Yacef Saadi

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Yacef Saadi (1955)

Yacef Saadi (* 20. Januar 1928 in Algier) war einer der Anführer der Front de Libération Nationale während des algerischen Unabhängigkeitskrieges. Aktuell ist er Senator in der Volksversammlung in Algerien.

Yacef Saadi wurde in Algerien geboren und startete in sein Arbeitsleben als Bäckerlehrling. 1945 trat er der Parti du Peuple Algerien bei, eine nationalistischen Partei, die bald von der französischen Verwaltung für ungesetzmäßig erklärt wurde – daraufhin versammelten sie sich neu im Mouvement pour le triomphe des libertés démocratiques (MTLD). Zwischen 1947 und 1949 diente er im paramilitärischen Flügel der MTLD. Nachdem die verborgene Organisation, in der Yacef Saadi tätig war, aufgebrochen war, zog er nach Frankreich und lebte dort bis 1952, jedoch entschloss er sich in diesem Jahr wieder nach Algerien zurückzukehren, um erneut seine Arbeit als Bäcker aufzunehmen.

Als der algerische Krieg 1954 begann, trat Saadi der FLN bei. Im Mai 1956 war er Militärchef der FLN in der Zone Autonome d'Alger. Er wurde somit zu einem der Anführer der algerischen Kriegsseite im Krieg von Algerien. Er wurde am 24. September 1957 von französischen Truppen festgenommen und schließlich zum Tode verurteilt. Während seiner Gefangennahme verriet er, nach – zweifelhaften – Angaben des französischen Generals Paul Aussaresses, den französischen Truppen den Standort von Ali la Pointe, einem weiteren Anführer der FLN. Yacef Saadi wurde vom französischen Präsidenten Charles de Gaulle nach dessen Rückkehr an die Macht 1958 begnadigt.

Während seiner Zeit im Gefängnis schrieb Saadi seine Memoiren aus dem Krieg, die 1962 unter dem Titel Souvenirs de la Bataille d'Alger bei Juillard in Paris veröffentlicht wurden[1]. Nach dem algerischen Krieg half er außerdem an dem Film Schlacht um Algier von Gillo Pontecorvo mit, der auf seinem Buch basierte. Yacef Saadi übernahm selbst auch eine Rolle in diesem Film.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.marxists.org/history/algeria/1956/ali.htm