Saarbrücken

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Saarbrücken (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Saarbrücken
Saarbrücken
Deutschlandkarte, Position der Stadt Saarbrücken hervorgehoben
49.2333333333337230Koordinaten: 49° 14′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Regionalverband Saarbrücken
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 167,07 km²
Einwohner: 177.201 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1061 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 66001–66133
Vorwahlen: 0681, 06893, 06897, 06898, 06805
Kfz-Kennzeichen: SB
Gemeindeschlüssel: 10 0 41 100
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke mit 20 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathaus St. Johann
66111 Saarbrücken
Webpräsenz: www.saarbruecken.de
Oberbürgermeisterin: Charlotte Britz (SPD)
Lage der Stadt Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken
Regionalverband Saarbrücken Saarland Frankreich Landkreis Saarlouis Landkreis Neunkirchen Saarpfalz-Kreis Großrosseln Völklingen Püttlingen Riegelsberg Heusweiler Quierschied Friedrichsthal Sulzbach Kleinblittersdorf SaarbrückenKarte
Über dieses Bild
Am Saarufer

Saarbrücken (luxemburgisch Saarbrécken, französisch Sarrebruck, im örtlichen Dialekt Saarbrigge[2]) ist die Landeshauptstadt des Saarlandes.

Die heutige Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt entstand im Jahr 1909 aus dem Zusammenschluss der drei bis dahin selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann a. d. Saar und Malstatt-Burbach.

Saarbrücken ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes und Sitz des Regionalverbandes Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art.

Inhaltsverzeichnis

Sprachliches[Bearbeiten]

Stadtname[Bearbeiten]

Der Name der Stadt hat nichts mit dem modernen Wort Brücke zu tun, denn zur Zeit der ersten Erwähnungen des Ortes und der Burg gab es dort keine Saarbrücke: Die erste Brücke über die Saar (die heute sog. Alte Brücke) wurde erst 500 Jahre später erbaut. Der älteste überlieferte Name Sarabriga ist keltischen Ursprungs. Dabei bedeutet Sara so viel wie fließendes Gewässer, während der Wortteil Briga als Felsen, großer Stein übersetzt wird. Gemeint ist damit wohl der große Felsen gegenüber der Alten Brücke, auf dem die erste Burganlage errichtet wurde. Insofern lautete der Name der ersten Siedlung an dieser Stelle sinngemäß „Flussfels“ oder „Stromfels“.

Eine weitere nicht belegte Erklärung kann man auf das germanische Wort bruco zurückführen, was Sumpf bedeutet und die umgebenden Feuchtgebiete bezeichnet (niederdeutsch Brook, Broich, Brauck entsprechend ahd. Wort bruoh, mhd. bruoch). Ein Beleg dafür wäre der St. Johanner Distrikt, bekannt als die Bruchwiesen, der noch bis kurz vor seiner Bebauung ein sumpfiges Gebiet gewesen war. Da das Gebiet von Saarbrücken in der ersten Besiedlung nur von Kelten bewohnt war, ist die erste Variante der Namensgebung die wahrscheinlichere.

Einwohner[Bearbeiten]

Die Einwohner dieser Stadt heißen nicht, wie oft angenommen, „Saarbrückener“, sondern „Saarbrücker“ (im süd-saarländischen Dialekt „Saarbrigga“, im nord-saarländischen „Saarbregger“). Gleiches gilt für das Adjektiv; so heißt es beispielsweise „Saarbrücker Zeitung“, „Saarbrücker Zoo“.

Dialekt[Bearbeiten]

Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und der Mitte des 19. Jahrhunderts auf Grund der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom ursprünglich moselfränkischen hin zum heute gebräuchlichen rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt, dem Saarbrigga Platt.

Geografie[Bearbeiten]

Saarbrücken im Saartal zwischen Schwarzenberg (Vordergrund) und Stiftswald

Naturräumliche Gliederung[Bearbeiten]

Im Bereich des heutigen Stadtgebietes Saarbrückens herrscht folgende naturräumliche Gliederung vor:[3]

Saarbrücker Talweitung[Bearbeiten]

Die 4 km breite und 10 km lange Talweitung der Saar im Mittleren Bundsandstein ist ein von bewaldeten Höhen umrahmtes, klimatisch begünstigtes, asymetrisches Becken. Durch die Einmündung zahlreicher Seitentäler ist die Saarbrücker Talweitung mit den angrenzenden Räumen verbunden:

  • im Norden und Osten mit dem Saarkohlenwald und dem Saarbrücken-Kirkeler Wald
  • im Südosten mit den offenen Ackerebenen des Saar-Blies-Gaues und dem sich am gegenüberliegenden Ufer des Güdinger Saartales erhebenden, bewaldeten Steilabfall der Spicherer Höhen
  • im Süden die Saarbrücken-Forbacher Senke
  • im Südwesten die bewaldeten Höhen des Warndts

Die breite Sohle und die weiten Flachhänge des Tales ist fast ganz von der Siedlungs- und Industriefläche der Stadt Saarbrücken bedeckt. Die untere Talsohle (190 m) ist etwa 1 km breit und grenzt im Südwesten an einen 60 m hohen Steilanstieg, der durch kleine Trockentäler gegliedert ist (Reppersberg und Triller). Dieser Steilanstieg wird vom Winterberg (301 m), einer isolierten Kuppe mit einem Dach aus Kordeler Sandstein, überragt. Am Ostrand der Talsohle erheben sich die beiden ähnlich aufgebauten Kuppen des Halberges (270 m) und des Kaninchenberges (266 m) im Mündungsbereich des Scheidterbaches. Der Scheidterbach hat mit dem Saarbach (Fechinger Bach) einen ausgedehnten Schwemmkegel in den Ausgangstaltrichter vorgebaut. Im Süden brechen die Spicherer Höhen in einem 120 m hohen Steilhang mit überhängenden Felsen im Buntsandstein unvermittelt gegen die Saar ab. Der im Norden langsam zum Saarkohlenwald ansteigende Gegenhang (200-240 m) zu den Spicherer Höhen ist durch enge Ausgänge der beiden Kohlentäler und kurze Kerbtäler in Buntsandsteinsporne und breite Geländerücken zergliedert. Die Geländerücken tragen zwei Niveaus ausgedehnter Flussterrassen. Der ehemals windungsreiche Lauf der Saar wurde durch Kanalisierung begradigt und im Gefolge von Straßenbaumaßnahmen mehrfach verlegt.

Die alten Siedlungskerne der heutigen Großstadt Saarbrücken liegen auf der nur wenig erhöhten Niederterrasse und der benachbarten Terrassenleiste. Die Siedlungen dehnten sich zuerst über die ganze Talsohle, dann über die umliegenden Hänge aus. An den Hängen fanden neuere Wohngebiete ihren Platz. Die anmoorigen Hochflutrinnen wurden anfangs unbesiedelt gelassen. Im engen, heute kanalisierten Bett der Saar kann das Hochwasser infolge des großen Wasserdruck bis zu 6 m steigen und überschwemmt dann die längs des Ufers in den 1960er Jahren gebaute Stadtautobahn. Der südöstliche Teil der Talniederung wird von Fettwiesen eingenommen. Die Werksanlagen der Burbacher Hütte beherrschen das Stadtgebiet im Westen, die der Halberger Hütte am Ausgang des Scheidterbachtales im Osten. Die steilen Randhöhen der Saartalweitung weisen Parkanlagen und Wälder auf: Halberg, Kaninchenberg, Winterberg und Zoogelände unterhalb des Eschberges.

St. Johanner Wald und Scheidter Berg[Bearbeiten]

Von Wäldern umgebene offene Platten bzw. waldbedeckte Rücken und Kuppen, die nach allen Seiten steil abfallen, und tiefeingeschnittene, steilwandige Täler werden nach Süden gegen den Saar-Blies-Gau abgegrenzt. Das Scheidterbachtal bildet die Verbindung zwischen dem Mittleren Saartal im Südwesten und der St. Ingbert-Kaiserslauterner Senke im Nordosten.

Schmalsohlige Täler sind mit bis zu 100 m hohen Wänden in den Bundsandstein eingekerbt. Im dicht besiedelten Scheidterbachtal verläuft der alte Verkehrsweg der napoleonischen Kaiserstraße. Abseits davon liegt das Grumbachtal. Die Platten werden von Flächen aus Kordeler Sandstein bedeckt. Zu den waldlosen Inselns aus Muschelsandsteininseln zählen der Scheidter Berg (340 m) und der Eschberg (350 m). Dem Steilabfall des Eschberges am Rande der Saarbrücker Talweitung sind zwei kleinere Kuppen vorgelagert. Schwarzenberg (377 m), Bartenberg (359 m) und Gehlenberg (359 m) sind auf der Wasserscheide zwischen Scheidterbach und Saar nach Norden gegen die Neuweiler-Spiesener Höhe vorgeschoben und überragen diese in Steillagen bis zu 100 m. Auf dem ehemals als Ackerland genutzten Eschberg entstand in den 1960er Jahren das Wohnviertel Eschberg. Die ehemals als Streuobstfläche des Scheidter Berges ist heute größtenteils überbaut. Von Buchenhochwald bestanden ist der Halberg. Das wald- und wiesenreiche Grumbachtal dient der Naherholung. Das Scheidterbachtal ist durch alte Siedlungskerne und ausgedehnte Industrieanlagen umgestaltet.

Saarkohlenwald[Bearbeiten]

Das niederschlagreiche Gebiet ist ein stark gekammertes und reliefiertes bewaldetes Bergland, das überwiegend durch parallele Längstäler kräftig zerschnitten wird und von geschlossenen Siedlungen durchzogen ist. Im Nordosten geschieht dies durch das Quertal der Blies, im Nordwesten durch das Köllertal. Das mittlere Saartal bildet die südliche Begrenzung, die südöstliche ist die St. Ingbert-Kaiserslauterner Senke (192 m). Das Gebiet stößt an den Saarbrücken-Kirkeler Wald und im Norden an das Prims-Blies-Hügelland. Die Höhen erreichen ein durchschnittliches Niveau von 350 bis 400 m Höhe. Höchster Punkt ist dabei die Göttelborner Höhe (444 m) auf der Hauptwasserscheide zwischen Saar und Blies. Die zur Saar entwässernden Täler sind auf 210-250 m eingetieft und durch quer- und längs verlaufende Wasserscheiden scharf voneinander getrennt. Das sich in südwest-nordöstlicher Richtung ausdehnende Bergland ist 8 km lang und 20 km breit. Die Kohlentäler, die zur Saar hin ausgerichtet sind, folgen dem langsamen Absinken des Hauptsattels unter den Buntsandstein und reißen die flözführenden Schichten auf. So wurde der historische Kohlenabbau möglich und die Saarindustrie konnte hier beginnen. Durch großflächige Wiederaufforstungsgebiete aus Buchen und Nadelbäumen werden die Siedlungen begrenzt.

Kohlentäler[Bearbeiten]

Im niederschlagreichen Kernraum des Saarkohlenwaldes, der von Höhen umrahmt und durch Paralleltäler stark reliefiert ist, wird die Waldbedeckung eng verzahnt mit dichter Besiedelung und Industrieanlagen. Der Bereich öffnet sich im Süden zur Saarbrücker Talweitung, im Nordosten ist er durch einen Querrücken vom Neunkircher Talkessel abgegrenzt, nach Norden ist er durch eine breite Pforte mit dem Prims-Blies-Hügelland verbunden.

Die beiden Kohlentäler des Sulzbaches und des Fischbaches (240-190 m) sind schmalsohlig in Schiefertone, Tonsteine und feinkörnige Sandsteine der Saarbrücker Schichten um 100–150 m eingetieft. Dabei legen sie die darin enthaltenen Kohlenflöze frei. Fischbachtal und Sulzbachtal werden durch einen langgestreckten Höhenrücken (307-360 m) aus Sandsteinkonglomeraten voneinander geschieden. Auf dem Höhenrücken bündelt sich der Straßenverkehr vom Saartal nach Nordosten (alter Rennweg, heute Grühlingstraße). Der Schienenverkehr führt durch die beiden Seitentäler der Saar. Der Höhenrücken ist an den breitgewölbten bis scharfgratigen Querriegel im Nordosten angebunden, der die Hauptwasserscheide zwischen Saar und Blies bildet. Er erreicht mit dem Hoferkopf eine Höhe von 403 m und mit der Erkershöhe eine Höhe von 397 m. Der Höhenrücken ist von der Göttelborner Höhe (444 m) durch die weiträumigen Ursprungsmulden des Fischbaches getrennt. Der Fischbach wird durch zahlreiche Bäche und Gerinne gespeist, die am Holzer Konglomerat entspringen. Die weitgeschwungenen Hänge des Sulzbachtales sind durch kurze Kerbtälchen untergliedert. Im Unterlauf des Sulzbaches schneidet er eine in das Kohlengebirge eingelagerte Buntsandsteinscholle an und bildet einen weiten Kessel, in dem der Ort Dudweiler liegt.

Höhendimensionen[Bearbeiten]

Der niedrigste Punkt des Stadtgebietes liegt mit 178,5 m ü. NHN an der Schleuse Luisenthal. Der mit 401 m ü. NHN höchste Punkt befindet sich am Steinkopf, nördlich des Flughafens Saarbrücken.

Böden[Bearbeiten]

Nach der ersten Eiszeit begannen die Saar, der Fechinger Bach, der Scheidterbach, der Sulzbach und der Fischbach den Saarbrücker Talgrund im weichen Buntsandstein auszuspülen. Die Zuflüsse der Saar brachten aus ihrem Einzugsbereich Geröll und Sand mit. Auch die Saar selbst bewegte eine immense Schotterlast. Nach den drei Nacheiszeiten war das spättertiäre Saartal am Ort des heutigen Saarbrücken auf 4 km aufgeweitet und mehrfach durch Wassererosion umgestaltet worden. Dabei waren der Kaninchenberg und der Halberg als Auslieger herauspräpariert worden. Im ständig bewegten Talgrund wurden breite Schotterfluren aufgeschüttet und umgelagert. In den trockeneren Zeitabschnitten grub sich der Saarhauptlauf tief in das angeschwemmte Schotterbett ein und schuf so in mehreren Schüben die heute noch erkennbaren Flussterrassen.

Auf der ausgeräumten Buntsandsteinsohle bilden heute sandige Kiesgerölle die Aue und die nur wenig erhöhte Niederterrasse, die im Zentrum der Saarbrücker Talweitung über 1 km breit ist. Die Kiesgerölle habe eine Mächtigkeit von 2 bis 5 m. Nachdem sich die zunächst wild dahinschießenden Wassermassen verlangsamt hatten, lagerten sich feinste Mineralteilchen ab und bildeten Auenlehme, die der wiederaufkommenden Pflanzenwelt ein gutes Startsubstrat boten. Bis auf unscheinbare Reste sind heute die sandigen Kiesböden mit den Auenlehmdecken der Niederterrassen sowie die geröllreichen Lehmsandböden der Mittel- und Hochterrassen völlig von Bebauung überdeckt. Durch mehrmaligen Um- und Ausbau der Saar ist die ehemalige Flussaue überdeckt und verändert. Sowohl der steile Süd- und Westhang, als auch der flach geneigte Nord- und Osthang der Saarbrücker Talweitung ist siedlungsmäßig bebaut.

In den Stadtteilen Malstatt, Burbach und Altenkessel herrschen infolge des Karbon-Untergrundes tonige Parabraunerden, lehmiger Feinsand und sandig-schluffiger Lehm vor. In den Hanglagen von St. Johann, Alt-Saarbrücken, St. Arnual, im Scheidter Tal und am Südhang von Dudweiler finden sich leichtere, durchlässigere Böden wie anlehmiger Sand und lehmiger Feinsand im Bereich des mittleren Buntsandsteins. Der Eschberg bildet eine inselartige Ausnahme. Hier haben sich basenreiche, tonig-lehmige Kalkbraunerden aufgrund der Muschelkalk-Auflage entwickelt. Auf dem Scheidter Berg, dem Fechinger Berg, dem Güdinger Berg und dem Bübinger Berg, in Ensheim, in Eschringen, in Bischmisheim und am Bübinger Hang findet sich die gleiche Bodensituation. Eine nährstoffreiche Parabraunerde, die aus diluvialen und alluvialen Sedimenten gebildet wurde, findet sich in den Stadtteilen Fechingen, Brebach und Güdingen.[4]

Vegetationsgeschichte[Bearbeiten]

Saarbrücken mit seinem humiden Klima wäre ohne den Einfluss des Menschen außerhalb der Hochflutrinnen der Saar und der Felsstandorte ein nahezu geschlossenes Waldgebiet. Die Geschichte der Vegetation nach der letzten Eiszeit ist durch Pollenanalyse erschlossen. Der Entwicklungsbogen spannt sich von der baumlosen Tundra bis zum entwickelten Hochwald. Früher noch datieren archäologische Funde aus der ersten Zwischeneiszeit (ca. 600.000-550.000 v. Chr.). In einer im Jahr 1927 bei Spichern entdeckten Höhle aus der Altsteinzeit fanden sich neben Knochenresten aus der Jagdbeute auch bearbeitetes Holz und Holzkohlenreste. Das Holz stammt von Fichten (Picea), Weißtannen (Abies) und Kiefern (Pinus). Diese Holzfunde sind ein Hinweis darauf, dass zu dieser Zeit Saarbrücken einen hohen Anteil an immergrünen Nadelhölzern mit nordischen Charakterzügen aufwies.

Um 10.000 v. Chr., als die zeitlich längste und räumlich ausgedehnteste Vereisung (Würm-Eiszeit, Dauer 120.000 Jahre) zu Ende ging, fehlte im Gebiet des heutige Saarbrücken annähernd jeder höhere Vegetation. Die Landschaft wies ein tundrenähnliches Pflanzenkleid mit Seggenrieden, Zwergsträuchern, Rasen- und Wassenpflanzengesellschaften auf. Mit zunehmender Temperatur folgte eine krüppelwuchsreiche Wald- und Baumtundra mit robusten Pioniergehölzen, wie Weide, Birke und Kiefer.

Während einer Zeit, in der die Höhen der benachbarten Vogesen und die Schwarzwaldgipfel noch dauerhaft verschneit waren, entwickelte sich im Gebiet des heutigen Saarbrücken ein lockerer, lichter Wald mit Birke, Kiefer und Weide und vereinzelten Eichen. Mit zunehmender Wärme fand der Haselnussstrauch rasch Eingang und bildete bald eine dichte Strauchschicht in den lockeren Waldbeständen. An nährstoffreichen Standorten siedelte sich die Esche an. In versumpften Senken und an Altarmen der Saar gesellte sich zur Weide die Erle, sodass sich bald dichte Bruchwälder bildeten.

Um 8000 v. Chr. begünstigte eine regenärmere Periode die Ausbreitung der Kiefer, die bis 7000 v. Chr. im Saarbrücker Raum die beherrschende Baumart wurde. Mit der Zunahme von Niederschlägen infolge eines verstärkten atlantischen Einflusses nahmen die Anteile von Erle, Esche, Eiche, Ulme, Linde und Ahorn zu, deren Samen durch Wind und Waldtiere leicht und weit verbreitet wurden. Anstelle der bisher vorherrschenden Kiefernwälder bildete sich ein sommergrüner Eichenmischwald, was auch durch einen archäologischen Fund aus Burbach belegt ist.

Hier fand man bei Verlegungsarbeiten an der Saar den Hornzapfen eines Auerochsen aus dem Zeitraum 5500-4000 v. Chr. mit eingewaschenem Uferschlamm. Der Saarschlamm wies Pollenanteile von Eiche (18 %), Linde (24 %), Birke (19 %), Kiefer (27 %), Erle und Hasel (7%) sowie 5 % unbestimmbare Reste auf.

Als um 3000-2500 v. Chr. die Temperatur leicht zurückging und es zu höheren Niederschlägen kam, wanderte die bereits im Tertiär vorhandene Buche wieder in den Saarbrücker Mischwald ein und eroberte allmählich den größten Teil der Waldflächen zulasten von Esche, Ulme, Linde und Ahorn.

Menschlicher Einfluss auf die Vegetation wird im heutigen Saarbrücken ab dem Beginn der Jüngeren Steinzeit (4000-1800 v. Chr.) nachweisbar. Pollendiagramm deuten mit Wildkräuterpollen (Gänsefuß-, Beifuß-, Wegerich- und Ampfergewächse) auf zunehmenden Wanderfeldbau hin. Dies wird auch durch aufgefundene Steingeräte aus dieser Zeit belegt, die in größerer Zahl aufgefunden wurden.[5] Mit Hilfe dieser Steingeräte rodeten die Menschen nun zunehmend Waldflächen in den Flussniederungen der Saarbrücker Talweitung, um an deren Stelle Wanderfelder anzulegen.

Da eine Düngung oder ein Fruchtwechsel der angelegten Felder unterblieb, wurden diese nach Auszehrung der Böden aufgegeben und an anderer gerodeter Stelle eine neue Anbaufläche geschaffen. Auf den aufgelassenen Ackerflächen siedelten sich zunächst eine Wildkrautflora sowie nach und nach Salweide, Aspe, Birke und Hasel an. Um etwa 1000 v. Chr. drang von Osten her die Hainbuche vor. In der Bronzezeit setzte sich der Wanderfeldbau fort, worauf Funde von Bronzebeilen aus der Saarbrücker Tallage hinweisen.

Mit dem Ende der Bronzezeit um 800 v. Chr. kühlte das Klima nochmals ab und die Niederschläge nahmen zu. In dieser Phase breitete sich im Saarbrücker Gebiet die Buche weiter aus. Diese Phase dauert bis in unsere Tage an.[6]

Aktuelle Vegetation[Bearbeiten]

Im Saarbrücker Stadtgebiet ist heute aufgrund des massiven Einflusses des Menschen keine natürliche Vegetation mehr zu finden. Gärtnerische Kulturen bestimmen das Stadtbild in Straßen, Gärten, Parks und Grünanlagen. Die Erschließung des geschlossenen Waldlandes, in dem durch großflächige Rodungen bis ins späte Mittelalter zwei Drittel des ursprünglichen Waldes abgeholzt wurden, veränderte die Vegetation Saarbrückens maßgeblich. Die gewonnenen Flächen wurden als Äcker, Wiesen und Weiden genutzt. Weiterer Raubbau am Wald unterblieb in Saarbrücken weitgehend. Abgesehen von den Rodungen am Rodenhof (= Rodungshof) wurden der St. Johanner Wald und die großen fürstlichen Waldungen des Saarkohlenwaldes durch Auflagen der Dynastie Nassau-Saarbrücken weitgehend erhalten. Bis heute ist Saarbrücken außerhalb der Saartalweitung von dichten Wäldern mit dominierender Buchenvegetation umgeben. Auch Eiche und Bergahorn gedeihen hier gut. In Frostmulden sind Hainbuchen vermehrt anzutreffen. An kleinen Bachgerinnen wächst ein artenreicher Bach-Eschenwald.

Mit der Einführung einer gezielten, forstwirtschaftlichen Planung veränderte auch der Wald um Saarbrücken sein Aussehen. Durch großflächige Planzungen mit nichteinheimischen Baumarten (Fichte, Douglasie, Lärche), planmäßige Schlagführungen und gelenkte Naturverjüngung entstanden gleichartige und altersgleiche Waldteile mit hoher Schadensanfälligkeit. Diese Monokulturen sind zu Gunsten naturgemäßerer Waldwirtschaft aufgegeben worden.

Durch die Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert wurden in einem Zeitraum von 150 Jahren die Gemarkungen von Alt-Saarbrücken, St. Johann, St. Arnual, Malstatt-Burbach, Rodenhof, Jägersfreude und Dudweiler fast vollständig bis an die Waldgrenze bebaut. Landwirtschaftliche Nutzung ist heute nur noch in den später eingemeindeten Stadtteilen Ensheim, Eschringen, Bischmisheim, Bübingen, Güdingen und Fechingen möglich.

Zahlreiche Ackerflächen wurden zu Bauland. Mit dem Einsatz von chemischen Wuchsstoffen und Bekämpfungsmitteln, der Mechanisierung der Landwirtschaft sowie der Aufgabe der überkommenen bäuerlichen Kleinfelderwirtschaft stieg der Ertrag überproportional an, doch kam es zum Verlust zahlreicher Blütenpflanzen (z. B. Kornrade, Kamille, Klatschmohn, Kornblume, gelbe Platterbse). Hinsichtlich der Flora der Wintergetreideäcker auf Kalkböden sind seit etwa 1960 Pflanzen wie die Strahlendolde, der Acker-Steinsame, die Haarige Platterbse, die Haftdolde oder die Schleifenblume ganz verschwunden. Selten geworden sind unter anderem Acker-Hahnenfuß, Breitsame, Sommer-Teufelsauge, Venuskamm und Knollenkümmel. An offenen Weg- und Ackerrainen überleben robustere Arten wie Sichelmöhre, Tännelkraut und Klatschmohn. In nassen Mulden stehen Komplexe von Pfeifengraswiesen mit Sumpfwurz, Kümmelblättriger Silge und gelbem Bergklee. An beschatteten Winkeln gedeiht Akelei. Auf flachgründigen, trockenen Hängen haben sich Halbtrockenrasen mit reichem Blütenflor und Orchideenarten (z. B. Helm-Knabenkraut, Bienenragwurz, Kleines Knabenkraut, Hummelragwurz, Purpurknabenkraut) ausgebildet.

Mit der Ausweisung einer Reihe von nutzungsfreien Naturwaldzellen (z. B. in einem größeren Areal im Steinbachtal zwischen Von der Heydt und Neuhaus) versucht die Landesforstverwaltung zu erforschen, wie und in welchem Zeitraum sich eine potentielle natürliche Vegetation, also eine Pflanzendecke ohne menschlichen Einfluss, auf den weitgehend störungsfrei gehaltenen Naturwaldflächen wieder einstellen wird.[7]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima der Saarbrücker Region ist weitgehend atlantisch geprägt. Maßgebend sind dafür die ständige Westdrift und die relative Nähe zur Meeresküste, die Oberflächenstruktur sowie die nach Nordosten ansteigenden Höhenstufen. Reliefbedingt bestehen aber auch auf engstem Raum Unterschiede. Das tiefliegende Saartal und seine Ränder sind als wärmste Klimazone ausgewiesen. Die Jahresmittel-Temperatur beträgt mehr als 8°C.

Das mittlere Saartal in seiner Südost-Nordwest-Richtung und besonders die Saarbrücker Talweitung liegen im Windschatten der Buntsandstein- und Muschelkalk-Schichtstufe, die den Talzug der Saar an ihrem linken Ufer begleitet. Rechts der Saar erhebt sich hinter dem Weichbild Saarbrückens der Karbon-Sattel. Die Tallage liegt zwischen 170 und 200 m ü. NN. Die Höhenstufen erreichen in den angrenzenden Hochlagen auf beiden Saarseiten 350-400 m. Aus den langjährigen Messdatenreihen (1951-1970) der meteorologischen Beobachtungsstation St. Arnual (191 m ü. NN) lag für die Talzone der Jahresmittelwert der Lufttemperatur bei 9,6 ° C. Im Winterhalbjahr waren es 4,3° C, im Sommerhalbjahr 14,9° C. Für die Höhenlagen ergaben die Messungen der Flugwetterwarte Ensheim (323 m ü. NN) einen Jahresmittelwert von 8,9 ° C (Winterhalbjahr 3,6 ° C / Sommerhaljahr 14,1° C). Das Jahresmittel der Frosttage mit einer Tagestiefsttemperatur geringer als +/- 0° C war für die Tallage mit 74 Tagen, für die Hochlagen mit 84 Tagen registriert. Der Mittelwert der Sommertage mit einer Tageshöchsttemperatur höher als 25° C lag in der Talzone bei 34 Tagen und auf der Höhe bei 22 Tagen. Von Juni bis August ist es mit durchschnittlich 16,9 °C am wärmsten und von Dezember bis Februar ist es mit durchschnittlich 0,8 °C am kältesten.

In der Höhenströmung überwiegen die Südwestwinde, dicht gefolgt von Windströmungen aus Nordost. Durch den Talverlauf der Saar von Südost nach Nordwest sowie die Leelage des Tales entlang der Schichtstufen wird eine wesentlich veränderte Tal-Windströmung erzeugt. Hier herrschen die Winde aus Südost bis Süd vor.

Die durch die Westdrift herangeführten atlantischen Regenwolken geben erst in der Staulage des Saarkohlenwaldes ihre Niederschläge ab, so dass das mittlere Saartal auffallend trocken ist. Der langjährige Niederschlagsmittelwert (1951-1970) der Station St. Arnual lag mit 790 mm deutlich unter dem Wert der Messstation Ensheim mit 840 mm, aber erheblich unter dem Wert von Göttelborn mit 1140 mm und Kleinblittersdorf mit 1047 mm Niederschlag. Der meiste Niederschlag fällt mit 80 mm im August.

Neben den zusammengefassten makroklimatischen Gegebenheiten sind insbesondere die mesoklimatischen und geländeklimatischen Bedingungen wichtig. Bei trockener Hochdrucklage in Herbst und Winter sind ganz- oder mehrtägig andauernde luftaustauscharme Wetterlagen mit Windstille (Inversion) typisch, wobei eine stabile atmosphärische Schichtung besteht. Mit zunehmender Höhe liegen über der bodennahen Kaltluft unbewegliche wärmere Luftschichten. Die Folgen sind Fröste, Nebelbildung und die Anreicherung schädlicher Abgase und Schwebstoffe in der unteren Luftzone, wovon Siedlungen in den Talzügen und Beckenlagen besonders betroffen sind. Häufiger sind die kurzzeitigen Bodeninversionen, wenn bei klaren, schachwindigen Nächten angestaute Kaltluft zu Spätfrösten sowie starker Tau- und Nebelbildung führt. Bei kräftiger horizontaler Luftströmung (advektive Wetterlage) aus Nord bis Ost ist ein ausreichender Luftaustausch im Stadtzentrum Saarbrückens gewährleistet. Durch das Aufsteigen erwärmter Stadtluft bei relativer Windruhe, also bei vertikaler Luftbewegung (konvektive Wetterlage) entsteht eine Sogströmung in der bodennahen Luftschicht, die kühlere Frischluft aus den weniger aufgeheizten Stadtrandgebieten Saarbrückens heranführt.[8][9][10][11][12]

Saarbrücken
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
70
 
3
-1
 
 
59
 
5
-1
 
 
65
 
9
2
 
 
57
 
13
4
 
 
74
 
18
8
 
 
78
 
20
11
 
 
78
 
23
13
 
 
60
 
23
13
 
 
66
 
19
10
 
 
82
 
13
6
 
 
84
 
7
2
 
 
93
 
4
0
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Saarbrücken
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,3 5,0 9,2 12,9 17,7 20,4 22,9 23,0 18,7 13,3 7,1 4,4 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −1,4 −1,1 1,7 3,9 8,1 10,9 13,0 12,9 9,8 6,1 1,8 −0,2 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 69,9 59,0 64,5 56,8 74,1 77,6 78,0 59,7 66,1 81,8 84,4 93,3 Σ 865,2
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,6 3,8 5,2 6,7 6,9 7,7 7,0 5,4 3,6 1,8 1,4 Ø 4,5
Regentage (d) 12,2 9,8 11,3 10,0 11,0 11,3 9,3 8,5 9,4 11,2 11,7 12,7 Σ 128,4
Luftfeuchtigkeit (%) 88 83 77 71 71 72 70 73 78 84 87 88 Ø 78,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,3
−1,4
5,0
−1,1
9,2
1,7
12,9
3,9
17,7
8,1
20,4
10,9
22,9
13,0
23,0
12,9
18,7
9,8
13,3
6,1
7,1
1,8
4,4
−0,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
69,9
59,0
64,5
56,8
74,1
77,6
78,0
59,7
66,1
81,8
84,4
93,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Panorama von Saarbrücken; im Vordergrund die die Innenstadt durchquerende Stadtautobahn mit Umgehungsstraße für den Hochwasserfall
Stadtteile Saarbrückens

Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der „Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke“ in die vier Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert, wobei der Stadtbezirk Dudweiler eine eigene Bezirksverwaltung hat. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksrat und einen Bezirksbürgermeister. Die Bezirksräte sind zu wichtigen, den Bezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt Saarbrücken. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Distrikte untergliedert. Die Unterteilung in Distrikte dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.

Die Stadtbezirke mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Römische Reste am Fuße des Halbergs (sog. Römerkastell)

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Im Kernbereich von St. Johann wird eine vorgeschichtliche Siedlung vermutet, die jedoch von heutiger Bebauung überdeckt ist, sodass es nur zu Zufallsfunden kommt. Jagdbeutereste (Auerochsen-Hornzapfen) aus der Altsteinzeit wurden in Burbach gefunden. Aus der Jungsteinzeit wurden in St. Johann Steinklingen und Keramik gefunden. Ein Hügelgrab in Brebach-Fechingen und ein Gehöft in Güdingen mit bedeutenden Fundresten (z. B. bronzene Radnadel) stammen aus der Mittleren Bronzezeit. In St. Johann wurden an einem Bestattungsplatz Hals- und Armringe aus der Eisenzeit entdeckt.[14][15][16][17]

Antike[Bearbeiten]

Im Bereich von Alt-Saarbrücken existierte bereits in vorrömischer Zeit eine Siedlung der Mediomatriker. Auf dem Sonnenberg befand sich eine keltische Höhenburg mit Fürstensitz.[18][19] Flussaufwärts vom heutigen Stadtkern, im Stadtteil St. Arnual und im Bereich des Großmarktes am Fuß des Halbergs, sind römische Siedlungsreste nachgewiesen. Der auf einem Meilenstein nachgewiesene Ortsname der Siedlung am Halberg war "Vicus Saravus" ("Saarort").[20] Mit diesem Vicus bildete sich zum ersten Mal im heutigen Saarbrücker Stadtgebiet ein Siedlungszentrum heraus. Hier kreuzten sich zwei Fernstraßen (Metz-Mainz, Straßburg-Trier).

Eine römerzeitliche Siedlung auf der hochwasserfreien Terrasse im heutigen St. Johann wird vermutet, ein Knüppeldamm im Bereich der heutigen Dudweilerstraße und Gerberstraße ist nachgewiesen.[21] Die erste Bebauung des Vicus Saravus entstand in der frühen Kaiserzeit parallel zum Flusslauf der Saar. Ein Friedhof der Siedlung befand sich innerhalb, einer außerhalb der Ortsbebauung am Fuße des Halberges. Die Quellen des Schwarzenberges wurden seit der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. mithilfe einer über- und unterirdischen Wasserleitung in die Siedlung geleitet.[22][23] Am Eschberg sind ein Merkurtempel[24][25] und am Halberg ein Mithras-Heiligtum nachgewiesen.[26]

Hypokaustheizungen und Funde von medizinischen Gerätschaften deuten auf einen gewissen Komfort und ärztliche Versorgung hin.[27] Die Straßenverbindung zum anderen Saarufer war ursprünglich durch eine Furt, später durch eine Brücke gewährleistet, die wohl bis ins hohe Mittelalter nutzbar war und deren Reste im Jahr 1863 im Zuge der Saarkanalisation gesprengt wurden. Weitere Brückenübergänge befanden sich oberhalb des heutigen Güdingen und waren bis ins 17. Jahrhundert benutztbar.[28] Die Vorgängerbauten am Ort der heutigen gotischen Stiftskirche Sankt Arnual sind ebenfalls römischen Ursprungs. Weitere Funde werden im Bereich des St. Arnualer Marktes und im ehemaligen Stiftsbezirk vermutet.[29]

Der prosperierende Vicus Saravus wurde im Jahr 275/276 n. Chr. bei einem Einfall der Alamannen vollständig niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau fiel die Siedlung vermutlich im Jahr 350 n. Chr. einem Germaneneinfall zum Opfer, was den raschen Niedergang des Ortes zur Folge hatte.

In spätrömischer Zeit hatte man zum Schutz vor Einfällen den Bau eines Kastell auf unregelmäßigem sechseckigen Grundriss begonnen. Es bildete einen Brückenkopf und bezog Straße und Saarbrücke mit ein. Die Ecken des Kastells, das Raum für eine kleine römische Garnison bot, waren durch Rundtürme gesichert. Der Vicus Saravus fiel mit den letzten Germanenstürmen zu Beginn des fünften Jahrhunderts oder mit dem Durchzug der Hunnen auf ihrem Zug nach Metz wüst.[30] Links der Saar, rund um die Stiftskirche Sankt Arnual, befand sich nachweislich eine römische Siedlung mit einer größeren Villa. Weitere römische Besiedlungen wurden im gesamten heutigen Stadtgebiet gefunden.[31]

Mittelalter[Bearbeiten]

Stiftskirche St. Arnual

Ab ca. 520 siedelte sich fränkische Bevölkerung neben ansässig gebliebenen Gallo-Romanen an. In den Ruinen der römischen Villa im heutigen Stadtteil St. Arnual wurde in merowingischer Zeit Anfang des 7. Jahrhunderts eine erste Kirche als Grablege des Metzer Bischofs Arnual errichtet. Diese Kirche war das Zentrum einer Klerikergemeinschaft im damaligen Dorf Merkingen, das später nach dem heiligen Arnual umbenannt wurde. Es soll sich bei der Kirche um eine Schenkung des merowingischen Königs Theudebert II. handeln. Ab ca. 830 entwickelte sich die Merkinger Klerikergemeinschaft zu einem Kollegiatstift.

Die ältesten urkundlich erwähnten Orte, die heute zur Landeshauptstadt Saarbrücken gehören, sind Fechingen (777), Eschringen (893), Dudweiler (977) und Malstatt (960).

Im Vertrag von Verdun im Jahr 843 kam bei der Teilung des Karolingerreiches die Saargegend zum Mittelreich Kaiser Lothars (Lotharii Regnum). Vermutlich entstand um diese Zeit auf dem Saarfelsen, wo heute das Saarbrücker Schloss steht, eine Burg, die sich im königlichen Besitz befand.

Diese Burg wurde in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. vom 14. April 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Metzer Bischof Adalbero II. geschenkt wurde. König Heinrich IV. bestätigte in einer Urkunde vom 3. April 1065 die Vergabe der Burg Saarbrücken an den Bischof von Metz, Adalbero III. von Luxemburg.

Im Zeitraum der Jahre 1085/1088 wurden die Saargaugrafen mit der Saarbrücker Burg belehnt. Seit 1118 bzw. 1123 benannten sich die Saargaugrafen nach der Burg „Grafen von Saarbrücken“.

Am 1. Dezember 1145 hatte Papst Eugen III. in Vetralla mit der ersten „Kreuzfahrtbulle“ Quantum praedecessores zu einem zweiten Kreuzzug aufgerufen. Nach einer diesbezüglichen Predigt von Bernhard von Clairvaux hatte der französische König Ludwig VII.am 31. März 1146 in Vézelay feierlich seine Teilnahme am Kreuzzug erklärte. Ludwig sollte das Oberkommando über den Kreuzzug erhalten, dem sich nun immer mehr Freiwillige, nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus Flandern, England und Norditalien anschlossen. Das französische Kontingent des Zweiten Kreuzzuges traf im Jahr 1147 unter Führung König Ludwig VII. in St. Arnual ein. Hier war durch eine römerzeitliche Brücke der Saarübergang für ein größeres Heer auf dem Weg von Metz nach Worms möglich. Das Stift St. Arnual und der Trierer Bischof Albero von Montreuil organisierten am ersten Sonntag nach Trinitatis für den französischen König und den späteren Grafen der Champagne, Heinrich den Freigiebigen, ein Festbankett und versahen sie mit Reiseproviant.[32][33][34][35][36]

Auf Befehl Kaiser Friedrich I. („Barbarossa“) wurde die Saarbrücker Burg teilweise zerstört. Nach dem Jahr 1171 wurde die Burganlage neu aufgebaut und eine kleine Siedlung westlich der Burg entstand, in der sich in der Umgebung der Burg Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden ansiedelten; die Siedlung (Alt-)Saarbrücken entwickelte sich. Im Jahr 1227 wurde durch Simon III. die Deutschordenskommende St. Elisabeth gegründet, die karitative Aufgaben und beschränkte Gerichtsbarkeit erhielt und in den nachfolgenden Generationen zu beträchtlichem Ansehen und Einfluss gelangte. Die im 13. Jahrhundert als Krankenstation gebaute Kapelle gilt als das älteste noch bestehende mittelalterliche Gebäude Saarbrückens.

Ab ca. 1250-1270 wurde die alte Stiftskirche St. Arnual durch einen gotischen Neubau ersetzt, der heute noch besteht. Um diese Zeit wurde der Saarübergang von St. Arnual ins heutige Stadtzentrum verlegt. Eine Fährverbindung zwischen Saarbrücken und der Nachbarsiedlung St. Johann gewährleistete den Transport von Ufer zu Ufer. Die Öffnung des Gotthardpasses nach 1220 führte zu einem Anwachsen des Süd-Nord-Handelsverkehrs, der eine wichtige Route über Saarbrücken nahm. Eine Siedlung namens Habschied beim heutigen Südfriedhof wurde im Jahr 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Sie fiel allerdings im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts wüst. Kurz nach der Nennung von Habschied kam es im Jahr 1259 zur Nennung der Siedlung Breitenbach beim heutigen Deutschmühlenweiher. Auch sie fiel nach 1452 wüst.[37]

Nach 1261 wurde an der Stelle der heutigen Schlosskirche mit dem Bau der St. Nikolauskapelle begonnen. Das Bestehen des Dorfes St. Johann mit seiner Johanneskapelle wurde erstmals im Jahr 1265 urkundlich erwähnt. Der heutige Saarbrücker Stadtteil Burbach wurde erstmals um das Jahr 1290 urkundlich erwähnt.

Der gotische Neubau der Stiftskirche St. Arnual wurde um das Jahr 1390 fertiggestellt.

Graf Johann I. von Saarbrücken-Commercy verlieh im Jahr 1322 Saarbrücken (dem heutigen Stadtteil Alt-Saarbrücken) und St. Johann in einem Freiheitsbrief das Stadtrecht. Die Siedlung Eschberg wurde im Jahr 1393 erstmals erwähnt.

Im Jahr 1353 fiel Saarbrücken an das Haus Nassau (Walramische Linie), in dessen Besitz Stadt und Grafschaft bis zur Französischen Revolution und zum Wiener Kongress blieben. König Wenzel der Faule verlieh im Jahr 1398 das Münzrecht an den Saarbrücker Grafen Philipp I. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg. Die Saarbrücker Handwerker organisierten sich vor 1412 in Zünften. Die Saarbrücker Gräfin Elisabeth von Lothringen wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur Wegbereiterin des Prosaromans in frühneuhochdeutscher Sprache. Sie übersetzte und bearbeitete um 1437 vier französische höfische Romane (Chanson de geste): „Herpin“, „Sibille“, „Loher und Maller“ und „Huge Scheppel“.

Im Jahr 1459 wurde eine neue Befestigung der Burg durch den Grafen Johann III. begonnen und die Burgkapelle in den folgenden Jahren verlegt. Ab dem Jahr 1462 führte das Saarbrücker Stadtgericht ein eigenes Siegel. Dieses Siegel ist bis heute ein Bestandteil des Saarbrücker Stadtwappens.

Ab ca. 1470-1480 wurde die alte Nikolauskapelle in Saarbrücken durch die heutige spätgotische Schlosskirche ersetzt. Vermutlich auf Veranlassung Kaiser Karls V. wurde der Bau der heutigen Alten Brücke über die Saar durch Graf Philipp II. in den Jahren 1546-1548 begonnen. Ab dieser Zeit begann in der Grafschaft Saarbrücken die Ausbreitung reformatorischen Gedankengutes ausgehend vom St. Arnualer Kollegiatstift, das im Jahr 1569 aufgelöst wurde.[38]

Reformation und frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Renaissanceschloss Saarbrücken

Im Jahr 1574 fiel die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Graf Philipp III., der die Reformation nach lutherischem Bekenntnis einführte. Im Jahr 1577 wurde im Burgbereich mit dem Bau des gräflichen Sommerhauses an der Schlossmauer über der Saar begonnen. Die mittelalterliche Burg wurde in den Jahren 1602-1617 durch den Baumeister Kempter von Vic zu einem Renaissanceschloss umgestaltet. Das heutige Ludwigsgymnasium wurde im Jahr 1604 gegründet. Das Stift Sankt Arnual hatte bereits im Jahr 1223 eine Stiftsschule unterhalten. Nach der Auflösung des Stiftes im Jahr 1569 und der Einführung der Reformation im Jahr 1575 bildete Philipp III. von Nassau-Saarbrücken daraus im 16. Jahrhundert eine Lateinschule. Im Jahr 1604 gründete Graf Ludwig II. von Nassau-Saarbrücken schließlich als Bildungszentrum für Nassau-Saarbrücken ein Gymnasium, welches durch die Einkünfte des Stifts St. Arnual finanziert wurde. Erster Rektor war Wilhelm Ursinus. Entsprechend der kirchlichen Tradition des Gymnasiums und seiner hauptsächlichen Bestimmung während der Barockzeit, nämlich den Pfarrer- und Beamtennachwuchs des Landes auf das Theologie- oder Jurastudium vorzubereiten, waren die Lehrer und Rektoren des Gymnasiums zugleich evangelische Pfarrer.

Der Dreißigjährige Krieg verheerte Saarbrücken fürchterlich. Im Jahr 1627 kam es zur ersten schweren Kriegsheimsuchung in der Grafschaft. Die gräfliche Familie flüchtete im Jahr 1635 nach Metz. Durch den Ausbruch der Pest noch zusätzlich dezimiert, lebten im Jahr 1637 nur noch 70 Menschen in der zerstörten Stadt.

Der französische König Ludwig XIV. ließ im Jahr 1677 im Französisch-Niederländischen Krieg Saarbrücken niederbrennen; bis auf acht Häuser wurde die gesamte Stadt zerstört. In der Folge dieses Krieges wurde Saarbrücken im Jahr 1680 dem Königreich Frankreich angegliedert, im Frieden von Rijswijk im Jahr 1697 jedoch wieder an das Heilige Römische Reich zurückgegeben.

Nach dem Regierungsantritt Wilhelm Heinrichs im Jahr 1741 erlebte die Stadt einen bis dahin nicht gekannten wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlegruben wurden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstanden. Ferner entstanden das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich Joachim Stengel und zahlreiche andere Bauten, die Saarbrücken in eine geschlossene Barockstadt mit zahlreichen Sichtachsen und barocken Straßenzügen verwandelten. Im Jahr 1775 wurde die Ludwigskirche vollendet, einer der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken. Die Errichtung des Saarkranen im Jahr 1762 dokumentierte den Aufschwung der Saarbrücker Kaufmannschaft. Unter der Herrschaft von Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken wurde die fürstliche Residenz weiter ausgebaut und auf Malstatter Bann das Schloss Ludwigsberg angelegt.

Französische Revolution, die Herrschaft Napoleons, Übergang an das Königreich Preußen[Bearbeiten]

Im Jahr 1792 wurde die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, die das Barockschloss plünderten und besetzten. In den darauf folgenden Kämpfen mit den preußischen Bundestruppen, in deren Reihen auch der Erbprinz Heinrich als Offizier diente, geriet das Schloss im Jahr 1793 in Brand und wurde teilweise zerstört. Vorher war die fürstliche Familie bereits in das rechtsrheinische Gebiet geflüchtet.[39]

Lage Saarbrückens im Saardépartement

Durch den Frieden von Campo Formio im Jahr 1797 und den Friedensvertrag von Lunéville im Jahr 1801 kam Saarbrücken unter der Herrschaft Napoleon Bonapartes zu Frankreich. Bereits im Jahr 1798 wurden Saarbrücken und die Nachbarstadt St. Johann in das französische Département de la Sarre eingegliedert und die Stadtverwaltung (Mairie) nach französischem Vorbild umgestaltet. Zahlreiche Saarbrücker Männer mussten in den Napoleonischen Kriegen auf allen Schlachtfeldern Europas Kriegsdienst leisten.

Nachdem Napoleon Bonaparte zur Abdankung gezwungen worden war, wurde mit dem Bourbonen Ludwig XVIII. der erste Pariser Frieden am 31. Mai 1814 geschlossen, laut dessen Bestimmungen Frankreich auf die Staatsgrenzen von 1792 beschränkt wurde. Ausnahmen waren darin allerdings die deutschen Städte Saarbrücken, Saarlouis und Landau, die bei Frankreich verbleiben sollten.

Heinrich Böcking, Initiator des Übergangs Saarbrückens an das Königreich Preußen

Nach der Rückkehr Napoleons und dessen endgültiger Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815 sowie seiner Verbannung auf die Insel St. Helena wurde im Zweiten Pariser Frieden Saarbrücken wieder von Frankreich abgetrennt und an das Königreich Preußen (Rheinprovinz) übergeben. Dabei hatten mehrere Bittschriften von Kaufleuten aus Saarbrücken und St. Johann und eine Unterschriftenaktion unter Federführung des Saarbrücker Bürgermeisters Heinrich Böcking, die den Anschluss der Saarorte an das Königreich Preußen zum Ziel hatten, einen nicht unerheblichen Anteil.

Als im Zuge der Befreiungskriege 1814/15 die Frage der künftigen staatlichen Zugehörigkeit der Saarorte diskutiert wurde, war Böcking neben Philipp Fauth der herausragendste Verfechter einer Angliederung an Preußen. So gehörte Böcking verschiedenen Delegationen an, insbesondere der im Sommer 1815 zur Pariser Friedenskonferenz entsandten Deputation. Mit dem Unterhändler Preußens in den Pariser Friedensverhandlungen im Jahre 1815, Karl August Freiherr von Hardenberg, stand man in engstem Kontakt.[40]

Am 30. November 1815 erfolgte durch einen offiziellen Festakt der preußischen Regierung in der Saarbrücker Ludwigskirche die feierliche Besitzergreifung Saarbrückens und der übrigen Saarorte durch den königlich-preußischen Kommissarius Mathias Simon im Auftrag König Friedrich Wilhelms III.[41]

Im Raum Saarbrücken entstand die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wurde Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die im Jahr 1822 in der Rheinprovinz aufging. Ein Bergamt wurde eingerichtet, das die staatlichen Kohlengruben in der Umgebung verwaltete. Im Jahr 1835 wurde das Landgericht Saarbrücken gegründet.

Verschiedene Bürgervereine nahmen an Petitionen und Demonstrationen im Rahmen der Revolution von 1848 teil. Demokratisch gesinnte Beamte wurden vom preußischen Obrigkeitsstaat gemaßregelt.

Industrieller Aufschwung[Bearbeiten]

Mit dem Bau des Bahnhofes in St. Johann in den Jahren 1850-1852 und dem damit erreichten Anschluss an das deutsche und französische Eisenbahnnetz wurde ein weitgreifendes Wirtschaftswachstum eingeleitet. Im Jahr 1856 wurde das Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen, das sich innerhalb weniger Jahre zum größten Unternehmen im gesamten Umland entwickelte. St. Johann wurde im Jahr 1859 das Recht erteilt, eine eigene Stadtverwaltung zu bilden, womit die jahrhundertealte gemeinsame Verwaltung von Saarbrücken und St. Johann endete. Nach 1860 wurde im Grenzgebiet zwischen Malstatt und St. Johann, im Gebiet der heutigen Kongresshalle und des Bürgerparkes, ein Saarhafen angelegt. Durch die Fertigstellung des Saar-Kohlen-Kanal im Jahr 1866 erhielt Saarbrücken den Anschluss an das französische Wasserstraßennetz.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges fand im August 1870 unmittelbar an der Stadtgrenze die für beide Seiten mit großen Verlusten verbundene Schlacht bei Spichern statt. Nach der Kriegserklärung des französischen Kaisers Napoléon III. gegen Preußen am 19. Juli 1870 hatten sich die preußischen Truppen zunächst aus Saarbrücken zurückgezogen, so dass die französische Armee am 2. August Saarbrücken einnehmen konnte. Die Franzosen errichteten auf den Spicherer Höhen (auf französischem Gebiet) umfangreiche und geschickte Grenzbefestigungen. Dennoch gingen am 6. August 1870 die deutschen Truppen zum Angriff über und konnten nach schweren Verlusten (auf deutscher Seite fielen fast dreimal so viele Soldaten wie auf französischer) die Höhen erobern. Die Schlacht wurde von den Deutschen mit großem propagandistischem Aufwand gefeiert, obwohl sie für den Ausgang des Krieges nicht von entscheidender Bedeutung war. Im Rathaus von Saarbrücken, dem heutigen Alten Rathaus, wurde mit dem Saarbrücker Rathauszyklus Anton von Werners in Erinnerung an die Kriegsereignisse eine patriotische Gedenkstätte eingerichtet. Des Weiteren wurde das Winterbergdenkmal errichtet.

Saarbrücken im Deutschen Kaiserreich[Bearbeiten]

Die Gemeinden Malstatt und Burbach vereinigten sich im Jahr 1875 und wurden zur Stadt erhoben. In der von Industrieunternehmen geprägten Stadt begann ein stürmisches Bevölkerungswachstum. Im Jahr 1897 wurde St. Arnual nach Saarbrücken eingemeindet. Zwischen den Jahren 1897 und 1900 wurde nach Plänen von Georg von Hauberrisser das neogotische Rathaus St. Johann erbaut, das nach dem Jahr 1909 das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wurde.

Durch Vertrag vom 5. Dezember 1908 wurden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Stadt mit dem Namen Saarbrücken vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird seitdem mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hatte bei ihrer Gründung etwa 105.000 Einwohner und war damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig schied die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Dass der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, zu einem Pistolenduell der Bürgermeister geführt haben soll, ist nach Erkenntnissen des Stadtarchivs ein Gerücht. Es gab zwar ein solches Duell, allerdings schon im Jahr 1894 und es ging damals nicht um den Namen der neuen Stadt, sondern um den Standort des Bezirkskommandos, also einer Militärbehörde. Wie es ausging, ist nicht klar. Fakt ist: das Bezirkskommando war in St. Johann am Landwehrplatz und die Bürgermeister wurden wegen des Duells mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg hatte Saarbrücken eine wichtige strategische Funktion bei der Versorgung der Frontarmeen. Die Zivilbevölkerung blieb mit Ausnahme einiger Luftangriffe von den Kampfhandlungen verschont. Dennoch war das Leben der Menschen von Leid und Entbehrungen geprägt. Im November 1918 kam es zum Einmarsch der siegreichen französischen Truppen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Jahr 1920 infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles das Saargebiet und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Saarbrücken wurde Hauptstadt des Saargebietes und entwickelt sich zum wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrum der Region. Der erste Saarbrücker Flughafen wurde im Jahr 1928 in St. Arnual eröffnet.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

In der durch den Versailler Vertrag festgelegten Volksabstimmung am 13. Januar 1935 entschied sich Mehrheit der Bevölkerung (90,8 %) des Saargebietes für eine Wiederangliederung an das Deutsche Reich. Zahlreiche Bürger waren gezwungen, in die Emigration zu gehen, da unmittelbar nach der Abstimmung politische und rassistisch motivierte Verfolgungen durch das NS-System einsetzen.[42]

Das neue „Gautheater (Westmark)“ wurde in den Jahren 1937 und 1938 nach Entwürfen von Paul Otto August Baumgarten im neoklassizistischen Stil erbaut. Offiziell wurde es dem Saarland für das Abstimmungsergebnis im Jahr 1935, mit dem die Saarländer sich für eine Angliederung an das Deutsche Reich entschieden hatten, von der damaligen nationalsozialistischen Regierung „geschenkt“, wobei dann doch ein Großteil von der Stadt Saarbrücken finanziert werden musste. Das Gebäude sollte nach dem Willen der Machthaber an der Grenze des Deutschen Reiches als „Bollwerk“ gegen Frankreich dienen.

Im gleichen Jahr wurde die Synagoge in St. Johann im Zuge der sogenannten Reichskristallnacht niedergebrannt und es kam zu antisemitischen Exzessen der örtlichen SS-Einheiten.

Im Jahr 1939 wurde Saarbrücken, das in die Befestigungsanlagen des Westwalles eingebunden war und in der Roten Zone lag, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geräumt. Die Bevölkerung wurde in einer Evakuierungsaktion in anderen Teilen des Deutschen Reiches in Sicherheit gebracht. Erst nach dem siegreich beendeten Frankreichfeldzug durfte die Stadt im Jahr 1940 wiederbesiedelt werden. Saarbrücken wurde NSDAP-Gauhauptstadt und Sitz der staatlichen Verwaltung für die Pfalz, das Saarland und das annektierte Moseldépartement. Der Saarbrücker Oberbürgermeister leitete in Personalunion die französische Nachbarstadt Forbach. Am 21. und 22. Oktober 1940 wurden die letzten Saarbrücker Juden im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion (nach Gauleiter Josef Bürckel) in das Internierungslager Gurs abtransportiert. Von hier aus mussten die meisten im Jahr 1944 den Weg in die Vernichtungslager antreten.

Alliierte Luftangriffe auf die Stadt begannen im Sommer 1942.

Im Jahr 1943 wurde das Gestapo-Lager Neue Bremm errichtet. Das Lager bestand bis zum Einmarsch der alliierten Truppen im Winter 1944/45. Die Häftlinge (unter anderem aus Frankreich, der Sowjetunion, Polen und Großbritannien) wurden meistens von dort in Konzentrationslager weitertransportiert. Die Zahl der Ermordeten wird auf einige Hundert geschätzt, die der Insassen insgesamt auf etwa 20.000.

Saarbrücken wurde durch Bombenangriffe der britischen und amerikanischen Luftstreitkräfte stark zerstört. Der schwerste Angriff fand in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1944 statt, als 325 britische Bomber über 350.000 Brandbomben über der Stadt abwarfen.[43] Dabei fanden 361 Menschen den Tod, 45.000 wurden obdachlos. Alt-Saarbrücken war nahezu vollständig zerstört. Eine erneute Evakuierung der Stadt wurde angeordnet.

Am 13. Januar, zehn Jahre nach der Saarabstimmung, flog die britische Luftwaffe mit 274 Maschinen einen letzten Angriff auf die Stadt,[44] bevor im März 1945 amerikanische Truppen in das nahezu menschenleere Saarbrücken einmarschierten.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Markttag auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 21. März 1945 eroberten US-Truppen von zwei Seiten die sogenannte „Festung Saarbrücken“. In Saarbrücken wurden nur noch etwa 7.000 Einwohner gezählt (von ca. 130.000 vor dem Krieg). Am 29. Juli 1945 wurde die Stadt, wie das gesamte Saargebiet, unter französische Militärregierung gestellt.[45]

Zwei Jahre später, im Jahr 1947, wurde das Saarland ein autonomer Staat mit Saarbrücken als Hauptstadt. Die Universität des Saarlandes wurde im Jahr 1948 mit französischer Unterstützung gegründet. Sie ging aus dem zunächst der Nancy-Université angegliederten Institut d’Études Supérieures de Hombourg hervor. Am 8. März 1947 war in Homburg das erste Institut der saarländischen Hochschule als Zweigstelle der Universität Nancy eingeweiht worden. Bereits im Jahr 1950 war Saarbrücken mit der Saarmesse Messestadt geworden. Zu Beginn der 1950er Jahre bewarb sich die Stadt um den Sitz der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

Im Jahr 1955 kam es zur Abstimmung hinsichtlich des Saarstatutes, das von der Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann (CVP) stark propagiert worden war. In der am 23. Oktober 1955 durchgeführten saarländischen Volksabstimmung stimmten im damaligen Stadtgebiet Saarbrückens 30.858 Menschen für dieses Statut und 48.063 Menschen dagegen. (Der Landesdurchschnitt der Nein-Sager betrug 67,7 %; stimmberechtigt waren 663.970 Menschen, was ca. 66% der Gesamtbevölkerung entsprach.)[46]

Daraufhin trat die Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann zurück und Saarbrücken und das Saarland wurden im Jahr 1957 politisch und im Jahr 1959 („Tag X“) wirtschaftlich der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. Saarbrücken wurde damit Hauptstadt des zehnten Bundeslandes (West-Berlin zählte offiziell nicht als Bundesland) der Bundesrepublik Deutschland.

Nach 1960 wurde Saarbrücken mit dem Bau der Stadtautobahn, dem zahlreiche Gebäude der Stadt zum Opfer fielen, an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974 wurde Saarbrücken mit elf umliegenden Städten und Gemeinden vergrößert; die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu auf über 200.000 Menschen, das Stadtgebiet verdreifachte sich etwa. Gleichzeitig wurde die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entstand erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist. Es wurden Partnerschaften mit Nantes, Tblissi und Cottbus geschlossen. Im Jahr 1999 feierte die Stadt Saarbrücken das 1000-jährige Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung.[47]

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zum 1. April 2004 trat der auch in zweiter Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert worden war. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.

Seit Oktober 2004 steht Charlotte Britz (SPD) als Oberbürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung. In dieser Zeit wurden einige Vorhaben in der Stadt begonnen: die Stadt entwickelte in unmittelbarer Innenstadtlage auf ehemaligem Bahngelände ein neues Stadtquartier Eurobahnhof, in dem gewerbliche und kulturelle Einrichtungen bestimmend sein sollten und startete 2009 das in der Bevölkerung nicht unumstrittene Projekt Stadtmitte am Fluss. Ziel ist, die mitten durch die Stadt führende Stadtautobahn (A 620) in einen Tunnel zu verlegen.

Am 1. Januar 2008 wurde der Stadtverband in den Regionalverband Saarbrücken umgewandelt. Zum kommissarischen Regionalverbandsdirektor wurde Ulf Huppert ernannt. Im Juni 2009 wurde Peter Gillo (SPD) bei einer Urwahl im zweiten Wahlgang zum Regionalverbandsdirektor gewählt; er trat sein Amt im August 2009 an.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Saarbrücken eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1896 St. Arnual  ?
1. April 1909 Vereinigung der Städte Saarbrücken,
St. Johann und Malstatt-Burbach
 ?
1. Januar 1960 Gemarkung Eschberg der Gemeinde Scheidt  ?
1. Januar 1974[48] Dudweiler sowie Altenkessel, Bischmisheim,
Brebach-Fechingen (gebildet am 1. Januar 1959), Bübingen,
Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen,
Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt
 ?

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

15 F-Sondermarke der Deutschen Bundespost Saarland (1959) zu 50 Jahre Großstadt Saarbrücken

1905 hatte Saarbrücken mehr als 25.000 Einwohner. Nach der Vereinigung der Städte Malstatt-Burbach, Saarbrücken und Sankt Johann überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 1909 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1974 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Gemeinden auf den historischen Höchststand von 209.104. Am 31. Dezember 2006 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Saarbrücken nach Fortschreibung des Statistischen Amtes Saarland und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern 177.870 (nur Hauptwohnsitze). Somit ist Saarbrücken eine seit 1992 kontinuierlich schrumpfende Stadt. Seit 2011 steigt die Einwohnerzahl Saarbrückens wieder geringfügig.

Religion[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Bistumszugehörigkeit[Bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte im Mittelalter teils zum Bistum Metz in Lothringen, teils zum Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits.

Einführung der Reformation[Bearbeiten]

Im Jahre 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es neben den lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei.

Vereinigung der evangelischen Konfessionen[Bearbeiten]

Nach dem Übergang an Preußen im Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die lutherischen Gemeinden und die reformierte Gemeinde in Saarbrücken hatten schon 1802 ein Vereinigungsgesuch an die französische Verwaltung gestellt, das aber von dieser aus politischen Gründen abgelehnt worden war.[49] Einen zweiten Versuch unternahmen die Gemeinden 1817, und zwar Monate vor dem offiziellen Unionsdekret aus Berlin; diese Union war diesmal erfolgreich und führte zur Entstehung der Saarbrücker Union. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither  – sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind  – zur Evangelischen Kirche im Rheinland (mit Ausnahme des Stadtteils Ensheim, der zur Evangelischen Kirche der Pfalz gehört). Innerhalb dieser gehören sie zu den Kirchenkreisen Saar-West und Saar-Ost.

Als Reaktion auf die Union zwischen lutherischer Kirche und reformierter Tradition entstanden im gesamten Königreich Preußen evangelisch-lutherische Kirchengemeinden, die dieser Union aus theologischen Gründen nicht beitreten konnten. Nach Verfolgungsmaßnahmen seitens des preußischen Staates unter Billigung des evangelisch-unierten Konsistoriums konnten die Altlutheraner sich ab 1840 unter strengen Auflagen als Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche organisieren. Daher existiert seit 1857 die Evangelisch-Lutherische Immanuelsgemeinde in Saarbrücken. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Süddeutschland der altkonfessionellen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Andere christliche Konfessionen[Bearbeiten]

Neben lutherischen und reformierten Gemeinden bestehen in Saarbrücken auch freikirchliche Gemeinden, z. B. der Adventisten, der Apostolischen Gemeinde, der Baptisten, der Freien evangelischen Gemeinden, der Methodisten und der Mennonitischen Brüdergemeinden[50].

Wiedererstarken des Katholizismus[Bearbeiten]

Nach den Reunionskriegen Ludwigs XIV. wurde auch wieder eine katholische Gemeinde in Saarbrücken zugelassen: Der erste katholische Gottesdienst im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens seit der Reformation wurde 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Dann wurde mit französischen Zuschüssen die Basilika St. Johann als katholische Stadtkirche erbaut. Die erste katholische Pfarrei wurde aber rechtskräftig erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. 1885 entstand eine weitere katholische Kirche und 1910 in Malstatt die Josefskirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zum Dekanat Saarbrücken des Bistums Trier (bis auf die Ortsteile Eschringen und Ensheim, die zum Bistum Speyer gehören) und stellen mit einem Anteil von 38,2 % (2004) der Gesamtbevölkerung die größte Konfession dar. 2006 fand der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken statt. Außerdem unterhält die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Saarbrücken eine Niederlassung und eine Schule.

Weitere Konfessionen[Bearbeiten]

Darüber hinaus ist eine Alt-Katholische Pfarrgemeinde in Saarbrücken ansässig, die sich die ehemalige reformierte Friedenskirche am Ludwigsplatz mit mehreren orthodoxen Gemeinden teilt.

Judentum[Bearbeiten]

Die Ansiedlung von Juden in Saarbrücken wurde erst durch Fürst Ludwig gestattet. Auf das Betreiben der Saarbrücker Kaufmannschaft, die eine beträchtliche Summe an die fürstliche Finanzverwaltung bezahlte, wurden allerdings alle Juden aus der Stadt ausgewiesen. Erst mit der Französischen Revolution ließen sich Juden vereinzelt wieder in Saarbrücken nieder. Im Jahr 1860 wohnten in Saarbrücken 18 jüdische Familien, 1877 waren es 60, 1890 waren es 90. Insgesamt wohnten im Kreis 550 Menschen jüdischen Glaubens. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten 1250 Menschen jüdischen Glaubens in Saarbrücken.

Der Gemeindegottesdienst wurde anfangs in einem Betsaal abgehalten. Erst in den Jahren 1889/1890 konnte in St. Johann eine Synagoge errichtet werden. Bereits im Jahr 1873 war in Saarbrücken ein jüdischer Friedhof errichtet worden.[51]

Hauptartikel: Synagoge Saarbrücken

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Frontansicht des Rathauses St. Johann

Der Stadtrat von Saarbrücken wurde zuletzt bei den Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014 neu gewählt. Er setzt sich wie folgt zusammen (in Klammern die Veränderung gegenüber Kommunalwahlen 2009):[52]

Mitte Oktober 2014 haben die Fraktionen von SPD, den Grünen und den Linken einen Koalitionsvertrag geschlossen.[53]

Stadtoberhäupter[Bearbeiten]

An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherrn zum Teil zum „Meier“ und zu „Heimburgen“ ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Stadt aus. Beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Ortsvorsteher von Saarbrücken „Meier“, der von St. Johann ab 1458 „Bürgermeister“, deren Ämter ab dem 17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab 1689 gab es anstelle des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab 1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Stadt wurde 1798 die Munizipalverfassung eingeführt. Beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, deren Kanton 1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurden. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Munizipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Bezeichnung Oberbürgermeister, ab 1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde 1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte bereits seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich 1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab 1905 erneut eine Fusion, die dann zum 1. April 1909 erreicht werden konnte.

Stadtoberhäupter vor der Vereinigung[Bearbeiten]

  • Franz-Friedrich von Liebenstein († 1596, Grabmal in der Stiftskirche Sankt Arnual): Hofmeister, Oberamtmann und oberster Befehlshaber der Stadt und Burg Saarbrücken

Französische Munizipalverwaltung (1798–1815)[Bearbeiten]

Preussische Rheinprovinz von 1815 bis zur Großstadtgründung 1909[Bearbeiten]

Stadtoberhäupter der Großstadt Saarbrücken 1909–1957[Bearbeiten]

Oberbürgermeister seit 1957[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 2002–2009: Kajo Breuer (Umweltdezernat)
  • seit 2010: Ralf Latz (Finanzdezernat)

Wappen[Bearbeiten]

Wie in der Heraldik üblich, erfolgt die Beschreibung des Wappens aus Sicht des Wappenträgers (Rechts-Links-Vertauschung aus Sicht des Betrachters):

Wappen von Saarbrücken[Bearbeiten]

Innerhalb eines von Schwarz und Silber gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernem Schildhaupt – darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, links schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange – in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.

Die Stadt Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappen im Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappen als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als „Kaiserwappen“ bezeichnet. Der Wappenschild allein wurde als „Siegelwappen“ bezeichnet. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Stadt Saarbrücken entschied sich für die Beibehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form.

Die Wappensymbole wurden aus den Wappen der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappen von St. Johann, Schlägel, Eisen und Zange entstammen dem Wappen von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.

Wappen des Stadtteils Bübingen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 20. Oktober 1966 genehmigt.

Blasonierung: „Von Rot und Gold siebenmal geteilt, belegt mit einem gezinnten silbernen Turm mit schwarzen Fenstern und schwarzem Tor.“

Die Farben des Ortes sind Rot - Gelb.

Die Unterteilung in acht Felder stellt die früheren, geteilten Besitzverhältnisse am Dorfe dar durch die Herren von Warsberg, Rodborn, Kerpen, Kriechingen, Ettendorf, Nassau-Saarbrücken, Müllenbach und Kurtrier. Der Turm wurde bereits im 11. Jahrhundert erwähnt.

Das Wappen wurde von August Diesinger-Huber gestaltet.

Tbilisser Platz, deutsch und georgisch beschriftet

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Außerdem unterhalten einzelne Ortsteile Partnerschaften:

Darüber hinaus unterhält Saarbrücken auch eine Städtefreundschaft:

  • NicaraguaNicaragua Diriamba (Nicaragua)[54], durch den Diriamba Verein e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

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Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

„Land unter“ in Saarbrücken (1993)

In Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 (nach Waidhaus über Kaiserslautern, Mannheim, Heilbronn und Nürnberg), in Richtung Nordosten die A 623 (Zubringer zur A8 Richtung Pirmasens) von SB-Dudweiler zum Autobahndreieck Friedrichsthal und Richtung Norden die A 1 (nach Heiligenhafen über Trier, Köln, Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck). Über die A620 nach Saarlouis ist Saarbrücken zudem an die A 8 angebunden, die die Städte Saarlouis und Luxemburg miteinander verbindet.

Die A 620 (Saarbrücken-Saarlouis) fungiert zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Güdingen (AS 21) und Saarbrücken-Klarenthal (AS 11) als Stadtautobahn für Saarbrücken; mit 11 Anschlussstellen im Saarbrücker Stadtgebiet kann jeder Saarbrücker Stadtteil problemlos erreicht werden. Auf diesem Teilstück, welches die Stadt entlang der Saar durchschneidet, kommt es neben einer starken Lärmbelastung regelmäßig zur Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht (volkstümlich: „linker Nebenfluss der Saar mit 13 Buchstaben“ = Stadtautobahn). Da die Überflutungen regelmäßig auftreten, sind verschiedene Straßen als Hochwasserumfahrung eingerichtet; sie werden bei Sperrung der A 620 zu mehrspurigen Durchgangsstraßen mit Haltverbot umgewidmet, wobei die sich dort befindende Bushaltestelle „Luisenbrücke“ weiterhin planmäßig durch die Busse der Saarbahn GmbH und der Saar-Pfalz-Bus GmbH bedient wird. Nach derzeitigem Planungsstand wird die Stadtautobahn auf ihrem Teilstück entlang der Saar auf etwa 1,5 km Länge in den nächsten Jahren in einen Tunnel unter der bestehenden Hochwasserumfahrung verlegt; dabei werden große Uferflächen frei, die der Stadtentwicklung Schub geben sollen.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nahverkehr in Saarbrücken
Front des Saarbrücker Hauptbahnhofs in Gegenrichtung Innenstadt

Von Saarbrücken Hauptbahnhof (auch: Eurobahnhof Saarbrücken) verkehren Fern- und Regionalzüge.

Seit Dezember 2007 ist Saarbrücken Hauptbahnhof mit der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke (Frankfurt-) Saarbrücken - Paris (LGV Est, planmäßig 320 km/h) vollwertige Station im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Neben den dort verkehrenden ICE-Zügen nach Frankfurt am Main und Paris verkehren auch ICE-Züge nach Dresden über Frankfurt. IC-Verbindungen bestehen nach Frankfurt und nach Stuttgart sowie Salzburg und Graz.

Im Regionalverkehr dient Saarbrücken Hauptbahnhof als Drehkreuz. Im Minutentakt verkehren Regionalbahn- und Regional-Express-Züge ins umliegende Saarland sowie nach Frankreich und in das übrige Bundesgebiet. Regional-Express-Züge verkehren über Neunkirchen, Türkismühle, Mainz nach Frankfurt am Main, nach Koblenz über Saarlouis und Merzig, nach Trier über Saarlouis und Merzig, nach Metz über Forbach, nach Straßburg und nach Kaiserslautern. Hinzu kommt der S-Bahn-ähnliche Nahverkehr der Regionalbahnen auf den Linien Zweibrücken - Pirmasens, Saarlouis - Merzig - Trier, Illingen - Lebach, Neunkirchen - St. Wendel und Neunkirchen - Homburg.

ÖPNV[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nahverkehr in Saarbrücken
Stadtbahn und Stadtbus am Hauptbahnhof

Den öffentlichen Nahverkehr bestreiten die Buslinien der Saarbahn GmbH und eine Stadtbahnlinie, die Saarbahn. Die Fahrzeuge der Saarbahn haben die Spurbreite der Deutschen Bahn und fahren über eine Rampe auf deren Gleise bis ins französische Sarreguemines. Bereits von 1890 bis 1965 fuhr die Straßenbahn Saarbrücken durch die Stadt. Von 1948 bis 1964 wurde diese durch den Oberleitungsbus Saarbrücken ergänzt.

Außerdem führen einige Linien der Saar-Pfalz-Bus GmbH aus der Innenstadt hinaus ins weitere Umland.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Flughafen Saarbrücken

Saarbrücken verfügt mit dem Flughafen Saarbrücken im Stadtteil Ensheim über einen internationalen Verkehrsflughafen. Von der Innenstadt aus ist er mit der im Stundentakt (an Wochenenden und Feiertagen alle 2 Stunden) verkehrenden Regionalbuslinie R 10 der Saar-Pfalz-Bus, die nach Blieskastel fährt, zu erreichen.

Der Flughafen Zweibrücken wird montags bis samstags zweimal und sonntags/feiertags einmal durch die Saar-Pfalz-Bus-Linie 199 von der Innenstadt aus nonstop angefahren.

Wie viele deutsche Flughäfen arbeiten die Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken defizitär. Eine Kooperation zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz - die beiden Regionalflughäfen betreffend - ist bisher gescheitert. Ein Grund für die wirtschaftlich schwache Lage der beiden Flughäfen ist das geringe Passagieraufkommen (Beide Flughäfen zusammen erreichen im Jahr etwa das Passagieraufkommen eines kleineren deutschen Verkehrsflughafens pro Monat.)[55]

Wasserstraße Saar[Bearbeiten]

Brücke über die Saar an der Ostspange

Der Unterlauf der Saar ist von Konz bis Saarbrücken für die Großschifffahrt ausgebaut. Ab Saarbrücken bis Saargemünd ist der Fluss für kleinere Schiffe (Penischen) befahrbar. Ab Saargemünd verbindet der Saarkanal (früher auch Saar-Kohlen-Kanal genannt) die Saar mit dem Rhein-Marne-Kanal.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2008 bei 10,1 % für den gesamten Regionalverband, die Verschuldung bei 540 Millionen Euro am 1. Oktober 2008.

Die Anzahl der Einpendler nach Saarbrücken beträgt etwa 65.000. Allein aus Frankreich pendeln täglich etwa 10.000 Arbeitnehmer ein.

In Saarbrücken befinden sich eines der vier bundesweit eigenen Callcenter von HanseNet und eines des Heine-Versands. Mit CosmosDirekt beherbergt Saarbrücken ein bedeutendes deutsches Versicherungsunternehmen und den größten Direktversicherer Deutschlands. Außerdem ist in Saarbrücken Juris, das juristische Informationssystem der Bundesrepublik Deutschland beheimatet. Die in Saarbrücken gegründete IDS Scheer AG, ein Software- und Beratungsunternehmen, das sein Geschäftsfeld im Bereich Business Process Management hat, ist heute ein Zweig der Software AG. Der Beratungsteil wurde zunächst als IDS Scheer Consulting GmbH ausgegliedert und schließlich im April 2014 an die Scheer Group GmbH verkauft. Die ZF Friedrichshafen AG an der „Goldenen Bremm“, einem ginsterreichen („goldenen“) Tal im Süden der Stadt, fertigt mit über 8.000 Beschäftigten Automatikgetriebe für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Im Stadtteil Bübingen beherbergt der Gartengerätehersteller MTD seine Europazentrale.

Die Halberg-Guss GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, vor allem Kurbelgehäuse und Kurbelwellen für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Saint-Gobain Gussrohr erzeugt Rohre und Kanalguss-Produkte aus Gusseisen. Die Kanalisation von Ankara (Türkei) stammt beispielsweise von hier. Beide Unternehmen sind aus der 1756 gegründeten Halbergerhütte hervorgegangen. Die Saarstahl AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach (Reste der ehemaligen Burbacher Hütte) Draht für den europäischen Markt.

Die Hager Electro fertigt und handelt Elektrosicherungskästen, Schaltschränke und Gebäudesystemtechnik. Sie wurde 1955 in Saarbrücken-Ensheim gegründet. Sitz der Muttergesellschaft, die Hager SE, ist Blieskastel. Schröder Fleischwaren ist eine große Fleischwarenfabrik im Industriegebiet Ost. Die Firma Leffer in Saarbrücken-Dudweiler ist im Apparatebau, Maschinenbau, Stahlbau und dem Gasbehälterbau tätig. Für Leffer wurde an der Saar in Höhe des Bürgerparks eine RoRo-Anlage zur Verladung übergroßer Bauteile auf Schiffe errichtet. „Saarbrücker Zeitung und Verlag“ ist eine Großdruckerei, die neben der täglich erscheinenden Saarbrücker Zeitung weitere Druckerzeugnisse liefert. Ebenfalls in Saarbrücken befindet sich die Deutschlandzentrale der Wings of Germany AG. Das Unternehmen ist Lizenznehmer der weltweit agierenden Fullservice-Systemgastronomiekette Hooters. Eines der wirtschaftlichsten und ökologisch bedeutsamsten Großkraftwerke, das Kraftwerk Römerbrücke, hat seinen Standort am Rande der Stadtmitte direkt an der Saar.

Medien[Bearbeiten]

Der Saarbrücker Halberg ist Sitz des Saarländischen Rundfunks (SR), einer der kleinsten Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit der Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Auf dem Gelände des SR hat auch das ZDF sein Landesstudio für die Berichterstattung aus dem Saarland. Daneben senden die privaten Rundfunksender Radio Salü (mit seinem Hauptprogramm und dem Classic Rock Radio) und Radio Saarbrücken aus der Landeshauptstadt. Außerdem sendet das private Jugendradio bigFM mehrere Stunden täglich ein Regionalprogramm für Saarbrücken und das Saarland, der Rest des Programms wird aus Stuttgart übernommen. Landesweit wurde der inzwischen eingestellte private Regionalfernsehsender CiTi.TV ins Kabelnetz eingespeist.

Als Tageszeitung erscheint aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck die Saarbrücker Zeitung. Ende März 2005 begann sie mit der Herausgabe einer täglichen Zeitung im Tabloid-Format namens 20cent. Die Herausgabe wurde jedoch Ende Februar 2009 wieder eingestellt.

Die Axel Springer AG bringt seit 2005 mit der Bild Saarland ein Blatt, das Regionalberichterstattung enthält. Gleichzeitig startete sie auch die Herausgabe einer Welt kompakt, die einen saarländischen Regionalteil enthielt. Die Regionalredaktion wurde jedoch am 29. September 2006 auf Grund zu geringer Nachfrage aufgelöst. Seitdem ist im Saarland nur noch die Rhein-Neckar-Ausgabe der Zeitung erhältlich.

Als kostenloses Stadtmagazin fungiert seit 1984 das L!VE-Magazin. Es existieren weitere Hefte wie SaarTerminer oder Saar-Scene. Die Landeshauptstadt selbst gibt monatlich den Kakadu als über kulturelle Veranstaltungen informierendes Periodikum heraus.

Behörden[Bearbeiten]

Neben der Stadtverwaltung, dem Regionalverband Saarbrücken und zahlreichen Dienststellen der Landesregierung haben unter anderem folgende Behörden ihren Sitz in Saarbrücken:

Gerichte und Staatsanwaltschaften[Bearbeiten]

Saarbrücken ist Sitz des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes. Neben dem Saarländischen Oberlandesgericht gibt es in der Stadt auch ein Land- und ein Amtsgericht. Das Finanzgericht des Saarlandes, das Landesarbeitsgericht Saarland, das Landessozialgericht für das Saarland sowie ein Arbeits- und ein Sozialgericht befinden sich ebenfalls in der Landeshauptstadt.

Ihren Sitz in Saarbrücken haben außerdem die Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken, deren Zuständigkeitsbereich sich jeweils auf das gesamte Saarland erstreckt.

Justizvollzugsanstalt[Bearbeiten]

Die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken befindet sich am Lerchesflurweg.

Sicherheit[Bearbeiten]

Saarbrücken verfügt in der Stadt über eine Berufsfeuerwehr mit zwei Feuerwachen. Die Feuerwache 1 ist in St. Johann beheimatet, die Feuerwache 2 im Stadtteil Burbach. Dort versehen insgesamt 180 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau ihren Dienst. Insgesamt 17 Freiwillige Feuerwehren mit über 1000 Mitgliedern sind über die Stadtteile verteilt und unterstützen die Berufsfeuerwehr. In der Stadt selbst stehen vier Freiwillige Feuerwehren zur Verfügung (Kernstadtwachen).

Im Stadtbereich gibt es insgesamt fünf Rettungswachen (Berufsfeuerwehr, ASB, DRK, MHD) mit insgesamt acht Rettungstransportwagen (RTW), drei Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF), einem Baby-Notarztwagen (Baby-NAW) sowie acht Krankentransportwagen (KTW). Der Rettungshubschrauber Christoph 16 ist ebenfalls am Klinikum Saarbrücken stationiert und fliegt von dort Einsätze im gesamten Saarland.

Krankenhäuser[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet Saarbrücken gibt es folgende Krankenhäuser:

  • Das in städtischem Besitz befindliche Klinikum Saarbrücken gGmbH, welches nach der Uniklinik Homburg das zweitgrößte Krankenhaus im Saarland ist;
  • das zur Kreuznacher Diakonie gehörende Evangelische Stadtkrankenhaus Saarbrücken im Stadtteil St. Johann;
  • das Krankenhaus St. Theresia im Stadtteil Rastpfuhl sowie das Krankenhaus St. Josef in Dudweiler, beide zur CTS Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken gehörend;
  • die zur Saarland Heilstätten gGmbH gehörende psychiatrisch / geriatrische Fachklinik Sonnenberg im Stadtteil Güdingen.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Universität und Hochschulen[Bearbeiten]

Universität des Saarlandes

Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist "Korporativ Förderndes Mitglied" der Max-Planck-Gesellschaft.[61]

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Darüber hinaus verfügt Saarbrücken als Großstadt über alle vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen. Hier eine Liste der weiterführenden Schulen:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Innerstädtische Saaraue mit Circus Flic-Flac, im Hintergrund Staatstheater

Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regime stiftete die Spielstätte als „Belohnung“ für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Geschichte) Das Gebäude diente an der Grenze des Deutschen Reiches als Bollwerk gegen den „kapitalistischen Westen“. Der prachtvolle Haupteingang ist daher auch Richtung Paris ausgerichtet. In Anwesenheit von Hitler und Himmler eröffnete der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels das Theater.[62] Die faschistische Theaterideologie war in Saarbrücken jedoch nicht von langer Dauer. In den Kriegsjahren wurden große Teile des Gebäudes zerstört, jedoch blieb die Technik weitgehend erhalten und ist bis heute noch Bestandteil einer der technisch flexibelsten Staatstheaterbühnen Deutschlands. Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar als markanter Teil des Stadtbildes akzeptiert. Das Ensemble genießt einen guten Ruf.

Auf Grund von Sparmaßnahmen der Landesregierung und im Kulturhaushalt der Stadt wird das Theater in den nächsten Jahren mit weniger Zuschüssen der öffentlichen Hand auskommen müssen. Das Theater versucht, die finanzielle Lage durch Erhebung eines sogenannten „Theatereuros“ zu verbessern.

Orchester und Chöre[Bearbeiten]

Der Gemischte Saarbrücker Herrenchor
Heartchor auf dem Altstadtfest in Saarbrücken 2009
  • ehemaliges Städtisches Orchester, heute Staatsorchester Saarbrücken am Saarländischen Staatstheater.
  • Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern - Das Orchester ist 2007 aus einer Fusion des 1936 gegründeten und nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründeten Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken mit dem Rundfunk-Orchester Kaiserslautern des SWR hervorgegangen.
  • Evangelische Chorgemeinschaft an der Saar, gegründet 1946 (Heimatkirche: Ludwigskirche).
  • Kammerchor Saarbrücken.
  • Der Gemischte Saarbrücker Damenchor wurde im September 1992 gegründet und besteht (Stand Mai 2009) aus 50 Frauen, die von Arbeit, Liebe und Politik singen.
  • Der Gemischte Saarbrücker Herrenchor wurde im Juni 2001 gegründet und besteht aus ca. 30 Herren (Stand Mai 2009).
  • Chor total vocal - seit 1995 bestehender A Cappella Chor, der aus ca. vierzig Frauen und Männern besteht.
  • Das interkulturelle Chorensemble Stimmenvielfalt wurde im Juni 2008 gegründet. Er besteht aus ca. 20 Frauen und Männern (Stand Mai 2009), die Lieder in vielen Sprachen singen. Der Chor wird von Amei Scheib geleitet.
  • Der Heartchor wurde im Spätsommer 2008 als Projekt der Denkwerk-Stadt Saarbrücken e. V. in Kooperation mit der Modernen Schule für Musik Sulzbach gegründet. Er besteht aus 15 Frauen und sechs Männern (Stand Juli 2009), die die 60 zum Teil schon weit überschritten haben und Rock mit deutschen Texten singen. Bei öffentlichen Auftritten wird der Chor von einer 3-köpfigen Rockband begleitet. Die Chorleitung hat Mellika Meskine.
  • Dr. Schröders A-cappella-GmbH & Chor KG ging 1990 aus einem studentischen Chorprojekt hervor. Immer noch an der Uni beheimatet, singen in dem Repertoire-Chor inzwischen 20 bis 25 Frauen und Männer verschiedener Altersklassen.
  • Der Gospelchor Saarbrücken unter Leitung von Wilhelm Otto Deutsch widmet sich hauptsächlich afrikanischen Gospels. Das Repertoire umfasst aber auch amerikanische Gospels oder Musicals wie „Godspell“. Weitere Programme: „Missa Gaia“, „Sacred Concert“ von Duke Ellington oder „Hold to his hand“, ein Projekt mit der Bigband des Polizeimusikkorps des Saarlandes. Der Chor hat mehr als 100 Mitglieder und feiert im November 2011 sein 25-jähriges Jubiläum.

Museen[Bearbeiten]

Bergwerksdirektion, 1877-80, von Martin Gropius
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte am Schlossplatz

Gedenkstätten und Mahnmale[Bearbeiten]

Profanbauwerke[Bearbeiten]

Sandsteinverzierungen 1896/97 (Mainzer Straße)
Sandsteinverzierungen Ende 19. Jahrhundert (Mainzer Straße)
Alte Brücke
St. Michael mit Rotenbergtreppe
Renaissance
Barock
Historismus
Moderne

Bedeutende Kirchen[Bearbeiten]

Gotik
Barock
Klassizismus
Historismus
Abstraktions-Historismus
Moderne
Orthodoxe Kirche
  • Russische Orthodoxe Kirche in "St. Michael", Kirche des Moskauer Patriarchats - Kirchengemeinde des Heiligen Großmärtyrers und Heilers Panteleimon in Saarbrücken in der Krypta der katholischen Kirche St. Michael[73]
Die Notkirche (ev.) in Alt-Saarbrücken

Sonstige Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Januar/ Februar: Max-Ophüls-Preis, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
  • Fastnachtssamstag: PreMaBüBa (große Faschingsparty in allen Sälen der Congresshalle)
  • Rosenmontag: Fastnachtzug in Burbach und Ensheim
  • März bis Oktober: jeden zweiten Samstag im Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
  • April: PhotoMarathon in den Partnerstädten Saarbrücken, Nantes und Tbilissi
  • Mai: Perspectives
  • Mai/ Juni: Mouvement - Musik im 21. Jahrhundert, Festival für zeitgenössische Musik des Saarländischen Rundfunks
  • Mai/ Juni: Trofeo Karlsberg: Die Stadt ist Partner dieses jährlich am Wochenende nach Fronleichnam stattfindenden Junioren-Weltcup-Radrennens.
  • April/ Mai: Maifest in Burbach
  • Juni/ Juli: Kino im Fluss (Cinéfleuve), interregionales Filmfestival
  • Juni: Licht und Blumen im Deutsch-Französischen Garten (DFG)
  • Anfang Juni bis Ende August: Sonntags ans Schloss
    • 11.00 Uhr - Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm 'n' Blues
    • 15.00 Uhr - Kultur für Kids: Kinderprogramm
    • 18.00 Uhr - Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
  • Juni/Juli: Altstadtfest in St. Johann
  • Juli bis Oktober Saarbrücker Sommermusik (Festival für Jazz, Kammermusik, Neue Musik an verschiedenen Orten der Stadt)
  • Juli/ August: Christopher-Street-Day
  • Juli/ August: Nauwieserfest in St. Johann
  • Juli/ August: Sommer Szene / Internationale Straßentheatertage[74]
  • August: Saarspektakel
  • Ende August: Kulturmeilenfest zwischen Musikhochschule und Staatstheater
  • September: Deutsch-französischer Weinmarkt
  • September: Fest um die Ludwigskirche
  • September: Tage der Bildenden Kunst - Künstler laden zum Rundgang durch Ateliers, Galerien und Werkstätten
  • September/ Oktober: Oktoberfest in Burbach
  • Oktober: Intermarionett (Marionettentheater-Festival)
  • November: 3. Donnerstag im November: Beaujolais Primeur Fest, St. Johanner Markt
  • November/ Dezember: Afrikanische Filmtage
  • 1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
  • November/ Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt

Sport[Bearbeiten]

Ludwigsparkstadion

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der derzeitige Viertligist 1. FC Saarbrücken. Er spielte insgesamt fünf Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976–1978, 1985/86 und 1992/93, weitere 19 Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Austragungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion. Die Frauenmannschaft des 1.FC Saarbrücken spielt seit der Saison 2009/10 zum vierten Mal in der 1. Bundesliga der Frauen (nach den Saisons 1997/98 bis 2001/02, 2003/04 und 2007/08).

Der ATSV Saarbrücken spielte in den 1980er Jahren und zu Beginn der 1990er Jahre in den Tischtennis-Bundesligen der Damen und Herren und wurde mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister. Seit dem Aufstieg im Jahr 2009 ist Saarbrücken wieder durch die Herrenmannschaft des 1. FC Saarbrücken in der Deutschen Tischtennis-Bundesliga vertreten.

Die Saarland Hurricanes wurden 1996 durch eine Fusion der Dillingen Steelhawks und Saarbrücken Wölfe gegründet. Sie spielten von 1997 bis 2000 und von 2008 bis 2010 in der 2. Bundesliga (GFL2), sind 2000 und 2010 jeweils als Meister in die GFL aufgestiegen. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der A-Jugend 2013.

Der 1. BC Bischmisheim spielt in der 1. Badminton-Bundesliga, wo er bereits fünfmal (2006–2010) den deutschen Meistertitel erringen konnte und aktueller Vize-Meister ist.

Auch unterhält die Badminton World Federation eins ihrer drei internationalen Trainingszentren in Saarbrücken.

Der Saarländische Fußballverband ist ebenso wie der Saarländische Turnerbund und viele weitere Sportfachverbände in Saarbrücken in der Hermann-Neuberger-Sportschule angesiedelt. Diese wird vom Landessportverband für das Saarland betrieben.

In Saarbrücken befindet sich auch der Sitz des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland.

Die Saarbrücken Blues betreiben seit 1995 sowohl Baseball als auch Softball in der Landeshauptstadt.

Vereine[Bearbeiten]

  • Mir sin do, Saarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1890, und M'r sin nit so, Saarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1856 sowie "Die Nassauer" Großsaarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1980.
  • Der Historische Verein für die Saargegend (HV) , gegründet 1839, mit Sitz in Saarbrücken ist der älteste und mit rund 800 Mitgliedern der größte wissenschaftliche Geschichtsverein der Region. Er ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder sich für die Geschichte des Saarlandes sowie der angrenzenden Regionen interessieren und diese ebenso erforschen. Der HV möchte zugleich Geschichte allgemein verständlich vermitteln. Vielfältige Aktivitäten kennzeichnen seine Arbeit: Veröffentlichungen (Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend und saargeschichte/n) - Tagungen - Bibliothek und Sammlungen - verschiedene Vortragsreihen - Abiturpreis. Der HV nimmt gesellschaftspolitischen Einfluss auf die historische Kultur des Saarlandes. Er äußert sich öffentlich zum regionalen Denkmalschutz und anderen historisch bedingten Fragen kultureller Identität.[75]
  • Der Verein Geographie ohne Grenzen ist gleichzeitig die Geographische Gesellschaft zu Saarbrücken. Er führt Führungen durch Saarbrücken, das Saarland, das grenznahe Frankreich und Luxemburg (Region Saar-Lor-Lux) zu speziellen Themen unter fachkundiger Leitung für interessierte Bürger durch. Die Stadtrundgänge, die nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen, sondern auch abseits der bekannten Wege Besonderheiten und Hintergründe aufzeigen, werden durch Vorträge während der Wintermonate ergänzt.[76]
  • Saarländisches Künstlerhaus
  • Turnerbund St. Johann von 1847 e. V. Saarbrücken. Der Turnerbund St. Johann besteht seit 1847 und ist ein Mehrspartenverein mit 18 Abteilungen. Er betreibt sowohl Breiten- als auch den Leistungssport.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt sowie weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Berühmte Persönlichkeiten aus Saarbrücken sind unter anderem der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Peter Altmeier, der Regisseur Max Ophüls, der Bundesinnen- und -Außenminister Gerhard Schröder, der Zeitungsverleger Hans Stiff, die Sängerinnen Sandra, Ingrid Peters und Nicole sowie der Fußballspieler Mike Frantz.

Stadtsagen[Bearbeiten]

Der geizige Bäcker[Bearbeiten]

Der geizige Bäcker an der Schlossmauer

An der Schlossmauer in Saarbrücken befindet sich die steinerne Fratze eines Wasserspeiers. Der Sage nach soll es sich um die Kopfdarstellung eines reichen, aber geizigen Saarbrücker Bäckers handeln, der die Armen während einer schlimmen Hungersnot schroff zurückwies. Die Saarbrücker Gräfin hörte davon, verkleidete sich als Bettlerin und wurde ebenfalls unbarmherzig abgewiesen. Zur Strafe und Abschreckung veranlasste sie, dass der Kopf des geizigen Bäckers als Schandmaske an der alten Brücke angebracht wurde, wo sie nun zum großen Vergnügen der Saarbrücker Bürger durch den weit geöffneten Mund das Schmutzwasser in die Saar speien musste. Später versetzte man die Fratze an die Schlossmauer.[77][78][79]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Bünte: Kleine Saarbrücker Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2165-1.
  • Florian Brunner: Unterirdisches Saarbrücken - Stollen, Bunker, Felsenkeller. Einblicke in den Saarbrücker Untergrund. Geistkirch-Verlag 2011, ISBN 978-3-938889-36-7.
  • Peter Burg: Saarbrücken 1789–1960, Von der Residenzstadt zum Industriezentrum, (= Saarland-Bibliothek, 14). Gollenstein, Blieskastel 2000.
  • Dieter Gräbner/Stefan Weszkalnys: Bürger, Brücken und Duelle. 100 Jahre Großstadt Saarbrücken. Bilder, Erinnerungen und Chronik. Conte Verlag, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-936950-85-4.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Kohlhammer, Stuttgart 1964 (Deutsches Städtebuch. Band 4, 3).
  • Fritz Kloevekorn: Saarbrückens Vergangenheit im Bilde, Saarbrücken 1933.
  • Rainer Knauf: Zivile und militärische Friedhofs- und Grabmalgestaltung im 20. Jahrhundert. Der Saarbrücker Hauptfriedhof. 1912–1959. Conte Verlag, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-941657-24-3.
  • Adolph Köllner: Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann. 1865, unveränderter Nachdruck Verlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken, 1981, ISBN 3-922807-08-9.
  • Kulturdezernat der Stadt Saarbrücken (Hrsg.): Saarbrücken, 50 Jahre Großstadt 1909–1959. Saarbrücken 1959.
  • Albert Marx: Die Geschichte der Juden im Saarland. Vom Ancien Régime bis zum Zweiten Weltkrieg. Die Mitte, Saarbrücken 1992, ISBN 3-921236-67-3.
  • Albert Ruppersberg: Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann von 1815 bis 1909. der Stadt Malstatt-Burbach und der vereinigten Stadt Saarebrücken bis zum Jahre 1914. http://saarbruecken-100.de/Ruppersberg-Sbr.pdf
  • Albert Ruppersberg: Saarbrücker Kriegs-Chronik, Ereignisse in und bei Saarbrücken und St. Johann, sowie am Spicherer Berge 1870, 4. Auflage, Leipzig 1911.
  • Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009.
  • Heinrich Silbergleit (Hrsg.): Preußens Städte - Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Berlin 1908.
  • Rolf Wittenbrock: Geschichte der Stadt Saarbrücken. SDV Saarländische Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-41-2 (Band 1: Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Band 2: Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Saarbrücken – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Saarbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Saarbrücken – Reiseführer
 Wikinews: Saarbrücken – in den Nachrichten

Quellen[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2013 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu)
  2. Geoplatt - kräse vum saarlond (Version vom 13. November 2007 im Internet Archive)
  3. Hans Helmut Ebert: Stadt und Naturraum, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 1, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Saarbrücken 1999, S. 25-58, hier S. 54-58.
  4. Hans Helmut Ebert: Stadt und Naturraum, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 1, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Saarbrücken 1999, S. 25-58, hier S. 44-46.
  5. Alfons Kolling: Vor- und Frühgeschichte I u. II, in: Heinz Quasten u. Hans-Walter Herrmann (Hrsg.): Geschichtlicher Atlas für das Land an der Saar, Veröffentlichungen des Institutes für Landeskunde des Saarlandes, Saarbrücken 1971.
  6. Hans Helmut Ebert: Stadt und Naturraum, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 1, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Saarbrücken 1999, S. 25-58, hier S. 46-49.
  7. Hans Helmut Ebert: Stadt und Naturraum, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 1, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Saarbrücken 1999, S. 25-58, hier S. 50-54.
  8. Momir Bjelanovic: Die geländeklimatischen Verhältnisse im Großraum Saarbrücken, in: Landeshauptstadt Saarbrücken (Hrsg.): Umweltbericht 1976/77, Saarbrücken 1977, S. 86-91.
  9. Momir Bjelanovic: Meteorologie in ihrer Bedeutung für das Leben allgemein; mit Beispielen aus dem Saarland, in: Minister für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen (Hrsg.): Das Klima in der Landschaft, Seine Entwicklung und Veränderung, Möglichkeiten seiner Beeinflussung , (Schriftenreihe der Obersten Naturschutzbehörde, 5), S. 24-41.
  10. Dietrich Büch: Darstellung von Luftbelastung und Klima im Stadtverband Saarbrücken und deren Umsetzung in die Bauleitplanung, in: Minister für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen (Hrsg.): Das Klima in der Landschaft, Seine Entwicklung und Veränderung, Möglichkeiten seiner Beeinflussung , (Schriftenreihe der Obersten Naturschutzbehörde, 5), S. 42-58.
  11. Hans Schirmer: Stadt und Klima, in : Minister für Umwelt, Raumordnung und Bauwesen (Hrsg.): Eine Welt – darin zu leben, Vorträge gehalten im „Monat der Umwelt ´79“, Saarbrücken 1980.
  12. Hans Helmut Ebert: Stadt und Naturraum, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 1, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Saarbrücken 1999, S. 25-58, hier S. 40-44.
  13. Reinhard Schindler: Die Mithrashöhle von Saarbrücken, Saarbrücken 1964.
  14. Alfons Kolling: Späte Bronzezeit an Saar und Mosel, Bonn 1968.
  15. Reinhard Schindler: Studien zum vorgeschichtlichen Siedlungs- und Befestigungswesen des Saarlandes, Trier 1968.
  16. Andrei Miron u. Auguste Schäfer: Verborgen-Entdeckt, Ein Streifzug durch die Vor- und Frühgeschichte des Saarlandes, Saarbrücken 1993.
  17. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 15-18.
  18. Jacques Moreau: Die Kelten im Saarland, in: Saarbrücker Hefte 11, 1960, S. 17-32.
  19. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 18-23.
  20. Alfons Kolling: Der Name des römischen Saarbrücken, in: 12. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege 1965, S. 61-65.
  21. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 21.
  22. Alfons Kolling: Das römische Saarbrücken, Saarbrücken 1964.
  23. Alfons Kolling: Die vor- und frühgeschichtliche Besiedlung des Saarbrücker Talraumes, in: Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend 19, S. 11-51.
  24. Erich Nolte: Ein römisches Heiligtum am Eschberg bei Saarbrücken, in: Saarbrücker Hefte 19, 1964, S. 51-57.
  25. Erich Nolte: Eine Merkurstatuette aus Saarbrücken, in: Saarheimat, 8, 1964, S. 317.
  26. Reinhard Schindler: Die Mithrashöhle von Saarbrücken, Saarbrücken 1964.
  27. Paul Bouchard: Das Skalpell vom Halberg bei Saarbrücken und andere ärztliche Instrumente aus dem Saar-Mosel-Raum, in: Beiträge zur saarländischen Archäologie und Kustgeschichte, 11. Bericht der Staatlichen Denkmalpflege 1964, S. 149-166.
  28. Hermann Diehl: Zur Frage der verschwundenen ältesten Saarbrücke bei Güdingen, in: Saarheimat, 5, 1961, Heft 9, S. 13-20.
  29. Emanuel Roth: Die Vorgängerbauten der Stiftskirche St. Arnual, in: Die Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken, hrsg. v. Hans-Walter Hermann, Köln 1998.
  30. Helmut Freis: Die römerzeitliche Siedlung am Halberg, in: Rolf Wittenbrock: Geschichte der Stadt Saarbrücken, Saarbrücken 1999, Bd. 1, S. 90-110.
  31. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 23.
  32. Georg Waitz (Hrsg.): Gesta Alberonis auctore Balderico, 22, 1848, in: MGH SS 8, S. 254.
  33. August Hermann Jungk: Regesten zur Geschichte der ehemaligen Nassau-Saarbrückischen Lande, 2 Bände, Saarbrücken 1914 und 1919, in: Mitteilungen des Historischen Vereins für die Saargegend, 13 und 14, S. 24, Nr. 76.
  34. Hatto Kallfelz: Lebensbeschreibungen einiger Bischöfe des 10.-12. Jahrhunderts, 2. Auflage, Darmstadt 1986, in: ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, 22, S. 595.
  35. Stefan Flesch, Joachim Conrad, Thomas Bergholz: Mönche an der Saar, Die mittelalterlichen Ordensniederlassungen im saarländisch-lothringischen Grenzraum, Saarbrücken 1986, S. 130.
  36. Kurt-Ulrich Jäschke: Saarbrücken im Hochmittelalter, in: Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1850), Bd. 1, Saarbrücken 1999, S. 159-198, hier S. 162.
  37. Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2, Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, Saarbrücken 1999, S. 682.
  38. Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2, Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, Saarbrücken 1999, S. 683.
  39. Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2, Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, Saarbrücken 1999, S. 683.
  40. Im Artikel I, Absatz 1 des Zweiten Pariser Friedens wurde der Grenzverlauf dementsprechend definiert und am 20. November 1815 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen, Kaiser Franz I. von Österreich und Zar Alexander I. von Russland paraphiert: "Von Perle läuft sie durch Launsdorf, Wallwick, Schardorff, Niederweiling, Pellweiler, so daß alle diese Ortschaften mit ihren Kirchspielen bey Frankreich verbleiben, bis nach Houvre, und folgt sodann den ehemahligen Gränzen des Fürstenthums Saarbrücken, dergestalt, daß Saar-Louis, und der Lauf der Saar mit den zur Rechten der oben bezeichneten Linie liegenden Ortschaften und ihren Kirchspielen außerhalb der Französischen Gränze bleiben. Von den Gränzen des ehemahligen Fürstenthums Saarbrücken bleibt die Demarcations-Linie die nähmliche, die gegenwärtig Deutschland von den Departements der Mosel und des Nieder-Rheins scheidet, bis an die Lauter, welche ferner bis an ihren Ausfluß in den Rhein die Gränze bildet. Das gesammte Gebieth am linken Ufer der Lauter, mit Inbegriff der Festung Landau, wird mit Deutschland vereiniget. Jedoch bleibt die Stadt Weißenburg, welche von diesem Fluße durchschnitten wird, ganz bey Frankreich, mit einem Umkreise von nicht mehr als tausend Französischen Klaftern auf dem linken Ufer der Lauter, welche die zur bevorstehenden Abgränzung zu ernennende Commission näher bestimmen wird. (Wiener Congreß-Acte unterzeichnet am 8. Junius 1815)
  41. Fritz Kloevekorn: Saarbrückens Vergangenheit im Bilde, Saarbrücken 1933, S. 142.
  42. Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2, Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, Saarbrücken 1999, S. 684.
  43. Serie „60 Jahre Kriegsende“ der ARD (web.archive.org) (Version vom 31. Januar 2009 im Internet Archive)
  44. RAF History Webseite
  45. Doris Seck, Paul Peters: Die Stunde Null. Das Kriegsende an der Saar. Saarbrücken 1986, S. 49–50, 55.
  46. Gerhard Franz: Der Sieg der Neinsager, 50 Jahre nach der Abstimmung über das Saarstatut, Blieskastel 2005, S. 181.
  47. Rolf Wittenbrock (Hrsg.): Geschichte der Stadt Saarbrücken, Bd. 2, Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart, Saarbrücken 1999, S. 685.
  48.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 803.
  49. vgl. J.F.G. Goeters: Die Einführung der Union im Bereich der alten Kreissynode Saarbrücken. In: Helmut Franz / Hans Walter Herrmann: Die Evgl. Kirche an der Saar gestern und heute. Saarbrücken 1975, S. 222.
  50. Mennoniten haben jetzt ein eigenes Bethaus. Saarbrücker Zeitung, abgerufen am 28. Juli 2010.
  51. Albert Ruppersberg: Geschichte der ehemaligen Grafschaft Saarbrücken, Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann 1815-1909, der Stadt Malstatt-Burbach und der vereinigten Stadt Saarbrücken bis zum Jahre 1914, Band III, Teilband 2, 2. Auflage von 1914, Saarbrücken 1914, S. 554.
  52. Stadtrat. Landeshauptstadt Saarbrücken, abgerufen am 9. Juli 2014.
  53. Neuer Koalitionsvertrag für Saarbrücken, SR-online.de, 17. Oktober 2014, aufgerufen am 30. Oktober 2014.
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  55. Artikel bei zdf-länderspiegel
  56. Webpräsenz Intel Visual Computing Institute, abgerufen am 4. Februar 2014.
  57. Webpräsenz Cluster of Excellence, abgerufen 6. Februar 2014.
  58. Webpräsent der Graduiertenschule abgerufen am 19. Februar 2014
  59. IDW-Gründungsnachricht, abgerufen am 12. Februar 2014.
  60. Webpräsenz des Forschungszentrums, abgerufen am 12. Februar 2014.
  61. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder unter http://www.mpg.de/787880/Korporativ_Foerdernde_Mitglieder_MPG.pdf
  62. Zeitzeugen gesucht des Saarländischen Rundfunks auf www.sr-online.de Stand 7. Dezember 2007.
  63. stadtbild-saarbruecken.de Bild bei Stadtbild-Saarbruecken.de
  64. Albert Ruppersberg: Geschichte der ehemaligen Grafschaft Saarbrücken, Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann 1815-1909, der Stadt Malstatt-Burbach und der vereinigten Stadt Saarbrücken bis zum Jahre 1914, Band III, Teilband 2, 2. Auflage von 1914, Saarbrücken 1914, S. 99.
  65. www.Saarbrücken.de
  66. www.dradio.de (Deutschlandfunk)
  67. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland, Institut für Landeskunde im Saarland, Saarbrücken 2002, S. 322-323.
  68. christkoenig.handshake.de
  69. Maria Königin im Kunstlexikon Saar
  70. http://www.lb13.de/aktuelles/einzelansicht/?tx_ttnews[tt_news]=32&cHash=b56602f13f3b7135d8fdf261a3ecfdd2, abgerufen am 13. Septemberg 2014.
  71. http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Brandstiftung-Saarbruecken-Burbach;art27856,4363683, abgerufen am 13. September 2014.
  72. http://www.saarkurier-online.de/?p=1917, abgerufen am 13. September 2014.
  73. Homepage der Gemeinde, abgerufen am 1. Oktober 2014.
  74. http://www.sommerszene.de/ Sommer Szene / Internationale Straßentheatertage
  75. Historischer Verein für die Saargegend
  76. Willkommen bei Geographie ohne Grenzen e. V. StattReisen Saar!
  77. Karl Lohmeyer: Die Sagen der Saar, Gesamtausgabe, Saarbrücken 2011.
  78. Alfons Kolling: Der geizige Bäcker - eine Schreckmaskenskulptur vom Saarbrücker Renaissanceschloß, Saarbrücken 1999.
  79. Deana Zinßmeister: Sagenhaftes Saarland, Sagen und Mythen aus der Region, Saarbrücken 2012.