Rapide Wedding

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Rapide Wedding
Vereinslogo
Voller Name Sport-Club Rapide
Wedding 1893 e.V.
Ort Berlin-Wedding
Gegründet 25. Mai 1950
Aufgelöst 1. Juli 2001
Vereinsfarben gelb-schwarz
Stadion Schillerpark
Höchste Liga Berliner Stadtliga
Erfolge Aufstieg in die Berliner
Stadtliga 1954, 1956

Rapide Wedding (offiziell: Sport-Club Rapide Wedding 1893 e.V.) war ein Fußballverein aus Berlin-Wedding. Die erste Mannschaft spielte zwei Jahre in der seinerzeit erstklassigen Berliner Stadtliga und acht Jahre in der seinerzeit zweitklassigen Regionalliga Berlin.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgängervereine von Rapide Wedding sind zum einen der BFC Rapide 93 Niederschönhausen, der von einigen Schülern der Friedrich-Werderschen-Realschule am 1. Oktober 1893 unter dem Namen Berliner Tor- und Fußballclub Rapide in Niederschönhausen ins Leben gerufen und am 28. Januar 1900 einer der Gründungsvereine des Deutschen Fußballbundes war. Die beiden anderen Vereine waren der Reinickendorfer BC 06 und BFC Wedding, die sich im Jahre 1914 zum SC Wedding 1914 zusammenschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierten beide Vereine zunächst unter den Namen SG Niederschönhausen (Rapide 93) und SG Schillerpark (Wedding 1914), bevor 1950 die Fusion des SC Wedding mit Teilen der weiterhin existierenden SG Rapide Niederschönhausen (ab 1953 BSG Empor Pankow) zum SC Rapide Wedding 1893 erfolgte.

Rapide Wedding konnte erstmals 1958 Meister der Berliner Amateurliga werden. Bei der Deutschen Amateurmeisterschaft dieses Jahres scheiterte man erst im Halbfinale am späteren Deutschen Amateurmeister Hombrucher FV 09 aus Dortmund. Die Meisterschaft der Berliner Amateurliga konnte 1966 wiederholt werden verbunden mit dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Berlin, der damals zweithöchsten Liga Deutschlands. Rapide Wedding spielte insgesamt acht Spielzeiten in der Regionalliga, nach deren Auflösung war man 1974 Gründungsmitglied der neuen Fußball-Oberliga Berlin. Im selben Jahr führte der Rapide-Trainer Gerhardt Nitsch die Mannschaft zum Gewinn des Berliner Landespokals gegen Hertha Zehlendorf. In der damit verbundenen Qualifikation zur Teilnahme am DFB-Pokal gewannen die Berliner in der ersten Hauptrunde gegen den TuS Mayen (3:0), scheiterten aber später am Lokalrivalen Tennis Borussia Berlin deutlich mit 0:4.

Im Jahr darauf erreichte Rapide Wedding erneut die DFB-Pokal-Hauptrunde und unterlag nach einer 2:0-Führung noch mit 2:9 gegen den VfB Stuttgart. Bis zur Fusion zum SV Nord Wedding 1893 im Jahr 2001 stieg der Verein jedoch noch bis in die sechstklassige Landesliga Berlin ab. Die A-Jugend des Vereins konnte 1975 die Berliner Meisterschaft erringen. Die damalige Jungliga (entspricht der heutigen U-21) wurde 1981 Berliner Meister.

Logo des SV Nord Wedding

Der Fusionspartner SV Nord-Nordstern 1896 war 1973 aus den Vereinen VfL Nord Berlin und BFC Nordstern 07 entstanden, die beide lange Zeit in der Amateurliga Berlin spielten. Nachdem Nordstern 07 1972 und der VfL Nord 1973 aus der Amateurliga abgestiegen waren, schlossen sich beide Vereine noch im gleichen Jahr zusammen. In dieser Form blieb der Verein bis zur Fusion mit Rapide Wedding 2001 erhalten.

In der Saison 2009/10 stieg die erste Herrenmannschaft des SV Nord Wedding in die neuntklassige Kreisliga A ab. In der Folgesaison 2010/11 erfolgte als Tabellenletzter ein weiterer Abstieg, diesmal in die Kreisliga B.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]