SV Prussia-Samland Königsberg

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Prussia-Samland Königsberg
Wappen SV Prussia-Samland
Voller Name Sportvereinigung Prussia-Samland
Königsberg
Ort Königsberg
Gegründet 1904
Aufgelöst 1945
Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Blau
Stadion Steffeckstraße (6.000)
Höchste Liga Gauliga
Erfolge 5 Teilnahmen an der Endrunde
um die Deutsche Meisterschaft
,
5 mal baltischer Meister
Heim
Auswärts

Die SV Prussia-Samland Königsberg war ein deutscher Fußballverein der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1904 von ausgetretenen Mitgliedern des SC Ostpreußen Königsberg als FC Prussia 1904 Königsberg gegründet und fusionierte 1908 mit Sportzirkel Samland 1904 Königsberg (der ebenfalls von ehemaligen SCO-Mitgliedern gegründet wurde) zur Sportvereinigung Prussia-Samland Königsberg. Beheimatet war Prussia-Samland im Stadtteil Amalienau. Dort befand sich auch der Sportplatz Steffeckstraße, auf dem von jeher die Heimspiele ausgetragen wurden. Er bot 6.000 Zuschauern Platz.

Bereits 1910 wurde Prussia-Samland erstmals Meister des drei Jahre zuvor gegründeten Baltischen Rasensport-Verbandes (BRV) und durfte damit ein Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der ersten Runde der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft gegen den märkischen Meister Tasmania 1900 Rixdorf bestreiten. Das Spiel ging am 10. April 1910 am Friedländer Torplatz in Königsberg jedoch klar mit 1:5 verloren.

Im Spieljahr 1912/13 konnten die Königsberger erneut den Titel des baltischen bzw. nordostdeutschen Meisters erringen, verloren in der Endrunde zur deutschen Meisterschaft jedoch im Viertelfinale gegen Viktoria 89 Berlin auswärts am Berliner Unionplatz mit 1:6. In den Jahren 1913/14, 1930/31 und 1932/33 feierte die SV Prussia-Samland noch drei weitere Male den Gewinn des Regionaltitels, vermochte sich in der Endrunde zur deutschen Meisterschaft jedoch nie durchzusetzen. So verloren die Königsberger sowohl 1914 gegen den VfB Leipzig, 1931 gegen Holstein Kiel als auch 1933 gegen Beuthen 09, wobei sich die Gegner dem Verein aus Königsberg zumeist klar überlegen zeigten. Einzig im Duell von 1931 gegen Holstein Kiel konnte Prussia-Samland gut mithalten und verlor nur äußerst knapp mit 2:3, nachdem man zur Pause sogar mit 2:0 geführt hatte.

Nach Einführung der Gauliga Ostpreußen im Jahr 1933 vermochte die SV Prussia-Samland mit dem Stadtkonkurrenten VfB Königsberg sowie den immer stärker werdenden Militärvereinen aus Allenstein und Insterburg nicht mehr mitzuhalten. 1944 musste der Spielbetrieb eingestellt werden und 1945, nachdem das einstmals deutsche Königsberg besetzt und durch die Sowjetunion annektiert worden war, wurde Prussia-Samland aufgelöst.

Der bekannteste Fußballspieler der SV Prussia-Samland Königsberg war der am 12. Dezember 1909 geborene Fritz Ruchay, der es auch zu einem Spiel für die deutsche Nationalmannschaft brachte und später als Trainer beim SV Waldhof Mannheim, die Stuttgarter Kickers und dem VfR Kaiserslautern tätig war.

Platzierungen 1909–1944[Bearbeiten]

Saison Liga Platz (von) Tore Punkte Besonderes
1909/10 Endrunde Deutsche Meisterschaft 09 (9) 1:5 0-2 Meister Baltenverband
1912/13 Endrunde Deutsche Meisterschaft 06 (7) 1:6 0-2 Meister Baltenverband
1913/14 Endrunde Deutsche Meisterschaft 07 (8) 1:4 0-2 Meister Baltenverband
1919/20 Endrunde Balten 03 (3) 1:3 0-4
1926/27 Endrunde Balten 05 (6) 8:13 3-7
1930/31 Endrunde Deutsche Meisterschaft 010 (16) 2:3 0-2 Meister Baltenverband
1932/33 Endrunde Deutsche Meisterschaft 015 (16) 1:7 0-2 Meister Baltenverband
1933/34 Gauliga Ostpreußen 03 (7) 27:23 11-13
1934/35 Gauliga Ostpreußen 01 (7) 26:16 19-5 Teilnahme Endspiel Ostpreußen gegen Yorck Insterburg (1:5,2:1)
1935/36 Gauliga Königsberg 01 (7) 46:21 21-3 Teilnahme Endspiel Ostpreußen gegen Hindenburg Allenstein (0:2,2:7)
1936/37 Gauliga Königsberg 03 (7) 34:23 14-10
1937/38 Gauliga Königsberg 01 (7) 49:21 20-4 Teilnahme Endrunde Ostpreußen (4. Platz)
1938/39 Gauliga Ostpreußen 08 (10) 31:39 14-22
1939/40 Endrunde Ostpreußen 04 (4) 6:23 2-10 Teilnahme Endrunde Ostpreußen (4. Platz)
1940/41 Gauliga Ostpreußen 04 (8) 21:29 13-11 DFB-Pokal Hauptrunde (3:8 gegen Königsberger STV)
1941/42 Gauliga Ostpreußen 03 (8) 21:22 13-7
1942/43 Gauliga Ostpreußen 02 (8) 41:29 15-9
1943/44 Gauliga Ostpreußen 06 (7) 21:50 7-17

Erfolge[Bearbeiten]

Nationalspieler[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

54.72354320.453944Koordinaten: 54° 43′ 25″ N, 20° 27′ 14″ O