Saül

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Saül
Saül (Französisch-Guayana)
Saül
Region Französisch-Guayana
Département Französisch-Guayana
Arrondissement Saint-Laurent-du-Maroni
Kanton Maripasoula
Koordinaten 3° 38′ N, 53° 12′ W3.6272222222222-53.208333333333153Koordinaten: 3° 38′ N, 53° 12′ W
Höhe 16–640 m
Fläche 4.475,00 km²
Einwohner 153 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 0 Einw./km²
Postleitzahl 97314
INSEE-Code

Saül ist eine französische Gemeinde mit 153 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Übersee-Département Französisch-Guayana im Norden Südamerikas.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Saül liegt zentral in Französisch-Guayana und 153 Meter über dem Meeresspiegel. Die Dorfsiedlung befindet sich bei einer kleinen Lichtung mitten im dichten Regenwald im Hochland Guayanas. Saül liegt sehr abgelegen und ist nur über die Luft erreichbar.

Der höchste Punkt bildet mit 640 Metern der Mont Continent. Der Fluss Mana entspringt im Gemeindegebiet von Saül.

Verkehr[Bearbeiten]

Flugplatz von Saül

Saül ist nicht an das Straßennetz von Französisch-Guayana angeschlossen und somit für Menschen nur über die Luft oder zu Fuß über Bergpfade erreichbar. Der Flugplatz Saül wurde 1953 und 1954 erbaut kann vom Flugplatz Rochambeau nahe Cayenne aus angeflogen werden.

Seit einigen Jahren gibt es ein Projekt, welches vorsieht, das Dorf Saül durch eine Straßenverbindung nach Maripasoula an das Straßennetz Französisch-Guayanas anzugliedern.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Da Saül vom Straßennetz abgeschossen ist, basiert die Wirtschaft Saüls hauptsächlich auf Öko- und Forschungstourismus. Im Juli 2008 stellte die REXMA-Gruppe einen Antrag für eine bergbauliche Genehmigung, zur Erschließung von Goldfunden bei Saül. Im Oktober des gleichen Jahres, verschob die französische Regierung die Entscheidung über die Genehmingung, aus Umweltgründen. Am 26. Oktober 2012 vergab der Französische Industrieminister Arnaud Montebourg jedoch die Genehmigung zum Goldabbau.

Kritik[Bearbeiten]

Die Bewohner Saüls, sowie der Botaniker Scott Mori, Politiker wie Chantal Berthelot und José Gaillou, IUCN und viele Organisationen, wie die Fédération Guyane Nature Environnement oder der Deutsche Verein Rettet den Regenwald protestieren gegen diese Entscheidung.[1] Sie befürchten die Zerstörung von Teilen des Nationalpark Guyana und eine Verringerung der Wasserqualität, durch Bergbauabwässer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guyanas Naturschätze sind mehr wert als Gold. Abgerufen am 20. Februar 2013.