Saaldorf-Surheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Saaldorf-Surheim
Saaldorf-Surheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Saaldorf-Surheim hervorgehoben
47.87027777777812.929722222222438Koordinaten: 47° 52′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Berchtesgadener Land
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 39,09 km²
Einwohner: 5326 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83416
Vorwahlen: 08654 sowie 08682 und 08666Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BGL
Gemeindeschlüssel: 09 1 72 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Moosweg 2
83416 Saaldorf-Surheim
Webpräsenz: www.saaldorf-surheim.de
Bürgermeister: Bernhard Kern (CSU)
Lage der Gemeinde Saaldorf-Surheim im Landkreis Berchtesgadener Land
Berchtesgaden Eck (gemeindefreies Gebiet) Schneizlreuth Schellenberger Forst Ainring Anger (Berchtesgadener Land) Bad Reichenhall Bayerisch Gmain Berchtesgaden Bischofswiesen Freilassing Laufen (Salzach) Marktschellenberg Piding Ramsau bei Berchtesgaden Saaldorf-Surheim Schneizlreuth Schönau am Königssee Teisendorf Landkreis Traunstein ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Saaldorf-Surheim ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Sie liegt nördlich von Freilassing.

Geographie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet gehört zum bayerischen Rupertiwinkel. Es liegt im Hügelland der Salzach und grenzt an folgende Gemeinden: Freilassing und Ainring im Süden, Teisendorf und Petting im Westen sowie Laufen im Norden. Die östliche Gemeindegrenze bildet die Salzach, die zugleich die Grenze zu Österreich ist. Im Ortsteil Abtsdorf befindet sich das Naturschutzgebiet Abtsdorfer See am gleichnamigen See, zu dem auch das Feuchtgebiet Haarmoos gehört. Durch Surheim, das an der Sur liegt, verläuft die Straße der Residenzen.

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich erstmals erwähnt wurden Saaldorf und Surheim im Jahre 788 in der Notitia Arnonis. Saaldorf war lange Zeit Sitz einer Obmannschaft des Erzstifts Salzburg und fiel bei der Säkularisation 1803 mit Surheim an das Fürstentum Salzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana. 1805 kam das Gebiet im Frieden von Pressburg zu Österreich, welches es 1809/10 an Bayern abtreten musste. Das Gemeindegebiet wurde 1818 nach der Abtrennung von Salzburg aus sieben ehemaligen Gerichtsvierteln der Pfleggerichte Oberlebenau und Staufeneck gebildet. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden Saaldorf und Surheim wurden am 1. Mai 1978 zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Saaldorf zusammengeschlossen.[2] Seit dem 1. Mai 1994 lautet der Gemeindename Saaldorf-Surheim.[3]

Religionen[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet gehörte jahrhundertelang zur römisch-katholischen Pfarrei Salzburghofen. Erst 1891 wurden Saaldorf und 1957 Surheim eine eigene Pfarrei.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Im Wellenschnitt geteilt von Silber und Rot, oben ein blaues Rad, das rechts und links mit einer wachsenden blauen heraldischen Lilie besteckt ist, unten ein waagrechtes silbernes Türband, überdeckt von einer goldenen Ähre. Die Fahne zeigt drei Streifen in der Farbenfolge Rot-Weiß-Blau mit dem aufgelegten Wappen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Saaldorf: Pfarrkirche St. Martin

Die Pfarrkirche St. Martin in Saaldorf wurde 1914–1915 im Stil des Neubarock nach Plänen der Münchner Architekten Joseph Elsner senior und/oder Joseph Elsner junior[4] errichtet. Die Altäre aus der Vorgängerkirche wurden neubarock verändert und an die Raumverhältnisse angepasst. Die Innenraumhöhe musste aus Kostengründen entgegen der ursprünglichen Planung um drei Meter reduziert werden.

Die Pfarrkirche St. Stephanus in Surheim wurde 1914 um ein Joch verlängert und im Stil des Neubarock umgestaltet.

Eine kulturelle Besonderheit ist der Brauch des Aperschnalzens. Saaldorf ist der Sitz der Schnalzervereinigung Rupertiwinkel, die 1957 hier gegründet wurde. Das Aperschnalzen wird nur im bayerischen Rupertiwinkel und im angrenzenden Salzburger Flachgau ausgeübt.

1273 wurde auf einem einstigen Burghügel (Burgstall Steinbrünning) die Kirche St. Johann Baptist erbaut.

→ siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Saaldorf-Surheim

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Teerag-Asdag, Tief- und Straßenbau-Tochter der Baugruppe Porr hat in der Gemeinde ihre Deutschland-Gesellschaft angesiedelt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio, Bayern IV: Oberbayern, S. 1045 und 1144
  • Christliche Kunst in Bayern, Nr. 16: Die Kirchen der Pfarrei Saaldorf. Salzburg 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saaldorf-Surheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 597.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994
  4. Zuschreibung nicht gesichert.