Saalekreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Saalekreises Deutschlandkarte, Position des Saalekreises hervorgehoben51.4311.87Koordinaten: 51° 26′ N, 11° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Verwaltungssitz: Merseburg
Fläche: 1.433,41 km²
Einwohner:

196.946 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SK
Kreisschlüssel: 15 0 88
Kreisgliederung: 20 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Domplatz 9
06217 Merseburg
Webpräsenz: www.saalekreis.de
Landrat: Frank Bannert (CDU)
Lage des Saalekreises in Sachsen-Anhalt
Altmarkkreis Salzwedel Landkreis Stendal Landkreis Börde Magdeburg Landkreis Jerichower Land Landkreis Harz Salzlandkreis Landkreis Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Landkreis Wittenberg Saalekreis Halle (Saale) Burgenlandkreis Landkreis Mansfeld-Südharz Berlin Sachsen Thüringen Niedersachsen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Der Saalekreis ist ein Landkreis in Sachsen-Anhalt, der im Zuge der zweiten Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 aus dem Saalkreis und dem Landkreis Merseburg-Querfurt entstand.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Der Landkreis liegt im Süden Sachsen-Anhalts und umschließt die kreisfreie Stadt Halle (Saale) vollständig. Im Süden grenzt er an den Burgenlandkreis, im Nordwesten an den Landkreis Mansfeld-Südharz, im Norden an den Salzlandkreis und im Nordosten an den Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Außerdem besitzt er im Westen eine Grenze zu Thüringen (Kyffhäuserkreis) und im Osten eine zu Sachsen (Landkreis Leipzig und Landkreis Nordsachsen).

Der Westen des Landkreises wird von der Querfurter Platte geprägt, der Osten durch die Saale-Elster-Auen und der Norden durch das Saaletal und die Porphyrkuppen. Die höchste Erhebung des Landkreises liegt mit 298,6 m ü. NHN (Kahler Berg 11° 25′ 36″ O, 51° 20′ 48″ N) in der Ortslage Landgrafroda. Am Südwestrand des Landkreises liegt das ehemalige Tagebaugebiet Geiseltal, in dem durch Flutung der Restlöcher eine Seenlandschaft entsteht.

Neben der Namensgeberin Saale wird der Landkreis noch von ihren Nebenflüssen Weiße Elster, Luppe, Geisel, Laucha und Salza durchflossen.

[Bearbeiten] Geschichte

Der heutige Saalekreis entstand zum 1. Juli 2007 durch Zusammenlegung der bisherigen Landkreise Saalkreis und Merseburg-Querfurt. Historisch gehört das gesamte Gebiet seit 1815 zu Preußen (Provinz Sachsen). Zuvor gehörte der Saalkreis mit der Stadt Halle zum Bistum Magdeburg bzw. seit 1680 zu Brandenburg; der Altkreis Merseburg-Querfurt gehörte zu den Sekundogenituren des ernestinischen Sachsen.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (Gebietsstand vom 31. Dezember 2006 / ab 1995 Stichtag 31. Dezember):

  • 1990 – 209.742 *
  • 1995 – 209.372
  • 2000 – 217.487
  • 2005 – 208.094
  • 2010 – 196.946

* 3. Oktober

Laut 4. Regionalisierter Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 30. Januar 2007 werden im Jahr 2025 noch 184.716 Einwohner im Landkreis Saalekreis leben. Der Saalekreis profitiert insbesondere von Wanderungsbewegung aus der Stadt Halle/Saale in das Umland der Stadt. Die Bevölkerungsreduktion ist daher weniger dramatisch als in anderen Landkreisen Sachsen-Anhalts.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Kreistag

CDU Die Linke SPD FDP STATT Partei Soziale Liste GRÜNE Neues Forum NPD USD * Gesamt
2007 20 12 12 6 4 2 1 1 1 1 60

[Bearbeiten] Fraktionen

  • CDU 20 Sitze
  • Die Linke/Grüne 13 Sitze
  • SPD 12 Sitze
  • FDP 6 Sitze
  • Fraktion STATT Partei/Neues Forum/USD 6 Sitze
  • Fraktion „Soziale Liste“ 2 Sitze
  • fraktionslos 1 Sitz

* Unabhängige Saalekreis-Demokraten

[Bearbeiten] Landrat

In Sachsen-Anhalt gilt seit 1990 die süddeutsche Ratsverfassung mit direkt gewähltem Landrat als Vertreter des Landkreises und Leiter der Verwaltung. Landrat ist seit dem 1. Juli 2007 Frank Bannert (CDU).

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 8. August 2007 durch das Ministerium des Innern Sachsen-Anhalts genehmigt.

Blasonierung: „Geviert; Feld 1: geteilt von Rot über Silber, Feld 2: in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe, Feld 3: in Gold ein schwarzes Kreuz, Feld 4: siebenmal geteilt von Silber über Rot.“[2]

Feld 1 zeigt das Wappen des Bistums Magdeburg, Feld 2 trägt den wettiner Löwen, Feld 3 zeigt das schwarze Kreuz des Bistums Merseburg, während Feld 4 die Insignien der Edlen von Querfurt führt.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Heraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Die Wappen der Verwaltungsgemeinschaften, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Saalekreis.

[Bearbeiten] Flagge

Die Flagge ist rot – weiß (1:1) gestreift (Querformat: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Landkreiswappen belegt.[2]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Der Landkreis wird im Süden (nach deren Lückenschluss 2008 auch im Westen) von der A 38, im Osten von der A 9 und im Norden von der A 14 erschlossen. Durch die fehlende Saalebrücke im Zuge der A 143 ist die Fernstraßenstruktur noch lange Zeit lückenhaft. Außerdem sind die Bundesstraßen 6 (Abschnitt Könnern – Schkeuditz), 80 (Abschnitt Halle – Eisleben), 91 (Halle – Zeitz), 100 (Abschnitt Halle – Bitterfeld), 176 (Abschnitt Freyburg – Weißenfels), 180 (Abschnitt Eisleben – Naumburg) und 181 (Merseburg – Leipzig) zu nennen.

Durch den Saalekreis verlaufen die Thüringer Bahn (Berlin – Halle – Erfurt), die Halle-Kasseler Eisenbahn, die Bahnlinie Halle – Halberstadt, die Bahnlinie Halle – Eilenburg – Guben, ein kurzes Stück der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn und ein kurzes Stück der Strecke Leipzig – Erfurt, die Bahnlinie Merseburg – Mücheln – Querfurt sowie Teilstrecken der Unstrutbahn. Die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle (im Bau) durchquert den Landkreis ungefähr mittig.

[Bearbeiten] Städte und Gemeinden

(Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2010[3])

Einheitsgemeinden

  1. Bad Dürrenberg, Stadt (12.339)
  2. Bad Lauchstädt, Goethestadt (9222)
  3. Braunsbedra, Stadt (12.069)
  4. Kabelsketal (9007)
  5. Landsberg, Stadt (15.424)
  6. Leuna, Stadt (14.471)
  7. Merseburg, Stadt (35.419)
  8. Mücheln (Geiseltal), Stadt (9368)
  9. Petersberg (10.384)
  10. Querfurt, Stadt (11.833)
  11. Salzatal (12.601)
  12. Schkopau (11.458)
  13. Teutschenthal (14.105)
  14. Wettin-Löbejün, Stadt (10.737)

Verbandsgemeinde Weida-Land
* Sitz der Verbandsgemeinde

  1. Barnstädt (1114)
  2. Farnstädt (1614)
  3. Nemsdorf-Göhrendorf * (900)
  4. Obhausen (2412)
  5. Schraplau, Stadt (1179)
  6. Steigra (1290)
Sachsen Thüringen Burgenlandkreis Halle (Saale) Landkreis Anhalt-Bitterfeld Landkreis Mansfeld-Südharz Salzlandkreis Bad Dürrenberg Bad Lauchstädt Barnstädt Braunsbedra Farnstädt Kabelsketal Landsberg (Saalekreis) Leuna Wettin-Löbejün Merseburg Mücheln (Geiseltal) Nemsdorf-Göhrendorf Obhausen Petersberg (Saalekreis) Querfurt Salzatal Schkopau Schraplau Steigra TeutschenthalMunicipalities in SK.svg
Über dieses Bild

[Bearbeiten] Gebietsänderungen

[Bearbeiten] Veränderungen auf Gemeindeebene

[Bearbeiten] Veränderungen bei Verwaltungsgemeinschaften (VG)

[Bearbeiten] Namensänderungen

  • von Stadt Bad Lauchstädt zu Goethestadt Bad Lauchstädt (9. Oktober 2008)
  • von Löbejün-Wettin zu Wettin-Löbejün (7. April 2011)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. a b Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes Nr. 11/2007 Seite 189
  3. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Saalekreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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