Saadani-Nationalpark

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Der Saadani-Nationalpark in der Nähe des Ortes Saadani ist Tansanias einziger Nationalpark an der Küste. Der 1100 km² große Park schützt einzigartige Küstensavannen, Mangroven- und primäre Küstenwälder entlang des Wami-Flusses sowie wichtige Schildkrötenbrutplätze.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge des Nationalparks liegen in einem 1964 gegründeten Wildpark mit einer Fläche von ca. 250 km². Die Grenzen dieses Parks waren der Mligaji-Fluss im Norden, der Wami-Fluss im Süden und die Eisenbahnlinie nach Moshi im Westen. Im Jahr 2005 wurde der Park erweitert und zum Nationalpark erhoben. Er umfasst nun auch Gebiete nördlich des Mligaji-Flusses, welche besonders wichtig für den Schutz von Elefanten und Rappenantilopen sind.

Das Hauptquartier des neuen Nationalparks ist die ehemalige Mkwaja Ranch im Norden des Parkes.

Lage und Anreise[Bearbeiten]

Der Park liegt circa 130 km von Dar es Salaam entfernt; er ist damit ähnlich weit von Dar es Salaam wie der Mikumi National Park. Die Fahrt mit dem Auto ab Dar es Salaam über Bagamoyo dauert ca. 2 Stunden bis zu dem südlichen Wami Gate. Flugverbindungen nach Saadani bestehen von Dar es Salaam (30 Minuten) und Sansibar (15 Minuten), aber auch aus dem Norden entweder ab Moshi oder Arusha. Die Anreise ab Tanga dauert mit dem Auto ca. 3 Stunden.

Tier- und Pflanzenwelt[Bearbeiten]

Der Park bietet eine einzigartige Kombination von Küstenlebensräumen mit primären Küsten- und Mangrovenwäldern und Savannenvegetation mit Großwildbeständen.

Im Park können unter anderem Giraffen, Büffel, Elefanten, Löwen, Leoparden, Rappenantilopen, Elenantilope, Kuhantilope, Gnus, Zebras, Wasserbüffel, Riedböcke, Kudus, Warzenschweine, Hyänen, Mungo, Zibetkatzen, Serval, Pavian, Schwarz-weiße Stummelaffen, Krokodile, Flusspferde, drei Arten von Duckern sowie verschiedenste Vögel beobachtet werden.

Besonders interessant sind auch Bäume, die aufgrund ihrer bis zu 2 m hohen Stelzwurzeln als „Wandernde Palmen“ bezeichnet werden. Darüber hinaus ist die Vegetation im Saadani Nationalpark großteils von Akazienwäldern bestimmt, die die Hauptnahrungsquelle der Giraffen darstellen, und von Doumpalmen, die einen Großteil der Landschaft prägen. Außerdem sind auch Kandelabrabäume zu finden und Mangroven an den Ufern des Wami-Flusses.

In den an den Park angrenzenden Gewässern können zeitweilig Delphine sowie Wale auf ihrer Wanderung beobachtet werden. In der nahegelegenen Madete Marine Reserve werden Grüne Meeresschildkröten geschützt.

Vogelwelt[Bearbeiten]

Wasservögel wie Störche, Reiher, Eisvögel, Weber, Ibisse und Schmalschnabellöffler haben an den Ufern des Wami-Flusses ihren Lebensraum. Es können auch diverse Adler, Geier, Racken, Bienenfresser, Hornvögel, Falken und weitere beobachtet werden.

Quellen[Bearbeiten]

-638.75Koordinaten: 6° 0′ 0″ S, 38° 45′ 0″ O