Saarbrücken Hauptbahnhof

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Saarbrücken Hauptbahnhof
Saarbrücken Hbf.jpg
Daten
Kategorie 2
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 6 Durchgangsgleise
  • 4 Kopfgleises
  • 4 Stadtbahngleise (vor dem Bahnhof)
Abkürzung SSH
IBNR 8000323
Eröffnung 16. November 1852
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Saarbrücken
Land Saarland
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 14′ 29″ N, 6° 59′ 26″ O49.2413888888896.9905555555556Koordinaten: 49° 14′ 29″ N, 6° 59′ 26″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Saarland
i7i12i13i15i16i16i18i19

Saarbrücken Hauptbahnhof (auch: Eurobahnhof Saarbrücken) ist der größte Personenbahnhof des Saarlandes und dessen Hauptstadt Saarbrücken. Jährlich nutzen rund 10 Millionen Menschen den Bahnhof.[1] Die DB Station&Service führt den Hauptbahnhof als Bahnhof der zweithöchsten Bahnhofskategorie.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorplanungen[Bearbeiten]

Leopold Sello

Nachdem am 7. Dezember 1835 die erste Eisenbahnstrecke in Deutschland zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet worden war, gründete sich kurz darauf am 26. Januar 1836 in den Räumen der Casinogesellschaft (heute Gebäude des Saarländischen Landtages) in Saarbrücken die "Gesellschaft für die Errichtung einer Eisenbahn von Saarbrücken nach Mannheim". Der Gesellschaft unter dem Vorsitz von Bergamtsdirektor Leopold Sello gehörten führende Vertreter aus Handel und Industrie an, wie etwa Ferdinand Stumm, Philipp Heinrich Kraemer, Heinrich Böcking, Georg Schmidtborn, Georg Philipp Korn jun. und Philipp Heinrich Karcher. Sello, der die Absatzfrage als das Hauptproblem des saarländischen Bergbaues hielt, betrieb die Angelegenheit eines Eisenbahnbaues mit großer Intensität. Kurz nach der Gründung der Gesellschaft kontaktierte Sello den preußischen Berghauptmann Graf Ernst August von Beust, damit dieser sich beim Oberpräsidenten der Rheinprovinz in diesem Anliegen engagiere.

Im Saarbrücker Komitee hatte man die Baukosten mit zwei Millionen Talern veranschlagt. Um diese Summe aufzutreiben, wollte man 10.000 Aktien zu je 200 Talern ausgeben, die sich mit 5 % verzinsen sollten. In kurzer Zeit war das Kapital gezeichnet. Dennoch verweigerte die königlich-preußische Regierung die Konzession, da zur Trassenführung und zur Rentabilität unzulängliche Angaben eingereicht worden seien. Ähnlich abwartend verhielt sich die königlich-bayerische Regierung, durch deren Gebiet die Trasse hätte geführt werden sollen, stimmte jedoch inhaltlich den Plänen unter der Bedingung zu, dass bei der Realisierung nur bayerische Firmen berücksichtigt werden sollten. So vergingen zwei Jahre ohne Ergebnis und die Kapitalzeichner konnten mit ihrem Geld nicht anderweitig disponieren. Bergamtsdirektor Sello zog sich daraufhin verärgert aus dem Projekt zurück.

König Ludwig I. von Bayern, offizieller Bauherr der Eisenbahnlinie von Ludwigshafen nach Bexbach (Pfälzische Ludwigsbahn)

Ende des Jahres 1837 erfolgte überraschenderweise durch den bayerischen König Ludwig I. schließlich doch die Zustimmung zum Bau einer Eisenbahnlinie von der Mannheimer Rheinschanze (heute Ludwigshafen am Rhein) bis nach Bexbach an der Grenze zwischen dem Königreich Bayern und dem Königreich Preußen. Ludwigs Bedingung war allerdings, dass die Gesellschaft ihren Sitz in der bayerischen Pfalz haben müsse und nur Aktionäre aufgenommen werden dürften, die ihren Sitz in Bayern hatten (Pfälzische Ludwigsbahn-Gesellschaft). Damit war das Saarbrücker Komitee zunächst ausgeschaltet. Sofort fokussierte man sich jetzt auf das Projekt eines Bahnbaues von der bayerischen Grenze bis nach Saarbrücken, was den Vorteil hatte, dass die Kosten wesentlich reduziert waren. Das Unternehmen schien kurz vor dem Abschluss zu stehen, als der Verkehrsbeauftragte der preußischen Regierung, Christian Rother, der dem Eisenbahnbau prinzipiell skeptisch gegenüberstand, dem Projekt des Weiterbaues der bayerischen Bahn auf dem kurzen Teilstück von Bexbach nach Saarbrücken die Zustimmung verweigerte. Vermutlich spielten auch militärische Aspekte eine Rolle bei dieser Entscheidung, da die Bahntrasse auch einem Angreifer der preußischen Südflanke an der Saar hätte dienen können.

Sellos Schwager, der Glashüttenbesitzer Karl Vopelius, wollte unterdessen eine Eisenbahnlinie durch das Fischbachtal auf dem rechten Saarufer nach Saargemünd ins französische Elsass führen, war damit aber ebenfalls nicht erfolgreich. Auch in der bayerischen Pfalz verzögerte sich der Baubeginn der Eisenbahnlinie bis zum April 1845. Am 28. August 1849 konne schließlich doch die gesamte bayerische Strecke vom Rhein bis nach Bexbach fertiggestellt werden.

Als Gerüchte aufkamen, die französische Regierung unter Staatspräsident Charles Louis Napoléon Bonaparte könne einen direkten Anschluss ihrer Bahnlinien an die pfälzische Eisenbahn anstreben, wurde die preußische Regierung in Berlin wieder aktiv. Da in der Zwischenzeit der Bau der preußischen Ostbahn von Berlin nach Königsberg vorübergehend eingestellt worden war, standen finanzielle Mittel für das Saarbrücker Projekt zur Verfügung. Als der Saarbergbau im Jahr 1848 große Absatzschwierigkeiten hatte und 1500 Bergleute entließ, konnte man diese bei den Eisenbahnbauarbeiten gut gebrauchen. Aus verkehrstechnischen und militärstrategischen Gründen wurde die Bahnstation nicht in Saarbrücken gebaut, da Frankreich bei einem eventuellen Angriff direkt von den Höhenzügen über der Saar herabkommend einen dortigen Bahnhof hätte einnehmen können. So wählte man einen erhöhten Standort an der Banngrenze zwischen Malstatt und St. Johann auf dem gegenüberliegenden Saarufer und entwarf den Bahnhof in festungsähnlichen Formen. Die Ausschreibungen wurden im Juli 1851 veröffentlicht.[2]

Erstes Bahnhofsgebäude („Inselgebäude“)[Bearbeiten]

Saarbrücker Hauptbahnhof 1862

Der Saarbrücker Hauptbahnhof wurde am 16. November 1852 als Bahnhof St. Johann-Saarbrücken an der Banngrenze zwischen Malstatt und St. Johann a. d. Saar eröffnet. Die heutige Großstadt Saarbrücken entstand erst im Jahr 1909 durch den Zusammenschluss von (Alt-)Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach. Der Bahnhof befand sich an der sogenannten St. Johanner Bahn, die von Bexbach über Neunkirchen kommend weiter nach Stieringen zur französischen Ostbahn führte. Der 56 Meter lange und 13,50 Meter breite Sandsteinbau lag als sogenannter "Inselbau" zwischen den beiden Gleisen, der Zugang erfolgte – für damalige Verhältnisse neuartig – durch eine Unterführung ohne Gleisüberquerung. Der ursprüngliche, dreigeschossige Inselbau war auf einem hohen Bahndamm in festungsartigen Bauformen des Rundbogenstils mit vier zinnenbekrönten Ecktürmen und einem erhöhten Mittelpavillon, der auf der Eingangsseite von zwei viergeschossigen Türmen flankiert wurde, errichtet worden.

Erweiterungen des Empfangsgebäudes[Bearbeiten]

Vorplatz des Saarbrücker Hauptbahnhofs im September 1957

Mit dem fortlaufenden Wachsen der Bahnanlagen wurde auch das Bahnhofsgebäude durch Anbauten in den Jahren 1866 und 1879 erweitert. Bereits im Jahr 1872 hatte man dem hohen Bahndamm ein eingeschossiges, breitgelagertes Empfangsgebäude vorgelegt, das in den Jahren 1891/1893 durch ein Empfangs-Vorgebäude mit zwei markanten Türmen in Formen der Neorenaissance vor dem Tunnelzugang ersetzt wurde. Doch schon 1908 gab es Pläne, ein völlig neues Bahnhofsgebäude zu errichten. Mit dem Bau sollte im Jahr 1914 begonnen werden; der Kriegsausbruch des Ersten Weltkrieges verhinderte diese Pläne jedoch. Im Jahr 1932 war der Hauptbahnhof Saarbrücken mit täglich 453 ankommenden und abgehenden Zügen, davon 51 Schnellzügen, nach Leipzig der Bahnhof mit dem größten Zugaufkommen im Reichsbahngebiet. Nach der Rückgliederung des Saarlandes 1935 beschäftigte man sich erneut mit einem Bahnhofsneubau, der 1941 abgeschlossen sein sollte. Aber auch diesmal wurden die Pläne durch den Kriegsausbruch 1939 verhindert.

Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Ehemaliges Inselgebäude des Saarbrücker Hauptbahnhofs mit Zweisystem-E-Lok 181 216 am 10. September 1975

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren 80 Prozent der Bahnanlagen in Saarbrücken zerstört. Vom Eingangsgebäude der Jahre 1891/1893 standen nur noch die beiden Türme. Auch die übrigen Hochbauten wie das Bahnbetriebswerk waren stark zerstört. Der Westtrakt des Inselgebäudes mit dem angrenzenden Wartesaal und der Mittelpavillion war ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Im gesamten Bahnhofsbereich gab es kein einziges durchgehendes Gleis mehr. Unter US-amerikanischer Leitung wurde zunächst das heutige Gleis 19 provisorisch wiederhergestellt. Über dieses Gleis fuhren die US-amerikanischen Truppen dann ihre Versorgungszüge Richtung Neunkirchen-Bexbach-Homburg auf eigene Regie und im Sichtabstand.

Die beiden Türme des Vorgebäudes wurden im Jahr 1952 durch einen Flachbau verbunden und waren danach für viele Jahre ein Provisorium. Die Überhöhung des Mittelpavillons des Inselgebäudes wurde abgetragen und ein Dach über die ganze Länge des Gebäudes in gleicher Höhe gezogen.

Abriss der Altbauten und Neubau[Bearbeiten]

In den 1960er Jahren gab es dann erneut Pläne für ein neues Empfangs- und Verwaltungsgebäude. Der erste Spatenstich erfolgte am 27. Juni 1963 durch den damaligen Saarbrücker Oberbürgermeister Fritz Schuster und den Präsidenten der Bundesbahndirektion Alois Meyer. Im gleichen Jahr wurden die Reste des alten Vorgebäudes von 1891/1893 entfernt. Im September 1967 wurde das neue 120 Meter lange und 26 Meter hohe Gebäude eingeweiht. Während sich im zweigeschossigen Sockelgeschoss die Schalterhalle, Gepäckabfertigung, Ladengeschäfte und eine Bahnhofsgaststätte befanden, wurden in den Obergeschossen des siebenstöckigen Gebäudes die EDV-Stelle, der ärztliche Dienst, Büroräume und die Eisenbahnerkantine untergebracht.

Im Februar 1960 wurde der elektrische Fahrbetrieb auf der Strecke Forbach-Homburg im Bahnhof Saarbrücken aufgenommen.

Im Jahr 1977 wurde mit grundlegenden Modernisierungsarbeiten begonnen. Unter anderem wurden dabei die Bahnsteige auf eine Höhe von 76 cm gebracht. Um Platz für weitere durchgehende Gleise zu schaffen, musste auch das erste Bahnhofsgebäude von 1852, das sogenannte Inselgebäude, abgerissen werden. Am 18. September 1978 begann der Abriss, der im März 1979 beendet wurde.[3][4][5][6][7][8]

Saarbrücken 21[Bearbeiten]

Panorama-Aufnahme des Quartier Eurobahnhof und des Eurobahnhof, vom Rodenhof aus gesehen; links das Nordterminal, rechts ein Hotel, ein Medizinzentrum sowie die Zugwaschanlage
Hbf vor der Modernisierung
ICE Frankfurt–Paris bei Einfahrt in Saarbrücken Hbf im Juni 2008
TGV Paris–Frankfurt in Saarbrücken Hbf im Juni 2008

Der „Eurobahnhof“ (Benennung für das Projekt Saarbrücken 21) ist ein Modernisierungsprojekt für den Hauptbahnhof in Saarbrücken. Der bestehende Bahnhof und das umliegende Gelände wurden hierbei umgebaut. Wichtiger Anlass für die Arbeiten war die im Juni 2007 erfolgte Inbetriebnahme der Schnellstrecke Paris-Ostfrankreich-Süddeutschland (POS) mit Zweigen nach Stuttgart und Frankfurt am Main, wovon letzterer über Saarbrücken verläuft.

Als Maßnahmen wurden eine neue Südfassade des Bahnhofsgebäudes, eine neu gestaltete Eingangshalle und Personenunterführung, neue Aufzüge und ein neuer Zugang für den Bahnhof von der nördlichen Seite her (Stadtteil Rodenhof) realisiert. Die Kosten von ca. 31 Millionen Euro teilten sich die Landeshauptstadt Saarbrücken, das Saarland und die Deutsche Bahn AG.

Die im Norden des Bahnhofs befindlichen großflächigen Gleisanlagen wurden größtenteils zurückgebaut, im östlichen Bereich des Bahnhofes neu geordnet und modernisiert. So entstanden auf einer kompakten Fläche neue Zugbehandlungs- und Abstellanlagen. Das dadurch freiwerdende Areal wird unter der Bezeichnung Quartier Eurobahnhof als neuer Stadtteil vermarktet und für neue Gewerbeansiedlungen genutzt. Außerdem ist dort ein großräumiger Parkplatz entstanden, der die Parkplatzproblematik am Bahnhof entschärfen soll.

Der erste Spatenstich fand am 5. Mai 2006 statt. Die offizielle Einweihung des modernisierten Bahnhofs erfolgte am 15. Dezember 2007.

Durch das Bahnhof-21-Projekt sollten (Stand: 1998) 20 Hektar nicht mehr benötigte Bahnbetriebsflächen der Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt werden.[9]

Empfangshalle/Zugang Stadtzentrum[Bearbeiten]

Blick in die Eingangshalle

Der zum Eurobahnhof umgebaute Saarbrücker Hauptbahnhof öffnet sich mit einer großen Empfangshalle über die Fußgängerzone (Reichsstraße/Bahnhofstraße) in Richtung Stadtzentrum. In der Empfangshalle befinden sich verschiedene Gastronomiebetriebe und Geschäfte(u.a. Drogeriemarkt, Zeitschriften- und Schreibwaren, Tabakwaren, Floristik und mehr), der DB-ServicePoint, das DB-/Ameropa-Reisezentrum und Fahrkartenautomaten.

Vor dem Ein-/Ausgang Richtung Stadtzentrum befindet sich der ausgedehnte Bahnhofsvorplatz, der einer Vielzahl von Fahrrädern Stellfläche bietet und weitgehend verkehrsfrei ist. Für Fahrräder existieren darüber hinaus seit Sommer 2008 abschließbare Boxen, die angemietet werden können.[10]

Am Bahnhofsvorplatz liegt auch die Haltestelle Hauptbahnhof (Stadtbahn) der Saarbrücker Stadtbahn (Saarbahn), die viergleisig ausgebaut ist (derzeit jedoch nur zwei Gleise genutzt) und täglich von 290 Stadtbahnzügen aus Richtung Saargemünd(Frankreich)/Kleinblittersdorf/Südstadt/Innenstadt beziehungsweise aus Richtung Heusweiler/Riegelsberg/Rastpfuhl sowie von hunderten Stadt- und Regionalbussen angefahren wird. Neuerdings bietet die Bahn auch (mittels des Programms „Call-a-bike“) die Möglichkeit, Fahrräder direkt auf dem Bahnhofsvorplatz zu mieten. Aktuell stehen dort 10 Fahrräder zur Verfügung.

Personentunnel / Tiefebene[Bearbeiten]

Alle Gleise des neuen Saarbrücker Hauptbahnhofs – abgesehen von den Stadtbahngleisen auf dem Bahnhofsvorplatz – sind über den komplett renovierten Personentunnel (oder alternativ den Osttunnel) erreichbar. Der Haupttunnel ist in schlichten weiß-blauen Farbtönen gehalten und erstreckt sich auf einer Länge von etwa 100 Metern mit leichter Steigung vom Ein-/Ausgang City bis zum neuen Nordausgang im Stadtteil Rodenhof.

Alle Bahnsteige sind barrierefrei zugänglich und – bis auf die Gleise 1-3 – über jeweils drei Zugangsarten (Lift, Rolltreppe, Treppe) erreichbar. Die Gleise 1-3 verfügen nur über zwei Zugangsarten (2 Treppen und Lift).

Nordterminal / Nordausgang Rodenhof[Bearbeiten]

Terminal Nord

Zusammen mit den Renovierungs- und Umbaumaßnahmen im Rahmen des Projektes Saarbrücken 21 (Eurobahnhof) wurde der Personentunnel, der zuvor mit dem Zugang zu Gleis 16 (bis ca. 2001 am Gleis 22) endete, bis in den Stadtteil Rodenhof verlängert. Dort entstand ein neuer Aufgang, das so genannte Nordterminal, an den ein neuer Park&Ride-Platz anschließt, der mehrere hundert Stellplätze bietet. Über eine neu gebaute Brücke wird das Areal direkt an den Ludwigsbergkreisel und damit an die Autobahnen A 1, A 620 und A 623 angebunden.

Der von der DB AG dort errichtete großzügige Servicepoint (Fahrkarten und Verpflegung) ist derzeit wegen der noch andauernden Bauarbeiten und fehlender Kundschaft geschlossen, soll aber bei Bedarf wieder eröffnet werden.

Bahnsteige[Bearbeiten]

Gleisplan 2008

Alle Bahnsteige und Gleise – abgesehen von den Stadtbahngleisen vor dem Ein-/Ausgang City – liegen über dem Personentunnel, der die beiden Ein- und Ausgänge miteinander verbindet.

Die Gleise tragen die Nummern 1–16, wobei es nur zehn für den Personenverkehr genutzte Gleise gibt. Diese tragen die Nummern 1-3, 5-6, 8, 11-12, 14 und 16. Die dazwischen liegenden Gleise werden nur zu betrieblichen Zwecken genutzt oder existieren nicht bzw. nicht mehr. Zusätzlich gibt es sechs Durchgangsgleise, die auch von Zügen genutzt werden können, die nicht in Saarbrücken wenden, sowie vier Kopfgleise (2, 6, 8, 11), die als Wendegleise für die in Saarbrücken endenden Züge dienen.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

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Fernverkehr[Bearbeiten]

Seit Dezember 2007 ist Saarbrücken Hbf vollwertige Station im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz und Einfalls- bzw. Ausfallstor für die grenzüberschreitend verkehrenden ICE-Züge zwischen Paris und Frankfurt am Main.

Darüber hinaus verkehren Fernverkehrszüge auf den Relationen nach Dresden und Stuttgart bzw. Graz.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 führt die Deutsche Bahn auch ihre Nachtzüge auf der Relation Berlin-Paris über Saarbrücken statt wie bisher über Köln und Brüssel.

Linie Zuglauf Taktfrequenz
ICE 50 Saarbrücken – Mannheim – Darmstadt – Frankfurt (Main) – Fulda – Erfurt – Leipzig – Dresden ein Zugpaar (6x wöchentlich)
ICE/TGV 82 Paris – Saarbrücken – Mannheim – Frankfurt (Main) 5x täglich
IC 50 Saarbrücken – Mannheim – Frankfurt (Main) 2x täglich
IC/EC 62 Saarbrücken – Homburg (Saar) – Mannheim – Heidelberg ( – Stuttgart ( – München – Salzburg - Graz)) 3x täglich
CNL 451 Paris – Saarbrücken – Göttingen – Hannover – Berlin Mo-Fr (mit Ausnahmen)
CNL 40451 Paris – Saarbrücken – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München Mo-Fr (mit Ausnahmen)
CNL 50451 Paris – Saarbrücken – Göttingen – Hannover – Hamburg Mo-Do (mit Ausnahmen)

Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Saarbrücker Hauptbahnhof ist Dreh- und Angelpunkt des saarländischen Schienenregionalverkehrs. Bis auf wenige Ausnahmen verkehren alle saarländischen Nahverkehrszüge von bzw. nach Saarbrücken Hbf.

Linie Zuglauf Taktfrequenz
RE 1 Saarbrücken – Völklingen – Saarlouis – Merzig (Saar) – Trier – Wittlich – Koblenz Zweistundentakt
RE 3 Saarbrücken – Neunkirchen (Saar) – Ottweiler (Saar) – Türkismühle – Bad Kreuznach – Mainz ( – Frankfurt (Main) ) Saarbrücken – Mainz: Stundentakt

Saarbrücken – Frankfurt (Main): Zweistundentakt

RE 11 Saarbrücken – Völklingen – Saarlouis – Merzig (Saar) – Trier Zweistundentakt
RE 18 Saarbrücken – Forbach (F) – St. Avold – Metz-Ville Stundentakt (mit Lücken)
RE 19 Saarbrücken – Saargemünd – Straßburg 5x täglich
RE 60 (Trier -) Saarbrücken – St. Ingbert – Homburg (Saar) – Kaiserslautern ( -  Mannheim) Stundentakt
RB 68 Saarbrücken – St. Ingbert – Zweibrücken – Pirmasens Stundentakt
RB 71 Homburg (Saar) – St. Ingbert – Saarbrücken – Völklingen – Saarlouis – Merzig (Saar) – Saarburg (Bz Trier) – Trier Stundentakt
RB 72 Saarbrücken – Illingen (Saar)  – Lebach Stundentakt
RB 73 Saarbrücken – Neunkirchen (Saar) – Ottweiler (Saar) – St. Wendel ( – Türkismühle) Saarbrücken – St. Wendel : Halbstundentakt

Saarbrücken – Türkismühle : Stundentakt

RB 76 Saarbrücken – Wemmetsweiler Rathaus – Neunkirchen (Saar) – Homburg (Saar) Einzelne Züge

Buslinien[Bearbeiten]

Vor dem Bahnhof an der Bushaltestelle verkehren diese Buslinien:

Linie Linienverlauf
11E Hauptbahnhof - Haus der Zukunft - Johanneskirche - Hansahaus/Ludwigskirche - HTW/SWS - Betriebshof - Messegelände - Betriebshof - HTW/SWS - Trierer Straße - Hauptbahnhof 7 min. Saarbahn&Bus Nur während der Messe Solobus
102 Altenkessel - Burbacher Markt - Trierer Straße - Hauptbahnhof - Hansahaus/Ludwigskirche - Rathaus/Johanneskirche - Haus der Zukunft - Universität - Guckelsberg - Dudweiler Dudoplatz 15-30 min. Saarbahn&Bus MO - SA Gelenkbus SO/Feiertag Solobus
103 Hauptbahnhof - Haus der Zukunft - Dudweiler Dudoplatz - Schnappach - Spiesen/Elversberg vereinz. Saarbahn&Bus Nur Solobusse, nur Morgenfahrten der Linie starten am Hauptbahnhof, die übrigens führen über Klarenthal - Gersweiler - Messe - Betriebshof - Rathaus
105 Rodenhof - Ludwigsberg - Hauptbahnhof - Hansahaus/Ludwigskirche - Schloßplatz - Feldmannstraße - Paul-Marien-Straße - Halbergstraße/Ostbahnhof - Römerkastell - Saarbasar - Eschberg 15–30 min. Saarbahn&Bus MO-SA Gelenkbus SO/Feiertag Solobus
108 Luisenthal (Saar) - Burbacher Markt - Trierer Straße - Hauptbahnhof - Hansahaus/Ludwigskirche - Schloßplatz - Feldmannstraße - Julius-Kiefer-Straße - Klinikum Saarbrücken 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
112 Hauptbahnhof - Haus der Zukunft - Universität 5-30 min. Saarbahn&Bus nur an Vorlesungstagen, nur Gelenkbusse
121 Hauptbahnhof – Hansahaus/Ludwigskirche – HTW/SWS – Bellevue – Feldmannstraße – Schloßplatz – Rathaus 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
122 Füllengarten Siedlung - Burbacher Markt - Trierer Straße - Hauptbahnhof - Rathaus/Johanneskirche - Römerkastell - Schafbrücke 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
123 Habsterdick/Goldene Bremm - ZF - Bellevue - Hauptbahnhof 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
124 Betriebshof - Trierer Straße - Hauptbahnhof - Haus der Zukunft - Universität 15-30 min. Saarbahn&Bus verkehrt nur Mo. - Fr., nur Gelenkbusse
125 Rodenhof - Ludwigsberg - Hauptbahnhof - Hansahaus/Ludwigskirche - Rathaus - Johanneskirche - Haus der Zukunft - Am Homburg - Dudweiler 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
128 Rastpfuhl/Rußhütte - Hauptbahnhof - Staatstheater - Klinikum Saarbrücken 30 min. Saarbahn&Bus nur Standardbusse
166 Saarbrücken - Ottenhausen - Fenne - Fürstenhausen - Geislautern - Grossrosseln vereinz. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
172 Saarbrücken - Fischbach - Quierschied - Merchweiler - Göttelborn 60 min. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
175 Saarbrücken - Fischbach - Hühnerfeld - Altenwald - Bildstock - Illingen 60 min. Baron Reisen nur Standardbusse
199 Saarbrücken - Zweibrücken Flughafen vereinz. Baron Reisen
321 Saarbrücken - Heusweiler - Wiesbach - Uchtelfangen/Illingen 1-60 min. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
473 Saarbrücken - Hasborn/Überroth/Tholey/Theley jeweils über Autobahn A1 (Schnellverkehr) vereinz. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
506 Saarbrücken - Hansahaus/Ludwigskirche - Staatstheater - Römerkastell - Schafbrücke - Scheidt - Rentrisch - St.Ingbert - Rohrbach - Niederwürzbach - Lautzkirchen - Blieskastel 30-60 min. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
815 Klarenthal - Gersweiler - Messe - Betriebshof - Hansahaus/Ludwigskirche - Hauptbahnhof - Ludwigsberg 7:42, 7:53 Saarbahn&Bus nur an Schultagen, Solobus
831 (Rastpfuhl - ) Hauptbahnhof - Rotenbühl 7:30, 7:40, 7:47 Saarbahn&Bus nur an Schultagen, Solobus
R9 Saarbrücken - Riegelsberg - Heusweiler - Lebach 15-60 min. Saar-Pfalz-Bus Nur bis 13. Dezember 2014, nur Standardbusse
R10 Saarbrücken - Flughafen Saarbrücken - Heckendalheim - Ommersheim - Aßweiler - Blickweiler - Blieskastel 30-60 min. Saar-Pfalz-Bus nur Standardbusse
R13 Saarbrücken - Hostenbach - Schaffhausen (Saar) - Werbeln - Differten - Überherrn - Bisten 60 min. Baron Reisen nur Standardbusse
30 Saarbrücken - Forbach 60 min. Saarbahn&Bus; Forbus nur Standardbusse
RE/RB Saarbrücken Hbf ( - Burbach - Burbach Mitte - Luisenthal(Saar) ) - Völklingen --- DB Regio Süd-West Betrieb bis auf weiteres auf Eis

Stadtbahnverkehr[Bearbeiten]

Von den vier Stadtbahngleisen auf dem Bahnhofsvorplatz verkehren die Stadtbahnen der Saarbrücker Verkehrsgesellschaft Saarbahn&Bus, einer Tochter der Saarbrücker Stadtwerke bzw. dessen Tochter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS).

Linien
Brebach - Römerkastell - Johanneskirche Saarbahn S 1
Saarbahn, 30-Min.-Takt
Rastpfuhl - Siedlerheim - Riegelsberg Süd - Güchenbach - Walpershofen Mitte - Heusweiler Markt - Eiweiler - Landweiler - Lebach ( - Jabach)
Brebach - Römerkastell - Johanneskirche Saarbahn S 1
Saarbahn, 30-Min.-Takt
Rastpfuhl - Siedlerheim - Riegelsberg Süd - Güchenbach - Walpershofen Mitte - Heusweiler Markt
Kleinblittersdorf - Brebach - Römerkastell - Johanneskirche Saarbahn S 1
Saarbahn, 30-Min.-Takt
Rastpfuhl - Siedlerheim (- Riegelsberg Süd)
Sarreguemines - Kleinblittersdorf - Brebach - Römerkastell - Johanneskirche Saarbahn S 1
Saarbahn, 30-Min.-Takt
Rastpfuhl - Siedlerheim (- Riegelsberg Süd)
Güdingen - Brebach - Saarbrücken Ost Saarbahn S 9
Saarbahn, 30-Min.-Takt
Ende

Durch Überlagerung entsteht auf der Innenstadtstammstrecke zwischen Brebach und Siedlerheim in beiden Richtungen ein 7,5-Minuten-Takt, Richtung Kleinblittersdorf und Heusweiler ein 15-Minuten-Takt und Richtung Saargemünd und Lebach ein 30-Minuten-Takt.

Nebenbei wird das Gleis Nummer 6 für die Ersatzlinie S9 genutzt, wenn die Innenstadtstrecke nicht befahren werden kann. Die S9 fährt im 30-Minuten-Takt.

Früher war der Bahnhof Halt der mittlerweile stillgelegten Sonderlinien S2 und S3.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ankunft Saarbrücken Hbf, (150 Jahre Eisenbahn an der Saar), Herausg. Staatskanzlei, Saarbrücken 2002, ISBN 3-9808556-0-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saarbrücken Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.saarland.de/32470.htm
  2. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 206-209.
  3. Hartwig Beseler, Niels Gutschow: Kriegsschicksale deutscher Architektur, Verluste - Schäden - Wiederaufbau, Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, Bd. II: Süd, Wiesbaden 2000, S. 1075.
  4. Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009, S. 206-209.
  5. Kurt Hoppstädter: Die Entstehung der saarländischen Eisenbahnen, Saarbrücken 1961.
  6. Michael Sander: Die Saarbrücker Eisenbahn zwischen Paris und Berlin, Eisenbahn und internationale Politik seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, in: Ankunft Saarbrücken Hbf..., 150 Jahre Eisenbahn an der Saar, Saarbrücken 2002.
  7. Marlen Dittmann: 150 Jahre Baustelle, Die Gebäude am Saarbrücker Hauptbahnhof und ihr städtebauliches Umfeld, in: Ankunft Saarbrücken Hbf..., 150 Jahre Eisenbahn an der Saar, Saarbrücken 2002.
  8. Horst Rohrbacher, Der Hauptbahnhof Saarbrücken – Geschichte und Entwicklung der Eisenbahntechnik, in: Ankunft Saarbrücken Hbf..., 150 Jahre Eisenbahn an der Saar, Saarbrücken 2002.
  9. Bahn und Stadt im Dialog: Projekte 21. In: Bundesbaublatt, 3/1998, S. 68–70.
  10. Pressemitteilung des ADFC Saar, abgerufen am 24. Februar 2009