Saar-Mark

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Die Saar-Mark war vom 16. Juni 1947 bis 19. November 1947 die Währung des Saarlandes (zur Zeit des französischen Saarprotektorats).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Saar-Mark löste ab dem 16. Juni 1947 die Reichsmark ab, mit welcher sie aber im Verhältnis 1:1 austauschbar blieb. Am 15. November 1947 wurde die Regierung in Paris gesetzlich ermächtigt, die französische Währung im Saarland einzuführen. Es entstand der Saar-Franken, welcher rechtlich keine offizielle Währung darstellte, jedoch im Wert dem Französischen Franc entsprach und ab 20. November 1947 im Saarland eingeführt wurde. Die Saar-Mark verlor ab dem 15. Januar 1948 ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Die Währungsumrechnung erfolgte im Verhältnis 20:1. Die auf Saar-Mark lautenden Banknoten konnten bis 30. Juni 1948 bei den Banken gegen Saar-Franken umgetauscht werden.

Banknoten[Bearbeiten]

Die Banknoten zu 1, 2 und 5 Mark zeigten auf der Vorderseite einen Männerkopf im klassischen Stil, auf der Rückseite eine Frauenfigur mit Feldfrüchten. Die Noten zu 10, 50 und 100 Mark waren im Design an den Jugendstil angelehnt und zeigten auf der einen Seite einen Frauenkopf mit Ähre, auf der Rückseite einen Männerkopf und einen Pferdekopf. Münzen wurden keine ausgegeben.

Die Scheine sind alle zweisprachig, und zwar auf einer Seite mit französischem, auf der anderen Seite mit deutschem Text bedruckt. Da die Scheine nur rund ein halbes Jahr im Umlauf waren und es sich in der Nachkriegszeit niemand leisten konnte, höherwertige Geldscheine als Sammlung beiseitezulegen, erzielen Scheine in guter Erhaltung stets hohe Sammlerpreise. Insbesondere die beiden höchsten Denominationen sind gesuchte Sammlerobjekte.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saar-Geld

Weblinks[Bearbeiten]