SV Süden Forst

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SV Süden Forst
Logo SV Sueden Forst.gif
Voller Name Sportverein Süden Forst
Ort Forst (Lausitz)
Gegründet 1907
Aufgelöst 2011
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Platz an der Waldstraße
Höchste Liga ATSB-Bundesliga,
Bezirksliga Cottbus(III.) (DDR),
Landesliga Süd Brandenburg
Erfolge 2x Ostdeutscher ATSB-Meister,
2x Finale der ATSB-Bundesmeisterschaft
Heim
Auswärts

Der SV Süden Forst war ein Fußballverein aus der Stadt Forst (Lausitz).

Geschichte[Bearbeiten]

Wappen der BSG Einheit Forst

Der SV Süden Forst wurde im Jahr 1907 unter dem Namen Turn- und Sportverein Süden Forst gegründet. Als 1919 der ATSB beschloss, in Konkurrenz zum DFB eine Bundesmeisterschaft im Fußball für Arbeitersportvereine auszurichten, nahm auch Süden Forst teil. Bereits im Jahr 1919 qualifizierte man sich als Ostdeutscher Meister für die Endrunde. Am 20. Juni 1919 besiegte man in Kassel vor 4.500 Zuschauern die TSV Cassel-Wildau überraschend hoch mit 5:1, wodurch man ins Finale einzog. Das in Leipzig stattfindende Finale verlor man allerdings gegen Tuspo Fürth mit 3:2.

Auch in der Saison 1925/1926 konnte man sich erneut als Meister des ATSB-Kreises Ostdeutschland für die ATSB-Meisterschaft qualifizieren. Im Halbfinale gewann man gegen St. Leonhardt-Schweinau mit 2:0. Das Finale, welches am 29. Mai 1926 in Dresden vor 12.000 Zuschauern stattfand, verlor man allerdings deutlich mit 1:5 gegen den Dresdner SV 1910.

In den folgenden Jahrzehnten konnte man an diese Erfolge nicht mehr anknüpfen. 1933 wurden sämtliche Arbeitersportvereine, so auch die TuS Süden Forst, von den Nationalsozialisten aufgelöst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Wiedergründung unter dem Namen SV Süden Forst. Aufgrund der DDR-Namensrichtlinien für Sportvereine erfolgte bald die Umbenennung in SG Einheit Forst. 1972 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga Cottbus, der dritthöchsten Spielklasse im Spielbetrieb des Deutschen Fußballverbandes (DFV) der DDR. Dort verblieb man bis 1980.

Nach der Wende erfolgte die erneute Rückbenennung in SV Süden Forst. 2007, in dem Jahr des hundertjährigen Vereinsbestehens, gelang der Aufstieg in die Landesliga Süd Brandenburg. Dort konnte man sich drei Jahre halten, bevor die Saison 2009/2010 auf einem Abstiegsplatz beendet wurde.

Auf Grund von demographischen Problemen der Stadt Forst und dem daraus resultierenden Spielermangel, entschloss man sich zu einer Vereinsfusion mit dem Rot-Weiß 90 Forst zum 1. Juli 2011. Der daraus entstandene Verein trägt den Namen SV Lausitz Forst[1].

Erfolge[Bearbeiten]

  • 2x Ostdeutscher ATSB-Meister 1919, 1926
  • 2x Finale der ATSB-Bundesmeisterschaft 1919, 1926

Literatur[Bearbeiten]

  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs 1: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga 1890 bis 1963. Agon-Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1
  • Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs 7: Vereinslexikon. Agon-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fusion zu SV Lausitz Forst, abgerufen am 2. Juni 2011.