurück bis zum 1903 gegründeten Sport-Club Jugendkraft 1903. Der Verein mit den Farben Blau und Weiß begrüßte bereits sein 1000. Mitglied (Stand: November 2013).[1] Seine größten Erfolge waren in der DDR das Spielen in der zweithöchsten Spielklasse, der Liga, und nach der Wiedervereinigung der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die Heimspiele trägt der Verein im größten Fußballstadion der Stadt, dem Karl-Liebknecht-Stadion, aus. Seit der Saison 2013/14 spielt der Verein in der Regionalliga Nordost.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge und Vorkriegszeit bis 1945[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1903 gründeten sieben junge Männer aus Nowawes, mit Interesse für Gewichtheben, Kraftsport und Ringen, den Sport-Club Jugendkraft 1903. Unabhängig davon gründeten zwei Jahre später fußballinteressierte Arbeiter aus Nowawes den Fußball-Club Fortuna 05 und nahmen am organisierten Spielbetrieb teil. Am 15. Februar 1919 fusionierten beide Vereine zum SV Nowawes 03. Ab Sommer 1919 spielte der neue Verein in der Kreisliga Berlin-Brandenburg, der zweithöchsten regionalen Spielklasse.

In der Saison 1928/29 trainierte Sepp Herberger, später Trainer der deutschen Nationalmannschaft, kurzzeitig den SV Nowawes 03. Nach dem Abstieg 1931 in die Kreisliga,[2] folgte zwischen 1933 und 1935 ein Durchmarsch in die höchste deutsche Spielklasse, die Gauliga Berlin-Brandenburg. Als Neuling belegte Nowawes in der Saison 1935/36 in der Gauliga den achten Rang unter zehn Mannschaften. Sportlicher Höhepunkt war der Gaufestsieg 1937. Hierbei besiegte man im Endspiel den FV Cottbus mit 7:1.

1938 wurden die Stadt Nowawes und die Villenkolonie Neubabelsberg zur Stadt Babelsberg vereinigt. Daraufhin folgte eine Umbenennung des Vereins in SV Babelsberg 03. Nur 17 Monate später, Babelsberg hatte bereits das Stadtrecht verloren und war in Potsdam eingemeindet worden, fusionierten die Nulldreier mit den Sportfreunden Potsdam zur Sportvereinigung Potsdam 03. Nach dem Abstieg aus der Gauliga 1938 schaffte der Verein 1943 den Wiederaufstieg und belegte in den folgenden Spielzeiten den dritten und vierten Platz.

BSG Motor Babelsberg[Bearbeiten]

1946 musste die Sportvereinigung wie alle bürgerlichen Vereine aufgelöst werden. Im Jahr 1949 wurden in der DDR die ersten Betriebssportgemeinschaften (BSG) gegründet, die von so genannten Trägerbetrieben unterstützt wurden. In Babelsberg gründete sich neben anderen die BSG Karl Marx Babelsberg, die sich als Nachfolgerin der SpVgg 03 sah. Als Trägerbetrieb fungierte der ortsansässige VEB Karl Marx Babelsberg. 1950 erfolgte die Unterstellung unter die zentrale Sportvereinigung Motor, der künftig alle BSG des Maschinen- und Fahrzeugbau angehörten. Daraufhin kam es zur Umbenennung in BSG Motor Babelsberg. Die Fußballmannschaft von Motor Babelsberg spielte in den 1950er Jahren zunächst unterklassig.

1961 wurde der SC Potsdam gegründet, der neben ebenfalls neu gegründeten Sportklubs in Neubrandenburg und Frankfurt (Oder) der weiteren Leistungssteigerung des DDR-Sports dienen sollte. Als wesentliches Standbein des SC wurden die Fußballmannschaften der bisherigen BSG Rotation Babelsberg als Sektion Fußball übernommen. Da die Entwicklung der ersten Männermannschaft jedoch in der zweitklassigen DDR-Liga stagnierte, wurde die Fußballsektion im Januar 1966 wieder aufgelöst und in die BSG Motor Babelsberg eingegliedert, die dadurch den Platz in der DDR-Liga einnehmen konnte. Bis auf Verteidiger Konrad und Mittelstürmer Harald Betke (zu Union Berlin) spielte die Stammelf auch die zweite Saisonhalbzeit unverändert weiter und lag am Ende auf Platz elf.

Stammelf SC Potsdam / Motor Babelsberg 1965/66
Körner
Pollaene, Benkert, Konrad*
Jacob, Pooch
Dresler, Borowitz, Betke**, Mohrmüller, Aldermann
___
*Karras, **Zedler ab Februar 1966

Motor spielte noch zweieinhalb Jahre in der DDR-Liga, stieg dann aber 1968 mit nur vier Siegen als Tabellenletzter in die Bezirksliga Potsdam ab. In den 1970er Jahren pendelte Motor Babelsberg zwischen Bezirksliga und DDR-Liga. Nach einem erneuten Aufstieg 1981 folgten neun Jahre Liga-Fußball, in denen die BSG dank ihrer treffsicheren Stürmer Axel Brademann und Jörg Nachtigall zum Teil gute Platzierungen erreichte (1982 und 1984 jeweils Zweiter). 1984 kam Motor Babelsberg das Achtelfinale des DDR-Pokals (FDGB-Pokal), unterlag dort aber dem Oberligisten Wismut Aue mit 4:2. Als Tabellen-Vorletzter musste die Mannschaft 1989 erneut in die Bezirksliga absteigen.

In der ewigen Tabelle der DDR-Liga hält Babelsberg Platz 23 von 199 Mannschaften.

SV Babelsberg 03 seit 1991[Bearbeiten]

Am 10. Dezember 1991 wurde die Fußballabteilung aus dem SV Motor Babelsberg herausgelöst und gründete sich der Tradition folgend als SV Babelsberg 03 neu. 1993 wurde die Mannschaft Meister der Landesliga Brandenburg und stieg in die Verbandsliga auf. Nach zwei Vizemeisterschaften in der Verbandsliga errang Babelsberg in der Saison 1995/96 die Brandenburgische Fußballmeisterschaft und stieg in die Oberliga auf. Die erste Oberligasaison beendete die Mannschaft wieder als Tabellenerster und stieg weiter in die Regionalliga Nordost auf. 1999 gewannen die Nulldreier den Brandenburgischen Landespokal gegen Stahl Eisenhüttenstadt und durften in der Folgesaison im DFB-Pokal teilnehmen. In der zweiten Pokalrunde, nach Freilos in der ersten Runde, gelang sogar ein 1:0-Sieg über die SpVgg Unterhaching. Unter dem neuen Coach und ehemaligen Spieler Hermann Andreev qualifizierte sich Babelsberg in der Saison 1999/2000 für die neu eingeführte zweigleisige Regionalliga, und gewann erneut den Landespokal.

Als vermeintlicher Absteiger gehandelt, gelang 2000/01 überraschend sogar der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nach gutem Start in die Zweitliga-Saison folgt der Einbruch, so dass die Nulldreier am Saisonende 2001/02 als Tabellenletzter wieder absteigen mussten. Durch die angehäuften Schulden beantragte der Verein im April 2003 Insolvenz und stand damit vorzeitig als Absteiger aus der Regionalliga fest.

Brandenburgisches Landespokalfinale 2009: Vorbereitung zu einer Babelsberger Ecke

Seit der Saison 2003/04 spielt der SV Babelsberg 03 in der Oberliga Nordost (Staffel Nord). Durch zwei Vizemeisterschaften hinter der zweiten Mannschaft von Hertha BSC bzw. dem MSV Neuruppin wurden die Relegationsspiele für Regionalligaaufstieg jedoch verpasst. Auch im dritten Jahr gelang der Aufstieg nicht. Nach einer katastrophalen Rückrunde (in der Rückrundentabelle belegte der SVB 03 einen Abstiegsplatz) belegte das Team nur Platz drei hinter dem 1. FC Union Berlin und dem MSV Neuruppin. Dafür gelang der Landespokalsieg durch ein 2:1(1:0) im Finale gegen den MSV Neuruppin. Damit qualifizierte sich der SV Babelsberg 03 für die 1. Runde des DFB-Pokals 2006/07. Das erste Spiel gegen Hansa Rostock gewann man 2:1, unterlag aber in der zweiten Runde dem VfB Stuttgart mit 2:4. Am 20. Mai 2007 schaffte Babelsberg nach vier Jahren durch ein 4:0 beim BFC Preussen den Aufstieg in die Regionalliga. Zudem wurde die Mannschaft am 1. Juni 2007 durch einen 3:2-Sieg gegen den Ludwigsfelder FC Verbandspokalsieger und qualifizierte sich damit erneut für den DFB-Pokal. Dort scheiterte man in der 1. Runde am MSV Duisburg mit 0:4. Nach dem Aufstieg 2007 in die Regionalliga Nord war das Ziel der zehnte Platz und die damit verbundene Qualifikation für die neue 3. Liga. Anfangs konnte sich die Mannschaft durch eine überzeugende kämpferische Leistung einen Aufstiegsplatz für Liga Drei erarbeiten. Aber nach sechs Spielen mit nur drei Punkten, entließ der Verein am 2. Oktober das Trainergespann Rastislav Hodul und René Tretschok. Am 7. Oktober wurde Dietmar Demuth (ehemals FC St. Pauli und Eintracht Braunschweig) als Trainer vorgestellt. Als Co-Trainer wurde Jens Härtel verpflichtet, der auch schon als Spieler für Babelsberg auf dem Platz stand. Doch auch mit neuem Trainergespann wurde die Qualifikation für die 3. Liga verfehlt, sodass die Mannschaft zur Saison 2008/09 in der von nun an viertklassigen Regionalliga spielen musste. Das Saisonziel, ein Platz im oberen Tabellendrittel, wurde mit Platz drei erfüllt. Die Mannschaft konnte sich sogar lange Zeit im Aufstiegskampf behaupten, den jedoch am letzten Spieltag Holstein Kiel für sich entschied[3]. Zur Saison 2009/10 wurde der Aufstieg in die dritte Liga als Ziel formuliert. Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft konnten sie den ersten Tabellenplatz bis zum Schluss halten und standen zwei Spieltage vor Schluss als Meister der Regionalliga Nord und somit auch als Aufsteiger in die eingleisige 3. Liga fest. Außerdem konnte die Reserve-Mannschaft des Vereins am 2. Juni 2010 mit einem Sieg gegen den Oberligisten Brandenburger SC Süd 05 den Brandenburgischen Landespokal 2010 und damit das Startrecht für den DFB-Pokal 2011 gewinnen. Dort tritt dann allerdings die erste Mannschaft an, da das Startrecht für den gesamten Verein gilt.

Die Lizenzbedingungen der Dritten Liga für die Saison 2011/12 konnten nur unter großen Anstrengungen, unter anderem durch umfangreiche Fanspenden und einer Bürgschaft der Stadt Potsdam erfüllt werden. Die Lizenzunterlagen konnten dabei erst 13 Minuten vor Ablauf Frist beim Deutschen Fußballbund eingereicht werden.

Zum Anfang Mai 2012 wurde Dietmar Demuth nach Kontroversen mit dem Vereinsvorstand durch Christian Benbennek ersetzt. Am 18. Dezember 2012 traten Aufsichtsratsmitglied Ralf Schöfski, Vorstandsvorsitzender Thomas Bastian, Schatzmeister Henrik Woithe und Fanbeauftragter Jens Lüscher aus persönlichen Gründen von ihren Ämtern zurück. Dem war ein stärkeres finanzielles Engagement der DKB vorausgegangen.[4] Unter Christian Benbennek konnte sich die Mannschaft im Laufe der Saison 2012/13 zu keinem Zeitpunkt aus dem Tabellenkeller der 3. Liga lösen. Im April 2013 wurde Benbennek durch den Verein von seinen Aufgaben entbunden. Die sportliche Verantwortung als Trainer übernahm Almedin Civa, ein ehemaliger Spieler und jetziger Nachwuchsleiter des Vereins. Zum Ende der Saison 2012/13 erfolgte der Abstieg in die Viertklassigkeit. Zur Saison 2013/14 wurde Cem Efe zum neuen Cheftrainer berufen[5].

Namens- und Logohistorie[Bearbeiten]

01. Okt. 1903 Gründung des Sport-Club Jugendkraft 1903
  1905 Gründung des Fußball-Club Fortuna 05
15. Feb. 1919 Fusion von Jugendkraft und Fortuna zum SV Nowawes 03
01. Apr. 1938 Umbenennung in SV Babelsberg 03
 Aug. 1939 Fusion mit Sportfreunde Potsdam zur SpVgg Potsdam 03
  1945 Auflösung durch den alliierten Kontrollrat
03. Aug. 1949 Gründung der BSG Karl Marx Babelsberg
 Dez. 1950 Umbenennung in BSG Motor Babelsberg
 Jan. 1966 Übernahme der ersten Mannschaft und der Ligazuhörigkeit vom SC Potsdam
01. Okt. 1990 Umbenennung in SV Motor Babelsberg
10. Dez. 1991 Fußballabteilung macht sich als SV Babelsberg 03 selbstständig

Teilnahme am DFB-Pokal[Bearbeiten]

Saison 1. Runde 2. Runde 3. Runde
1999/2000 Freilos 07.08.1999: SVB 03 - SpVgg Unterhaching 1:0 12.10.1999: SVB 03 - SC Freiburg 2:4
2000/01 26.08.2000: SVB 03 - VfL Bochum 1:6 (0:3)
2001/02 25.08.2001: SVB 03 - Hertha BSC 1:2 (1:0)
2002/03 01.09.2002: SVB 03 - Bor. M'gladbach 0:1 (0:1)
2003/04 Ohne Qualifizierung
2004/05 Ohne Qualifizierung
2005/06 Ohne Qualifizierung
2006/07 10.09.2006: SVB 03 - Hansa Rostock 2:1 (1:0) 24.10.2006: SVB 03 - VfB Stuttgart 2:4 (0:1)
2007/08 05.08.2007: SVB 03 - MSV Duisburg 0:4 (0:0)
2008/09 09.08.2008: SVB 03 - 1. FSV Mainz 05 1:2 n. V. (1:1, 0:0)
2009/10 31.07.2009: SVB 03 - Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:0)
2010/11 14.08.2010: SVB 03 - VfB Stuttgart 1:2 (1:2)
2011/12 30.07.2011: SVB 03 - MSV Duisburg 0:2 (0:2)
2012/13 Ohne Qualifizierung
2013/14 Ohne Qualifizierung

Aktueller Kader 2013/14[Bearbeiten]

Kader Saison 2013/14
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum im Verein seit letzter Verein
Torhüter
1 Marvin Gladrow DeutschlandDeutschland 10.04.1990 2013 Energie Cottbus II
23 Dominic Feber DeutschlandDeutschland 13.10.1994 2013 FC Hertha 03 Zehlendorf U19
Abwehr
2 Severin Mihm DeutschlandDeutschland 12.04.1991 2013 Energie Cottbus II
3 Sascha Rode DeutschlandDeutschland 03.06.1988 2013 Torgelower SV Greif
5 Laurin von Piechowski DeutschlandDeutschland 22.02.1994 2013 SV Babelsberg 03 U19
19 Jean-Marc Soine DeutschlandDeutschland SerbienSerbien 19.07.1994 2013 Tennis Borussia Berlin U19
21 Jonas Schmidt DeutschlandDeutschland 18.11.1992 2013 SV Babelsberg 03 II
Mittelfeld
7 Heiko Schwarz DeutschlandDeutschland 23.08.1989 2013 Wacker Burghausen
8 Daniel Becker DeutschlandDeutschland 08.05.1987 2013 FSV 63 Luckenwalde
10 Christopher Blazynski DeutschlandDeutschland 25.08.1986 2013 Berliner AK 07
14 Jerome Maas DeutschlandDeutschland 12.05.1990 2013 SV Altlüdersdorf
17 Julian Prochnow DeutschlandDeutschland 01.07.1986 2005 Tennis Borussia Berlin U19
27 Maximilian Zimmer DeutschlandDeutschland 10.07.1992 2013 Hertha BSC II
Daniel Mazar IsraelIsrael 05.10.1991 2013 Lichterfelder FC Berlin
Sturm
9 Lucas Albrecht DeutschlandDeutschland 09.01.1991 2013 FC Hansa Rostock
11 Manuel Moral Fuster SpanienSpanien 27.12.1987 2013 Rabat Ajax FC
20 Süleyman Koç DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 09.06.1989 2012 Türkiyemspor Berlin
30 Kai Druschky DeutschlandDeutschland 19.04.1993 2013 SV Lichtenberg 47
39 Ibrahima Sory Cisse FrankreichFrankreich GuineaGuinea 20.01.1987 2013 SV Altlüdersdorf

Stand: 29. Juli 2013

Trainer- und Betreuerstab 2013/14[Bearbeiten]

Nat. Name Funktion
DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei Cem Efe Cheftrainer
DeutschlandDeutschland Manuel Hartmann Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Detlef "Arminia" Bielefeld Mannschaftsbetreuer
DeutschlandDeutschland Matthias May Mannschaftsbetreuer
DeutschlandDeutschland Matthias Pefestorff Physiotherapeut
DeutschlandDeutschland Marcus Petsch Mannschaftsleiter

Zeugwart

DeutschlandDeutschland Ralf Doyscher Mannschaftsarzt
DeutschlandDeutschland Sven Kuhlbrodt Physiotherapeut

Co-Trainer Manuel Hartmann ist am 20. April 2014 verstorben. [6]

Bekannte ehemalige Spieler & Trainer[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

1 Unter anderem 139 DDR-Oberligaspiele; von 1998 bis 2012 Ehrenpräsident des Vereins

Trainer[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Siehe auch: Karl-Liebknecht-Stadion

DFB-Pokalspiel SV Babelsberg gegen Bayer Leverkusen 2009

Der SV Babelsberg 03 trägt seine Heimspiele in dem 10.499 Zuschauer fassenden Karl-Liebknecht-Stadion aus, das sich der Verein mit dem Frauen-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam teilt. Im Jahr 2007 prüfte die Stadt Potsdam, ob im Rahmen der DFB-Bewerbung für die Frauenfußball-WM 2011 ein Stadionneubau im Potsdamer Stadtteil Potsdam-Süd (Siedlung Waldstadt) finanzierbar und durchsetzbar wäre. Daraufhin wurde von Fans des SV Babelsberg 03 die Aktion „Pro Karli“ ins Leben gerufen, um die angestammte Spielstätte zu erhalten. Eine Machbarkeitsstudie plädierte schließlich für den Erhalt des Karl-Liebknecht-Stadions, da ein Neubau die Stadt Potsdam ca. 20 Millionen Euro teurer käme. Zudem wurde nach der Ablehnung des Potsdamer Bewerbungsantrags als Spielstätte der Frauenfußball-WM die Möglichkeit eines kompletten Neubaus von Oberbürgermeister Jann Jakobs ausgeschlossen. Für den Erhalt des Weltkulturerbestatus des angrenzenden Park Babelsbergs besitzt das Stadion abknickbare Flutlichtmasten, die für den Spielbetrieb ausgefahren werden können.

Fanszene[Bearbeiten]

Mit den Beginn der 1990er Jahre war die Anhängerschaft des SV Babelsberg durch die starke Hausbesetzerszene der Stadt Potsdam alternativ geprägt. Im Gegensatz zu den allgemeinen Entwicklungen im deutschen Fußball konnten hierdurch rechtsextreme Tendenzen gestoppt und aus dem Stadion herausgedrängt werden. Der alternative Charakter konnte sich die Fanszene bis dato bewahren und engagiert sich stark für gesellschaftliche Standards wie Antirassismus, Antisexismus oder für die Initiative Fußballfans gegen Homophobie.[7]

Daneben organisierten die Fans wiederholt Aktionen bezüglich ihres Vereins, z. B. Pro Karli zum Erhalt des Karl-Liebknecht-Stadions, den Versuch den Stadionnamen unter Denkmalschutz zu stellen oder die Beobachtung von eingesetzten Polizeikräften – auch unter dem Einsatz von Rechtsanwälten - bei Fußballspielen des eigenen Vereins, die bundesweit Nachahmer fand.[8][9][10]

Im Mai 2011 nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der 3. Liga offenbarte sich die Zahlungsunfähigkeit des Vereins nachdem Geheimbürgschaften seitens der kommunalen Stadtwerke Potsdam an die Öffentlichkeit drangen.[11] Die abwartende Haltung der damaligen Vereinsoffiziellen nutzte die Fanszene um selbst Aktionen zur Rettung des Vereins zu unternehmen und sorgte damit für bundesweite Schlagzeilen.[12]

Kuriosa[Bearbeiten]

Ortsrivale Fortuna Babelsberg sieht sich selbst als „wahrer Nachfolger der erfolgreichen Oberligamannschaft von Rotation Babelsberg“. Im Jahre 2003 wurde deshalb das Vereinsjubiläum vom SV Babelsberg 03 unter dem unverfänglichen Motto „100 Jahre Fußball in Babelsberg“ begangen, obwohl dieser Sport erst seit 1905 organisiert betrieben wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Ergebnisse der Spielzeit 1931/32 (doc-Dokument; 2,2 MB)
  3. wikipedia: „Regionalliga Nord 2008/09“.
  4. Der SV Babelsberg 03 geht finanziell gestärkt in die Winterpause
  5. Efe übernimmt Babelsberg, Kicker Online
  6. Meldung zum Tode des Co-Trainers
  7. Initiative Fußballfans gegen Homophobie
  8. Potsdamer Neueste Nachrichten: Karli sanieren statt Schloss kopieren vom 5. Februar 2007
  9. Märkische Allgemeine: Keine Filmpark-Arena - Landesamt für Denkmalschutz prüft „Denkmalfähigkeit“ des Schriftzugs am Karl-Liebknecht-Stadion vom 24. Mai 2012
  10. Tageszeitung: St. Pauli des Ostens: SV Babelsberg 03 und seine Fans vom 11. Mai 2011
  11. Potsdamer Neueste Nachrichten: Anzeige gegen Paffhausen vom 7. Juni 2011
  12. Potsdamer Neueste Nachrichten: Krisenzeiten bei Nulldrei: Demo, Bier und lange Haare für 03 vom 30. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SV Babelsberg 03 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien