SV Schott Jena

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SV SCHOTT Jena
Logo
Voller Name Sportverein Schott Jena e. V.
Gegründet 1896
Vereinsfarben blau-rot
Stadion Sportzentrum Oberaue
Plätze 2000
Homepage www.svschottjena.de
Liga Oberliga Nordost (Staffel Süd)
2013/14 12. Platz
Heim
Auswärts

Der SV Schott Jena (Eigenschreibweise: SV SCHOTT Jena) ist ein deutscher Sportverein aus Jena. Heimstätte des Vereins ist das Sportzentrum Oberaue.

Verein (Fußball)[Bearbeiten]

Der SV Schott Jena wurde im Jahr 1896 von Arbeitern und dem Firmengründer Otto Schott der Firma Jenaer Glaswerk Schott & Genossen als Turnverein der Glashütte Jena gegründet. In dem anfangs reinen Turnverein kam 1911 die Fußballabteilung hinzu, welche sich dem Arbeiter-, Turn- und Sportbund (ATSB) angeschlossen hatte. Bis 1933 wurde die Fußballabteilung des Turnvereins zweimal Thüringer Meister der Arbeitersportler. 1933 erfolgte eine Fusion mit dem Werksorchester der Glashütte und die Jenenser spielten erst als TSM Glaswerk Jena, ab 1937 als TuS Schott Jena.

Nach Kriegsende wurde der Verein aufgelöst und im Jahr 1946 als SG Jena-Forst neu gegründet. Obwohl auch weiterhin die Glashütte finanzielle Unterstützung gab, folgten wieder mehrere Umbenennungen. Bis 1990 spielte Jena unter insgesamt zehn verschiedenen Bezeichnungen, unter anderem als BSG Otto Schott sowie BSG Glaswerk Jena. Auf sportlicher Ebene fasste der Verein nie Fuß im höherklassigen Fußball der DDR. Schon 1950 trat der Verein seinen Landesklassenplatz an die neu gegründete BSG Chemie Jena ab. In den späteren Achtziger Jahren konnte Jena mehrmals die Bezirksliga Gera gewinnen, scheiterte aber immer wieder in der Aufstiegsrunde zur DDR-Liga an seiner Auswärtsschwäche.

Nach der Wende wurde wieder eine Namensänderung in SV Jenaer Glas vollzogen und der Werksverein wurde in die Landesliga Thüringen eingegliedert. Während der Verein in der Spielzeit 1995/96 noch an Kahla scheiterte, wurde im Folgejahr die Thüringer Meisterschaft gewonnen. In der Oberliga Nordost konnte sich der SV JENAer Glaswerk insgesamt drei Spielzeiten behaupten. Seit 2000 spielte der erneut in SV Schott JENAer Glas umbenannte Verein wieder in der Thüringenliga. In der Saison 2008/09 wurde der Verein zum zweiten Mal Thüringenmeister und spielte damit ein Jahr später in der Oberliga Nordost (Staffel Süd). Dort wurde man allerdings Tabellenletzter und spielt damit seit der Saison 2010/11 wieder in der Thüringenliga. 2013 gelang dem Verein als souveräner Meister der Thüringenliga der Wiederaufstieg in die Oberliga. Zudem gewann man mit einem 1:0-Finalsieg über den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt den Thüringenpokal und qualifizierte sich damit für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2013/14, in der die Jenaer dem Bundesligisten Hamburger SV vor 12.000 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 0:4 unterlagen, wobei die Jenaer bis zur 72. Spielminute ohne Gegentor geblieben waren.[1]

Namensänderungen[Bearbeiten]

  • 1946–194? SG Jena-Forst
  • 194?–195? BSG Otto Schott Jena
  • 195?–1977 BSG Motor Schott Jena
  • 1977–1980 BSG Glaswerk Schott Jena
  • 1980–1981 BSG Glaswerk Jena
  • 1981–1990 BSG JENAer Glaswerk
  • 1990–1996 SV JENAer Glas e. V.
  • 1996–2001 SV JENAer Glaswerk e. V.
  • 2001–2008 SV Schott JENAer Glas e. V.
  • seit dem 1. Februar 2008 SV SCHOTT Jena e. V

Erfolge[Bearbeiten]

  • Thüringen-Meister: 1920, 1921, 1997, 2009, 2013
  • TFV-Pokalsieger: 2013
  • Aufstieg in die Landesliga Thüringen: 1990
  • Meister Bezirksliga Gera: 1985/86, 1988/89, 1989/90
  • Ewige Tabelle Bezirksliga Gera: 15. mit 486 Spielen aus 15 Spieljahren, 609:363 Punkte

Statistik[Bearbeiten]

  • Teilnahme Landesklasse Thüringen: 1949/50
  • Teilnahme Bezirksliga Gera: 1974/75–1980/81, 1982/83–1989/90
  • Teilnahme Thüringen-Liga: 1990/91–1996/97, 2000/01–2008/09, 2010/11–2012/13
  • Teilnahme Oberliga Nordost: 1997/98–1999/2000, 2009/10, seit 2013/14

Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • SV JENAer Glas in: Hardy Grüne (2001): Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7. Kassel: AGON Sportverlag, S. 242 ISBN 3-89784-147-9.
  • SV JENAer Glas in: Hanns Leske (2007): Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Verlag Die Werkstatt, S. 237 ISBN 978-3-89533-556-3.
  • Leipziger Fußballverband, Internetportal, Kategorie ATSB.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schott Jena wehrt sich lange gegen die Niederlage. kicker.de, 4. August 2013, abgerufen am 4. August 2013.