SV Meppen

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SV Meppen
Vereinswappen des SV Meppen
Voller Name Sportverein Meppen 1912 e. V.
Ort Meppen, Niedersachsen
Gegründet 29. November 1912
(als Fußballclub Amisia Meppen)
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Hänsch-Arena
Plätze 16.610
Vorstand Andreas Kremer
(Vorstandssprecher)
Trainer Christian Neidhart
Homepage www.svmeppen.de
Liga Regionalliga Nord
2013/14 4. Platz
Heim
Auswärts

Der SV Meppen (vollständiger Name: Sportverein Meppen 1912 e. V.) ist ein Fußballverein aus Meppen. Der Verein wurde 1912 gegründet und hat etwa 1.000 Mitglieder. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß.

Die erste Herrenmannschaft wurde in der Saison 2010/2011 Meister der fünftklassigen Oberliga Niedersachsen und schaffte damit den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Zwischen 1987 und 1998 spielte sie in der 2. Bundesliga. Damit ist der SV Meppen der erfolgreichste Fußballverein im Emsland.

Ende 2010 schloss sich die erste Frauenmannschaft des SV Victoria Gersten dem SV Meppen an. Seit der Saison 2011/12 spielt die Frauenmannschaft des SV Meppen in der 2. Bundesliga Nord.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Saisonbilanzen des SV Meppen

Frühe Jahre (1912 bis 1957)[Bearbeiten]

Der heutige SV Meppen geht auf den am 29. November 1912 von Gymnasiasten gegründeten Fußballclub Amisia Meppen zurück. Amisia ist der lateinische Name des Flusses Ems. Am 8. Februar 1920 fusionierte die Amisia mit dem ebenfalls 1912 gegründeten MTV Meppen und der paramilitärischen[1] Jugendgruppe Gruppe Jungdeutschland Meppen[2] zum Turn- und Sportverein Meppen 1912. Im Rahmen der reinlichen Scheidung kam es am 13. April 1922 zur Spaltung des Vereins. Die Fußballer gründeten den SV Meppen, während die restlichen Abteilungen den TV 1912 Meppen gründeten.

In den ersten Jahren spielten die Fußballer auf der „Schülerwiese“, bevor der Verein 1924 den Sportplatz Lathener Straße bezog. Sportlich spielten die Meppener bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nur auf lokaler Ebene eine Rolle. Das Emsland galt als fußballerische Diaspora und stand im Schatten der Vereine aus Osnabrück.[1] In den 1920er und 1930er Jahren gehörte der Verein abwechselnd dem Westdeutschen Spiel-Verband und dem Norddeutschen Fußball-Verband an.[3]

Nach dem Krieg machte eine mit zahlreichen Polen verstärkte Mannschaft den Verein in der Region bekannt. Nach einer Serie von 35 Spielen ohne Niederlage in Folge qualifizierte sich der SV Meppen 1947 für die neu eingeführte Landesliga Weser/Ems. Zwar wurde das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Stern Emden mit 1:2 verloren, jedoch profitierten die Meppener davon, dass der qualifizierte TuS Lengerich in den westfälischen Verband wechselte.[1]

Zwei Jahre konnte sich der SV Meppen in der Landesliga halten, bevor 1949 der Abstieg in die drittklassige Amateurliga 2 hingenommen werden musste. 1952 konnte die Amateurliga nur durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen den TuS Haste 01 gehalten werden, ehe zwei Jahre später der Gang in die Bezirksliga Emsland erfolgte. Inzwischen war der SV Union Meppen die sportliche Nummer eins der Stadt. 1957 wurde der SVM Meister der Bezirksklasse Emsland und schaffte dadurch den Aufstieg in die Amateurliga 8.

Weg in die Regionalliga (1957 bis 1970)[Bearbeiten]

Sportlich konnten sich die Meppener schnell in der Liga etablieren und belegten stets einstellige Tabellenplätze. In der Saison 1960/61 wurde der SVM nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TuS Lingen mit einem Punkt Vorsprung Meister der Amateurliga. Auch die anschließende Aufstiegsrunde wurde erfolgreich absolviert. Höhepunkt war ein 11:0-Sieg am 18. Juni 1961 gegen den TuS Heidkrug, bei dem Stürmer Gerd Sand sechs Tore erzielte.[3] Sand erwies sich auch eine Klasse höher als treffsicher und hatte mit 33 Saisontoren am Klassenerhalt maßgeblichen Anteil.[1]

Vom VfL Germania Leer wechselte Trainer Horst Witzler nach Meppen, unter dessen Regie es in den nächsten zwei Jahren sportlich aufwärts ging. In der Saison 1963/64 feierten die Meppener den Staffelsieg in der Amateuroberliga West. Im Entscheidungsspiel um den Staffelsieg konnte sich der SVM gegen Olympia Wilhelmshaven mit 1:0 durchsetzen. Das Spiel fand im Oldenburger Stadion Donnerschwee statt. Es folgten die Endspiele um die Niedersachsenmeisterschaft gegen die Amateure von Hannover 96. Trotz eines 3:1-Erfolgs im Hinspiel verloren die Meppener den Titel durch eine 1:5-Niederlage in Hannover. Der Aufstieg in die Regionalliga Nord wurde als Gruppendritter der Aufstiegsrunde verpasst. Der einzige Sieg der Runde war ein spektakulärer 6:5-Erfolg bei Leu Braunschweig.[1]

In den folgenden Jahren war der Verein in der nun eingleisigen Landesliga Niedersachsen nur noch Mittelmaß. Mit dem ehemaligen Amateur-Nationalspieler Hermann Michel, der 1967 das Training übernahm, kehrte der Erfolg zurück. Gleich in seiner ersten Saison führte Michel die Mannschaft zur Niedersachsenmeisterschaft. Sie scheiterte jedoch erneut in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga.

1970 gelang schließlich unter kuriosen Umständen der Sprung in die Regionalliga. Als Tabellenfünfter durfte der SVM an der Aufstiegsrunde teilnehmen, weil die Amateurmannschaften von Eintracht Braunschweig (Meister) und Hannover 96 (Vierter) nicht durften. Ein 1:1 beim SC Sperber Hamburg am letzten Spieltag brachte den Meppenern den zweiten Platz in der Aufstiegsrunde. Um die Regionalliga wieder auf die Sollstärke von 18 Vereinen zu bringen, setzte der Norddeutsche Fußball-Verband eine zusätzliche Relegation an. Durch einen 5:1-Sieg am letzten Spieltag gegen den Polizei SV Bremen schaffte der SVM den Aufstieg mit einem Tor Vorsprung auf den ASV Bergedorf 85, bei dem die Meppener mit 0:2 unterlegen waren.[4]

Auf und Ab im Amateurlager (1970 bis 1987)[Bearbeiten]

Infolge des späten Aufstiegs – die meisten Regionalligavereine hatten schon mit der Saisonvorbereitung begonnen, als Meppens Aufstieg feststand - konnten sich der SVM nicht ausreichend verstärken und mussten als Tabellenletzter die Regionalliga gleich wieder verlassen. Der Tiefpunkt der Saison war eine 1:9-Niederlage beim HSV Barmbek-Uhlenhorst.[1] Auf Anhieb schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg. Die Entscheidung fiel erneut am letzten Spieltag, als der ASV Bergedorf 85 vor 10.000 Zuschauern mit 4:0 geschlagen wurde. Torjäger Gerd Sand beendete mit dem Aufstieg seine Karriere.

Der SV Meppen konnte sich nun in der Regionalliga etablieren. Unterstützt wurde der Verein dabei von dem Textilfabrikanten Hubert Niebuhr. Der achte Platz in der Saison 1973/74 reichte jedoch nicht für die neu eingeführte 2. Bundesliga, so dass der SVM in der Amateur-Oberliga Nord spielen musste. Ein Höhepunkt in dieser Zeit war ein Freundschaftsspiel gegen Ajax Amsterdam mit den Weltstars Johan Cruyff und Johan Neeskens vor 17.500 Zuschauern.[3] Als Tabellendritter der Saison 1974/75 qualifizierten sich die Meppener erstmals für die Deutsche Amateurmeisterschaft. Im Achtelfinale schied der SVM nur knapp gegen den Itzehoer SV aus. In den folgenden Jahren setzte eine sportliche Talfahrt ein. Ein Grund dafür war Niebuhrs Finanzpolitik, die einen hohen Schuldenberg hinterließ.[1] 1978 beendeten die Meppener die Spielzeit als Vorletzter und mussten in die Landesliga Niedersachsen absteigen.

Der Abstieg erwies sich für den Verein als Glücksfall. Mit Hans-Dieter Schmidt wurde ein neuer Trainer verpflichtet, der die Jugendarbeit und die Professionalisierung der Vereinsstrukturen vorantrieb. Seine Vision, den SV Meppen in die 2. Bundesliga zu führen, wurde seinerzeit vom Vorstand als „Spinnerei“ abgetan. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Lüneburger SK wurde Meppen Meister und beendete die Aufstiegsrunde als Gruppenzweiter. Da mit dem OSV Hannover und dem OSC Bremerhaven zwei Nordvereine in die 2. Bundesliga aufstiegen und mit dem FC St. Pauli nur einer in die Oberliga abstieg wurde ein Entscheidungsspiel um den dritten Aufsteiger fällig. Durch einen 4:1-Sieg über den VfR Neumünster gelang dem SVM der direkte Wiederaufstieg.[5]

Der SVM konnte sich schnell in der Oberliga Nord etablieren. In der Saison 1979/80 qualifizierten sich die Meppener erstmals für den DFB-Pokal. Hier schied die Mannschaft in der ersten Runde bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern aus. Ein Jahr später wurde der SVM schon Vierter der Oberliga. 1982 absolvierten die Meppener ein Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona. 18.500 Zuschauer sahen den ersten Auftritt des späteren Weltstars Diego Maradona in Europa.[6] Die Saison 1985/86 schloss die Mannschaft erneut als Tabellendritter ab. Bei der Amateurmeisterschaft 1986 scheiterten die Meppener in der ersten Runde unglücklich am VfR Bürstadt.

1987 wurde der SV Meppen unter Trainer Rainer Persike Meister der Oberliga Nord. Nach einem verpatzten Saisonstart lieferten sich die Meppener einen spannenden Zweikampf mit dem SV Arminia Hannover, der mit einem Punkt Vorsprung zugunsten der Emsländer ausging. Als Außenseiter schaffte die Mannschaft in der Aufstiegsrunde durch einen 4:2-Sieg am letzten Spieltag bei der SpVgg Erkenschwick den Sprung in die 2. Bundesliga. Dabei profitierten die Emsländer von der gleichzeitigen 1:3-Niederlage von Hertha BSC gegen den BVL 08 Remscheid. Der Aufstieg der mit Spielern aus der Region bestückten Mannschaft wurde in den Medien als „Wunder“ bezeichnet.[2] Unter den 22 Spielern im Kader waren damals 19 gebürtige Emsländer.[1]

Meppen in der 2. Bundesliga (1987 bis 1998)[Bearbeiten]

Die aus finanziellen Gründen nur als Halbprofis auftretende Mannschaft konnte sich schnell in der 2. Bundesliga behaupten. Durch die couragierten Auftritte der Mannschaft und dem begeisterungsfähigen Publikum avancierte der SVM zu einem bundesweit beliebten Verein.[2] Spottgesänge der gegnerischen Fans wie „Zieht den Meppenern die Gummistiefel aus!“ machte den Meppener Anhang eher stolz als wütend.[1] Großen Anteil am Klassenerhalt hatten die zwei nachverpflichteten Zugänge, der US-Amerikaner Paul Caligiuri und der Finne Marko-Olavi Myyry. Mit Caligiuri stellte der SV Meppen 1990 einen WM-Teilnehmer.

Im DFB-Pokal 1990/91 drang die Mannschaft ins Achtelfinale vor, in dem mit einer knappen 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln das Aus folgte. Vor Saisonbeginn kam Unruhe im Vereinsumfeld auf, nachdem Leistungsträger wie Myyry, Caligiuri und Reinhold Tattermusch verkauft und die Erlöse in den Ausbau des Stadions investiert worden waren.[1] Folglich musste die Mannschaft lange um den Klassenerhalt kämpfen. 1991 übernahm Horst Ehrmantraut das Traineramt. Gleich in seiner ersten Spielzeit war der SVM für einige Wochen dank hochkarätiger Neuzugänge wie Damir Bujan Tabellenführer. Schließlich erreichte die Mannschaft den sechsten Platz in der Nordgruppe der damals kurzzeitig wieder zweigeteilten 2. Bundesliga. Ein Höhepunkt war ein 3:1-Sieg beim VfL Osnabrück.

Ehrmantraut führte seine Mannschaft Mitte der 1990er Jahre in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Gleichzeitig wurde das Stadion für über 2,5 Millionen Mark modernisiert, die der Verein selbst stemmen musste. Der damalige niedersächsische Innenminister Gerhard Glogowski lehnte einen Landeszuschuss ab, während dessen Lieblingsverein Eintracht Braunschweig Zuschüsse für die Stadionmodernisierung erhielt. Bei der Zusammenstellung der Mannschaft wurde die Emslandpolitik zu den Akten gelegt, so dass in der Saison 1992/93 nur noch die halbe Mannschaft aus Einheimischen bestand.[1]

Den sportlichen Zenit erreichte der SVM in der Saison 1994/95, als die Mannschaft monatelang gute Chancen auf den Aufstieg in die Bundesliga hatte. Die Stürmer Rainer Rauffmann und Jan Sievers erzielten 15 bzw. 14 Saisontore und im Emsland träumte man von einem Gastspiel des FC Bayern München. Eine Serie von vier Spielen ohne Sieg in der Schlussphase der Saison ließ die Bundesligaträume jedoch zerplatzen. Die 0:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg wurde vom Deutschen Fußball-Bund für Meppen als gewonnen gewertet, da die Nürnberger vier statt der damals erlaubten drei ausländischen Spieler eingesetzt hatten.[7]

Ein Jahr später sorgten die Meppener in der zweiten Runde des DFB-Pokals für eine große Überraschung, als sie den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit 6:1 schlugen. Durch die Investitionen in das Stadion konnte der Verein jedoch nicht ausreichend Geld in die Mannschaft investieren, so dass der SVM sportlich zurückfiel. Letzter Höhepunkt der Zweitliga-Ära war eine 6:7-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag der Saison 1996/97.[8] Es war das torreichste Spiel der Zweitligageschichte.[3] Die Saison 1997/98 brachte schließlich das Ende der Meppener in der Zweiten Liga. Eine Serie von elf Spielen ohne Sieg brachte die Mannschaft in die Abstiegsränge, die sie nicht mehr verlassen sollte. Auch Trainer Wolfgang Rolff, der im Dezember 1997 Paul Linz ablöste, schaffte keine Wende. Der SVM stieg schließlich als Tabellenletzter ab.

Niedergang (1998-2011)[Bearbeiten]

Mit großem finanziellen Aufwand sollte mit einer international besetzten Mannschaft der direkte Wiederaufstieg erreicht werden. Dieser wurde mit dem elften Platz in der Regionalligasaison 1998/99 jedoch weit verfehlt. Trainer Mirko Votava wurde durch Rainer Persike ersetzt, der schließlich von Theo Bücker abgelöst wurde. Auch in der folgenden Saison wurden die Meppener lediglich Elfter und verpassten dadurch die Qualifikation für die ab 2000 zweigleisige Regionalliga. Einziger Lichtblick in dieser Zeit war das Pokalspiel gegen Bayern München vor 16.500 Zuschauern, das mit einer 1:4-Niederlage endete.[1]

Selbst in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen/Bremen musste die Mannschaft lange Zeit um den Klassenerhalt bangen. Zwar konnte sie sich sportlich stabilisieren, jedoch führten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Millionen Euro[2] dazu, dass der Verein 2001 die Insolvenz beantragen musste.[3] Mit einer neu formierten Mannschaft um den Rückkehrer Andreas Helmer spielten die Meppener in der Saison 2001/02 in der Spitzengruppe. Da die notwendigen Lizenzierungsunterlagen zu spät eingereicht wurden, verweigerte der DFB den Meppenern aus formalen Gründen die Regionalligalizenz.[1]

2004 qualifizierte sich der SVM für die wieder eingleisige Oberliga Nord. Nach einem Fehlstart in die Spielzeit konnte die Mannschaft nach einem 5:0-Sieg am letzten Spieltag beim FC Oberneuland den zur Qualifikation nötigen achten Platz erringen und den ärgsten Konkurrenten VfB Oldenburg in die Fünftklassigkeit schicken. Nach einem guten dritten Platz in der Saison 2004/05, in der ein 8:1-Sieg beim FT Eider Büdelsdorf gelang, rutschte der SVM wieder ins Mittelfeld der Tabelle.

Ein Jahr später wurde die Qualifikation für die dreigleisige Regionalliga verpasst, wodurch der SV Meppen in die fünftklassige Oberliga Niedersachsen-West abstieg. Am letzten Spieltag kamen die Meppener beim Meister Holstein Kiel nicht über ein 1:1 hinaus, während Konkurrent VfB Oldenburg den SV Henstedt-Rhen bezwang. Oldenburg wurde mit dem besseren Torverhältnis gegenüber Meppen Siebter und nahm, da der Sechste TuS Heeslingen keine Lizenz erhielt, an der Relegationsrunde zur Regionalliga teil.

Nach einem guten Start in die Saison 2009/10 folgte eine sportliche Talfahrt; am 15. Dezember 2009 übernahm Rainer Persike den Posten des Sportlichen Leiters. Er führte die Mannschaft 2010 in die eingleisige Oberliga Niedersachsen. Zur Saison 2010/11 übernahm Johann Lünemann das Traineramt. Unter seiner Führung sicherte sich die Mannschaft nach einer starken Rückrunde vorzeitig den Meistertitel und den Aufstieg in die Regionalliga.

Gegenwart (seit 2011)[Bearbeiten]

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga ist der SV Meppen erstmals seit elf Jahren wieder über die Landesgrenzen hinaus auf der deutschen Fußball-Landkarte vertreten. Zur Saison 2011/12 nahm man mit Michael Holt vom Wuppertaler SV und René Wessels vom SC Veendam zwei altbekannte Gesichter unter Vertrag. Mit ihnen will sich der SV Meppen in der Regionalliga etablieren. Am 25. März 2012 wurde Trainer Johann Lünemann entlassen und vom bisherigen sportlichen Leiter Rainer Persike als Interimstrainer bis Saisonende ersetzt. Am Ende der Regionalligasaison 2011/12 wurde der zwölfte Platz erreicht. Zur Saison 2012/13 übernahm Heiko Flottmann das Traineramt. Anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums spielte der Verein am 11. Juli 2012 gegen Borussia Dortmund. Der amtierende Deutsche Meister geriet zwar mit 0:1 in Rückstand, konnte das Spiel aber noch mit 2:1 gewinnen.[9] Zur Saison 2013/14 wechselte Christian Neidhart als sportlicher Leiter zum SV Meppen und wurde Nachfolger von Rainer Persike. Am 26. Mai 2013 wurde Trainer Heiko Flottmann entlassen, dessen Position Neidhart ebenfalls übernahm. Neidhart führte die Meppener in der Saison 2013/14 auf Platz vier.

Erfolge[Bearbeiten]

Eintrittskarte des SV Meppen in der 2. Liga, 1997/98 gegen Fortuna Düsseldorf
  • Meister der B-Klasse Westfalen 1927
  • Meister der 2. Bezirksklasse Westfalen 1929
  • Meister der Bezirksklasse Emsland 1947 und 1957
  • Meister der Amateurliga Nds., Staffel 8 1961
  • Meister der Amateuroberliga Nds., Staffel West 1964
  • Meister der Landesliga Niedersachsen 1968 und 1979
  • Meister der Oberliga Nord 1987
  • Meister der Landesliga Niedersachsen 1968
  • Meister der Oberliga Niedersachsen 2011
  • Niedersachsenpokalsieger 1999

Die beste Platzierung in der 2. Bundesliga schaffte die Mannschaft in der Saison 1994/95 mit Platz sechs. Außerdem war der SV Meppen siebenmal Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord (Saison 1991/92). Der Verein spielte von 1987 bis 1998 elf Jahre ununterbrochen in der 2. Bundesliga. In dieser Zeit absolvierte die Mannschaft insgesamt 404 Zweitligaspiele, von denen sie 124 gewann und 141 verlor, 139 Mal spielte sie Unentschieden (Torverhältnis: 495:547). In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga liegt der SVM nach dem Ende der Saison 2011/12 an Position 29.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: SV Meppen/Namen und Zahlen

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Name Rückennr. Nationalität Geboren Im Verein seit Letzter Verein
Tor
Benjamin Gommert 1 DeutscherDeutscher 01.05.1985 2011 SV Seligenporten
Hannes Frerichs 30 DeutscherDeutscher 13.06.1994 2013 Preußen Münster
Lars Huxsohl - DeutscherDeutscher 10.06.1996 - -
Abwehr
Peter Gebben - DeutscherDeutscher 20.04.1994 2014 Twente Enschede
Sebastian Schepers 18 DeutscherDeutscher 16.05.1988 2007 Hannover 96
Christian Düker DeutscherDeutscher 22.04.1995 2013 VfB Oldenburg
Thorben Deters - DeutscherDeutscher - - SF Schwefingen
Robin Twyrdy 4 DeutscherDeutscher 24.06.1991 2012 VfL Osnabrück
Marc Schnier 16 DeutschlandDeutschland 07.02.1991 2014 SV Darmstadt 98
Mittelfeld
Martin Wagner 10 DeutscherDeutscher 16.09.1986 2013 Waldhof Mannheim
Jan-Luca Ahillen - DeutscherDeutscher 24.10.1995 - SV Eintracht Berssen
Hedon Selishta 23 DeutscherDeutscher KosovoariKosovoari 01.09.1992 2010 SV Bad Bentheim
Viktor Maier 9 DeutscherDeutscher 16.05.1990 2014 TSV Havelse
Hiromu Watahiki 19 JapanJapan 07.08.1987 2013 Rot-Weiß Oberhausen
Jens Robben 21 DeutschlandDeutschland 27.04.1983 2010 BFC Dynamo
Daniel Latkowski 7 DeutschlandDeutschland 11.11.1991 2013 VfL Osnabrück
Johan Wigger 14 NiederlandeNiederlande 02.11.1985 2010 Dayton Dutch Lions FC
Markus Rohe 22 DeutschlandDeutschland 22.10.1995 2005 Holtensia Holte
Sturm
Max Kremer 17 DeutschlandDeutschland 21.06.1989 2013 SV Wilhelmshaven
Zachary Hamm - US-AmerikanerUS-Amerikaner - 2013 USD Clearwater Chargers
Viktor Dak 11 DeutschlandDeutschland 22.03.1994 2013 VfL Osnabrück
Ramiz Pasiov 8 DeutschlandDeutschland MazedonienMazedonien 03.02.1988 2013 Wuppertaler SV


Transfers zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Thorben Deters (eigene Jugend)
Jan-Luca Ahillen (eigene Jugend)
Markus Rohe (eigene Jugend)
Christian Düker (eigene Jugend)
Lars Huysohl (eigene Jugend)
Zachary Hamm (eigene Jugend)
Peter Gebben (FC Twente Enschede)
Kris Fillinger (FC Twente Enschede)
Jan-Christian Meier (Germania Halberstadt)
Sergej Schmik (KSV Hessen Kassel)
Ali Hahn (1. FC Saarbrücken)
Mirhudin Kacar (SC Düsseldorf-West)
Marius Krumland (BV Cloppenburg)
Micha Langreder (Arminia Hannover)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste der Spieler des SV Meppen

Während der elfjährigen Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga setzte der SV Meppen 75 Spieler ein. Robert Thoben ist mit 361 Einsätzen Rekordspieler und mit 63 Treffern Rekordtorschütze. Bei den Spielen folgen auf Robert Thoben Thomas Böttche (332 Spiele), Eckhard Vorholt (296 Spiele), Bernd Deters (276 Spiele) und Andreas Helmer (244 Spiele). Die nächsterfolgreichsten Torschützen hinter Robert Thoben sind Martin van der Pütten (48 Tore), Rainer Rauffmann (37 Tore), Eckhard Vorholt (31 Tore) und Marko-Olavi Myyry (24 Tore). Die meisten Einsätze bei den Torhütern erreichten Manfred Kubik (130 Spiele), Stefan Brasas (124 Spiele) und Hermann Rülander (97 Spiele). Stefan Brasas erzielte dabei sogar ein Tor.

Mit Paul Caligiuri (USA), Chris Dinganga (DR Kongo) und Marko-Olavi Myyry (Finnland) stellte der SV Meppen drei A-Nationalspieler. Rainer Rauffmann (Zypern), Ferydoon Zandi (Iran), Josephus Yenay (Liberia), Timo Uster (Gambia), Jean-Clotaire Tsoumou-Madza (Kongo) wurden nach ihrer Zeit in Meppen Nationalspieler. Alvaro Zalla (Albanien) und Issa Issa (Libanon) waren schon vor ihrer Zeit in Meppen Nationalspieler. Weitere Spieler wurden nach ihrer Zeit in Meppen Bundesligaspieler, u.a. Stefan Brasas, Thomas Bröker, Paul Caligiuri, Simon Henzler, Rainer Rauffmann, Daniel Stendel, Jean-Clotaire Tsoumou-Madza, Jürgen Prange, Holger Wehlage und Ferydoon Zandi.

Während der Jahre im Amateurfußball wurde Gerd Sand zur Vereinslegende. Zwischen 1959 und 1972 lief er über 600 Mal für den SV Meppen auf und erzielte dabei über 500 Tore.[10]

Präsidenten[Bearbeiten]

  • 1912 - 1920: August Krapp
  • 1920: Theodor Kevelaer
  • 1920 - 1922: Kreisrat Lewald1
  • 1922 - 1926: August Krapp
  • 1926 - 1931: Polizeileutnant Stucke1
  • 1931 - 1936: Josef Lienstromberg
  • 1936 - 1938: Hermann Mertens
  • 1938 - 1945: Hermann Kley
  • 1946 - 1949: Josef Lienstromberg
  • 1949 - 1951: Franz Hoffstadt
  • 1951 - 1952: Ferdinand Tannen
  • 1952 - 1954: Josef Westphalen
  • 1954 - 1968: Hermann Wevers
  • 1968 - 1970: Paul Kuzka
  • 1970 - 1974: Hubert Niebuhr
  • 1974 - 1998: Wolfgang Gersmann
  • 1998 - 2001: Franz Quatmann
  • 2001 - 2004: Franz Jehn
  • 2004 - 2008: Reinhard Meiners
  • seit 2008: Andreas Kremer
1 Vorname nicht bekannt

Trainerhistorie[Bearbeiten]

Seit 1956 beschäftigte der SV Meppen 27 Trainer und fünf Interimstrainer. Letztere sind in der folgenden Aufstellung durch kursive Schrift gekennzeichnet. Die längste Amtszeit konnte Rainer Persike für sich verbuchen, der von 1983 bis 1991 für acht Jahre das Training leitete. Hermann Michel folgt mit sieben Jahren zwischen 1967 und 1974.

Stadion[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hänsch-Arena

Der Verein trägt seine Heimspiele in der Hänsch-Arena aus. Das Stadion liegt im Norden von Meppen, an der Lathener Straße im Stadtteil Neustadt gelegen. Im Jahre 1924 wurde es eingeweiht und 1927 in Hindenburg-Stadion umbenannt. Seit den 1990er Jahren trug es den Namen Emslandstadion. Im Jahre 2005 wurde es umbenannt in Vivaris Arena Emsland. Für die Umbenennung soll der SV Meppen einen fünfstelligen Betrag erhalten haben. Ab Sommer 2011 hieß das Stadion MEP-Arena, nach dem Sponsor Meppener-Einkaufs-Passage. Der Name Hänsch-Arena ist seit Januar 2014 gültig.

Zurzeit bietet das Stadion 16.610 Zuschauern Platz, davon 4.600 Sitzplätze (alle überdacht). Das Stadion ist eine reine Fußballarena ohne umschließende Tartanbahn. Seit 1969 verfügt das Stadion über eine Flutlichtanlage. Diese wurde jedoch wegen Sicherheitsmängeln nach einigen Jahren wieder abgebaut. Eine neue Flutlichtanlage wurde im Oktober 1996 in Betrieb genommen.

Weitere Mannschaften[Bearbeiten]

Zweite und Dritte Mannschaft[Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des SV Meppen spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2008 in der Bezirksliga Weser-Ems 3. Die erfolgreichste Zeit hatte die Mannschaft Ende der 1990er Jahre. Im Jahre 1997 stieg die damals noch unter dem Namen SV Meppen Amateure antretende Mannschaft den Aufstieg in die seinerzeit fünftklassige Niedersachsenliga West. Ein Jahr später wurden die Meppener Vizemeister hinter Blau-Weiß Lohne, ehe die Mannschaft 1999 als abgeschlagener Tabellenletzter abstieg. Die dritte Männermannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2010 in der 2. Kreisklasse Emsland.

Jugendfußball[Bearbeiten]

Der SV Meppen stellte in der Saison 2013/14 17 Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenmannschaften. Die A-, B- und C-Junioren sowie die B-Juniorinnen gehören dem Jugendleistungszentrum Emsland an. Die A-Junioren schafften im Jahre 2014 den Aufstieg in die U-19-Bundesliga.[11] Die B-Junioren spielen in der drittklassigen Niedersachsenliga während die C-Junioren in der zweitklassigen Landesliga Weser/Ems antreten. Die B-Juniorinnen gehörten 2013 zu den Gründungsmitgliedern der B-Juniorinnen-Bundesliga.

Frauenfußball[Bearbeiten]

Hauptartikel: SV Meppen (Frauenfußball)

Seit der Saison 2011/12 treten die Fußballerinnen des SV Victoria Gersten unter dem Namen SV Meppen an. 1993 schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die damals zweitklassige Oberliga Nord, die zwei Jahre später in Regionalliga Nord umbenannt wurde. 2002 wurden die Gerstenerinnen Meister, verpassten aber den Aufstieg in die Bundesliga. Nach der erneuten Meisterschaft zwei Jahre später verzichtete der Verein auf die Aufstiegsrunde. Seitdem spielt die Mannschaft in der 2004 eingeführten 2. Bundesliga. Ihr größter Erfolg war der dritte Platz in der Saison 2009/10.

Der SV Meppen und Toni Schumacher[Bearbeiten]

SVM-Becher mit Logo und Schriftzug: Seit ich den Club kenn, bin ich Fußballfan!

1988 sagte der Torwart des abstiegsbedrohten FC Schalke 04, der ehemalige Nationaltorhüter, Toni Schumacher: „Ich spiel' doch nicht in Meppen“. Als die Schalker dann den Gang in die 2. Liga doch antreten mussten, wechselte Schumacher zu Fenerbahçe Istanbul. Die Meppener reagierten trotzdem: Der lokale Spediteur Többe schickte einen Lkw-Auflieger mit der Aufschrift „SV Meppen – das Fußballerlebnis“ direkt vor Schumachers Haustür.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hans Vinke: Die Meppen-Story, Geschichte eines Fußball-Phänomens. Emsland Sportwerbung, 1997, ISBN 3927099562.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m  Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine - Norddeutschland. AGON-Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-223-8, S. 222-225.
  2. a b c d  Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON-Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 327.
  3. a b c d e Vereinsgeschichte. SV Meppen, abgerufen am 16. August 2013.
  4.  Carsten Töller (Hrsg.): Fußball in Deutschland seit 1945. Eigenverlag, Mettmann 2009, S. 148.
  5.  Carsten Töller (Hrsg.): Fußball in Deutschland seit 1945. Eigenverlag, Mettmann 2009, S. 187.
  6. Jörn Lange: »Wie Woodstock und Schützenfest«. 11 Freunde, abgerufen am 3. Januar 2014.
  7. Vier sind einer zu viel. Einführung der Drei-Punkte-Regel. Das Jahr 1995. 1. FC Nürnberg, abgerufen am 16. August 2013.
  8. Spielstatistik 1. FC Kaiserslautern gegen SV Meppen 7:6. Fussballdaten.de, abgerufen am 16. August 2013.
  9. Dirk Krampe: Hofmanns Traumtor: BVB siegt 2:1 in Meppen. Ruhr Nachrichten, abgerufen am 16. August 2013.
  10. Uli Mentrup: „Kies Gerd“ entfacht den Meppener Sand-Sturm. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 16. August 2013.
  11. Dieter Kremer: JLZ Emsland steigt in die Bundesliga auf. FuPa, abgerufen am 6. Juli 2014.

Weblinks[Bearbeiten]